In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in Richter 7:8-8:1 ein. Er beleuchtet, wie Gott Gideon mit einer winzigen Armee von 300 Mann zum Sieg über die Midianiter führt und dabei seine eigene Stärke demonstriert. Die Episode betont, wie Gott selbst die ängstlichsten Herzen stärkt und die größten Probleme löst, wenn wir seinem Ruf folgen und das Licht des Evangeliums tragen. Es wird auch die Herausforderung thematisiert, Gottes direktes Wort über menschliche Bestätigung zu stellen und wie selbst nach einem großen Sieg Konflikte entstehen können.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 7:8-8:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Richter 7:8-8:1. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dich durch uns verherrlichen möchtest und danke, dass du uns daran erinnerst, dass es niemals unsere Kraft ist, niemals unsere Stärke oder Weisheit, und dass wir oft in Gefahr sind, zu sehr auf Menschliches zu bauen und auf menschliche Kraft, auf unsere eigene Weisheit und Stärke. Danke, dass du uns deine Geschichte von Gideon auch zeigst, dass du durch wenige retten kannst und dass es ja manchmal sogar zu viel menschliche Kraft ist und du das eher reduzieren wolltest, damit deutlich wird, dass du allein derjenige bist, der uns in allem den Sieg schenken kann. Herr, vergib uns, wenn wir uns zu sehr auf Menschen verlassen haben und gib, dass wir unseren Blick auch heute ganz auf dich richten, dass du durch den Heiligen Geist jetzt zu uns sprechen kannst durch dein Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:33] Wir sind bei der Geschichte von Gideon und der Armee, die von 32.000 auf 300 reduziert worden ist, damit Gott sich verherrlichen kann in diesem besonderen Kampf. Richter 7, Vers 8 lesen wir: „Und sie nahmen die Verpflegung des Volkes an sich und ihre Schofarhörner. Aber die anderen entließen sie alle, jeden in sein Zelt, und er behielt die 300 Mann bei sich. Das Lager der Midianiter aber war unter ihm in der Ebene. Und es geschah in derselben Nacht, da sprach der Herr zu ihm: „Steh auf und geh ins Lager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben. Du wirst den Sieg erringen. Fürchtest du dich aber, hinabzugehen, so nimm deinen Burschen Pura mit dir ins Lager hinuntersteigen, damit du hörst, was sie reden. Dann werden deine Hände erstarken, dass du gegen das Lager hin abziehen wirst.“ Da stieg Gideon mit seinem Burschen Pura hinunter bis zu den äußersten Vorposten, die zum Lager gehören.“
[2:40] Hätte Gideon gar nicht hinuntersteigen müssen? Hätte er nicht einfach doch vertrauen können, dass Gott ihm gesagt: „Du wirst den Sieg erringen.“ Aber Gott kannte ihn schon, und weil er ihn kannte und seine Persönlichkeit richtig einschätzen konnte, hat er ihm gesagt: „Du brauchst es eigentlich nicht, aber wenn du möchtest, dann geh doch mal hinunter, und ich weiß, was dort geredet wird. Ich habe dort einen Traum gegeben, von dem ich weiß, dass er dich stärken wird.“ Gott kennt uns, und wenn er weiß, dass wir von Natur aus besonders ängstlich sind, dann geht er auch die Extrameile, um uns extra zu stärken, damit wir auch wirklich das tun, was er uns gesagt hat.
[3:19] „Die Midianiter aber und die Amalekiter und alle Söhne des Ostens waren in die Ebene eingefallen wie eine Menge Heuschrecken, und ihre Kamele waren vor Menge nicht zu zählen, wie der Sand am Ufer des Meeres. Wohlgemerkt, Gideon hat 300 Mann. Als nun Gideon kam, siehe da, erzählte einer dem anderen einen Traum und sprach: „Siehe, ich habe einen Traum gehabt, und siehe, ein Laib Gerstenbrot wälzte sich zum Lager der Midianiter, und als es dann zu den Zelten kam, schlug er sie und warf sie nieder, sodass sie umstürzten, und er kehrte sie um, das Unterste zuoberst, und die Zelte lagen da.“ Da antwortete der andere und sprach: „Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes des Joas, des Israeliten. Gott hat die Midianiter samt dem ganzen Lager in seine Hand gegeben.“
[4:04] Gott hatte genau das schon dem Gideon direkt persönlich gesagt. Es ist interessant, dass das, was Gott direkt persönlich gesagt hatte, noch nicht ausreichte für ihn, aber dass dann, als Gott durch einen fremden Midianiter, die miteinander sprechen über einen Traum, den Gott dem einen Midianiter gegeben hatte, dass dann Gideon sich gestärkt fühlt. Siehst du, interessant ist ja manchmal, dass wir unsere Privilegien, die Gott uns schenken möchte, nicht achten, dass wir uns gestärkt fühlen, weil jemand anders seine Predigt, jemand anders eine Erfahrung gemacht hat. Wir gestärkt fühlen, weil Gott zu einem anderen gesprochen hat, und wir uns viel eher noch gestärkt fühlen könnten, weil Gott direkt persönlich zu mir gesprochen hat. Wir sind dankbar, und Gott benutzt ja auch das Zeugnis anderer, um uns zu stärken. Aber wie wäre es, wenn wir sogar ohne das direkt aus dem Wort Gottes seine Stimme zu uns hören können und wissen dürfen: „Weil der Herr zu mir gesprochen hat, deswegen weiß ich, er wird mir den Sieg schenken.“ Ich möchte in meinem Leben noch mehr aus der direkten Stimme Gottes leben.
[5:11] Richter 7, Vers 15: „Als nun Gideon die Erzählung des Traumes und seine Auslegung hörte, da betete er an und er kehrte wieder in das Lager Israels zurück und sprach: „Macht euch auf, denn der Herr hat das Lager der Midianiter in eure Hand gegeben.“ Und er teilte 300 Mann in drei Abteilungen und gab ihnen allen Schofarhörner in die Hand und leere Krüge und brennende Fackeln darin. Und er sprach zu ihnen: „Schaut auf mich und macht es ebenso. Wenn ich an den Rand des Heerlagers komme, dann macht auch ihr es, wie ich es mache. Wenn ich und alle, die mit mir sind, in das Horn stoßen, so sollt auch ihr rings um das ganze Lager in die Hörner stoßen und rufen: „Für den Herrn und Gideon!“ Als nun Gideon und die 100 Mann, die bei ihm waren, an den Rand des Heerlagers kam zu Beginn der mittleren Nachtwache, als man eben die Wachen aufgestellt hatte, stießen sie in die Hörner und zerschlugen die Krüge in ihren Händen. Da stießen alle drei Abteilungen in die Hörner und zerbrachen die Krüge. Sie hielten aber mit ihrer linken Hand die Fackeln in ihrer Hand und in ihrer rechten Hand die Hörner zum Blasen, und sie riefen: „Ein Schwert für den Herrn und für Gideon!“ Und jeder blieb an seinem Platz stehen um das Lager her, aber das ganze Lager rannte, schrie und floh.“
[6:21] Sie sollten rufen und sie sollten ein Licht tragen. Gott selbst führte den Kampf aus. Wenn wir einen lauten Ruf geben und wenn wir das Licht des Evangeliums als Fackel deutlich tragen, wird Gott selbst kämpfen. Auch wenn wir nur wenige sind. Er selbst wird die größten Probleme lösen.
[6:43] „Denn während die 300 Mann in die Hörner stießen, richtete der Herr in dem ganzen Lager das Schwert eines jeden gegen den anderen. Und das Heer floh bis Bet-Schitta gegen Zerera und bis an das Ufer von Abel-Mehola. Gott selbst kämpft für die Seinen. Auch wenn wir nur wenig Kraft haben, vielleicht ängstlich sind, aber wenn wir das tun, was Gott sagt, und einen lauten Ruf geben und ein Licht in dieser Welt sind, wird Gott mächtig, mächtig für uns kämpfen. Und die Männer Israels von Naftali und Asser und vom ganzen Manasse wurden aufgeboten und jagten den Midianitern nach. Es ist ja nicht so, dass nur 300 kämpfen sollen. Sie sollten diese besondere Erfahrung haben, denn dafür brauchte man eine besondere Verbindung auch zu Gott, um diese besondere Situation durchleben zu können. Aber alle anderen sollten jetzt auch noch dazukommen und mithelfen. Wenn 300 einen Sieg mit Gottes Hilfe errungen, dann ist das eine Ermutigung für die ganze Gemeinde, und die Erweckung greift über auf viele andere. Und Gideon hatte Boten noch das ganze Werk an Ephraim gesandt und sagen: „Kommt herab den Midianitern entgegen und besetzt vor ihnen das Wasser bis nach Bet-Bara, nämlich den Jordan.“ Da wurden alle Männer von Ephraim aufgeboten und besetzten vor ihnen das Wasser bis nach Bet-Bara, nämlich den Jordan. Und sie fingen zwei Fürsten der Midianiter, Oreb und Seeb, und sie töteten Oreb an dem Felsen Oreb und Seeb an der Kelter Seeb. Und sie verfolgten die Midianiter und brachten die Köpfe Orebs und Seebs zu Gideon über den Jordan.“
[8:16] „Die Männer von Ephraim sprachen zu ihm: „Warum hast du uns das angetan, dass du uns nicht gerufen hast, als du gegen die Midianiter in den Kampf gezogen bist?“ Und sie stritten heftig mit ihm.“ Auch heute kann es passieren, dass obwohl Gott Großes tut in der Gemeinde, trotzdem lieber gestritten wird. Wir sollten uns vor dieser Sache sehr hüten.
[8:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du willst direkt zu uns sprechen. Herr, vergib doch, dass wir so oft zögerlich sind und eine Verheißung immer noch mal testen wollen und noch mal sicher gehen wollen. Gib, dass wir noch mehr als bisher in unserem Leben uns auf dein nacktes Wort verlassen, so wie es dort steht, und dass wir glauben, dass du tust, was du versprochen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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