[0:34] Ein herzliches Willkommen an alle Zuschauerinnen und Zuschauer hier bei JoelMedia TV zu unserer dieswöchigen Christ Study Hour. Wir werden uns heute dem dritten Thema in diesem Quartal widmen. Es geht um das Thema "Auf ewige Generationen". Es ist eine Fortsetzung zu dem Thema, das wir in der letzten Woche behandelt haben. In der letzten Woche haben wir uns das ganze Vierteljahr in einem kurzen Abriss angeschaut, und heute werden wir tiefer in das Studium eingehen. Wir werden uns heute mit dem Bund beschäftigen, den Gott mit Noah geschlossen hat, und werden sehen, was es auch für unser Leben praktisch bedeutet.
[1:11] Bevor wir anfangen, lade ich euch alle zum Gebet ein, damit Gottes Leitung ist in diesem Studium. Himmlischer Vater, wir möchten wir danken für die Möglichkeit, wieder hier zu sein. Wir danken dir, dass du uns dieses Studium geschenkt hast. Wir bitten dich jetzt, dass du uns zeigst, was darin steckt, was es praktisch bedeutet für uns, dass du uns hilfst, das wirklich auch eine Umsetzung in unserem Leben erfährt und dass wir dadurch auch andere erreichen, dass andere Menschen dir näher kommen und dass dein Name verherrlicht wird. Wir danken dir für deine Gegenwart, dass du durch mich sprechen möchtest, dass auch ich dir näher komme. Im Namen Jesu. Amen.
[1:56] Bakterien sind die kleinsten Lebewesen, die wir kennen oder die man so sehen kann. Und das Interessante an den Bakterien ist auch, wenn man sie tausendfach vergrößert mit dem Mikroskop, dann werden sie doch nicht größer als eine Bleistiftspitze. Also unfassbar klein. Aber wenn man ihnen die richtigen Wachstumsbedingungen gibt, wenn man ihnen Wasser gibt, Nährstoffe, Licht, Sauerstoff und auch genügend Wärme, dann werden sie sehr schnell sehr viel wachsen. Und wenn man eine erwachsene Bakterienzelle hat, dann wird sich diese Zelle in zwei Tochterzellen teilen. Und diese zwei Tochterzellen wieder in zwei weitere jeweils. Und so kann man davon ausgehen, dass dann, wenn alles von den Bedingungen her stimmt, in 24 Stunden ungefähr 16 Millionen Bakterien neu entstanden sind aus einer ursprünglichen Bakterie. Und so kann man dann, wenn man das hochrechnet, sehen, dass in 48 Stunden über 100 Milliarden, vielleicht sogar mehrere hundert Milliarden Bakterien entstanden sind.
[3:05] Und so ähnlich ist es auch mit der Sünde gewesen nach dem Sündenfall. Wir lesen nämlich in 1. Mose 6, Vers 5 und 11: "Als aber der Herr sah, dass die Bosheit des Menschen sehr groß war auf der Erde und alles Trachten der Gedanken seines Herzens alle Zeit nur böse, aber die Erde war verdammt vor Gott und die Erde war erfüllt mit Frevel." Das ist unser Einstieg in die Lektion für diese Woche. Und da kommen schnell die Fragen auf: Wie kann das so schnell passiert sein? Und bevor wir uns dieser Frage widmen, möchten wir uns noch anschauen, was wir sonst noch alle studieren werden. Wir werden nämlich noch anschauen, warum kam es eigentlich dazu, dass nach nicht mal, bzw. plus/minus 1000 Jahre nach der Schöpfung die Erde an so einem schlimmen Punkt angelangt war. Wir werden uns anschauen, welche Charakterzüge hatte Noah in dieser Zeit. Welche Elemente hatte der Bund, den Gott mit Noah geschlossen hatte. Wie können wir Gottes Gnade vor der Flut sehen und wie können wir seine Liebe nach der Flut sehen? Weil viele Bibelkritiker nehmen diesen Text, den wir gerade gelesen haben, und sagen: Gott war ziemlich hart. Meint, die Menschen haben nicht das gemacht, was er wollte. Sie haben nur eine andere Frucht gegessen, sie haben nur ihre eigenen Wege gewählt und plötzlich will er sie alle umbringen. Aber wie kam es dazu? Wir möchten uns das hier mal anschauen.
[4:34] Ja, demnächst eine Folie, und zwar bis es zu diesem Punkt kam, gab es einen schrittweisen Abfall in der Schöpfung. Gleich im ersten Buch Mose, Kapitel 3, Vers 6 lesen wir vom Sündenfall. Wurde der Appetit Eva dazu verführt, hat sich von Gott zu trennen, seine Anweisungen zu missachten. Aber damit war erst der erste Schritt getan. Dann nach dem Sündenfall kommen wir zu dieser Schuldzuweisung in den Versen 11 bis 13. Gott kommt in den Garten, Adam schiebt die Schuld auf Eva, schiebt die Schuld auf die Schlange und damit auf Gott selber. Und Gott letzten Endes erkennt dann, dass Satan wirklich die Schuld hatte. Aber der dritte Schritt war dann in 1. Mose 4, dass Kain neidisch wurde auf das Opfer, das Abel gebracht hat, weil Gott Abels Opfer als wohlgefällig angesehen hat, sein eigenes aber nicht. Daraufhin hatte er in Vers 8 dann seinen Bruder erschlagen. Der erste Mörder. In Kapitel 4, Vers 19 sehen wir dann schon einige Jahre weiter, und zwar wird von Lamech berichtet, der sich zwei Frauen genommen hat. Also, wir haben ja schon gesehen, dass dann die ursprüngliche Idee der Ehe verachtet und vergessen war. In Vers 23 berichtet uns dann die Bibel, dass Lamech davon spricht, wie ihm jemanden, ich sage es mal anders ausgedrückt, gekratzt hat, dann darum getötet hat. Also man hat gesehen, wie die Menschen langsam überreagieren. Dann in 1. Mose 6, Vers 2 wird beschrieben, wie jeder Mensch quasi mit der Person sexuelle Beziehungen hatte, wie es ihm gerade gepasst hat. Das Fachwort dafür ist Polyamorie. Und dann kommen wir zu 1. Mose 6, Vers 5 und 11, was wir gelesen haben, wo Gott dann sagt, dass alles Trachten der Menschen böse war, die Gedanken durch und durch verdorben. Und anhand von diesem kleinen Beispiel können wir sehen, dass es nicht urplötzlich kam. Gott hat nicht einfach gedacht: Okay, jetzt muss ich mal was machen, es läuft das 1000 Jahre anders. Also ich wollte jetzt, schmeiße ich die alle weg. Es waren schrittweise Abfälle. Und es hat Gott sehr geschmerzt dabei auch. Und das Problem ist, wenn man seinen Lauf einfach den freien Lauf lässt, dann vermehrt sich die Sünde und wird immer immer schlimmer werden.
[6:56] Ich habe das in meiner Pubertätszeit mal im kleinen Stil erlebt und zwar habe ich so eine kleine Phase gehabt, wo ich nicht in die Gemeinde gehen wollte mit 12, 13. Euch einfach auch kein Anschluss da hatte, keine Freunde in der Gemeinde und so. Habe ich dann natürlich Freunde in der Schule gehabt und die hatten da wirst du ihre eigenen Lebensweisen. Und besonders einer hat mich dann mit der Deutsch-Rap-Musik vertraut gemacht. Und ich muss sagen, am Anfang habe ich viel Deutschrap gehört von Rappern, die wirklich stilistisch sehr gut unterwegs waren. Da gab es einige Rapper, die hatten Wortspiele in ihren Texten drin. Ich sage dir mal, das hätte Goethe nicht besser machen können. Das war der Wahnsinn. Das hat mich so fasziniert. Aber diese Wortspiele haben mich immer weiter weggebracht. Anfangs habe ich immer gesagt, es geht mir nur um die Kunst und das ist ja was total anziehendes, attraktives. Aber unterbewusst diese ganze Art von Musik, die sie bis diese Wörter auch dieses Pushen vom eigenen Ego, das hat mich immer weiter weggeführt. Und irgendwann habe ich dann diese Texte nicht mehr nur aus der Kunstperspektive gehört, sondern es hat mich wirklich verdorben. Und sobald dann die Rapper anfangen zu rappen, dass ihre Beats selbst so groß sind, dass sie eine eigene Umlaufbahn haben, und du da als Zwölfjähriger daneben stehst, dann gerade deine ersten Liegestütze gemacht hast und Ärmchen wie Zahnstocher hast, aber denkst, war, ich bin genauso stark. Da fängt dann Denken an sich zu ändern. Und so ging es dann immer weiter. Und ich hatte auch Freunde in der Gemeinde, die dann gesagt haben: "Wir wissen, dass du das gerne hörst, aber das ist vielleicht nicht die Art von Musik, die du hören solltest." Und es ging einen Schritt weiter, immer weiter, bis ich dann die Musik nicht mehr gehört habe wegen dessen Wortspiele, sondern einfach, weil das Ego pusht. Und irgendwann bin ich da angekommen bei den, wie soll man sagen, ganz verdorbenen Henry Braun, musste nur noch um Prostitution und Drogen und Geldwäsche und sowas geht um Waffen im Ort und das verändertes Denken. Und Gott sei Dank hat er mich dann am Ende dann noch rausholen können. Aber was ich damit sagen will ist, wenn man nicht aufpasst, wenn man nicht, wenn man versucht wird und ich sagte ja, hilft mir davon wegzukommen, du kommst automatisch immer weiter. Weil Satan lässt nicht locker. Und das war das Problem, dass die Menschheit damals hatte. Sie haben sich von Gott entfernt und schrittweise ging es immer weiter, immer tiefer, bis die Menschen an einem Punkt waren, wo sie nicht mehr sich selber helfen konnten.
[9:33] Und ich habe das auch mal in einer Predigt gehört, das ist ein sehr, sehr gutes Beispiel, wie ich finde. Da ging es auch mit dieser vorsintflutlichen Menschen an der. Prediger hatte es damals so gesagt, ich habe es am Anfang nicht gleich verstanden, deswegen versuche ich jetzt zu erklären. Er hat gesagt: Wie viel Böses kann eine Kuh schaffen? Und wie viel Böses kann ein Mensch schaffen? Der Mensch hat viel mehr Verstandeskraft, viel mehr Möglichkeiten zum Guten wie zum Schlechten. Eine Kuh, ich weiß nicht, was eine Kuh denkt. Denkt vielleicht ans Fressen und Rumlaufen. Aber eine Kuh kann nicht viel Böses machen. Aber hört man in dieser, sagt man, diese Intelligenzstufen geht in dem Wesen Gottes, desto mehr wird auch der Drang zum Bösen deutlich, weil die Menschen dann viel mehr Intelligenz als Kühe haben. Und da die Menschen vor der Flut quasi direkt von Adam abstammt haben und Fähigkeiten hatten, die wir uns heute gar nicht ausmalen können, hatten diese Menschen auch unglaublich viel Potenzial zum Bösen. Und wenn wir dann auch im Patriarch einen Propheten lesen, wo es um die Zeit vor der Flut geht, wir sehen, die Erde war ganz anders. Das war ein mega Bäume, es war überall weiß, schön. Aber die Menschen hatten die man viel größer als wir, einige Meter groß waren sie. Sie hatten Projekte und Pläne, wo heutige Menschen gar nicht dazu imstande wären. Und deswegen hatten sie dieses große Potenzial zum Bösen, und das haben sie auch voll ausgenutzt. Was aber zum Guten hätte sein können, wenn sie Gottes Ordnung treu geblieben wären.
[11:06] Jedenfalls wollte Gott dann natürlich, wie wir gelesen haben, hier diese Sünde loswerden, aber trotzdem den Sünder retten. Und das meine ich damit. Wir lesen hier in 1. Mose 6, Vers 7 und 4, 6, dass Gott über die Menschen Folgendes sagt: "Da freute es den Herrn, dass er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es betrübt ihn in seinem Herzen. Und der Herr sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, von Menschen an bis zum Vieh und bis zum Gewürm und bis zu den Vögeln des Himmels, denn es freut mich, dass ich sie gemacht habe." Wir dürfen nicht den Fehler machen zu denken, dass Gott jetzt gilt, dachte: Was habe ich hier nur fabriziert? Gott weiß alles und daher weiß auch die ganzen Gedanken seiner Geschöpfe. Er wusste auch, als Satan angefangen hat zu rebellieren, er wusste genau, was in seinem Herzen vorging. Und trotzdem hat er diesen Geist der Rebellion auf Freiheit gelassen, sich zu entwickeln, weil er zwar diesen Geist ersticken wollte, aber trotzdem nutzen für damals retten wollte.
[12:22] Genau dasselbe sind wir auch hier und möchte ein bisschen rein schauen, was die hebräischen Wörter hier bedeuten. Die Wörter, die mit "reute" und "betrübte" wiedergegeben sind, bedeuten Folgendes: "Reute" heißt auf Hebräisch "nacham" und das bedeutet so viel wie "leid tun", "sich selbst trösten", "seufzen", im Sinne von "schaffen" oder "bedauern". Und "betrübte" ist das Wort "az", was so viel heißt wie "verletzen", "schmerzen", "trauern", "quälen" oder "missfallen". Und wenn wir uns das ins Bewusstsein rufen, dann wird ziemlich deutlich, dass es hier nicht darum ging, dass Gott gemerkt hat: Jetzt habe ich irgendwas falsch gemacht. Sondern er hat seine Welt geschaffen, hat die Menschen mit so viel gesehen, er hat sie mit Verstandeskraft ausgestattet, er hat ihnen alles gegeben, was sie sich nur vorstellen konnten. Und man hat aber gesehen, dass durch diesen einen kleinen falschen Schritt, diese Frucht zu nehmen, alles so böse geworden ist. Und dann heißt es hier, dass Gottes Herz darin gequält hat und dass es Gott leid getan hat, weil das so sehr verletzt wurde.
[13:33] Und ich erinnere mich noch, als ich diesen Text mal gelesen habe vor einigen Jahren, ist schon lange her, da habe ich mich selber so richtig in die Bibel reingelesen, erst mal. Und ich habe diesen Text gelesen und irgendwie, Gott hat mir so ein Mitleid für sich eben. Ist schon, klingt vielleicht komisch, wenn man sagt: Ich hatte Mitleid mit Gott. Wären eigentlich müsste das andersrum sein. Aber irgendwie, es hat mir sehr leid getan, wenn du hier so ein Kunstwerk aufstellst, du schaffst das alles, du machst die Menschen durchgeschafft, den so einen schönen Platz zum Leben und dann geht es so in die Hose, weil sie sich dagegen entschieden haben. Das ist ein Schmerz, den eigentlich nur Eltern nachempfinden können. Und vielleicht gibt es von euch Zuschauern auch jemanden, der so etwas Ähnliches erlebt hat im kleinen Rahmen, dass man irgendetwas für jemand gemacht hat, der ist aber völlig missbraucht hat, hatte man diesen Schmerz spürt. Und das ist das, was Gott hier erfahren hat.
[14:29] Möchte da noch ein bisschen tiefer einsteigen, diesen Charakter Gottes, denn wenn wir das Neue Testament schauen, zum Beispiel Markus 6:34. Dort lesen wir, wie Jesus sich diese Volksmenge zugewandt hat und dann begibt sich ihr Folgendes: "Und als Jesus ausstieg, sah er eine große Volksmenge, und er hatte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren." Also Jesus sieht hier, dass diese Volksmenge völlig verwildert und alleine ist, und da fängt an, den Dingen beizubringen und sich um sie zu kümmern. Worauf ich aber hinaus wollte, ist dieses griechische Wort, was hier hinter "hatte Erbarmen" steckt. Denn dieses Wort heißt auf Griechisch "splagchnizomai" und das heißt, wenn man tiefer anschaut, in den Innereien bewegt sein oder die Gedärme schmachten lassen. Also, wenn die Bibel davon spricht, dass Jesus Mitleid mit den Menschen hat, er mit dieser Volksmenge, die so völlig alleine war, dann beschreibt sie, wie sich seine Gedärme umgedreht haben und er sich innerlich vor Schmerzen gekrümmt hat, weil er so ein Mitleid mit den Menschen hatte. Und das ist genau der gleiche Charakter, den Gott auch vor der Flut hatte, bevor die Menschen vernichtet hat. Gottes Gerichte kommen ja nicht immer so schlag auf Schlag und urplötzlich. Zum Beispiel, wir werden das auch noch in einer weiteren Lektion sehen, dass Gott zu Abraham gesagt hat: "Ich gebe euch dieses Land, aber ich kann es euch noch nicht geben, weil das Maß der Sünde der Amerikaner noch nicht..." Gott damals mit den Amerikanern gearbeitet, dann erst, als sie sich endgültig verschlossen haben, hat er sie der Vernichtung preisgegeben. Genauso war es auch damals vor der Flut. Gott hat lange mit ihnen gearbeitet, aber irgendwann war das Maß erreicht. Und es hat ihm trotzdem unglaublich wehgetan.
[16:21] Jeremia beschreibt es auch ganz schön in Kapitel 18, Verse 6 bis 10. Hier heißt es: "Hier sagt Gott: Kann ich mit euch nicht genauso umgehen wie dieser Töpfer, du Haus Israel, spricht der Herr? Sieh, wie der Ton in der Hand des Töpfers, so seid ihr in meiner Hand, Haus Israel. Einmal rede ich über ein Volk oder ein Königreich, dass ich es ausrotten, verderben und zugrunde richten will. Wenn aber jenes Volk, über das ich geredet habe, von seiner Bosheit umkehrt, dann freut mich auch das Unheil, das ich über sie zu bringen gedacht. Und ein anderes Mal rede ich über ein Volk oder Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will. Dann ist aber das Tun, was böse ist in meinen Augen und auf meine Stimme nicht hört, freut mich auch das Gute, das ich vorgenommen hatte, ihnen zu tun." Hier wird genau das noch mal deutlicher beschrieben. Es ist ja nicht so ein plötzliches Freuen, dass Gott überkommen, wo er sich einen Fehler eingesteht, sondern einfach dieses schmerzliche Räumen. Wohl gemerkt hat: Okay, die Menschen handeln anders, als ich es gedacht habe. Und darum geht es.
[17:37] Aber zum Glück können wir wirklich sagen, musste Gott nicht die ganze Menschheit vernichten. Das war zwar wirklich der Großteil, wenn man bedenkt, dass nach manchen Archäologen die Menschen vor der Flut fast die gleiche Bevölkerungszahl hatten, die wir heute, und nur acht Menschen später gerettet wurden, dann ist das schon sehr beängstigend, ein sehr eindrucksvoller Mann, darüber nachzudenken. Aber wir wollen von den Menschen noch ein bisschen lesen, die damals dann gerettet wurden.
[18:07] So heißt es in 1. Mose 6, Vers 9: "Dies ist die Geschichte Noahs. Noah war ein gerechter Mann, untadelig unter seinen Zeitgenossen. Noah wandelte mit Gott." Also Noah sticht hier ziemlich heraus aus den ganzen Menschen vor der Flut. Wir haben gelesen, alles war durch und durch verdorben und böse, aber Noah wird hier als gerecht und adelig beschrieben und als einer, mit dem Gott wandelte. Ein Noah, der sie rettet, der Beziehung mit Gott hatte. Und Noah war einer, der Gott nicht nur rein theoretisch an Gott geglaubt hat, so wie es auch heute viele Christen gibt, die sagen: Ja, ich glaube an Gott. Ich habe auch mal mit einem Menschen gesprochen, und wir haben darüber geredet, und ich wollte dann wissen: Ist er auch gläubig? Und er sagte dann: Ja, ich gehe zweimal im Jahr in die Kirche, an Weihnachten. Aber das ist nicht der Glaube, den Noah hatte. Noah hatte eine tägliche Beziehung mit Gott. Und wenn Gott gesprochen hat, hat er zugehört und er hat ihm auch gehorcht. Und das ist auch der Grund, warum in Petrus, 2. Petrus 2, Vers 5, den "Verkündiger der Gerechtigkeit" nennt.
[19:18] Aber die Frage ist, warum wird Noah so geschrieben? Warum sagt Gott, dass er gerecht, untadelig ist, dass er mit ihm wandelt? Wenn wir noch mal zu dem Text vorher zurückkommen und genau genommen noch mal ein Vers davor, 1. Mose 6, Vers 8: "Noah aber fand Gnade in den Augen des Herrn." Das ist auch die erste Stelle, wo das Wort Gnade hier in der Bibel auftaucht. Und das Wort Gnade wird immer dann verwendet, wenn es um Menschen geht, die Gnade bekommen haben von Gott, aber die es selber überhaupt nicht verdient haben. Und deswegen ist es auch sehr wichtig hier zu sehen, Noah wurde nicht ausgewählt, weil er so nach diesem Prädestinationsprinzip, Gott hat vorher ausgewählt, wer gerettet wird und wer nicht.
[20:03] Das ist sehr interessant, wenn man sich das man sich den Kopf gehen lässt. Der Heilige Geist, der Noah, Mose, David, Salomo, Daniel, Petrus, Paulus, Johannes, wir noch immer bewegt hat und zu diesen Männern des Glaubens gemacht hat. Derselbe Heilige Geist steht uns zur Verfügung. Theoretisch wissen wir das, aber praktisch müssen wir uns bewusst werden, dass diese, diese Größe, die Noah erreicht hat im Glauben, die Gott in ihm hervor gebracht hat, auch uns zur Verfügung steht. Die Frage ist, wie reagieren wir darauf? Wissen wir das theoretisch, sitzen in der Sonntagsschule, drehen Däumchen, reden darüber, oder sind wir dazu bereit zu sagen: Herr...
[20:45] Oder sind wir dazu bereit zu sagen: Herr, okay, ich bin bereit, verändere meinen Charakter, form mich, benutze mich zum Segen für andere. Und da, wo ich Gnade gefunden habe vor Gott, war nicht mein Verdienst. Es war Gott, der an mir arbeiten konnte und der mich dann zu dem machen konnte, was er später war.
[21:10] Und so ist diese Frage: Können wir auch von uns sagen, dass wir gerecht und untadelig sind? Und da muss man sehr aufpassen, das weiß ich, dass man nicht, weil die einen sagen, ich mal so, eine falsche Haltung einnehmen, wo sie sagen: Nein, das können wir nie erreichen. Und das passiert nie. Und die anderen, die sagen: Ja, ich war 24 Jahre Gemeindeleiter, ich habe 13 Jahre den Heimatmissionen betreut, ich gehe fünf Mal die Woche auf den Marktplatz, den Bücherstand. Ich bin sehr gerecht. Ich habe hier so ein All-Inclusive-Bändchen um mein Handgelenk, wo ich direkt in den Himmel komme. Das sind zwei Extreme.
[21:49] Aber wir müssen das anders verstehen. Könnte das auch von uns gesagt werden, dass wir so sind? Wenn nicht, haben wir noch was vor uns. Wenn ja, müssen wir aufpassen, dass wir nicht auf diesem Stand fallen. Ich möchte aber noch ein Zitat aus "Geist der Weissagung" hier lesen.
[22:04] Wir finden, dass ein Testimonial, C.I.C., Volume 4, Seite 89, und dort heißt es: "Dort ist unser Zustand beschrieben, der Zustand für lau, die ca." Wir müssen aus unserem lauwarmen Zustand kommen und eine echte Umwandlung erfahren, oder wir werden aus dem Himmel fallen.
[22:29] Das ist ein unglaublich starkes Zitat, und es kann auch unglaublich weh tun, wenn es den sündhaften Stolz durchdringt. Aber wenn wir glauben, dass diese Botschaft von Gott kommt, müssen wir Beachtung schenken. Denn die Bibel sagt in Bezug auf Johannes den Täufer, dass die Pharisäer Johannes abgelehnt haben, den Propheten Gottes abgelehnt haben, aber damit den Ratschluss Gottes verachtet haben. Also, wer Gott des Propheten ablehnt, der lehnt Gott selber ab.
[23:00] Und das genau das Gleiche finden wir auch in der Geschichte von Samuel. Als Israel angefangen hat, einen König zu beginnen, war Samuel sehr traurig und hat gedacht, sie haben jetzt ihn verworfen als Person, als Prophet. Aber Gott hat ihm gesagt: Fürchte dich nicht, sie haben nicht dich verworfen, sie haben mich verworfen.
[23:15] Wer die Anweisungen von Gottes Propheten verwirft, der verwirft Gott. Und deswegen müssen wir so eine Umwandlung erfahren. Und die Sache ist, viele von uns, viele von uns Adventisten, wir haben kein Problem, Gott das Leben zu 80 Prozent zu übergeben. Manche von uns zu 90. Die wunderbaren Start von Kisten zu 95 Prozent. Mein, es gibt welche, die sind in der Heiligung schon ganz weit oben, die übergeben Gott das Leben zu 98 Prozent.
[23:47] Aber die Frage ist: Was ist mit diesen zwei Prozent, die zurückhaltend sind? Die Bibel sagt doch, dass Sünde von Gott trennt. Und ich möchte ein ganz kurzes Beispiel dazu geben. Ich denke, viele von uns, wir haben keine Probleme damit, dass wir jemanden umbringen wollen und dass wir Ausfälle planen. Von so was müssen wir nicht zurückschrecken, weil wir das nie gemacht haben.
[24:10] Aber die Frage ist: Was ist mit diesen kleinen Alltags-Sünden, mit diesen kleinen Charakterschwächen, die wir behalten? Beispiel: Wir, die wir in Deutschland leben, wir sind ein sehr zivilisiertes Volk, würde ich mal sagen. Wir wissen, wie man sich anzieht, wir wissen, wie man sich benimmt beim Essen, wir haben Manieren, wir sind höflich. Wir sitzen und wenn man sagt, wir kommen um 15 Uhr zu dir, dann ist man spätestens um 14:50 da. Man ist ja pünktlich.
[24:41] Und das ist auch alles nicht schlecht. Aber ich habe gemerkt, und ich werde gleich von mir ein bisschen berichten. Irgendwas passiert in den deutschen Köpfen, wenn wir ins Auto steigen. Da ist man fünf Minuten vorher noch auf der Arbeit, zu viel gelassen, man redet ausgelassen mit den Kollegen. Und man läuft dann zum Auto, schließt das Auto auf, alles wunderbar, und man fühlt sich noch gut. Der Arbeitstag war schön, man hat viele, viele Aufträge abgewickelt, Geld verdient, gerade noch die Ehefrau angerufen, freut sich auf das Abendessen.
[25:13] Dann darf man aber die Autotür aufsetzen, sich hinsetzen, Tür zu, und auf einmal wird man von dem wunderbar netten deutschen Durchschnittsbürger zum... Dann fährt man in der 30er Zone, und da fährt einer 29. Und man denkt sich: War schnell! Und mal ganz ehrlich, für das deutsche Herz: 29 in der 30er Zone, das geht doch nicht, oder?
[25:42] Und dann fährt man aber auf die Autobahn und ist gerade seine 100 Sachen gewohnt. Werde auf die linke Spur mit 120. Und kaum ist man auf der linken Spur, spürt man schon den Mercedes-Stern im Nacken, weil hinten ein Mercedes mit 250 Sachen angerauscht kommt. Und dann sieht man schon Lichthupe, und es wird gehupt und geschimpft und: Wo hast du deinen Führerschein gemacht? Und lauter solche Sachen.
[26:07] Und ich muss wirklich sagen, ich glaube, Autofahren ist für viele von uns ein wirklicher Charaktertest. Und ich habe das auch so ein bisschen, glaube ich, von meinem Vater gehabt. Er war auf der linken Spur Fahrer, linke Spur, rechtes Pedal durch. Und ich habe das anfangs wirklich viel, viel übernommen. Und das, was ich gerade erzählt habe, da nur so ein paar kleine Beispiele, was mich wirklich gestört hat an anderen Autofahrern.
[26:30] Und wenn ich dann irgendwo geschoben wurde auf der Autobahn, dann träumt sich, dass ich auch... Dann kommt man in die Stadt, fährt seine 50 Sachen, und hinter einem kommt hinter einem ist ein anderes Auto, der fährt aber 55 und schiebt sich fast schon von der Straße. Und du denkst: Jetzt zeige ich dir! Und du bremst runter.
[26:50] Und all diese Charakterprobleme, die dann aufkommen. Und man mag vielleicht darüber lachen. Aber das Problem ist: Was machen diese Dinge mit uns, wenn dies aufkommt? Das ist genau das Problem. Wir haben, dass wir diese zwei Prozent Gott nicht übergeben können. Wir wissen, den Mann super heilig, aber in diesen kleinen Situationen, wo der Charakter wirklich getestet wird, versagen viele von uns. Und es ist nicht einfach, davon loszukommen.
[27:18] Das Gute ist, ich habe dann auch ein Mädchen kennengelernt, die überhaupt nicht gewohnt war, schnell zu fahren, die mich dann immer, wenn sie mitgefahren ist, gesagt hat: Bremst mal ein bisschen. Und es hat wirklich Jahre gedauert, bis ich dann langsamer gefahren bin. Aber heutzutage muss ich sagen, erstens zu meiner Nerven und zweitens spare ich viel Geld, sehr viel Spritgeld. Deswegen es lohnt sich, langsam zu fahren.
[27:42] Und es lohnt sich, wenn man diese kleinen Charakterschwächen, die man hat, Gott übergibt, weil Gott kann das überwinden. Und es ist ja auch mal das Argument, dass man sagt: Wir werden diese Erde nie sündhaft verlassen können. Die Frage ist: Stimmt das? Weil, was wir denken müssen, ist: Welche Sünde kann Gott nicht überwinden?
[28:01] Das zweite, was sie bedenken müssen, ist: Wenn wir nicht bereit sind, uns verändern zu lassen, dann werden wir diese Erde auch sündhaft verlassen können. Aber wenn wir bereit sind, was steht im Wege? Die Bibel sagte auch: Mit Gottes ist alles möglich. Und außerdem lesen wir auf 144.000, die markiert sind, rein vor Gott stehen, die diesen perfekten christlichen Charakter entwickelt haben in dieser Welt. Und deswegen, es gibt Hoffnung.
[28:26] Aber wie wir gelesen haben, hier ein Testimonial: Wir müssen eine echte Umwandlung erfahren, weil wir sonst aus dem Himmel fallen werden. Und ich möchte dann nachher noch ein bisschen näher darauf eingehen, was das im Detail bedeutet. Aber erst mal so viel dazu.
[28:44] Wenn wir weitergehen in unserem Text, 1. Mose 6, Vers 18, lesen wir: "Du dir dann, dass Gott sagt: Aber mit Noah will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Söhne und deine Frau und die Frauen seiner Söhne mit dir." Also, die Grundlage von dem Bund ist relativ einfach. Gott sagt: Sollen, so sieht's aus, das ist die Abmachung.
[29:08] Und damit könnte man meinen: Ende Gelände. Aber vielleicht, und das haben wir letzte Woche auch schon ein bisschen angerissen, steckt da weitaus mehr dahinter als diese einfache Abmachung, dieses Versprechen, das Gott gegeben hat. Wir haben uns letzte Woche schon angeschaut, dass es unglaublich viel auch an Know-how erfordert hat, diesen Bund treu zu sein.
[29:30] Weil ja, wenn Gott sein Versprechen nicht halten wollen oder können, dann hätten wir keine Chance gehabt. Dann wäre er untergegangen mit dem Rest der Welt. Aber die Bibel sagt, dass ohne Glauben wir Gott nicht gefallen können. Und in Hebräer 11, Vers 1 heißt es ja auch: "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht."
[29:54] Und wenn wir dann weiter lesen in dem Brief, wird auch beschrieben, dass Noah auf Glauben hin dieses Schiff gebaut hat. Weil damals ist immer dieser Dunst aufgestiegen, es gab kein Regen. Warum sollte also auf einmal eine Flut kommen, die ganze Erde umwälzt? Die Physiker damals haben ja auch gesagt, das kann nicht sein, dass diese Naturgesetze keiner außer Kraft setzen kann.
[30:17] Und dann fängt Noah an, dieses Schiff zu bauen, obwohl es nicht mal Regen gibt, nicht mal so große Rolle wie heute. Völlig bescheuert aus menschlicher Sicht. Und deswegen hat es für Noah unglaublich viel Glauben erfordert, unglaublich viel Einsatz, den auch treu zu sein. Weil der predigt ja Jahr um Jahr um Jahr um Jahr, passiert nichts.
[30:38] Denn die Menschen fangen an zu spotten, obwohl es einige anfänglich geglaubt haben. Und dann passiert einfach nichts. Und das war das, was Noah so herausgefordert hat. Denn wenn er nicht geglaubt hätte, dann hätte letzten Endes dieser Bund auch gebrochen werden können.
[30:57] Gott spricht hier beim weiteren noch von meinem Bund. Und wir haben uns letzte Woche auch dann schon angeschaut, was das bedeutet. Weil dieser Bund hat eine Dynamik. Gott sagt, das eine, aber Noah muss das andere erfüllen, dass der Bund zustande kommt. Und worauf wir uns jetzt sonst noch ein bisschen fokussieren wollen, ist, inwieweit würde Gott von diesem Bund profitieren? Weil er sagt: "Jetzt ist mein Bund, den ich mir die aufrichten will."
[31:22] Welchen Vorteil würde Gott davon haben? Wir möchten dazu einen Text anschauen im Buch Jesaja, Kapitel 53, Vers 11. Dann heißt es über den Messias: "Nachdem seine Seele Mühsal erlitten hat, wird er seine Lust sehen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und ihre Sünden wird er ertragen."
[31:47] Gott liebt es, Menschen zu retten für die Ewigkeit. Und darum hat er auch, er wollte die Sünde beseitigen, hat aber nicht alle vernichten können oder wollen, weil die Menschen trotzdem nach Rettung wollten. Satan hatte darauf hingearbeitet, dass die Menschen alle vernichtet werden. Aber Gott hat er einen Plan B. Er hat mit Menschen gearbeitet, die auf ihn gehört haben.
[32:09] Und so konnte er letzten Endes diesen Bund auch aufrechterhalten. Und Gott liebt es ungemein, mit uns lebendige Beziehungen zu haben. Ich möchte, dass gleich noch an einem anderen Bibeltext verdeutlichen. Aber wir haben vielleicht auch in der Gemeinde oftmals den Eindruck, dass Gott irgendwo auf seinem Thron sitzt, so Befehle ergibt. Der Vater ist der Vater, Jesus ist gekommen, er hat dieses ganze Strafe auf uns genommen, er hat alles, was so schlecht ist, diesen ganzen Zorn hat er getragen.
[32:40] Und er ist quasi der Liebe und der Vater gibt es auch. Und wir wissen, dass er eigentlich so ist wie Jesus. Aber wir haben so keinen Bezug dazu. Aber Gott liebt es, Menschen zu retten, und er liebt es, mit ihnen Zeit zu verbringen.
[32:54] Und jetzt möchte ich da auch noch einen kleinen Ausflug machen in das Buch der Sprüche. Ich habe das, was ich gleich sagen, weil wir vor drei oder vier Jahren meiner Predigt vom Pavillon ja gehört, war das erwähnt hat, und es hat mich wirklich umgehauen. Es ist wirklich der Wahnsinn, weil hier in Sprüche 8 wird quasi auf poetische Weise beschrieben, wie die Gottheit, wieder Sohn mit dem Vater vor der Erschaffung der Menschen zusammen gelebt hat, wie ihr Verhältnis war, wie ihre Beziehung war.
[33:29] Und hier heißt es dann in Vers 30: "Da war ich Werkmeister bei ihm, dem Vater, war Tag für Tag seine Wonne und Freude, mich vor seinem Angesicht allezeit. Ich freute mich auf seinem Erdkreis und hatte meine Wange an den Menschenkindern." Jetzt, "Wange" ist ein ziemlich altertümliches Wort, aber es bedeutet eigentlich große Freude.
[33:51] Und hier wird quasi beschrieben, dass Jesus vor der Erschaffung der Welt, vielleicht sogar vor der Schöpfung aller anderen Wesen, Tag für Tag mit dem Vater zusammen war und sich vor seinem Angesicht gefreut hat. Und dass er die Menschen kamen, hat er auch seine Freude an den Menschenkindern. Und das Schöne, erste hebräische Sprache gibt es im kleinen Aufschluss darüber, wie diese Freude ausgesehen haben könnte.
[34:13] Dieses Wort, das nämlich "Freude" übersetzt wird, wird... und da auch das Wort "hatte meine Wonne" bedeutet auf Hebräisch folgendes: Freude kommt von dem Wort "Mass effect" und hat auch die Bedeutung "freudig zusammen spielend", wie Kinder auf der Straße spielen, spaßig spielend, zusammen lachen, amüsieren, herumalbern.
[34:39] Wir müssen uns das mal auf der Zunge zergehen lassen, wenn wir darüber nachdenken, dass der Vater und der Sohn in der ewigen Vergangenheit zusammen Zeit verbracht haben und wie Kinder zusammen gespielt haben. Wie genau das ausgesehen hat, kann ich nicht sagen. Ich weiß nicht, ob sie da jetzt mit Bauklötzchen gespielt haben. Wahrscheinlich nicht. Aber es zeigt uns sehr deutlich, dass Freude über alle Maßen in der Gottheit existiert hat.
[35:07] Und wenn es dann später zu den Menschen kommt, "hatte meine Wonne" kommt von dem Wort "Schatz" und das bedeutet so viel wie amüsieren, unterhalten, begeistern oder auch kitzeln. Es ist eigentlich fast zu schön, um wahr zu sein, finde ich. Aber letzten Endes ist es so.
[35:24] Und wenn wir uns das vorstellen, wie der Schöpfer im Garten Eden mit Adam und Eva lange gespielt haben könnte, eher Verstecken gespielt haben könnte, das gibt uns ein ganz, ganz anderes Bild auf Gott, als man es sich denken möchte. Weil er nicht nur dieser Gott auf dem Thron ist, der da sitzt, dann Befehle verteilt nach links und rechts.
[35:43] Und auch ein liebevolles Vaterherz hat. Es zeigt uns, dass Gott wirklich Spaß haben kann und dass er mit den Menschen ebenso diese lebendige Beziehung haben will wie mit einem Freund. Jesus sagt auch später im Johannesevangelium dann, dass der Vater euch lieb hat. Und dieses Wort "lieb" ist im griechischen "Phileo", diese Bruderliebe.
[36:05] Also, Gott möchte mit uns eine Art Beziehung haben, wie mit einem Bruder, mit einem besten Freund. Wenn man sich das anschaut, zusammen mit dem Text aus den Sprüchen, die Gott unter sich, die Dreieinigkeit, diese Freude hat, wenn die Kinder spielt und dann später mit den Menschen, da sehen wir, was für ein Charakter Gott wirklich hat.
[36:24] Und Gott liebt es, die Menschen zu retten. Und deswegen wollte er auch die Menschen nicht vernichten. Er wollte die Sünde loswerden, ja, aber er wollte die Menschen immer noch retten. Er wollte mit ihnen wieder diese Freude haben, die vor der Sünde stattgefunden hat.
[36:39] Und letzten Endes ist es so, wie mit einem Mann, der an einer Öffnung Schiff über Bord geht, und der Kapitän oder der Matrose wirft ihm ebenso einen Rettungsring zu. So ist Gott. Er wirft uns zu, aber wir müssen diesen Ring nehmen. Und Gott kann machen, was er will, aber er wird niemals, niemals irgendjemand zwingen, diese Art von Freundschaft mit ihm einzugehen.
[37:03] Auch wenn das anbietet, so wird zu einem kleinen Exkurs, aber kommen wir wieder zurück zu dem eigentlichen Studium. 1. Mose 7, Vers 23 lesen wir: Gott vertilgt alles Bestehende auf dem Erdboden, von Menschen bis zum Vieh, zu den Vögeln des Himmels. Alles wurde von der Erde vertilgt. Nur Noah blieb übrig.
[37:25] Und was mit dem in der Arche war, dieses Wort "übrig" taucht hier auch zum ersten Mal in der Bibel auf. Und wir gucken uns kleine, ein paar weitere Texte an, wo die Swatch stammen von diesem Wort "übrig" wieder auftaucht.
[37:38] Zum Beispiel in 1. Mose 45, Vers 7 geht es um die Geschichte mit Josef. Gott, wo die Bibel sagt: "Aber Gott hat mich vor euch her gesandt, um euch einen Überrest zu sichern auf Erden, um mich am Leben zu erhalten zu einer großen Ehre." Also, sicherlich wollte Satan vielleicht auch diese Hungersnot damals die Familie des Bundes auslöschen.
[38:05] Aber Gott hat er andere Pläne. Er hat Josef nach Ägypten gesandt, damit seine Familie nicht zugrunde geht und dass seine Familie letzten Endes als Überrest gesichert wird, damit diese bundesweite immer weiter getragen werden kann.
[38:19] Später im Buch Jesaja finden wir ein Kapitel 4, Vers 3, auch das gleiche Wort. Und es wird geschehen: "Jeder übrig gebliebene entzieht und jeder übrig gelassene Jerusalem wird heilig genannt werden. Jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem."
[38:38] Kapitel 11, Vers 11 nochmal dasselbe. Und es wird geschehen: "An jenem Tag wird der Herr zum zweiten Mal seine Hand ausstrecken, um den Überrest seines Volkes, der übrig geblieben ist, loszukaufen aus Syrien und aus Ägypten, aus Pathos und Kusch und Elam und China und von den Inseln des Meeres."
[38:58] Also, Gott ist hier in der Geschichte von Noah darauf zurückzukommen, vom Schöpfer zum Richter geworden. Aber die Frage ist: Was würde überleben? Und Noah hat dann überlebt, weil Gott etwas für ihn getan hat. Aber Gott hat er immer, auch wenn die Geschichte sehr schlecht aussah damals mit den Menschen vor der Flut, der immer ein Überrest, der seine Intention für die Menschheit doch noch erfüllen konnte.
[39:24] Wir werden, um ein bisschen vorzugreifen, in der sechsten Lektion noch genauer auf die Übrigen eingehen und dann auch auf Bund als adventistische das Volk, da wir uns ja als die Übrigen verstehen, dass noch genauer studieren. Deswegen in der Übrigen der nächsten Woche nochmal herzliche Einladung, dieses Studium anzugehen. Es ist sehr interessant. Das hat mir auch persönlich viel Spaß gemacht, das vorzubereiten, zu studieren.
[39:47] Mit den Übrigen, und hier sehen wir so einen kleinen Vorläufer, dass Gott immer, auch wenn die Geschichte völlig schlecht aussah, noch Menschen hatte, auch wenn es wenige waren, die seine Absicht nach, ausgeführt haben.
[40:04] Ja, aber um es ein bisschen vorzugreifen, weil es ja auch darum geht, wie können wir das praktisch machen von der Geschichte damals, wenn wir uns das, die Übrigen verstehen, ist die Frage: Bauen wir auch an unsere Arche, oder denken wir, wir haben das adventistische All-Inclusive-Bändchen ums Handgelenk und können damit automatisch in den Himmel rutschen?
[40:27] Und theoretisch wissen wir ja, dass es nicht so funktioniert, dass wir durch die Gemeinde-Zugehörigkeit oder durch das bloße Beachten, dass es nicht besser werden, nicht gerettet werden. Aber wenn wir mal ehrlich sind, kann es vielleicht sein, dass wir irgendwo tief im Innern manchmal doch dieses Denken haben, dass wir denken: Ja, ich war doch eher zu lange in der Heimatmission.
[40:47] eher zu lange in der Heimatmission tätig. Ich habe doch die Sambaschule geleitet und ich habe mich doch fern gehalten von Alkohol und von Schweinefleisch und habe mich vegan ernährt und so weiter. Und ich habe mich von der Welt distanziert. Aber wir müssen auch hier verstehen, der Zweck der Übrigen ist ein anderer als ich einfach nur abzugrenzen.
[41:08] Die Pharisäer waren in gewisser Weise auch die Übrigen, die Übrigen Heuchler damals, aber sie haben sich abgegrenzt. Und vor ein paar Quartalen, ich weiß nicht mehr genau, wann das war, haben wir mal studiert, was auch sehr schön zu sehen ist.
[41:24] Esra und Nehemia haben zwar die Mauern von Jerusalem aufgebaut, aber was nicht passieren durfte, dass sie diese persönlichen, sozialen Mauern aufbauen. Und da ist immer die Gefahr, wo wir uns befinden, dass wir vielleicht manchmal doch in diesem Denken drin sind: Wir sind doch Adventisten, wir sind ja das Volk der Bibel. Aber die anderen, die aus Babylon, das sind die Bösen, das sind die Heiden. Tief im Innern wissen wir, dass es so nicht sein muss und darf. Aber manchmal kommt das vielleicht doch an uns auf.
[41:56] Und das ist dann auch eine gute Möglichkeit, diese Charakterschwächen Gott vorzulegen, dass nicht nur das Autofahren besser wird, sondern auch unser Umgang mit den anderen Menschen.
[42:10] Und da müssen wir auch die Frage stellen: Haben wir auch diesen Dialog mit Gott, wie Noah hatte? Noah hatte hier noch wird gesagt, dass sie mit Gott gewandelt sind, dass sie Gott zugehört haben und nicht nur in einem Gebet mit einem Monolog erschlagen haben.
[42:26] Und was daraus resultiert ist: Bin ich bereit, ich persönlich, mich von Dingen zu trennen? Bin ich bereit, es vielleicht ein Prozent aufzugeben, die mich von Gott nachtrennen?
[42:34] Ich habe vor ein paar Monaten das Buch "Der Weg zur Gesundheit" durchgelesen und als ich dann erfahren habe, dass Milch und Zucker in Kombination nicht gut sind, da habe ich mich dann erst sehr aufgeregt und ich habe gesagt: "Lieber Gott, das darf nicht wahr sein! Nicht meine Milka-Schokolade, die schmeckt so gut!"
[42:59] Und letzten Endes, kurz gesagt: Ich habe dann gesagt: "Herr, okay, hilf mir, das auch zugeben."
[43:02] Funktioniert nur, viele von uns, und ich weiß ehrlich gesagt gar nicht warum, haben immer so diese Einstellung, dass mit der Ernährung, das mit der Kleidung, ist doch gar nicht so wichtig, dass es Nebensächlichkeiten sind. Und ja, es ist nicht heiß entscheidend, das weiß ich, aber darum geht es nicht.
[43:22] Wenn ihr zum Beispiel ein Testimonial Ministers, Seite 473, lesen. Ich habe das Zitat ist nicht hier auf der Folie, aber ihr könnt es gerne nachschauen. Testimony of Ministers, Seite 473, da wird quasi ein Dialog zwischen Satan und seinen Engeln beschrieben von Ellen White, wie Satan versucht, die Menschen zu fangen.
[43:47] Er versucht sie einzukesseln und unter anderem wird da immer auch gesagt, dass Satan die Idee hat, die Menschen in ihrem Appetit zu fangen, die Menschen zu fangen mit unanständiger Kleidung. Und bevor da als wir jemand die böse Einweihkeule auspackt, dann sagte er dann weiter geschrieben, dass damit sie sich nicht richtig an...
[44:07] Das ist nicht das Problem. Das Problem ist, was sagt es mir selber? Wir müssen bei uns anfangen. Und bei mir war es damals, ich habe nie in meinem Leben Alkohol getrunken, ich habe nie Drogen genommen. Das war nicht mein Problem.
[44:17] Aber dieses kleine Ding, was der Geist der Weissagung gesagt hat: "Das ist nicht gut für den menschlichen Körper."
[44:25] Wir haben immer die Wahl: Wollen wir das annehmen von Gott? Wollen wir, wenn wir sagen, wir glauben, dass eine Prophetin war, wollen wir das dann noch annehmen? Wollen wir dem auch treu sein bis ins kleinste Detail? Oder wollen wir sagen: "Ja, das gibt es nicht so wichtig, das ist nebensächlich."
[44:45] Manche haben wir so den Eindruck, da ist nur, weil große Glaubenspersönlichkeiten wie zum Beispiel die Reformatoren gewisse Dinge nicht erkannt haben, dass wir das auch nicht erkennen müssen.
[44:57] Ein einfaches Beispiel ist zum Beispiel: Wir bewundern ja Melanchthon, Calvin, Luther, Zwingli für ihre Ideen, die sie gebracht haben, beziehungsweise die sie entdeckt haben. Die kommen ja nicht von ihnen. Und wir sagen: "Das sind Männer des Glaubens." Aber die haben wir nichts für Ernährung gepredigt, also müssen wir das auch nicht beachten.
[45:15] Nur, weil diese Menschen nicht dasselbe Maß an Licht hatten wie wir. Das heißt, das nicht, dass wir genau so handeln müssen.
[45:22] Wir haben einen ganz anderen Maßstab. Der Geister Weissagung sagt ja auch, dass es kein Volk an Menschen, keine Generation an Menschen gab vor den Adventisten, die diese Fülle und diese Macht an Wahrheit hatten, die dieses Licht hatten. Und deswegen ist unser Maßstab weitaus höher als der der Reformatoren zum Beispiel.
[45:44] Melanchthon, Calvin, habe ich auch, wusste ich nicht, habe ich letztes gelesen. Im Buch, die haben sogar die Scheiterhaufen befürwortet für Gegner der Reformation. Und das als diejenigen, die eigentlich, wenn man das hört, sich erst mal anschaut, völlig gegen diese ganzen Maßnahmen der Kirche damals waren, weil sie in ihrem Verständnis eben nicht so weit fortgeschritten waren.
[46:04] Und deswegen, um darauf zurückzukommen, was ich gesagt habe: Wenn wir kleine Dinge erkennen, wenn sie alle so unscheinbar sind, müssen wir uns bewusst sein, dass auch das letzte Rennen, das andere zur Sünde für führen kann und auch uns selber von Gott trennen kann.
[46:20] Ich habe zum Beispiel früher, als ich angefangen habe im Fitnessstudio zu trainieren, auch gerne dann Bilder hochgeladen von meinem Sixpack und so auf Instagram und von den Muskeln im Tanktop und so weiter. Aber als ich angefangen habe, die Bibel zu lesen und das ist so interessant, dort arbeitet daran Geist eines Menschen und er zeigt eine, das könnte andere Menschen verführen.
[46:41] Und viele würden das bestimmt sagen: "Das ist doch nebensächlich, wie wir so jemand verführen. Du machst ja nichts Außergewöhnliches, du zeigst ja nur, was du hast." Quasi. Aber das ist ja das Problem. Wer weiß, was ich junge Mädels dabei denken oder so.
[46:58] Ferner ist das vielleicht ein größeres Problem als für Frauen. Aber wir müssen noch einen kleinen treu sein. Und deswegen, wenn wir zu wandeln wollen mit Gott, und wenn es so mit Gott wandeln wollen wir, Noah müssen wir auch bereits dann die kleinsten Dinge annehmen.
[47:10] Die Gott uns zeigt, man vorgibt. Gehen wir weiter. Den ersten Mose 9, Vers 12 bis 15 wird dann beschrieben, was nach der Flut passiert ist. Und Gott sprach: "Dies ist das Zeichen des Bundes, denn ich festsetze auf ewig, Geschlechter hin, zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch sind. Meinen Bogen setze ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und der Erde. Wenn es nun geschieht, dass sich Wolken über der Erde sammeln und der Bogen in den Wolken erscheint, dann will ich an meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen ist, von allen lebendigen Wesen, von allen Fleisch besteht, dass künftig die Wasser nicht mehr zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verdirbt."
[48:10] Der Regenbogen ist schon ziemlich faszinierend. Wenn kleine Kinder in die Wolken schauen, in diesen Regenbogen sehen, das ist das erste, was jedes Kind irgendwie begeistert aufnimmt. Und auch für uns Erwachsene ist es natürlich einfach schön. Man, wie viele Modemarken oder wie viele Symbole hat man in der Welt? Oder Regenbogen verwendet wird leider auch in der LGBT-Szene, wo es leider ein bisschen anders gedeutet wurde.
[48:36] Aber der Regenbogen hat schon irgendwie eine besondere Bedeutung für die Menschen.
[48:42] Und das Interessante ist bei diesem Bund: Hier wird von den Menschen keine Bedingung verlangt bzw. erwartet. Gott sagt einfach: "Ich setze diesen Bogen in die Wolken." Einfaches Zeichen, aber die Menschen müssen nicht daran glauben, dass dieser Bogen kommt oder müssen nicht gehorchen, so wie später auch bei Abraham.
[49:00] Dann ist es ein besonderer Bund, in dem Sinne, und den Vers 14, 15 sagt uns Gott dann, dass das ein Zeichen ist, damit keine Flut mehr kommen wird.
[49:12] Und ja, die Frage ist natürlich, wenn sie jetzt keine Erwartung von uns hatte, haben wir trotzdem vielleicht mehr Verpflichtung demgegenüber, diesem Bund?
[49:19] Und ich werde auf jeden Fall sagen, deshalb, wir haben sehr wohl eine Verpflichtung demgegenüber, weil dieser Bund daran erinnert, dass Gott natürlich diese Bund für die Gnade Gottes, aber der Bund kann uns auch daran erinnern, sollten uns daran erinnern, dass dieser Bogen nur kam, weil Gott die Erde durch die Flut vernichten musste, weil er die Sünde vernichtet hat. Und deswegen kann es dieser Bogen Gottes Gnade zeigen, sollte uns aber auch verdeutlichen, dass wir nicht mit der Sünde spielen, dass wir diese Kleinigkeiten nicht so gut wie nichts behandeln, als nebensächlich, nicht so wichtig.
[49:58] Ausdrücken. Es ist sehr wichtig, dass wir nicht mit der Sünde spielen und dass wir da nicht in diese Gefahr kommen, uns vom verheißenen Land auszuschließen.
[50:10] Wenn wir nämlich die Geschichte von Israel anschauen, sie war nach dem Auszug aus Ägypten, nach zwei Jahren standen sie schon vor den Grenzen von Kanaan. Aber wegen dem Unglauben, wegen dem Spiel mit der Sünde, wurden aus zwei Jahren 40 Jahre hinaus. 38 Jahre drauf. Das ist also, wenn aus zwei Jahren 40 Jahre werden, das ist schon echt ein Hammer. Das ist nicht das Doppelte, das ist ja das Zwanzigfache.
[50:41] Und deswegen, der Bund, den Gott nach der Flut gegeben hat, mit dem Regenbogen, erinnert uns daran, ein Gottes Gnade, aber auch, dass wir nicht mit der Sünde spielen dürfen.
[50:52] Dazu noch ein Zitat aus dem siebenten-Tags-Adventisten-Bibelkommentar, aus dem ersten Band, Seite 265: "Der Regenbogen, ein natürliches, physikalisches Phänomen, war ein passendes Symbol für Gottes Verheißungen, die Erde nie wieder durch eine Sintflut zu zerstören. Da die klimatischen Verhältnisse der Erde nach der Sintflut vollständig anders waren und Regen in den meisten Teilen der Erde dem Platz des vorher segensreichen Taus übernahm, um die Erde zu befeuchten, würde etwas nötig sein, um die Furcht des Menschen jedes Mal zu beruhigen, wenn der Regen anfing. Der geistlich Gesinnte sieht in übernatürlichen Phänomenen Gottes Offenbarung seiner selbst. Damit ist der Regenbogen ein Beweis für den Gläubigen, dass der Regen Segen und nicht weltweite Zerstörung bringen wird."
[51:42] Das ist auch noch ein schöner Aspekt, den wir hier finden, dass das nicht nur an Gottes Gnade den Menschen gegenüber erinnert, auch nicht nur daran erinnert, nicht mehr der Sünde zu spielen, sondern das ist auch gleichzeitig ein Mutmacher war für die Menschen damals.
[51:57] Wenn wir nämlich dann zur Geschichte von dem Turm zu Babel kommen. Grund ist die Archäologie anschauen und unser Bruder Ronny Schreiber hat das mal sehr schön in einem Vortrag erwähnt, dass wenn man an diesen Ort geht, wo dieser vom Turm gestanden haben könnte, dass man da viele gebrannte Ziegel und Pech findet.
[52:19] Und gebrannte Ziegel und Pech hat man nur dann zum Bau verwendet, um etwas wasserdicht zu bekommen. Also die Menschen hatten bei dem Thema zu Babel, aber natürlich auch vorher, wenn die Wolken dann kamen, unglaublich Angst, dass wieder so eine Flut kommt. Und deswegen hat Gott ja auch in dem Text, 1. Mose 9, Vers 12 bis 15 gesagt: "Wenn ich wieder Wolken sammle, dann wird keine Flut mehr kommen." Dafür steht der Regenbogen.
[52:42] Das ist ein sehr schöner Mutmacher und ein sehr schöner Gedanke, dass dieser Bogen auch die Menschen erinnert, wenn Wolken kommen, es wird mich noch mal so eine schreckliche Flut kommen.
[52:54] Weil was mich besonders fasziniert hat, ich weiß nicht, wenn man sich das vorstellt, man hat eben diese Idee, es fängt an zu regnen, das Wasser steigt immer höher und irgendwann fängt halt das Schiff an zu schwimmen. Aber in dem Buch Noah, das Finale kommt erst von Ellen White, dadurch einen Ersatz gefunden, der mich wirklich erstaunt hat.
[53:13] Und zwar schreibt sie dort, dass als die Flut angefangen hat, selbst Satan um seine Existenz gefürchtet hat. Habe ich mich gefragt, was muss das für ein Ausmaß gewesen sein, muss das vonstatten gegangen sein, dass selbst Satan Angst hatte, verloren zu gehen, dass er Angst hatte zu sterben.
[53:31] Und sie beschreibt ein bisschen weiter, dass eben Felsbrocken hochgeschleudert wurden, riesige Bäume wurden ausgerissen, überall verteilt. Also es war schon weitaus mehr als einfach nur ein bisschen starker Platzregen. Und deswegen war die Angst durchaus berechtigt. Aber Gott hat ihm gezeigt: So eine Angst müssen wir nicht gar nicht haben.
[53:51] Zum Abschluss noch ein Zitat aus dem "Great Controversy" aus dem Buch "The Story of Redemption", Seite 71: "Dieses Symbol, der Regenbogen in den Wolken, soll den Gläubigen aller soll den Glauben aller bestärken und ihr Vertrauen auf Gott gründen, denn es ist ein Zeichen der Gnade und Güte Gottes den Menschen gegenüber, obwohl Gott sich veranlasst sah, die Erde durch eine Flut zu zerstören, schließt er sie dennoch in seiner Gnade."
[54:19] Das ist auch ein sehr schönes Bild, dieser letzte Satz, dass dieser Regenbogen, der die Erde wie umschließt, das ist auch zeigt, dass Gott die ganze Welt, die ganze Menschheit mit seiner Gnade umschließen möchte.
[54:30] Wir haben uns vorher angeschaut, wie Gott mit den Menschen im Garten Eden umgegangen ist, dann auch in der Gottheit selber, sie hatten Spaß und Freude, die Kinder. Und so möchte Gott, Gott es auch wieder herstellen. Sein Charakter ist nicht böse, sondern sehr, sehr schön.
[54:45] Und wir lesen ja auch später dann der Offenbarung, dass der Thron Gottes von einem Regenbogen umschlossen ist, dass auch dort Gottes Gnade für die Menschen ist.
[54:54] Und was ich auch wundervoll finde, die Diamanten, die wir nutzen werden, und nicht die Diamanten, diese Edelsteine, einfach um das Neue Jerusalem zu schmücken. Wenn man sich die Farben dieser Diamanten anguckt, dann haben die Regenbogenfarben. Und das ist ja schön, wenn man sich das vorstellt und bewusst wird, dass die der Baustoff, das Fundament des Neuen Jerusalems aus einem Regenbogen besteht, dass Gottes Gnade, dass auch diese Stadt für die Menschen gemacht ist.
[55:24] Also sehen wir überall immer wieder, wie Gott eigentlich für die Menschen ist und wie er sich so wundervoll um sie kümmert.
[55:35] Für unser Studium zum Bund mit Noah kommen wir dann auch schon zum Ende. Und ich hoffe, es war ein tiefer Einstieg für viele von uns. Mir selber hat es große Freude bereitet und viele neue Dinge haben sich mehr erschlossen. Und so können wir uns freuen auf die weiteren Studien, die genau so tief gehen und noch tiefer und es noch praktischer machen werden, wo wir Gottes Charakter sehen können, wo wir sehen können, wie er mit uns umgehen möchte, wir mit uns arbeiten will.
[56:01] Und besonders auf, besonders dann auch im nächsten, im nächsten Studium mit dem Thema "Der ewige Bund" werden wir uns dann den Fragen widmen: Was Gottes Name ist, warum Namen in der Bibel eigentlich wichtig sind, welche Bedeutung haben Namen der Bibel.
[56:19] Die Au hat sich Gott offenbart in der Geschichte mit Abraham und warum wurde der Abraham's Name von Abraham geändert. Und dann möchten wir auch noch die Frage stellen, wie der Bund damit Abraham aussah, so wie wir bis jetzt mit Noah gemacht haben.
[56:34] Werden wir mit dem Bund mit Abraham unter die Lupe nehmen und wir werden uns schauen, welche Bedingungen gab es damals in dem Bund mit Abraham und wie hat es ein Abraham's Leben Frucht getragen. Wie kann das bei uns Frucht tragen? Deswegen auch eine herzliche Einladung an alle Zuschauer, auch beim nächsten Mal zuzuschauen und das Studio mit einzugehen.
[56:55] Jetzt kommen viele weitere gute Sprecher, die wir in dieses Studium begleiten, die diese Studie mit uns durchführen, weil wir diese Erkenntnisse dann finden dürfen.
[57:05] Bevor wir es aber zum Abschluss kommen, noch ein Gebet zum Abschluss. Meine Einladung und dass wir noch einfach Gott bitten, dass diese Dinge, die wir gelernt haben, nicht nur schöne Dinge sind, die wir mal gehört haben, die wir vielleicht mal weiter erzählen, sondern dass es wirklich Frucht trägt.
[57:22] So wie von Noah hier noch gesagt wurde, sie wandeln mit Gott, dass es genau so auch in den himmlischen Büchern über uns verzeichnet sein kann.
[57:33] Lasst uns beten. Himmlischer Vater, wir danken dir von ganzem Herzen für dieses wundervolle Studium über den Bund mit Noah. Wir haben so viel gelernt, wir haben gesehen, wie dein Charakter war vor der Flut, nach der Flut. Wir haben gesehen, dass du für die Menschen kämpfst und für sie aufbereitet ist ein ganzes Heer, wie du dich um sie sorgst.
[57:50] Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, hilft, dass wir diese Dinge praktisch umsetzen, dass es nicht nur graue Theorie bleibt, sondern dass wir mit dir wandeln, so wie es hier Noah mehr getan hat.
[58:03] Wir danken dir, dass von deiner Seite aus alles bereitgestellt wird, dann, dass wir es im Glauben annehmen dürfen. Das beten wir im Namen Jesu Christi. Amen.