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In dieser Folge der Reihe „Es sei denn, wir vergessen“ wird das Leben von Stephen Haskell beleuchtet, einem wichtigen Pionier der Adventbewegung. Haskell war nicht nur ein engagierter Evangelist und Autor, sondern auch ein Mann, der durch persönliche Erlebnisse und tiefe Glaubensentscheidungen geprägt wurde. Die Episode zeichnet seine frühen Jahre, seine Heirat mit der kranken Mary, seine Berufung zum Predigtdienst und seine weltweiten Missionsreisen nach. Besondere Aufmerksamkeit wird auch der Gründung der Vigilant Missionary Society und seinen Erfahrungen mit übernatürlichen Erscheinungen gewidmet.


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Serie: Es sei denn, wir vergessen

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Transkript

[0:30] Ein ganz herzliches Willkommen zu dem siebten Teil unserer Reihe „Es sei denn, wir vergessen“. Erweckt durch die Adventgeschichte. In diesem vorletzten Teil beschäftigen wir uns mit einem Pionier, der zusammen mit seiner Frau die meisten Briefe von Ellen White erhalten hat. Sein Name ist Stephen Haskell.

[0:49] Stephen Haskell ist ein Mann, der mich auch durch manche seiner Bücher wirklich geprägt hat. Stephen Haskell wurde im Jahr 1833 am 22. April in der kleinen Stadt Oakhill, Massachusetts, geboren. Im Jahr 1848, als 15 Jahre alt, erlebte er eine Bekehrung und schloss sich dann der Kongregationskirche an, der seine Eltern angehörten.

[1:22] Stephen Haskell hatte als er ein junger Mann war ein sehr prägendes Erlebnis. Er hat für einen Farmer gearbeitet, namens Howe, mit dem man auch befreundet gewesen ist. Und als der Mann im Sterben lag, hatte er an den jungen Stephen Haskell, der damals noch nicht 18 Jahre alt war, eine Bitte. Und diese Bitte bestand darin, dass der Farmer eine Tochter hatte, namens Mary, die sehr krank war und die unter einer teilweisen Lähmung litt. Und der Farmer bat Stephen Haskell, sich um Mary zu kümmern.

[1:56] Stephen Haskell hat dem Sterbenden das Versprechen gegeben, dass er sich um seine Tochter, die damals schon ungefähr 40 Jahre alt war, kümmern würde. Als Frau gestorben war, hat sich Stephen Haskell nach der Beerdigung natürlich Gedanken gemacht, wie er sich um Mary kümmern kann. Und er kam zu dem Schluss, dass es das beste wäre, wenn er Mary heiraten würde. Er hat Mary dann einen Antrag gemacht, und die beiden haben geheiratet.

[2:26] Mary war schwer krank zu der Zeit, aber sie war ein Mensch, die immer zufrieden war und die Worte der Ermutigung für andere hatte. Und Stephen Haskell und Mary haben viele glückliche Ehejahre zusammen verbracht. Mehr als 40 Jahre später, kurz nach ihrem Tod im Jahr 1894, hat Stephen Haskell Ellen White geschrieben: „Ich habe sie geliebt, und sie hat mich geliebt.“

[2:57] Stephen Haskell hat damals als junger Mann sich nicht vorstellen können, wahrscheinlich, was für eine Zukunft Gott für ihn in seinem Werk bereithält. James Richardson, der ein bekannter Radio-Evangelist war für unsere Gemeinschaft, hat sich an ein Ereignis erinnert, wo Stephen Haskell schon in die Jahre gekommen war. Und James Richardson hat auf einer Versammlung gesagt, dass er mehr Liederbücher braucht für eine evangelische Serie, eine Reihe, die erhält. Und er ist Stephen Haskell danach begegnet außerhalb des Zeltes, und er kann sich daran erinnern, dass Stephen Haskell den Inhalt seiner Brieftasche in seiner Hand geleert hat, und dass er damit einige Liederbücher kaufen konnte.

[3:44] Stephen Haskell ist im deutschsprachigen Raum vielleicht weniger bekannt durch seine Bücher. Sind zwei seiner Bücher, die Stephen Haskell geschrieben hat: Einmal das Buch „Story of the Annual Prophet“, das ist ein Kommentar zum Buch Daniel. Und einmal „Story of the Sea of Weapons“, wo es um das Buch Offenbarung geht. Ich möchte euch einladen, wer von euch Englisch sprechen kann, das sind interessante Bücher voller Bibelreferenztexte, die Stephen Haskell in langer Arbeit und mit viel Erfahrung zusammengestellt hat.

[4:25] Im Jahr 1852, als Stephen und Mary ungefähr zwei Jahre miteinander verheiratet waren, hat Stephen Haskell die Botschaft gehört, dass Christus sehr bald zur Erde zurückkommen wird. Die Predigt hat ihn so begeistert, und er war nur 19 Jahre alt, aber er hat angefangen, das, was er gehört hat, und diese gute Nachricht mit jedem zu teilen, mit dem er in Kontakt kam.

[4:51] Kam eines Tages, als er dann ganz begeistert mit einem Freund geredet hat und Bibeltexte aufgeschlagen hat, während dem Gespräch, da hat sein Freund ihm gesagt: „Stephen, warum trägst du nicht...?“ Und Stephen Haskell hat ihm dann so ein bisschen Humor mit Humor in der Stimme geantwortet: „Wenn du einen Saal mit ist, dann werde ich predigen.“

[5:16] Einige Zeit später klopfte es dann an der Tür von Stephen Haskell, und sein Freund sagt ihm: „Wir haben den Saal jetzt. Komm und predige zu uns.“ Stephen Haskell war natürlich überrascht in der Situation, aber er wollte jetzt nicht zurückziehen. Und so hat er seinen Mut zusammen genommen und hat dann gepredigt in diesem Saal zu einem vollen Haus, gepredigt die Predigt fast wortwörtlich, die ihn damals so begeistert hatte.

[5:46] Und er hat gesagt, schwitzend die ganze Zeit. Stephen Haskell war vom Beruf her war er Seifenmacher. Und Stephen Haskell hat dann zeitweise gepredigt und zeitweise ist er seiner Arbeit nachgegangen. Und als er einmal auf einer beruflichen Reise gewesen ist, er hatte seine Verkaufsroute, da hat er sich entschieden, er möchte wissen, ob Gott ihn zum vollen zeitlichen Dienst beruft.

[6:13] Und Stephen Haskell war damals in Ontario. Und Stephen Haskell hat damals gesagt: „Wenn durch meinen Predigtdienst jemand bekehrt wird, oder noch besser, jemand getauft wird, dann ist das für mich ein Zeichen, dass Gott mich im vollen zeitlichen Dienst für ihn haben möchte.“

[6:36] Stephen Haskell hat dann in einem Schulhaus gepredigt, und die Reihe war von Erfolg gekrönt. Das Schulhaus war voll, die Menschen standen draußen bei den geöffneten Fenstern. Und Stephen Haskell hat sich dann die Frage gestellt, ob er wirklich sein Leben dem Predigtdienst widmen soll. Aber er hat immer noch nicht die Antwort empfangen, für die er eigentlich gebetet hat, nämlich, dass ein Mensch nach der Taufe fragen würde.

[7:06] Einige Zeit später wurde Stephen in eine andere Wohngegend eingeladen, um dort zu sprechen. Und eines Tages bekam er dann, wurde er mitgenommen von einem Mann auf seinem Wagen, und der Mann hat ihm klargemacht, dass er und seine Frau die Versammlungen besucht haben, die Haskell abgehalten hat, und dass sie beide eine Bekehrung erfahren haben.

[7:28] Als Stephen Haskell dann sieht das nächste Mal besucht hat, und der Mann hat ausgedrückt, dass er und seine Frau getauft werden wollten. Da fand Stephen Haskell nicht nur den Mann und seine Frau vor, sondern er fand dann 25 Menschen vor, die ihn nach der Taufe gefragt haben. Das war für Stephen Haskell dann das Zeichen, dass er sein Leben dem Predigtdienst widmen sollte.

[7:54] Im Jahr 1853, sowie bei anderen Pionieren wie John Andrews, auch kam der Sabbat in das Leben von Stephen Haskell. Im Jahr 1853 hat der „Review“ ein kleines Traktat veröffentlicht mit dem Titel „You on December“. Und dieses Traktat hat eine große Rolle darin gespielt, Stephen Haskell zu einem Sabbat haltenden Adventisten zu machen.

[8:22] Stephen Haskell bekam eine Kopie von diesem Traktat von einem Mann, und dieses Traktat hat ihn vom Sabbat überzeugt. Stephen Haskell, vielleicht war es auch aufgrund dieses Traktates, Stephen Haskell, lag sehr am Herzen in seinem Leben und in seinem Missionsdienst, nämlich unsere Schriftwerk zu verbreiten in aller Welt.

[8:49] Die Vigilant Missionary Society ist eine interessante Begebenheit in unserer Adventgeschichte. Hier sehen wir zwei Mitglieder dieser Gesellschaft, die wie Deutschland Missionary Society ist auf folgende Weise entstanden. Es gab vier Frauen in der Gemeinde von Saffeline Gäste, die eine solche Bürde für ihre Kinder fühlten, dass sie sich in einer Gebetsgruppe zusammengeschlossen haben, und andere Frauen, andere schlossen sich an. Und schließlich haben sie sich einmal die Woche getroffen, um zusammen zu beten und ihre Erfahrungen miteinander zu teilen.

[9:24] Das hat sie dann schließlich dazu geführt, dass sie angefangen haben, Briefe der Ermutigung an andere zu schreiben. Sie haben angefangen, Nachbarn zu besuchen, in Bücher zu leihen, mit und für sie zu beten, und die Hoffnung, dass Jesus bald wiederkommt, mit ihnen zu teilen.

[9:43] Im Jahr 1869 wurden sie dann schließlich organisiert als die Vigilant Mission der Society. Von diesem kleinen Anfang der Visual and Mississippi hat sie sich dann schließlich im Laufe der Zeit und über verschiedene Etappen hinweg in das entwickelt, was wir heute als Adventist Book Center kennen.

[10:06] Stephen Haskell hat die Gruppe dann dazu ermutigt, dass sie ihre Arbeit ausweiten, indem sie auch Literatur verbreiten und Literatur per Post verbreiten.

[10:22] Die Visual and Mississippi hat auch einen entscheidenden Einfluss ausgeübt auf die Leben von Menschen. Und ich möchte euch gerne eine Erfahrung teilen in Bezug auf diese Gesellschaft. Es gab damals Prediger im Feld, die gearbeitet haben, weil sie Freude hatten am Dienst, die sporadisch und durch unsichere Spenden teilweise unterstützt wurden und zeitweise sich noch am mit Gelegenheitsarbeiten auch finanziell über Wasser gehalten haben.

[10:56] Die Vigilant Missionare haben sich gekümmert um die neu Bekehrten. Sie haben Korrespondenz geführt mit Mitgliedern, die nicht da waren, und sie haben auch versucht, Rückfällige wieder zu gewinnen.

[11:12] Eines Freitags nachmittags, da war es so, dass ein junger Mann, der seine Arbeit hatte, weg von zu Hause, dass er in das Haus zurück kam nach seiner Arbeit, wo er logiert hat, und hatte die Arbeit der Woche hinter sich gelassen. Und er hatte den Sabbat erst vor relativ kurzer Zeit angenommen. Und so war an diesem Tag am Sabbat freigestellt von seiner Arbeit.

[11:38] Aber in dem Heim, wo er sich aufhielt, fand am Abend eine Party statt. Er kämpfte innerlich mit dem Problem: Sollte er sein Gewissen verletzen und einfach teilnehmen, nur dieses eine Mal? Oder sollte er vielleicht auch das Missfallen seiner Familie, der Familie, hinnehmen und auch der Tochter, zu der er sich auch etwas hingezogen fühlte?

[12:04] Als er dann schließlich sein Schlafzimmer betrat an diesem Nachmittag, um die Kleider zu wechseln von seiner Arbeit, da hat er einen Brief auf der Kommode liegen. Und dieser Brief kam von der Vigilant Missionary Society. In diesem Brief war einfach vermerkt, das war ein freundlicher Brief, um ihn wissen zu lassen, dass er vermisst wurde. Sie drückten darin aus, dass sie hofften, dass sie sich nicht zu einsam fühlte. Und sie haben ihm gesagt: „Wir beten für dich, damit er treu wäre zu seinen Überzeugungen und damit er auch die Kraft hätte, auch unter weltlichen Gefährten, wo er sich befindet, treu zu seinen Überzeugungen zu stehen.“

[12:47] Er las den Brief drei Mal und dann ging er auf die Knie und traf seine Entscheidung. Er würde Gott treu sein. Und an diesem Abend, anstatt dass er mit der jungen Frau tanzte, folgte er seiner Gewohnheit, Freitagabends unterließ seine Bibel und verbrachte die Zeit im Gebet.

[13:07] Später hat er dann, ist er in den Predigtdienst gegangen für die Gemeinschaft. Im Jahr 1870 gab es auch noch ein Ereignis, das wichtig war. Stephen Haskell hat die erste Konferenz Trakt in Missionary Society gegründet und hat später dann auch ähnliche Gesellschaften gegründet in verschiedenen Teilen von Ostamerika, der Eastern United States.

[13:38] Stephen Haskell war auch jemand, der viel gereist ist. Im Jahr 1882, einige der Länder, die er besucht hat, waren England, Frankreich und die Schweiz. Und im Jahr 1885 kommt Stephen Haskell auf einer Reise nach Auckland in Neuseeland.

[13:58] Und er unterhält sich mit dem Kapitän des Schiffes und erkundigt sich nach einem Platz, wo er die Zeit verbringen kann. Und schließlich kommt er zur Pension von einem Mann namens Edward Herr, hier auf dem Bild, das ist eigentlich das Heim seiner Kindheit. Und Stephen Haskell findet den Platz, er findet die Pension ohne Probleme. Und schließlich richtet er sich dann ein und er möchte anfangen, seinen Dienst für Gott zu tun.

[14:27] Und Stephen Haskell möchte natürlich, bevor er anfängt zu arbeiten, erst einmal seine Dienstanweisung von demjenigen bekommen, der der Herr über alles ist. Und Stephen Haskell hatte die Gewohnheit bei solch ernsten Gegebenheiten, dass er ins Gebet geht und dass er laut betet. Ein Mann in einem Raum daneben, der Mann hört, wie Stephen Haskell redet, und er weiß ja da ist niemand mit ihm im Zimmer.

[14:55] Und der Mann geht dann schließlich die Stufen herunter und er ruft: „Mister Hermes, Herr, der Mann, der hier neben mir im Raum ist, der ist verrückt, denn er spricht mit sich selber. Entweder ihr werft ihn raus, oder ich werde eure Pension verlassen.“

[15:13] Mister Herr geht dann nach oben, er beeilt sich und hört dann am Schlüsselloch, und das ist, was er hört: „Stephen Haskell hat gebetet: ‚Lieber Herr, er ist so ein guter Mann, er glaubt schon an ein baldiges Kommen. Hilf mir, dass ich ihm den Sabbat präsentieren kann, so dass er auch den Sabbat annehmen wird.‘“ Sinngemäß.

[15:35] Dort findet dann seine Frau und er sagt: „Der Mann ist nicht verrückt, der betet. Er betet für mich etwas her.“ Und viele andere Mitglieder seiner Familie haben dann schließlich die gegenwärtige Wahrheit angenommen.

[15:53] Stephen Haskell im Jahr 1882 kam er nach England. Hier finden wir das Missionshaus Quartier in Ravenswood. Und Stephen Haskell war 1887 dann wieder in London. Hier sehen wir ihn mit D.B. Lins, Traktes. Da fing die Arbeit der Adventisten in London an und organisierte eine Gemeinde dort.

[16:20] Haskell hatte ein brennendes Verlangen, um mehr Länder für Christus zu gewinnen und mit der Botschaft zu erreichen. In der Zeit von 1889 und 1890 macht Haskell eine große Reise. Er besucht Westeuropa, das südliche Afrika, Indien, China, Japan und Australien.

[16:41] Ungefähr 28 Jahre später hat er dann gesagt, dass er auf dieser Reise einen Menschen in China und einen anderen in Japan getauft hat. Das waren die ersten adventistischen Bekehrten in diesen Ländern.

[16:57] Als Stephen Haskell im Laufe seines Lebens einmal auf einer Predigtreise war in Georgia, da fühlte er sich beeindruckt, aus dem Zug auszusteigen auf einer verlassenen aussehenden Station. Und er steht dann dort mit seinem Sekretär, und sie haben beide gebetet. Sie standen dort auf der Station und beteten im Stillen.

[17:24] Und ein paar Minuten später kommt ein Wagen vorbei, und der Mann stellt ihnen eine Frage und er fragt sie: „Are you expecting someone to meet you?“ Wartet ihr auf jemanden, mit dem ihr euch treffen wollt?

[17:37] Von Stephen Haskell hat gesagt: „Nein, wir warten auf niemanden. Aber vielleicht können Sie mir sagen, ob es hier in der Gegend Siebenten-Tags-Adventisten gibt, die hier leben?“ Und der Mann nimmt sie mit und sagt: „Es gibt eine adventistische Familie ungefähr sechs Meilen die Straße runter, und sie betreiben eine kleine Schule nahe von ihrem Heim.“

[18:03] Und der Mann nimmt sie mit. Und als Stephen Haskell dann schließlich ankommt mit seinem Sekretär und an die Tür klopfen, da hören sie dann, hört Stephen Haskell, nachdem er geklopft hat, eine schwache Stimme, die sagt, dass er herein kommen kann.

[18:19] Und drinnen fand er eine Mutter mit zwei Töchtern. Alle drei von ihnen waren krank, und die Mutter war ziemlich entmutigt. Sie haben eine selbstunterhaltende Schule unterhalten, auch für die Kinder in der Nachbarschaft. Und Stephen Haskell hat dann sich bemüht mit seinem Begleiter, dass die Familie komfortabel ist. Sie haben Feuerholz geholt und haben sich um Essen gekümmert.

[18:44] Und die Mutter und die zwei Töchter haben sich dann erholt im Laufe der Zeit. Und am Ende der zwei Wochen, nachdem zwei Wochen vorbei waren, war es ihnen möglich, die Schule wieder zu öffnen.

[18:54] Viele Jahre später hat die Mutter dann gesagt, dass der Besuch von Stephen Haskell ihren Mut erneuert hat und dass es ihnen möglich war, die Schule dann noch für mehrere Jahre weiterzuführen. Das war der Fakt, der sich daraus dann entwickelt hat.

[19:11] Während der ganzen Reise von Stephen Haskell, bei denen Mary nicht dabei war, war Mary damit zufrieden, zu Hause zu bleiben und auf seine Rückkehr zu warten.

[19:26] Mary starb dann im Jahr 1894 mit dem Alter von 81 Jahren, nachdem sie nach Kalifornien umgezogen waren. In Verbindung mit dem Tod von Mary Haskell hatte Stephen Haskell eine interessante Erfahrung. Eine kurze Zeit, nachdem eines Morgens, nachdem Mary gestorben war, da fühlte sich Stephen Haskell sehr einsam, als er sich dann zurückgezogen hat.

[19:55] Und nach einer kurzen Zeit, als er eingeschlafen war, da wurde er aufgeweckt durch ein Licht in dem Raum, in dem er lag. Also seine Augen dann geöffnet hat, sei ein helles, aber schattenhaftes Licht neben seinem Bett. Und er hörte die Stimme von Mary, die ihm gesagt hat, wie sehr sie ihn liebt und wie sie über ihn wachen würde und ihn trösten würde von dem Ort aus, wo sie jetzt gewesen ist.

[20:26] Sein erster Instinkt war eigentlich, dass er sich dieser Stimme hingeben soll und dass er vielleicht Kontakt aufnimmt mit ihr. Aber eine innere Stimme hat ihm gesagt: „Die Toten wissen nichts.“ So wie in Prediger 9 steht.

[20:41] Er hat sich dann vom Licht weggedreht. Aber Marys Stimme kam wieder voller Liebe und drängte ihn dazu, sie doch anzuerkennen.

[20:52] Stephen Haskell hat dann alles, was er an Willenskraft und Stärke besaß, zusammengenommen und sagte: „Nein, ich habe dich nie gekannt. Du bist nicht meine Mary, sondern du bist ein böser Geist von Satan geschickt, um mich zu verführen. Im Namen des Herrn Jesus Christus befehle ich dir, weg zu gehen und mich nicht weiter zu belästigen.“

[21:16] Daraufhin verschwand die Erscheinung. Stephen Haskell war daraufhin etwas verwirrt, wie man sich vielleicht vorstellen kann. Und er stellte sich die Frage: Hat er vielleicht irgendetwas falsches getan, was ihn jetzt der Versuchung ausgesetzt hat?

[21:34] Aber er hat sich dann erinnert an einen Abschnitt, den er oft gelesen hat im Buch von Ellen White, „Erfahrungen und Gesichte“. Und dort heißt es: „Ich sah, dass die Heiligen mit der gegenwärtigen Wahrheit vollständig vertraut sein müssen, und dies können sie nur durch die Schrift erlangen. Sie müssen den Zustand der Toten verstehen, denn die Geister der Teufel werden ihnen noch erscheinen und vorgeben, geliebte Verwandte oder Freunde zu sein, und werden ihnen nicht schriftgemäße Lehren verkündigen. Sie werden alles tun, was in ihrer Macht steht, um Mitgefühl zu erwecken und zur Bestätigung ihrer Aussagen Wunder vor ihnen. Würden das Volk Gottes muss vorbereitet sein, diesen Geistern mit der Bibelwahrheit zu widerstehen, dass die Toten nichts wissen und dass diejenigen, die als solche erscheinen, Geister der Teufel sind.“

[22:31] Stephen Haskell war dann in den Jahren 1896 bis 99 hat evangelische Arbeit getan und auch die Bibel unterrichtet in Avondale. Im Jahr 1897 hat er auch in Avondale seine zweite Frau geheiratet, namens Herta Heard.

[22:53] Herta Heard war jemand, die eine frühe Bekehrung im Alter von acht Jahren erlebt hat, die sich aber später dann von der Gemeinde entfernt hat und eine erfolgreiche Lehrerin wurde. Als Herta Heard sich dann wieder bekehrt hat, war es so, dass sie ihren lukrativen Job aufgegeben hat und sich wirklich ganz dem Evangelium verschrieben hat.

[23:20] Herta Heard hat sich dann ausbilden lassen in der ersten adventistischen, einer der ersten adventistischen Schule für beide Instructors in San Francisco. Und sie hat sich darauf spezialisiert, Bibelstunden zu geben, junge Frauen auszubilden.

[23:37] Bibelstunden zu geben. Stephen und Herta Heard hatten natürlich auch einen großen Altersunterschied, als sie geheiratet haben, aber sie haben 22 fruchtbare Jahre gemeinsam zusammen verbracht.

[23:53] Im Jahr 1901, die Stephen Haskell ziemlich erkrankt. Er hat sich mit Herta Heard sind nach Massachusetts gegangen. Und beinahe ziemlich nah danach, als sie angekommen sind, wurde Stephen Haskell ziemlich krank, und Herta hat ihn ins Bett gebracht. Und nach den Anweisungen, die Dr. Locke, die sie von ihm kannte, versucht ihn zu behandeln.

[24:18] Aber Stephen Haskell fiel vieles, sehr schwer, regungslos im Bett mehr oder weniger regungslos im Bett zu liegen. Und so hat...

[24:24] regungslos im Bett zu legen. Und so hat Stephen Haskell eine Aufgabe aufgenommen.

[24:27] Stephen Haskell eine Aufgabe aufgenommen und vollendet, die er vorher schon etwas angefangen hat. Es war so, während einer Konferenz in Avondale, dass Ellen White dem Elften Irvin gesagt hat, dass die Kirche zwei Bücher besonders braucht: eins über Daniel und eins über die Offenbarung. Diese Bücher sollten einfacher und kürzer gehalten sein als das Buch von Julia Smith und speziell auch auf geschäftige, beschäftigte Leute ausgerichtet sein, die ihren Alltag meistern. Ellen White hat damals Stephen Haskell namentlich erwähnt als denjenigen, der diese Aufgabe in Angriff nehmen soll.

[25:12] Stephen Haskell hat einige Entwürfe in den vorherigen Jahren gemacht gehabt, aber er konnte nie genügend Zeit aufwenden, um die Aufgabe zu vollenden. Und er sagt zu seiner Frau: "Jetzt habe ich die Möglichkeit, das ist meine Chance, diese Bücher zu schreiben."

[25:32] Am 31. Januar im Jahr 1901 war es dann so, dass das Manuskript für das erste Kapitel des Buches "Buch ist Daniels" auf dem Postweg war. Nach Eemshaven, vor Ende Februar hat Stephen Haskell dann schließlich das Manuskript für das Buch Daniel vollendet. Das Buch über die Offenbarung kam dann später.

[25:54] Während seiner ersten Wochen, als er krank war, hat Stephen Haskell gesagt: "Wenn ich nur so lange leben kann, um diese Arbeit zu vollenden, werde ich zufrieden sein."

[26:09] Im Jahr 1901 reiste Stephen Haskell mit seiner Frau nach New York. Und dort fand etwas statt, was wir als die New York City Mission kennen. Sie haben dort ein Trainingszentrum für Evangelisation gehalten und wollten gerne die Menschen auch erreichen, die in dieser Stadt New York leben.

[26:31] Am Morgen in der Bibelschule waren eigentlich dem Studium gewidmet. Stephen Haskell hatte Bibelstudium von 36 bis 37 Uhr morgens. Danach gab es Frühstück und zwischen 9 und 10 Uhr hat Miss Haskell eine Bibel Instructors Klasse abgehalten für die erfahrenen Weiteren und ab 10 Uhr dann für die Anfänger.

[27:00] Im Jahr 1903 war Stephen Haskell auch in New York und hat eine Gruppe von unterschiedlichen Arbeitern angeführt in New York City und einen Plan gelegt für eine City Campaign, für eine Stadtkampagne, was auch noch das Folgende beinhaltet hat: Haus-zu-Haus-Arbeit, vegetarische Restaurants, Vorträge, Hydrotherapeutische Behandlungen, Wasseranwendungen und evangelistische Vorträge.

[27:34] Im Jahr 1914 hat Stephen Haskell dann ein besonderes Buch vollendet, herausgegeben mit dem Namen "Across the Shadow", am Kreuz und sein Schatten, auf Deutsch übersetzt. Das Buch ist meines Wissens leider nie in die deutsche Sprache übersetzt worden. Es ist ein Buch über das Heiligtum und meiner Meinung nach immer noch eines der besten Bücher über das Heiligtum, das wir heute haben. Ich lade euch ein, wenn ihr dieses Buch bekommen könntet, über das Internet bestellen. Das Buch ist es wert, gelesen zu werden.

[28:09] Stephen Haskell hat dieses Buch an Ellen White auch geschickt und Ellen White hat sich sehr gefreut über dieses Buch. Und ihr Sekretär namens Chrysler hat gesagt, dass er Ellen White öfter mit dem Buch in der Hand getroffen hat. Sie hat sich gefreut, dieses Buch zu lesen und hat dieses Buch auch in Griffweite gehabt, nahe an ihren eigenen Büchern.

[28:37] Im Jahr 1915 haben Stephen Haskell und seine Frau dann eine Nachricht bekommen, vor der sie sich gefürchtet haben. Sie haben erfahren vom Tod von Ellen White. Bei der Beerdigung in Battle Creek wurde Stephen Haskell gebeten, die Predigt zu halten, was er getan hat, allerdings nicht in Tönen der Klage und des Bedauerns, sondern eigentlich, er hat die Predigt gehalten im Positiven, mit der Stimme des Triumphs.

[29:05] Stephen Haskell und seine Frau, wie schon am Anfang erwähnt, waren diejenigen Individuen, die, wenn es um die Korrespondenz von Ellen White ging mit anderen Menschen, die meisten Briefe von ihr erhalten haben.

[29:18] Stephen Haskell hat diese Briefe sehr geschätzt. Er hat sie arrangiert, er hat in seinen Predigten Auszüge zitiert, hat gelesen. Und Stephen Haskell hat selbst später, als dann in Buchform Dinge erhältlich waren, hat er eine kleine Sammlung von diesen Briefen mit sich geführt. Die waren für ihn sehr kostbar.

[29:43] Ellen White hat ihm Ratschläge gegeben über seine Gesundheit und wie andere Arbeiter auch, hat Ellen White Stephen Haskell auch berichtigt. Stephen Haskell war einer der Pioniere, die sicherlich diese prophetische Gabe zu schätzen gewusst haben.

[30:03] Stephen Haskell hat dann seine zweite Frau, Hettie Heard, starb auch und Stephen Haskell war wieder allein.

[30:10] Stephen Haskell hat sicherlich auch eine Sache an Ellen White geschätzt, nämlich, dass sie ihm Ratschläge gegeben hat in Bezug auf seine Konflikte mit der Finsternis. Stephen Haskell war jemand, der vom Feind auch wirklich angegriffen und bedrängt wurde und der in seinem Leben wirklich Konflikte mit der Finsternis erlebt hat.

[30:33] Und einer der Briefe, die Ellen White an Stephen Haskell geschrieben hat, lautet folgendermaßen. Wir haben hier einen Auszug daraus und Ellen White schreibt ihm: "Du fragst mich, warum du nachts aufwachst und ich in Finsternis, in Finsternis eingeschlossen fühlst. Ich selbst fühle mich auch oft so, aber diese versagenden Gefühle sind kein Beweis dafür, dass Gott dich oder mich verlassen hat. Niedergeschlagene Gefühle sind kein Beweis dafür, dass die Verheißungen Gottes wirkungslos sind. Du schaust in dich hinein und denkst, dass Gott dich verlassen hat. Du musst auf Christus schauen. Wenn wir mit Christus in Gemeinschaft treten, begeben wir uns in den Bereich des Friedens. Wir müssen beständig Glauben üben und Gottvertrauen, wie auch immer unsere Gefühle aussehen mögen. Wir sollen guten Mutes sein, wissend, dass Christus die Welt überwunden hat."

[31:31] Wie ich schon erwähnt habe, hat Stephen Haskell dann auch im Jahr 1919 seine Frau verloren, Hettie Heard, mit der 22 Jahre lang Seite an Seite im Dienst für Gott gestanden hat. Und im Jahr 1919, drei Jahre vor seinem Tod, hat Stephen Haskell dann noch einen Beitrag geleistet in Buchform. Und das ist ein kleines Büchlein. Ich habe das zu Hause bei mir im Schrank. Man kann es heute immer noch bekommen, das nennt sich "Bible Handbook". Dieses Buch ist eigentlich ein Nachschlagewerk. Man kann es für Bibelstunden verwenden, mit mit einigem an Themenmaterial drin, Bibelstellen und auch manchmal Ellen White Zitate oder Stellen von Ellen White dabei vermerkt. Es ist ein sehr, sehr wertvolles Buch, wenn es um Bibelstunden geht.

[32:26] Stephen Haskell war wirklich ein Schriftstudent. Er hat die Wahrheit geliebt und er hat es so sehr geliebt, die Bibel zu studieren, dass er es kaum gewagt hat, die Bibel zu lesen, während er auf den Zug gewartet hat, aus Furcht davor, dass er vielleicht so hineingezogen wird in dieses Studium, dass er sein Zeitgefühl verliert und dann vielleicht immer noch auf dem Bahnhof sitzt und seine Bibel studiert, während der Zug einfährt und wieder wegfährt. Und das ist ihm mehr als einmal passiert.

[33:05] Bis zur Zeit nahe vor seinem Tod hat Stephen Haskell dann in Bible Institute teilgenommen und Camp Meetings und hat seine Schreibarbeit weitergeführt. Er starb im Paradise Valley Sanatorium am 9. Oktober 1922 im Alter von 89 Jahren.

[33:26] Ich denke, eine wichtige Sache, die wir von Stephen Haskell und von vielen unserer Pioniere lernen können, ist diese absolute Hingabe an Gottes Werk. Stephen Haskell war jemand, dem unser Schrifttum auch sehr am Herzen gelegen hat und dass diese wichtige Botschaft, die wir haben, in die ganze Welt verbreitet wird und dass die Menschen diese rettende, gegenwärtige Wahrheit hören können.

[33:52] Ich möchte dich einladen, der du heute zuschaust, dass auch du die Verbreitung unseres Schrifttums, wenn du es bis jetzt noch nicht getan hast, ernst nimmst, dass du, wenn du mit dem Auto unterwegs bist, immer einen Anteil an unserem Schrifttum bei dir hast, dass du diese Schriften an Menschen weitergibst und dass du es mit der gleichen Hingabe tust, wie Stephen Haskell, dem wir einmal auf der neuen Erde begegnen werden. Möge Gott euch alle segnen.

[34:20] [Musik]


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