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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in diesem Teil der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel 18 und 19 des Richterbuches. Er analysiert die Geschichte der Daniter, die Micha seine Götzen rauben und Lais erobern, und zeigt die weitreichenden Folgen von Götzendienst und dem „Recht des Stärkeren“ auf. Anschließend beginnt er die tragische Erzählung eines Leviten und seiner Nebenfrau aus Bethlehem, die exemplarisch für die moralische Verwahrlosung Israels in einer Zeit ohne König steht. Kramp ermutigt dazu, sich an Jesus zu halten, um nicht in Verzweiflung zu geraten und die Konsequenzen schlechter Entscheidungen zu vermeiden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 294. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir wieder aus deinem Wort lernen dürfen. Wir danken dir, dass wir uns ganz auf die Bibel, auf dein Wort, verlassen können, dass wir nicht von Emotionen und Eindrücken uns abhängig machen müssen, sondern dass wir deinem Wort vertrauen können, so wie es dort steht. Ich möchte dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist durch dieses Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:01] Wir sind in Richter Kapitel 18. Eine Gruppe von Männern aus dem Stamm Dan hat sich aufgemacht, ein neues Siedlungsgebiet zu erobern. Und auf dem Weg sind sie auf das Bergland Ephraim gekommen, um dort die ganzen Bilder des Micha zu rauben, samt dessen Priester, einen Leviten aus Bethlehem Juda, den Micha extra dafür geweiht hatte.

[1:29] Wir lesen ab Vers 23: „Und sie riefen den Söhnen Dans nach. Dieser aber wandten ihr Angesicht und sprachen zu Micha: Was hast du denn, dass du die Leute zusammengerufen hast? Er antwortete: Ihr habt meine Götter, die ich gemacht habe, und den Priester weggenommen und macht euch davon. Was habe ich nur noch? Wie könnt ihr da noch zu mir sagen: Was hast du?“

[1:47] Das war eine bemerkenswerte Frage: „Was habe ich noch?“ Dieser Mann Micha hatte sich an Götzen gehangen, und diese Götzen waren jetzt weggenommen worden. Was hatte er noch? Er hatte den Eindruck, alles ist verloren. Wenn wir unser Leben an vergängliche Dinge hängen und an Götzen, wenn uns diese weggenommen werden, dann leben wir in Verzweiflung. Zum Glück muss uns das nicht passieren. Wir können Jesus haben, denn wenn wir Jesus im Herzen haben, kann uns niemand mit Gewalt wegnehmen. Wenn wir ihn festhalten wollen, bleibt er immer bei uns. Und dann müssen wir diese Verzweiflung nicht erleben, die der Micha hier erlebt hat.

[2:25] Aber die Söhne Dans sprachen zu ihm: „Belästigt uns nicht weiter mit deinem Geschrei, sonst bekommst du es mit bitteren Leuten zu tun, die dich samt deinem Haus beseitigen würden.“ Hier galt das Recht des Stärkeren. Bei dem Volk Gottes regiert die Sünde. Wenn Menschen nach dem handeln, was sie nach eigenem Gutdünken für richtig und falsch halten, dann ist es eine äußerst schlimme Gesellschaft, eine Gesellschaft, in der niemand leben möchte. Und das können wir hier auch lernen, dass als der Götzendienst Einzug hält im Volk Israel, hat sich das Recht des Stärkeren sich ganz hässlich mit dieser Fratze gezeigt.

[3:08] So gingen die Söhne Dans zu ihren Weg, und weil Micha sah, dass sie stärker waren als er, wandte er sich um und kehrte wieder zu seinem Haus zurück. Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, samt dem, der sein Priester gewesen war, überfielen Lais, ein stilles und sorgloses Volk, und schlugen es mit der Schärfe des Schwertes und verbrannten die Stadt mit Feuer. Und es war niemand, der sie errettete, denn sie lag fern von Zion, und sie hatten mit keinem Menschen Verkehr. Die Stadt lag nämlich im Tal von Beth-Rehob. Jene aber bauten die Stadt wieder auf und wohnten darin, und sie nannten sie Dan, nach dem Namen ihres Vaters, der dem Israel geboren war. Zuvor aber hieß die Stadt Lais.

[3:47] Und die Söhne Dans richteten für sich das Bildnis auf, und Jonathan, der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, und seine Söhne waren Priester des Stammes Dan, bis zu der Zeit, als das Land in die Gefangenschaft geführt wurde. Hier wurde eine Weichenstellung zum Bösen gestellt. Dieser Götzendienst hörte noch Generationen später nicht auf. Diese Entscheidung hier, diesen Götzen mitzunehmen, führte dazu, dass über Jahrhunderte hinweg der Stamm Dan in diesen Götzendienst verstrickt war. Wir ahnen gar nicht, wie weitreichend schlechte, böse Entscheidungen in unserem Leben noch sein werden.

[4:35] Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel. Zu jener Zeit, als es keinen König in Israel gab, geschah es auch, dass ein levitischer Mann, der sich am äußersten Rand des Berglandes Ephraim aufhielt, eine Nebenfrau aus Bethlehem nahm. Es ist eine weitere Geschichte, die am Ende des Buches Richter exemplarisch für die Dunkelheit jener chaotischen Epoche steht. Wieder ist eine Person der Geschichte mit Bethlehem Juda identifiziert und verbunden.

[5:08] Diese Nebenfrau aber beging Hurerei gegen ihn und lief von ihm fort in das Haus ihres Vaters nach Bethlehem Juda und blieb dort volle vier Monate lang. Da machte sich der Mann auf und ging nach, um zu ihrem Herzen zu reden, um sie wieder zurückzubringen. Und er hatte seinen Knecht und ein paar Esel bei sich. Und sie führten ihn in das Haus ihres Vaters. Als ihn dann der Vater der jungen Frau empfing, empfing ihn mit Freuden. Und sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, hielt ihn zurück, und er blieb drei Tage lang bei ihm, und sie aßen und tranken und übernachteten dort.

[5:38] Am vierten Tag aber stellten sie sich früh auf und erhob sich, um zu gehen. Da sprach der Vater der jungen Frau zu seinem Schwiegersohn: „Stärke dein Herz mit einem Bissen Brot. Danach könnt ihr ziehen.“ Und sie setzten sich und aßen beide miteinander und tranken. Da sprach der Vater der jungen Frau zu dem Mann: „Ist es dir doch gefallen und bleibe übernachten und lass dein Herz guter Dinge sein.“ Doch der Mann stand auf und wollte gehen. Aber sein Schwiegervater nötigte ihn, so dass er noch einmal dort übernachtete.

[6:07] Am Morgen des fünften Tages machte er sich auf und wollte weiterziehen. Da sprach der Vater der jungen Frau: „Stärke doch dein Herz!“ Und sie verweilten, bis sich der Tag neigte, während sie beide miteinander aßen. Danach machte sich der Mann auf und wollte mit seiner Nebenfrau und mit seinem Knecht weiterziehen. Aber sein Schwiegervater sprach zu ihm: „Siehe doch, der Tag nimmt ab, und es will Abend werden. Bleibt auch hier über Nacht. Siehe, der Tag neigt sich. Bleibt über Nacht und lass dein Herz guter Dinge sein. Dann macht euch morgen früh auf den Weg, dass du nach Hause kommst.“

[6:44] Es wäre interessant zu wissen, wie diese Geschichte und damit auch die Geschichte Israels weitergegangen wäre, wenn dieser Mann diesen Rat befolgt hätte. Der Mann wollte nicht über Nacht bleiben, sondern machte sich auf und zog an und kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem. Und seine beiden gesattelten Esel und seine Nebenfrau waren bei ihm.

[7:03] Als sie nun in die Nähe von Jebus kamen, war der Tag fast verstrichen, und der Bursche sprach zu seinem Herrn: „Komm doch und lasst uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und darin übernachten.“

[7:18] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du bist der Einzige, der genau sieht, welche dramatischen Folgen jede einzelne Fehlentscheidung in unserem Leben hat, jede Sünde, wo wir gegen dich entscheiden, Herr. Wir sehen das oft nicht, aber schenk uns doch den Glauben, dass, wenn wir in Versuchung sind, wir verstehen, was eine falsche Entscheidung jetzt für uns und andere bedeuten wird. Schenk uns Kraft, das Böse nicht zu tun. Regiere du als König in unserem Herzen an diesem heutigen Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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