In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Richter 20:27-21:1. Er analysiert die tragische Auseinandersetzung zwischen den Stämmen Israels und Benjamin und zieht Parallelen zur Geschichte von Ai. Die Predigt betont die Bedeutung, Sünde frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen, um verheerende Konsequenzen zu vermeiden, und unterstreicht die Wichtigkeit, Gottes Befehle mit seinen Verheißungen zu verbinden.
Gott auf (m)einer Seite: Richter 20:27-21:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RichterPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 297. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:35] Lieber Vater im Himmel, du siehst, wie oft es auch in unseren Gemeinden, in unseren Familien zu Kampf und Streit und regelrechtem Krieg kommt. Herr, du hast damals die Israeliten berufen, das Land Kanaan zu erobern. Stattdessen haben sie die Heiden an vielen Orten bleiben lassen, und am Ende endet das hier in diesem Buch Richter damit, dass sie gegeneinander kämpfen. Herr, ich möchte dich bitten, dass du uns wieder den Blick dafür schenkst, was wirklich wichtig ist, und dass wir lernen, Sünde aus unserem Leben wirklich durch deine Kraft zu entfernen, damit wir nicht in solche Zustände geraten, die in diesem Buch Richter beschrieben werden. Wir möchten heute uns auf deine Verheißung berufen, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehrt, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt auch im Namen Jesu. Amen.
[1:37] Wir sind in Richter Kapitel 20. Die Stämme Israels haben sich wie ein Mann versammelt, um den Stamm Benjamin zu bestrafen für die Schandtat in Gibea. Zweimal schon kam es zur Schlacht, aber jedes Mal gewinnen die Benjaminiten, und die Israeliten weinen und klagen jedes Mal vor dem Herrn. Doch diesmal haben sie auch Opfer gebracht. Und wir lesen weiter in Vers 27: „Und die Söhne Israels befragten den Herrn, denn zu jener Zeit war die Bundeslade Gottes dort, und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihm zu jener Zeit.“
[2:17] Wir sehen hier also, dass diese Geschichte, obwohl sie am Ende des Buches Richter eingeordnet ist, chronologisch wohl eher in die Anfangszeit gebracht werden muss. Das Buch Richter ist also nicht immer chronologisch. Diese Geschichte wird hier sozusagen als absoluter Tiefpunkt, als jetzt dramatischer Höhepunkt dieser Zyklus-Geschichte des Buches Richter erzählt. Und das soll damit deutlich machen als exemplarisches Beispiel sozusagen, wie schlimm es um das Volk Gottes stand.
[2:49] Und sie fragten: „Sollen wir nochmals ausziehen, um mit unseren Brüdern, den Söhnen Benjamins, zu kämpfen, oder sollen wir es lassen?“ Der Herr sprach: „Zieht hinauf! Auf den Morgen will ich sie in eure Hand geben.“ Diesmal ist alles anders. Diesmal haben sie Opfer geopfert, und diesmal haben sie eine Verheißung Gottes. Davor hatten sie zwar den Auftrag, den Befehl: „Zieht hinauf!“, aber sie hatten keine Verheißung.
[3:15] Vielleicht ist das auch möglicherweise ein Hinweis darauf, dass wir erst dann Sieger sind in unserem Leben, wenn wir nicht nur die Befehle, die Anweisungen Gottes in unserem Leben nehmen, sondern gekoppelt auch mit seinen Verheißungen, dass er uns den Sieg schenken möchte. Dann werden wir auch geistlich Sieger sein.
[3:42] Da legten die Söhne Israels einen Hinterhalt rings um Gibea. Danach zogen die Söhne Israels am dritten Tag gegen die Söhne Benjamins hinauf und stellten sich in Schlachtordnung gegen Gibea auf, wie zweimal zuvor. Da zogen die Söhne Benjamins heraus dem Volk entgegen, und nachdem sie von der Stadt abgeschnitten worden waren, fingen sie an, etliche vom Volk zu erschlagen und zu töten, etwa 30 Mann von Israel, wie zweimal zuvor, auf den Landstraßen, von denen eine nach Bethel, die andere auf dem Weg nach Gibea führte. Da sprachen die Söhne Benjamin: „Die sind vor uns geschlagen wie zuvor.“ Aber die Söhne Israel sprachen: „Lasst uns fliehen, damit wir sie von der Stadt abschneiden gegen die Landstraße hin.“
[4:21] Man fühlt sich sehr stark an die Geschichte von Ai erinnert, wo auch bei dem zweiten Versuch durch einen Hinterhalt mit dieser List auf die gleiche Art und Weise ein Sieg errungen worden ist. Ganz offensichtlich soll unser Denken hier das Ganze mit der Geschichte von Ai, diese Geschichte hier, verbinden.
[4:42] Da machten sich alle Männer Israels auf von ihrem Ort und stellten sich in Schlachtordnung auf bei Baal-Tamar. Aber der Hinterhalt Israels brach von seinem Standort aus dem Feld von Gibea hervor, und 10.000 auserlesene Männer aus ganz Israel kamen gegen Gibea. Als der Kampf an, jene bemerkten nicht, dass ihnen das Unheil nahte. Und der Herr schlug Benjamin vor Israel, so dass die Söhne Israels an jenem Tag 25.100 Mann von Benjamin schlugen.
[5:11] Schwer zogen die Benjaminiten, dachten, sie könnten immer so weitermachen in der Rebellion verharren, und als die erwartbare Strafe Gottes auszubleiben scheint, das erste Mal, das zweite Mal, und sich immer noch vielleicht eine Gelegenheit ergeben hätte, wenn sie dann bereut hätten, gehen sie jetzt ihrem Unheil und ihrem Unglück entgegen.
[5:32] Sie denken, es geht immer so weiter. Was geht nicht immer so weiter. Auch wenn wir vielleicht einmal in Anführungsstrichen Glück haben mit unserer Sünde oder zweites Mal kein Unheil deswegen erleben, wir können nicht glauben, wir dürfen nicht glauben, dass es immer so weitergeht, wir immer Glück haben. Eine Sünde und Boshaftigkeit wird am Ende ihren gerechten Lohn erhalten.
[5:56] Und die Söhne Benjamins sahen, dass sie geschlagen waren. Die Männer von Israel hatten Benjamin Raum gegeben, denn sie verließen sich auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea bestellt hatten. Und der Hinterhalt eilte und überfiel Gibea und zog aus und schlug die ganze Stadt mit der Schärfe des Schwertes. Aber die Männer von Israel hatten mit dem Hinterhalt die Abrede getroffen, dass dieser einen starken Rauch aus der Stadt aufsteigen lassen sollte. Darum wandten sich die Männer von Israel im Kampf zur Flucht, und Benjamin fing an, etwa 30 Mann von Israel zu schlagen und zu töten, denn sie dachten: „Sie sind wieder von uns geschlagen wie im vorigen Kampf.“ Als aber von der Stadt der Rauch wie eine Säule aufzusteigen begann, sah Benjamin hinter sich, und siehe da, flammte von der ganzen Stadt Feuer auf zum Himmel.
[6:40] Nun wandten sich die Männer von Israel um. Die Männer von Benjamin aber waren bestürzt, denn sie sahen, dass das Unheil sie getroffen hatte. Sie wandten sich zwar vor den Männern Israels auf den Weg zur Wüste, aber der Kampf folgte ihnen, und die, welche aus den Städten kamen, nahmen sie in die Mitte und machten sie nieder. Und sie umzingelten Benjamin, verfolgten sie bis vor Gibea gegen Sonnenaufgang. Und von Benjamin fielen 18.000 Mann, alles tapfere Männer. Der Rest wandte sich um und floh gegen die Wüste an den Felsen Rimmon. Aber jene schlugen auf den Straßen 5000 Mann und setzten ihnen nach bis Gidom und schlugen von ihnen noch 2000 Mann. So fielen an jenem Tag von Benjamin im Ganzen 25.000 Mann, die das Schwert gezogen hatten, lauter tapfere Männer. Nur 600 Mann wandten sich um und flohen zur Wüste zum Felsen Rimmon und verblieben auf dem Felsen rund vier Monate lang. Und die Männer Israels kehrten zurück zu den Söhnen Benjamin, schlugen mit der Schärfe des Schwertes alles, was in den Städten war, vom Menschen bis zum Vieh, alles, was man fand. Auch alle verbliebenen Städte verbrannten sie mit Feuer.
[7:51] Das, was man mit den Kanaanitern hätte tun sollen, wird jetzt hier mit den Benjaminiten getan. Wie anders wäre die Geschichte ausgegangen, hätte man am Anfang die Sünde in Form der Kanaaniter ausgerottet. Wie viel anders würde es in unseren Familien und Gemeinden gehen, wenn Sünde zu Beginn beim Stiel, bei der Wurzel ausgerottet werden würde, herausgegriffen werden würde.
[8:26] Und alle Israeliten hatten in Mizpa einen Eid geschworen und gesagt: „Niemand von uns soll seine Tochter einem Benjaminiter zur Frau geben.“
[8:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, lass uns doch diese eine Lektion lernen, dass wir Sünde nicht tolerieren, nicht in unseren eigenen Herzen, nicht in unseren Familien und Gemeinden, weil ansonsten es immer noch schlimmer wird.
[9:01] Herr, hilf uns zu lernen, dass wenn wir geistlich gesprochen die Kanaaniter im Land lassen, dass es irgendwann zu solchen schrecklichen Szenen kommt, die hier im Buch Richter beschrieben werden. Herr, hilf uns, wenn wir in unserem eigenen Leben Sünde sehen, sie durch deine Kraft zu besiegen, weil du am Kreuz für alles gestorben bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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