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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von Ruth 1:15-2:13. Er konzentriert sich auf Ruths tiefgreifende Entscheidung, ihrer Schwiegermutter Naomi und dem Gott Israels treu zu bleiben, im Gegensatz zu Orpas emotionaler Wahl. Die Predigt betont, wie Ruths Entschlossenheit und ihr Fleiß sie zu Boas führen, wo sie Schutz und Segen unter Gottes Flügeln findet – ein Vorbild für echte Treue und Vertrauen in Gott.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Danke sagen, dass bei dir geistliches Brot zu finden ist, dass geistliche Nahrung in diesem Wort für unsere Seele da ist, dass wir jeden Tag uns davon ernähren können. Du hast gesagt, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von einem jeglichen Wort, das aus deinem Mund hervorgeht. Und Herr, das beten wir auch für den heutigen Tag, dass wir von den Worten, die wir heute in dieser Bibel lesen werden, uns wirklich ernähren können, es uns stärken und Freude bereiten. Das beten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir sind in Ruth Kapitel 1. Während Orpa sich am Ende doch entschieden hat, in Moab zu bleiben, folgte Ruth ihrer Schwiegermutter Naomi aus Moab, ihrer Heimat, nach Israel.

[1:30] Es heißt in Vers 15: „Sie aber sprach: Siehe, deine Schwägerin ist umgekehrt zu ihrem Volk und zu ihren Göttern. Kehre auch du um, deiner Schwägerin nach! Aber Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, dass ich dich verlassen und mich von dir abwenden soll; denn wo du hingehst, da will auch ich hingehen, und wo du bleibst, da will ich auch bleiben. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott. Wo du stirbst, da sterbe auch ich, und dort will ich begraben werden. Der Herr tue mir dies und das und noch mehr, wenn der Tod allein uns scheiden soll!“ Sie beruft sich hier auf den Gott Israels und macht deutlich, dass sie diesen Gott zu ihrem Gott gemacht hat.

[3:07] Die Entscheidung für Gott bedeutet auch dann Treue und Liebe zu denen, die zu Gottes Volk gehören. Jeder, der sich wirklich von ganzem Herzen für den Herrn entscheidet, der hat auch eine tiefe Liebe für die, die zum Volk Gottes gehören. Als Naomi nun sah, dass sie sich fest vorgenommen hatte, mit ihr zu gehen, ließ sie davon ab, ihr zuzureden. Das war der Unterschied zwischen Orpa und Ruth. Beide waren emotional bewegt, beide hatten eine Sympathie für Naomi, aber Orpa hatte eben nur diese Sympathie, sie hatte nur diese Emotionen. Und Emotionen kommen und gehen, und weltliche Überlegungen sind dann am Ende doch stärker als die Aufwallung der Emotion. Ruth hat einen festen Entschluss gefasst und ließ sich nicht abwenden. Sie erinnert damals noch ein wenig an Daniel, der sich in Daniel 1 Vers 8 auch fest in seinem Herzen vorgenommen hat, sich nicht zu verunreinigen. Auch wir sollen uns fest vornehmen, bei Gott zu bleiben im Alltag.

[4:12] So gingen die beiden, bis sie nach Bethlehem gelangten. Und es geschah, als sie in Bethlehem ankamen, da geriet die ganze Stadt in Bewegung ihretwegen und fragte: „Ist das die Naomi?“

[4:21] Sie aber sprach: „Nennt mich nicht Naomi, sondern nennt mich Mara; denn der Allmächtige hat es mir sehr bitter gemacht. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der Herr wieder heimgebracht. Warum nennt ihr mich denn Naomi, da doch der Herr mich gedemütigt und der Allmächtige mich betrübt hat?“

[4:37] Bemerkenswert ist, dass Ruth sich an Gott festhält, obwohl sie in ihrer angeheirateten Familie hier eher die Idee suggeriert bekommt, dass Gott sehr zornig gewesen ist, dass Gott ihr Schlechtes gegeben hat. Naomis Gemütsverfassung macht den Glauben nicht besonders attraktiv, und trotzdem hält Ruth an ihr und an Gott fest.

[5:09] Manchmal werden wir mit Gott in Kontakt gebracht durch Menschen, die es selbst eher ein verzerrtes Gottesbild haben, oder die tief enttäuscht sind, oder die sich von der Gemeinde entfernt haben, und wo wir durchaus auch Gedanken dann hören, die nicht gut sind oder die vielleicht unseren Glauben zu Gott auch schwächen können. Aber Gott kann uns trotzdem, auch wenn wir durch solche Wege zum Glauben gefunden haben, im Glauben stärken und festmachen.

[5:37] Und Naomi hatte da einen Verwandten ihres Mannes, der war ein sehr angesehener Mann aus dem Geschlecht Elimelechs, und sein Name war Boas. Ruth aber, die Moabiterin, sprach zu Naomi: „Lass mich doch aufs Feld hinausgehen und Ähren auflesen bei dem, in dessen Augen ich Gnade finde.“ Da sprach sie zu ihr: „Geh hin, meine Tochter!“ Ruth war nicht faul, Ruth hat die Initiative ergriffen. Sie waren in einer verzweifelten Lage. Ruth hat sich gedacht, sie kann ja das tun, was sie tun kann, und vielleicht wird Gott ihr dann zusätzlich helfen und sie segnen. Auch wir sollten das tun, was wir tun können, und darauf vertrauen, dass Gott eingreifen kann und das tut, was wir ja nicht tun können. Also ging sie hin und las Ähren auf dem Feld hinter den Schnittern her.

[6:18] Es traf sich aber, dass jenes Stück Feld dem Boas gehörte, der aus dem Geschlecht Elimelechs war. Und siehe, Boas kam von Bethlehem her und sprach zu den Schnittern: „Der Herr sei mit euch!“ Und sie antworteten ihm: „Der Herr segne dich!“ Also, wir sehen, der Boas ist ein sehr gläubiger Mann und hat auch gläubige Knechte, die hier für ihn arbeiten.

[6:43] Und Boas fragte seinen Knecht, der über die Schnitter bestellt war: „Zu wem gehört diese junge Frau?“ Und der Knecht, der über die Schnitter bestellt war, antwortete und sprach: „Das ist die Moabiterin, die junge Frau, die mit Naomi aus dem Gebiet von Moab zurückgekommen ist. Und sie hat gesagt: Lass mich doch auflesen und zwischen den Garben sammeln hinter den Schnittern her. Und sie kam und blieb von Morgen an bis jetzt. Sie bleibt nicht lange zu Hause sitzen.“ Schon wenige Stunden haben ausgereicht, dass Fremde erkannt haben, welchen Charakter Ruth in ihrem Leben gehabt hat. Wenn wir wirklich Gott treu sind, werden Menschen schon innerhalb eines Tages erste Anzeichen unseres guten Charakters, den Gott uns schenkt, bemerken.

[7:26] Da sprach Boas zu Ruth: „Hörst du, meine Tochter? Du solltest auf keinen anderen Acker gehen, um aufzulesen, und begib dich auch nicht weg von hier, sondern halte dich dazu meinen Mägden. Dein Auge sei auf das Feld gerichtet, wo sie schneiden, und geh hinter ihnen her. Habe ich nicht den Knechten geboten, dass dich niemand antasten soll? Und wenn du Durst hast, so geh hin zu den Gefäßen und trinke von dem, was die Knechte schöpfen.“

[7:52] Da fiel sie auf ihr Gesicht und neigte sich zur Erde und sprach: „Warum habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, dass du dich um mich kümmerst, da ich doch eine Fremde bin?“ Wir erinnern uns vielleicht an die Formulierung bei Mose in 1. Mose 6 Vers 8, dass auch er Gnade gefunden hatte in den Augen des Herrn. Ihr werdet sehen, was das bedeutet. Es bedeutet, dass Gott sich um uns kümmert, wenn wir Gnade in seinen Augen gefunden haben. Da antwortete Boas und sprach zu ihr: „Es ist mir alles erzählt worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, wie du deinen Vater und deine Mutter und dein Heimatland verlassen hast und zu einem Volk gezogen bist, das du zuvor nicht kanntest.“

[8:34] Unsere guten Entscheidungen werden sich weiter verbreiten, weiter erzählen, auch wenn wir selbst davon gar nicht groß erzählen. Wenn wir das Richtige tun, wenn wir für Gott einstehen, auch Opfer auf uns nehmen, dann können wir uns sicher sein, dass unser Ruf, den Gott uns schenkt, vor uns hergehen wird. „Der Herr vergelte dir deine Tat, und dir werde voller Lohn zuteil von dem Herrn, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um Zuflucht zu suchen unter dessen Flügeln.“ Was für ein schönes Bild! Ein Bild, das Jesus später in Matthäus 23 selbst benutzt hat, um deutlich zu machen, dass er die Juden auch dazu bringen wollte, dass sie Zuflucht suchen unter seinen Flügeln. Aber sie haben dann nicht gewollt. Mit anderen Worten, diese Moabiterin hat verstanden, worum es wirklich geht: dass Gott uns beschützen möchte und dass, wenn wir ihm vertrauen, er für uns da ist. Möge Gott uns diese Erfahrung auch heute schenken.

[9:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass wir unter deinen Flügeln Zuflucht finden dürfen. Danke, dass wenn wir das Wenige tun, was wir tun können, dass du uns mächtig segnest, über alles hinaus, was wir bitten und erfragen können. Dafür möchten wir dir von ganzem Herzen Danke sagen. Amen.


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