In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Ruth Kapitel 3:12-4:13. Er analysiert die entscheidende Rolle von Boas als Löser für Ruth und Naomi und zieht faszinierende Parallelen zur Erlösung durch Jesus Christus. Der Vortrag betont Gottes Eifer, uns freizukaufen, und wie Jesus uns rechtmäßig erworben hat, um uns ewiges Leben zu ermöglichen. Entdecke, wie diese alte Geschichte die Tiefe von Gottes Liebe und seinen Erlösungsplan offenbart.
Gott auf (m)einer Seite: Ruth 3:12-4:13
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: RuthPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Ruth Kapitel 3, ab Vers 12.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen für dein Wort und dass du uns jeden einzelnen Tag über alle Maßen segnen kannst und möchtest, wenn wir nur unsere Herzen aufmachen, um dich zu empfangen. Herr, du hast die Ruth an einzelnen Tagen so außergewöhnlich gesegnet, das waren einzelne Arbeitstage. Und du kannst uns auch heute, auch an jedem Tag, ganz besonders segnen. Und wir wissen, das tust du durch den Heiligen Geist, wenn wir uns mit deinem Wort beschäftigen, darauf hören und es mit in den Tag hineinnehmen. Wir wollen daraus leben und darum bitten wir dich jetzt im Namen Jesu. Amen.
[1:24] Wir sind in Ruth Kapitel 3. Ruth hat sich auf den Rat von Naomi des Nachts heimlich auf die Tenne des Boas begeben und hat dann sich mitten in der Nacht, als Boas aufgeschreckt ist, zu erkennen gegeben und gebeten, dass er sie auslöst. Wir lesen ab Vers 12.
[1:52] Boas sagt: "Und nun, es ist wahr, dass ich ein Löser bin, aber es ist noch ein anderer Löser da, der näher verwandt ist als ich." Das Lösungsrecht hatte sehr stark mit der Verwandtschaft zu tun. Je enger verwandt, desto eher war man Löser. Und das ist ein interessanter Gedanke, der in der Geschichte uns präsentiert wird, denn das zeigt uns, damit der Sohn Gottes unser Erlöser sein konnte, der unbestritten unser Gesetz erfüllte, musste er so nah wie möglich uns kommen. Er wurde ganzer Mensch.
[2:29] "Bleibe über Nacht, und morgen dann, wenn er dich lösen will, nun, so löse er dich. Gefällt es ihm aber nicht, dich zu lösen, so will ich dich lösen, so wahr der Herr lebt. Bleibe bis zum Morgen liegen."
[2:39] So lag sie bis zum Morgen zu seinen Füßen. Dann stand sie auf, ehe noch einer den andern erkennen konnte, denn er sprach: "Es soll nicht bekannt werden, dass eine Frau auf die Tenne gekommen ist." Und er sagte: "Gib den Überwurf her, den du anhast, und halte ihn auf." Und sie hielt ihn auf. Da maß er sechs Maß Gerste ab und lud es ihr auf und ging in die Stadt. Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter, und die sprach: "Wie steht es mit dir, meine Tochter?" Da teilte sie ihr alles mit, was der Mann ihr getan hatte. Und sie sprach: "Diese sechs Maß Gerste gab er mir, denn er sagte: 'Du sollst nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen.'" Sie aber sprach: "Bleibe still, meine Tochter, bis du erfährst, wie die Sache ausgeht, denn der Mann wird nicht ruhen, bis er die Sache noch heute zu Ende geführt hat."
[3:25] Boas war zum Stadttor hinaufgegangen und hatte sich dort niedergesetzt. Und siehe da, ging der Erlöser vorüber, von dem Boas geredet hatte. Da sprach er: "Komm, setz dich her, du so und so." Und er kam vorbei und setzte sich. Wir sehen, Boas will die Sache regeln, und das soll uns andeuten, mit welchem Eifer Jesus sicherstellen möchte, dass wir wirklich echte Erlösung erleben. Jesus wird nicht ruhen, bevor wir nicht wirklich erlebt haben, dass unsere Sünden vergeben sind. Wenn wir zu Jesus kommen und sagen: "Sei mein Erlöser", sagt er nicht: "Kommt drei Wochen später nochmal oder in 55 Tagen." Jesus wird es heute an diesem Tag für dich und für mich vollbringen, dass wir persönlich wissen dürfen, dass wir Kinder Gottes sind.
[4:19] Boas nahm zehn Männer von den Ältesten der Stadt und sprach: "Setzt euch hierher." Und sie setzten sich. Da sprach er zu dem Löser: "Naomi, die aus dem Gebiet von Moab zugekommen ist, verkauft das Stück Feld, das unserem Bruder Elimelech gehört." Interessant ist, dass das Ganze im Stadttor vor Zeugen stattfindet. Das ist eigentlich der Ort des Gerichtes. Ruth wird in einem Gericht gelöst, sozusagen. Erlösung ist immer eine positive Nachricht des Gerichtes. "Darum gedachte ich, dir den Vorschlag zu machen: Wenn du es lösen willst, so kaufe es vor den Bürgern und vor den Ältesten meines Volkes. Willst es aber nicht lösen, so sage es mir, damit ich es weiß, denn es gibt niemand, der es lösen kann, ausgenommen du und ich nach dir." Und er sprach: "Ich will das lösen."
[5:11] Da sagte Boas: "An dem Tag, da du das Feld aus der Hand Naomis kaufst, erwirbst du es auch von Ruth, der Moabiterin, der Frau des verstorbenen Machlon, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil wieder aufzurichten." Mit anderen Worten: Du kannst nicht nur das Feld kaufen, das du bestellen kannst und dann Gewinn davon hast, sondern du kaufst die Ruth gleich mit und musst dafür sorgen, dass auch sie noch Kinder bekommt, damit der Name des Verstorbenen weiter in Israel aufrechterhalten wird.
[5:41] Da sprach der Löser: "Ich kann es nicht für mich lösen, oder mein eigenes Erbteil zu verderben. Löse du für dich, was ich lösen sollte, denn ich kann es nicht lösen." Er hätte das Feld gerne genommen, aber nicht das Feld mit der moabitischen Frau. Es war aber von alters her Sitte in Israel bei der Lösung und beim Tausch die ganze Sache so gültig zu machen: Der eine zog seine Schuhe aus und gab ihn dem anderen. Das war die Bestätigung in Israel.
[6:11] So sprach nun der Erlöser zu Boas: "Kaufe du es für dich." Und so zog er seinen Schuh aus.
[6:18] Boas sprach zu den Ältesten und zu dem ganzen Volk: "Ihr seid heute Zeugen, dass ich aus der Hand Naomis alles erworben habe, was Elimelech und alles, was Kiljon und Machlon gehörte." Erlösung war ein öffentlicher Akt, der von vielen Zeugen bestätigt werden musste. Die Erlösung unseres Lebens ist nicht im Geheimen geschehen, sondern vor den Zeugen des gesamten Universums, dass Jesus uns rechtmäßig erworben hat. Er hat den Kaufpreis rechtmäßig bezahlt für dich und für mich.
[6:54] "Dazu habe ich mir Ruth, die Moabiterin, die Frau Machlons, zur Ehefrau erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil wieder aufzurichten, damit der Name des Verstorbenen nicht verschwinde aus der Mitte seiner Brüder und aus dem Tor seines Ortes. Ihr seid heute Zeugen."
[7:12] Gott hat Jesus gesandt, nicht nur um die Erde als Planeten zurückzukaufen und irgendwann eine neue Erde zu machen, sondern auch um Menschen, die dort auf dieser neuen Erde leben möchten, auch mit sich selbst zu verbinden, damit das Geschlecht der Menschen, das einmal zur Ehre Gottes in seinem Bild geschaffen worden, das nicht ausgelöscht durch die Sünde, sondern dass durch die Erlösung auch das Menschengeschlecht bis in alle Ewigkeit fortbestehen wird.
[7:43] Da sprach das ganze Volk, das im Stadttor stand, die Ältesten: "Wir sind Zeugen. Der Herr mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und Lea, die beide das Haus Israel gebaut haben. Werde mächtig in Ephrata und mache dir einen Namen in Bethlehem." Mit anderen Worten wird hier die Bitte, ein Bezug gezogen zu Jakob, der Israel wurde, zu dem Stammvater des Volkes überhaupt. Die Ruth, die eigentlich eine Moabiterin ist, die eigentlich ja gar nicht in das Volk Gottes kommen darf nach 5. Mose, weil sie starken Glauben hat, die nicht im Alten Bund den Platz hat, in dem neuen Bund, weil sie mit Gott eng verbunden ist. Diese Ruth soll jetzt hier in diesem Segen zur Ahnherrin eines ganzen Volkes sozusagen werden. "Und ein Haus werde wie das Haus des Perez, den die Tamar dem Juda gebar, durch den Samen, den dir der Herr von dieser jungen Frau geben wird." Perez war der, der der Stammvater, der die Heils-Linie weiterführte von Abraham über Israel, Jakob und dann Juda und dann erst die man deutlich auch Matthäus 1 sehen kann.
[9:06] So nahm Boas die Ruth, und sie wurde seine Frau, und er ging zu ihr. Der Herr aber gab ihr, dass sie schwanger wurde und einen Sohn gebar. Es war das Wirken Gottes, denn dieser Sohn sollte die Heils-Linie weiterführen.
[9:20] Dann sprachen die Frauen zu Naomi: "Gepriesen sei der Herr, der dir zu dieser Zeit einen Löser nicht versagt hat. Sein Name werde gerühmt in Israel." Über Boas heißt es, dass er sich seinen Namen machen soll in Bethlehem. Aber hier wird Gottes Name gerühmt, und Gottes Name wird über alle Maßen gerühmt dadurch, dass er sich einen Namen macht in Bethlehem Jahrhunderte später, als Gott selbst Mensch ward, um Erlöser zu sein für dich und für mich.
[9:50] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du nicht nur diese Erde zurückgekauft hast, sondern auch uns Menschen, dass, wenn wir dieses Angebot annehmen, wir einmal in alle Ewigkeit mit dir gemeinsam auf dieser Erde leben dürfen. Danke, dass du uns freigekauft hast, dass du uns erlöst hast durch das Blut von Jesus. Das bitten wir in seinem Namen.
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