In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp in die ersten Verse des Buches 1. Samuel ein. Er beleuchtet die Geschichte von Elkana und seinen zwei Frauen, Peninna und der unfruchtbaren Hanna, deren tiefer Schmerz und Gebet im Mittelpunkt stehen. Die Episode reflektiert über die Ursachen familiären Streits, die Bedeutung von Gottes Ideal für die Ehe und die Ermutigung, alle Sorgen vor Gott zu bringen, selbst wenn man von anderen missverstanden wird.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 1:1-1:14
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 304.
[0:36] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dich haben und dass du mit dem Licht des Evangeliums hineinscheint in diese dunkle Welt, hineinscheint in unsere Herzen, dass wir jeden Tag aus deinem Wort leben können, dass dein Wort ein Licht ist auf unserem Weg und dass wir aus jeder Seite der Bibel kostbare Wahrheiten und Verheißungen für unser Leben ziehen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dein Wort uns sprichst durch den Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns bittet. Amen.
[1:11] Wir beginnen heute ein neues Buch, nämlich Erste Samuel. Es ist der erste Teil eines großen Buches, denn im Hebräischen sind Erster und Zweiter Samuel eigentlich ein ganzes Buch.
[1:28] Wir beginnen in Kapitel 1 und dort Vers 1: "Und es war ein Mann aus Rama-Zofim vom Bergland Efraim, der hieß Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zuf, eines Efratiters."
[1:44] Schon wieder haben wir eine Geschichte, wie auch zuvor in den anderen Geschichten von Ruth und am Ende von Richter, hier aus dem Bergland Efraim.
[1:53] Er hatte aber zwei Frauen. Die eine hieß Hanna, die andere Peninna. Peninna aber hatte Kinder und Hanna hatte keine Kinder.
[2:02] Dieser Mann nun ging Jahr für Jahr hinauf aus seiner Stadt, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern in Silo.
[2:10] Dort aber waren Hofni und Pinhas, die beiden Söhne Elis, Priester des HERRN.
[2:17] An dem Tag nun, als Elkana opferte, gab er seiner Frau Peninna und allen ihren Söhnen und Töchtern Anteile.
[2:23] Hanna aber gab er einen doppelten Anteil, denn er hatte Hanna lieb, aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen.
[2:33] Sie ist nicht die erste Frau in der Bibel, die mit Unfruchtbarkeit zu kämpfen hatte. Wir denken an Sarai, die später zu Sara wurde. Wir denken an Rebekka und Rahel und auch die Frau von Manoach, auch die spätere Mutter von Simson. Immer wieder hat Gott auch diese Unfruchtbarkeit der Frauen benutzt, um wesentliche, wichtige Aspekte des Evangeliums zu verdeutlichen, nicht nur für die Menschen damals, sondern auch noch für uns, um durch die wunderwirkende Kraft Gottes zu zeigen, was Gott auch in unserem Leben zu tun vermag, selbst wenn wir glauben, dass kein Weg mehr vorwärtsführt.
[3:17] Und ihre Widersacherin reizte sie sehr mit Kränkungen, um sie darüber zu ärgern, dass der HERR ihren Mutterleib verschlossen hatte.
[3:26] Da war Streit in der Familie, und ein Hauptgrund für diesen Streit, der lag darin, dass eben Elkana sich nicht an Gottes eigentliches Ideal für die Ehe gehalten hat. Er hatte zwei Frauen, was Gott nie eigentlich geplant hatte.
[3:41] Etwas, das immer wieder auch verbreitet gewesen ist, das aber etwas ist, das Gott nicht gutgeheißen hat und das zu Streit in der Familie geführt hat. Wenn wir Gottes Ideal ignorieren und uns eigene Freiheiten nehmen, von dem wir meinen, das es Freiheiten sind, die allerdings in der Bibel eigentlich als Sünde bezeichnet werden, dann erleben wir, dass das viel Leid und Kummer in unser privates Leben auch bringt.
[4:06] Eine ähnliche Erfahrung hat auch Abraham gemacht, als er sich auch eine zweite Frau nahm neben Sara.
[4:16] Und so ging es Jahr für Jahr, so oft sie zum Haus des HERRN hinaufging. Peninna kränkte sie, sodass sie weinte und nichts aß. Interessanterweise immer genau dann, auch wenn sie zum Heiligtum in Silo ging, zur Stiftshütte, wo man ja eigentlich in besonderer Weise Gott begegnen sollte, und immer dann gab es besonders Streit.
[4:31] Vielleicht ist das auch schon aufgefallen, dass es gerade dann oft zu Streit kommt in der Familie, wenn man sich vorbereitet, zum Gottesdienst gehen zu wollen, oder vielleicht sogar am Gottesdienstort, dass gerade dort, wo man eigentlich vielleicht auch eine Andacht machen möchte oder sich mit Gottes Wort beschäftigen möchte, manchmal der Satan versucht, gerade durch Streit in der Familie einen davon abzuhalten, Gott näherzukommen.
[4:55] Elkana, ihr Mann, sprach dann zu Hanna: "Warum weinst du und warum isst du nicht? Warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Söhne?"
[5:05] Eines Tages stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatte. Eli, der Priester, saß eben auf seinem Stuhl beim Türpfosten des Tempels des HERRN.
[5:16] Sie aber, betrübt wie sie war, betete zum HERRN und weinte sehr. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: "HERR der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen Sohn geben wirst, so will ich ihn dem HERRN geben, solange er lebt, und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen."
[5:38] Hanna war tief betrübt und sehr gekränkt.
[5:43] Was immer uns in unserem Leben bekümmert, womit auch immer wir gekränkt worden sind durch andere, die uns vielleicht sogar nahestehen: Wir dürfen alles auch gerne unter Tränen unserem HERRN im Himmel sagen. Es gibt nichts, was ihn belasten könnte, nichts, was ihn nerven könnte. Wir dürfen alles, was uns auf dem Herzen liegt, ihm sagen.
[6:07] Während sie nun lange vor dem HERRN betete, beobachtete Eli ihren Mund. Hanna aber redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, doch so, dass man ihre Stimme nicht hörte. Da meinte Eli, sie wäre betrunken, und Eli sprach zu ihr: "Wie lange willst du betrunken sein? Gib deinen Wein von dir!"
[6:26] Vielleicht passiert es, dass wir andere Menschen falsch einschätzen, dass wir, weil wir ihre Situation nicht kennen, die Hintergründe ihres Lebens, diese Dinge, die sie gerade bewegen, ihr Handeln völlig falsch beurteilen und sie dann schroff und hart behandeln, wo sie in Wirklichkeit unsere größte Sympathie brauchen würden.
[6:48] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns heute hilfst, Menschen so zu begegnen, wie du es dir wünschst, auch wenn wir vielleicht ihr Verhalten nicht gleich einordnen können, wenn es uns merkwürdig und seltsam vorkommt, dass wir daran denken, dass es vielleicht daran liegt, dass sie einen tiefen Schmerz haben und dass sie dich suchen. Wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns hilfst, Menschen so zu behandeln, wie du sie behandeln würdest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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