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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet die tiefgehende Geschichte von Hanna aus 1. Samuel 1:15-2:9. Christopher Kramp führt uns durch Hannas Gebet in tiefer Trauer, die Geburt Samuels und ihre hingebungsvolle Widmung an Gott. Es ist eine ermutigende Botschaft über den Glauben, das Abgeben von Sorgen und die Freude, die entsteht, wenn Gott Gebete auf wunderbare Weise erhört.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 305. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir mit all unseren Sorgen und Nöten zu dir kommen können, mit allem, was uns bekümmert, was uns traurig macht, was wir nicht verstehen können. Danke, dass du im Himmel auf uns achtest, uns hörst und dass du auch jetzt durch dein Wort als Antwort auf unsere Fragen und Sorgen zu sprechen möchtest. Dafür danken wir dir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.

[1:02] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 1. Hanna betet voller Trauer in Silo am Heiligtum, weil sie sich so sehr ein Kind wünscht. In ihrer eigenen Familie wird sie deswegen schlecht behandelt von der zweiten Frau ihres Mannes. Und sie betet voller Tränen. Aber der Priester Eli missdeutet die Situation und glaubt, sie sei betrunken.

[1:30] Wir lesen weiter in Vers 15: "Hanna aber antwortete und sprach: Mein Herr, ich bin eine Frau von beschwertem Gemüt. Wein und starkes Getränk habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem Herrn ausgeschüttet. Halte doch deine Magd nicht für eine Tochter Belials, denn aus großem Kummer und Betrübnis habe ich so lange geredet."

[1:51] Hanna wusste: Wenn jemand betrunken am Heiligtum ist und dort sich daneben benimmt, dann ist das nicht ein Verhalten, das Gott gutheißen kann. Das wäre ein Verhalten, das ja vom Satan kommt und das für eine gläubige Frau nicht in Frage kommt.

[2:10] Eli antwortete ihr und sprach: "Geh hin in Frieden! Der Gott Israels gewähre dir deine Bitte, die du an ihn gerichtet hast." Sie sprach: "Lass deine Magd Gnade finden vor deinen Augen!" So ging die Frau ihren Weg und aß, und ihr Angesicht war nicht mehr so wie vorher und sah nicht mehr traurig aus.

[2:32] Hanna ging im Glauben voran. Da war noch nichts faktisch anders in ihrem Leben. Sie hatte nicht plötzlich ein Kind in der Hand, sie war noch nicht plötzlich genesen. Aber sie hatte alle ihre Sorgen Gott erzählt und abgegeben.

[2:47] Wie oft erzählen wir nur unsere Sorgen und nehmen sie dann wieder mit? Wie oft erzählen wir dem Herrn, wie es uns geht, und sind danach genauso betrübt wie vorher? Die Bibel lädt uns ein, unsere Sorgen nicht nur zu benennen, sondern auf Gott zu werfen.

[3:02] Ich wünsche mir und dir, liebe Freunde, wir freuen uns, dass wir das noch viel öfter leben, dass wir unsere Sorgen, die wir haben, ihm abgeben und dass wir dann fröhlich in den Alltag wieder zurückkehren dürfen, wissend, dass Gott zum richtigen Zeitpunkt auf die richtige Art und Weise uns das geben wird, was am allerbesten für uns ist und wirklich das tiefste Verlangen unseres Herzens stillen wird.

[3:28] Und am anderen Morgen machten sie sich früh auf und beteten an vor dem Herrn, und sie kehrten wieder um und kamen heim nach Rama. Elkana erkannte seine Frau Hanna, und der Herr gedachte an sie. Und es geschah, dass Hanna schwanger wurde, und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Samuel, denn, sagt sie, "ich habe ihn von dem Herrn erbeten."

[3:52] Samuel heißt wörtlich "von Gott erhört". Seine Identität war eine Erinnerung daran, dass unser Gott, unser Vater im Himmel, gerne Gebet hört.

[4:08] Elkana zog mit seinem ganzen Haus hinauf, um dem Herrn das jährliche Opfer darzubringen und das, was er gelobt hatte. Aber Hanna ging nicht mit, sondern sprach zu ihrem Mann: "Wenn der Knabe entwöhnt ist, dann will ich ihn bringen, damit er vor dem Herrn erscheine und dort bleibe für immer."

[4:23] Was für ein Glaube! Sie hat dieses Kind, dieses erste Kind, auf das sie sich so lange gefreut hat, dem Herrn wirklich gereicht. Sie hätte ja auch vielleicht sagen können: "Nun habe ich ihn, jetzt will ich ihn nicht hergeben!" Aber nein, sie hat es Gott versprochen, sie wollte es auch halten.

[4:45] So blieb die Frau zurück und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwöhnt hatte. Und sobald sie ihn entwöhnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf samt drei Jungstieren, einem Efa Mehl und einem Schlauch Wein, zum Haus des Herrn nach Silo. Aber der Knabe war noch sehr jung.

[4:59] In Vers 25 opferten sie die vorgeschriebenen Opfer, wenn man ein Gelübde erfüllt. Und sie schlachteten einen Jungstier und brachten den Knaben zu Eli. Und sie sprach: "Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebt, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zu dem Herrn zu beten. Ich habe um diesen Knaben gebeten, und nun hat mir der Herr meine Bitte gewährt, die ich an ihn gerichtet hatte. Darum übergebe ich ihn auch dem Herrn alle Tage seines Lebens. Er sei ja dem Herrn übergeben."

[5:29] Und er betete dort den Herrn an. Und Hanna betete und sprach: "Mein Herz freut sich in dem Herrn, ein Horn ist erhöht durch den Herrn." Das Horn – ein Symbol für Kraft und Macht. In Gott haben wir die Stärke, die wir brauchen. "Mein Mund hat sich weit aufgetan über meine Feinde, denn ich freue mich in deinem Heil."

[5:50] Sie singt eigentlich ein Lied, das ist Poesie, hebräische Poesie, die wir hier finden. Wir spüren die Freude, die sie gehabt hat. Und ich denke, jeder von uns hat auch schon einmal erlebt, welche Freude es macht, wenn wir erleben, dass Gott unser Gebet erhört.

[6:06] "Niemand ist heilig wie der Herr, ja, es ist keiner außer dir, und es ist kein Fels wie unser Gott. Redet nicht viel von hohen Dingen, vermessenes geht nicht aus eurem Mund, denn der Herr ist ein Gott, der alles weiß, und von ihm werden die Taten gewogen."

[6:24] Gott weiß alles, übrigens. Er prahlt nicht damit. Die Liebe dreht sich nicht um Prahlerei. Als Gott auf die Welt kam, als er Mensch wurde, hat er nicht durch den Menschen gezeigt, was er alles wusste, sondern er wollte den Menschen helfen.

[6:36] "Der Bogen der Starken ist zerbrochen, aber die Schwachen haben sich mit Kraft umgürtet." Das, was in der Welt wichtig ist, ist bei Gott ganz unwichtig. Das, was die Welt verachtet, das stärkt Gott.

[6:49] "Die Satten haben sich um Brot verkauft, und die Hungrigen hungern nicht mehr. Ja, die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hat, ist verwelkt. Der Herr tötet und macht lebendig, er führt ins Totenreich und führt herauf."

[7:03] Wir sehen hier, dass Gott Lebensumstände ändern kann, wenn es seinem Willen entspricht.

[7:08] "Er hebt den Geringen aus dem Staub, aus dem Kot erhöht er den Armen, damit er sie sitzen lasse unter den Fürsten und sie den Thron der Herrlichkeit erben lasse. Denn die Grundfesten der Erde gehören dem Herrn, und er hat den Erdkreis auf sie gestellt. Er wird die Füße seiner Getreuen behüten, aber die Gottlosen verstummen in der Finsternis."

[7:30] "Denn der Mensch vermag nichts aus eigener Kraft." Lieber Freund, liebe Freundin, aus eigener Kraft, aus eigener Tendenz vermögen wir gar nichts.

[7:40] Alles, was wir haben, alles, was uns wirklich echte tiefe Herzensfreude bringt, alles, was wir in unserem Leben erreichen können, was wirklich gut ist, ist Gottes Kraft, ist seine Gnade, ist seine Führung. Er achtet auf uns, ganz egal, wie schwach wir sind, wie verachtet wir sind, wie ausgelacht wir sind. Wenn wir unser Leben Gott anvertrauen, wenn wir zu ihm beten, dann wird er uns über alle Maßen segnen. Das habe ich in meinem Leben erlebt, und das darfst du erleben.

[8:08] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass du unsere Gebete hörst auf die Art und Weise, die dir besonders Ehre bringt und die uns staunen lässt und die uns singen lässt und die uns danken lässt und dazu bringt, dass wir dir danken. Danke, dass du so wunderbar bist und dass du gegen alle Erwartungen der Welt für deine Treuen das tust, was für sie das allerbeste ist. Und dafür danken wir dir, dass, obwohl wir aus eigener Kraft nichts können, du auf uns achtest und in dir wir Kraft und Stärke haben. Im Namen Jesu. Amen.


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