In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatischen Ereignisse aus 1. Samuel 3:17-4:19. Er erklärt, wie Samuel als Prophet bestätigt wird, während Israel eine verheerende Niederlage gegen die Philister erleidet, obwohl die Bundeslade Gottes im Lager ist. Die Predigt betont, dass Gottes wahre Gegenwart nicht an äußere Symbole oder Gegenstände gebunden ist, sondern an die persönliche Beziehung durch den Heiligen Geist im Herzen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Samuel 3:17-4:19
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit 1. Samuel Kapitel 3, Vers 17 bis Kapitel 4, Vers 19. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten jetzt so sehr Danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir persönlich deine Stimme hören dürfen in den Worten dieses Buches. Wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst und dass du heute zu uns sprichst. Wir möchten sagen: „Hier bin ich, rede, Herr, denn dein Knecht hört.“ Und so danken wir dir, dass du jetzt durch den Heiligen Geist zu unserem Herzen sprechen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu, der für uns eintritt. Amen.
[1:06] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 3. Samuel hat die Stimme Gottes im Heiligtum gehört. Am nächsten Morgen fragt Eli ihn, was Gott ihm offenbart hat. Wir lesen in Vers 17: „Eli sprach: Wie lautet das Wort, das er zu dir geredet hat? Verbirg es doch nicht vor mir. Gott tu dir dies und füge das hinzu, wenn du mir etwas verbirgst von allem, was er zu dir geredet hat.“ Da sagt ihm Samuel alle Worte und verbarg nichts vor ihm. Eli aber sprach: „Es ist der Herr, er tue, was ihm wohlgefällt.“
[1:49] Eli hat in dieser wirklich dramatischen Gerichts-Botschaft die Stimme Gottes erkannt und gewusst, dass es die Wahrheit ist. Samuel aber wuchs heran und der Herr war mit ihm und ließ keines von allen seinen Worten auf die Erde fallen. Möge das auch unsere Erfahrung heute sein, dass Gott mit uns täglich ist und dass alle seine Verheißungen sich in unserem Leben erfüllen.
[2:17] Und in ganz Israel von Dan bis Beerscheba erkannte man, dass Samuel als ein Prophet des Herrn bestätigt war. Am Anfang des Kapitels hatten wir gelesen, dass es zu jener Zeit nur wenig Offenbarung, nur wenig Visionen und Träume gab. Jetzt hatte Gott einen neuen Propheten aufgerichtet, einen Propheten berufen für ganz Israel.
[2:39] Und der Herr erschien weiterhin in Silo, denn der Herr offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des Herrn. Hier war jemand, obwohl noch sehr jung, zu dem Gott wirklich sprechen konnte, den Gott als einen Kanal benutzen konnte. Das, was er durch Eli und auch vor allem durch Hofni und Pinhas nicht mehr tun konnte, weil sie nicht völlig mit ihm oder im Fall von Hofni und Pinhas gar nicht mit ihm gingen, das konnte er durch den jungen Samuel tun. Mögen wir Menschen sein, durch die Gott andere segnen kann.
[3:14] Das Wort Samuels erging an ganz Israel. Und Israel zog aus in den Kampf den Philistern entgegen und lagerte sich bei Eben-Eser. Die Philister aber hatten sich bei Afek gelagert. Und die Philister stellten sich in Schlachtordnung auf gegen Israel. Als aber der Kampf sich ausbreitete, wurde Israel von den Philistern geschlagen und sie schlugen aus den Schlachtreihen entfielen etwa 4000 Mann. Und als das Volk ins Lager zurückkam, da sprachen die Ältesten von Israel: „Warum hat uns der Herr heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns die Bundeslade des Herrn von Silo zu uns holen, so wird er in unsere Mitte kommen und uns aus der Hand unserer Feinde retten.“
[3:56] Die Bundeslade war assoziiert mit Gottes Gegenwart, denn dort im Allerheiligsten, der Bundeslade des Heiligtums, wo die Bundeslade war, da hatte Gott zu Mose gesprochen, sich offenbart. Dort in der Bundeslade war sein Gesetz, dort waren die Zeugnisse seines Wirkens.
[4:20] Und das Volk sandte nach Silo und ließ die Bundeslade des Herrn, der Herrscher, der über den Cherubim thront, von dort holen. Wir erinnern uns, dass die Bundeslade diese zwei goldenen Cherubim hatte, die auf das Gesetz geschaut haben, nach dem Gnadenthron, das Gesetz darunter. Und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, waren dort bei der Bundeslade Gottes. Und es geschah, als die Bundeslade des Herrn in das Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit großem Jauchzen, sodass die Erde bebte.
[4:50] Als aber die Philister den Schall dieses Jauchzens hörten, sprachen sie: „Was bedeutet der Schall eines so großen Jauchzens im Lager der Hebräer?“ Und sie erfuhren, dass die Lade des Herrn in das Lager gekommen war. Da fürchteten sich die Philister, denn sie sprachen: „Gott ist in das Lager gekommen!“ Und sie sprachen: „Wehe uns! Denn so etwas ist bisher noch nie geschehen.“
[5:13] Die Philister hatten den Eindruck, dass dort, wo die Bundeslade ist, da ist Gott. Und die Israeliten hatten denselben Eindruck. Sie glaubten, weil die Bundeslade, der Gegenstand, in der Mitte ihres Lagers ist, deswegen würde Gott sie segnen. „Wehe uns jetzt!“, wieder die Philister. „Wer wird uns von der Hand dieser mächtigen Götter retten? Das sind die Götter, welche die Ägypter in der Wüste mit allerlei Plagen schlugen.“ Noch Jahrhunderte nach dem Exodus wussten die Philister, was der wahre Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, für die Israeliten getan hatte.
[5:47] „Seid stark und tapfer und erweist euch als Männer, ihr Philister, damit ihr den Hebräern nicht dienen müsst, wie sie euch gedient haben. Seid Männer und kämpft!“ Da kämpften die Philister und Israel wurde geschlagen und jeder floh in sein Zelt. Und die Niederlage war sehr groß, da aus Israel 30.000 Mann Fußvolk fielen. Und die Lade Gottes wurde weggenommen und die beiden Söhne Elis, Hofni und Pinhas, kamen um.
[6:16] Die Gegenwart eines Gegenstandes ist nicht dasselbe wie die Gegenwart Gottes. Gott konnte durch Samuel im Heiligtum wirken, wo die Bundeslade war, aber er konnte nicht durch Hofni und Pinhas wirken, obwohl die Bundeslade im Schlachtlager der Israeliten gewesen ist. Gottes Wirken hängt nicht an äußeren Gegenständen, die allenfalls eine Metapher, ein Symbol, ein Hinweis auf den wahren Gott sind.
[6:45] Ein Mann aus Benjamin floh aus den Schlachtreihen weg und kam am selben Tag nach Silo. Seine Kleider waren zerrissen und Erde war auf sein Haupt gestreut. Und als er hineinkam, siehe, da saß Eli auf dem Stuhl an der Seite des Weges und hielt Ausschau, denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Als nun der Mann in die Stadt kam und Bericht brachte, da schrie die ganze Stadt auf. Und als Eli das laute Geschrei hörte, fragte er: „Was ist das für ein Lärm?“ Da kam der Mann schnell und berichtete es Eli. Eli war 98 Jahre alt und seine Augen waren starr, sodass er nicht mehr sehen konnte. Und der Mann sprach zu ihm: „Ich komme vom Schlachtfeld, ich bin heute vom Schlachtfeld geflohen.“ Eli aber sprach: „Was, wie steht die Sache, mein Sohn?“ Der Bote antwortete und sprach: „Israel ist von den Philistern geflohen. Das Volk hat eine große Niederlage erlitten. Und auch seine beiden Söhne, Hofni und Pinhas, sind tot. Und die Lade Gottes ist weggenommen.“
[7:38] Als aber die Lade Gottes erwähnt wurde, da fiel Eli rückwärts vom Stuhl neben dem Tor und brach das Genick und starb, denn er war alt und ein schwerer Mann. Er hatte Israel 40 Jahre lang gerichtet. Aber seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, stand vor der Geburt. Als nun das Geschrei hörte, dass die Lade Gottes weggenommen und der Schwiegervater und ihr Mann tot seien, da sank sie nieder und gebar, denn es überfielen sie ihre Wehen.
[8:07] Eine gewaltige Katastrophe, die nicht durch die physische Gegenwart der Bundeslade aufgehalten worden ist. Nicht die Gegenwart eines Gegenstandes, sondern nur die tatsächliche Gegenwart Gottes kann uns retten. Nicht das Vorhandensein, nicht das Hineingehen in einen Gottesdienstraum, nicht das Vorhandensein einer Bibel im Schrank, sondern nur das Vorhandensein des Heiligen Geistes in unserem Herzen ist wirklich echte Beziehung zu Gott.
[8:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind dir dankbar für jedes Zeichen, für jedes Symbol deiner Kraft und Herrlichkeit, durch das wir dich besser verstehen können. Aber Herr, bewahre uns davor, dass wir die Symbole verwechseln mit deiner tatsächlichen Gegenwart Gottes, dass wir nicht glauben, dass wir gerettet sind, nur weil wir eine Bibel im Schrank haben oder weil wir uns öfter in einem Gemeinderaum befinden, sondern dass uns bewusst wird, dass dein Heiliger Geist in unserem Herzen regieren möchte, jeden Tag aufs Neue. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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