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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 1. Samuel 6:5-7:1 wird die wundersame Rückkehr der Bundeslade aus dem Philisterland nach Israel beleuchtet. Christopher Kramp erklärt, wie Gott seine Souveränität durch die säugenden Kühe demonstriert, die entgegen ihrer Natur die Lade nach Bet-Schemesch bringen. Die Predigt warnt eindringlich vor der Missachtung göttlicher Heiligkeit, die zu tragischen Konsequenzen für die neugierigen Bewohner von Bet-Schemesch führte, und betont die Bedeutung ehrfürchtiger Unterordnung unter Gottes Willen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute jetzt Seite 310. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du absolut souverän bist und dass du keinen Menschen brauchst, um deinen Willen auf dieser Erde geschehen zu lassen. Danke, dass wir dich persönlich kennen dürfen und dass du jetzt durch den Heiligen Geist, durch dein Wort, uns sprechen möchtest. Rede, Herr, denn wir wollen hören. Im Namen Jesu. Amen.

[1:05] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 6. Sieben Monate ist die Bundeslade im Land der Philister gewesen, und Gott hat die Philister mit Plagen gestraft. Nun überlegen sie, wie sie die Lade Gottes wieder zurück nach Israel schicken können. Wir lesen in Vers 5: „So solltet ihr nun Nachbildungen eurer Beulen machen, der Rat der Wahrsager der Philister, und Nachbildungen eurer Mäuse, die das Land verderbt haben, und gebt dem Gott Israels die Ehre. Vielleicht wird seine Hand dann leichter werden über euch und eurem Gott und eurem Land.“

[1:48] Sie wissen sehr wenig über Gott und seinen Gottesdienst. Offensichtlich haben sie auch von den Israeliten nicht wirklich gelernt, wie eigentlich Gott sich den Gottesdienst vorstellt. So tun sie das, was sie sich am ehesten überlegen können. „Und warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die Ägypter und der Pharao ihr Herz verstockten? Ist es nicht so, als er seine Macht an ihnen erwies, da ließen sie jene ziehen?“ Und so gingen sie vor die Philister.

[2:12] Wie wir schon gesehen haben, sind sie sehr beeindruckt gewesen von den Geschichten des Exodus, der schon Jahrhunderte zurückgelegen hat damals, die aber eine solche Kraft gehabt haben, dass noch viele Generationen später hier die Philister davon wussten und beeindruckt waren von der Kraft, der rettenden Kraft des Gottes Israels.

[2:35] „So nehmt nun einen neuen Wagen und zwei säugende Kühe, auf die noch nie ein Joch gekommen ist, und spannt die Kühe vor den Wagen und treibt ihre Kälber von ihnen weg nach Hause zurück. Und nehmt die Lade des Herrn und stellt sie auf den Wagen und legt die goldenen Kleinodien, die ihr ihm als Schuldopfer gebt, in ein Kästchen an ihrer Seite, und sendet sie fort und lasst sie gehen.“

[3:01] Das war eine ganz interessante Sache, denn jede normale säugende Kuh wird sich immer zu den eigenen Kälbchen wenden, zumal, wenn sie noch gar nicht gewohnt ist, sondern noch zu tragen. „Und gebt acht, wenn sie den Weg hinaufzieht, der zu ihrem Gebiet führt, nach Bet-Schemesch, so hat er uns all dieses große Übel zugefügt. Wenn die Kühe trotzdem Richtung Israel ziehen, obwohl ihre Kälber zurückbleiben, dann geht es nicht mit natürlichen Dingen zu. Wenn nicht, so müssen wir dann wissen, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat, sondern dass es uns zufällig geschehen ist.“

[3:36] Und die Leute machten es so und nahmen zwei säugende Kühe und spannten sie an einen Wagen und sperrten ihre Kälber zu Hause ein. Und sie hoben die Lade des Herrn auf den Wagen, dazu das Kästchen mit den goldenen Mäusen und mit den Nachbildungen ihrer Beulen. Man beachte: Es sind keine Leviten, die das hier tun. Aber Gott weiß, dass sie nicht wissen, dass man die Bundeslade eigentlich gar nicht anfassen darf, wie wir später in einer anderen Geschichte bei Usa sehen werden. Gott behandelt sie nach ihrem Wissen und schlägt sie nicht dafür, dass sie jetzt die Bundeslade hier anheben und auf den Wagen heben und dann abschicken.

[4:20] Da gingen die Kühe auf dem Weg geradeaus nach Bet-Schemesch zu. Sie gingen nur auf ein und derselben Straße und brüllten beim Gehen, und sie wichen weder zur Rechten noch zur Linken. Und die Fürsten der Philister gingen ihnen nach bis an die Grenze von Bet-Schemesch. Was für ein Wunder! Sie sahen mit eigenen Augen, dass hier Gott am Wirken war, der zwei säugende Kühe so sehr im Griff hatte, dass ihre allertiefsten Instinkte, der Muttertrieb, der unausrottbar ist in einem Tier eigentlich, dass dieser Trieb überschrieben wurde, sozusagen, dass Gott stärker war als dieser Trieb und diese Kühe in die Richtung Israels führte.

[5:03] Wenn Gott in der Lage ist, die stärksten Instinkte, die ein Tier haben kann, zu überwinden, dann kann er auch die stärksten Tendenzen und angeborenen Dinge, die in unserem Leben so uns plagen, überwinden, wenn wir uns ihm zur Verfügung stellen, wenn wir unter sein Joch kommen, die Jesus uns einlädt. Matthäus 11, da könnt ihr nachlesen, Vers 28, der sagt: „Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, und nehmt auf euch mein Joch.“

[5:38] Die Bet-Schemeschiter aber schnitten eben den Weizen im Tal. Als sie aufschauten, sahen sie die Lade und freuten sich, sie zu sehen. Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas des Bet-Schemeschiters und stand dort still. Und es war ein großer Stein dort. Da spalteten sie das Holz des Wagens und brachten die Kühe dem Herrn als Brandopfer dar. Die Leviten aber hoben die Lade des Herrn herab und das Kästchen, das dabei war, in dem sich die goldenen Kleinodien befanden, und setzten sie auf den großen Stein. An jenem Tag opferten die Leute von Bet-Schemesch dem Herrn Brandopfer und Schlachtopfer.

[6:09] Als die fünf Fürsten der Philister das gesehen hatten, kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurück. „Und dies sind die goldenen Beulen, welche die Philister dem Herrn als Schuldopfer gaben: für Aschdod eine, für Gaza eine, für Aschkelon eine, für Gat eine, für Ekron eine. Und die goldenen Mäuse nach der Zahl aller Städte der Philister, nach den fünf Fürsten, von den befestigten Städten bis zu den Dörfern des flachen Landes. Und sie brachten sie bis zu dem großen Stein Abel, auf dem sie die Lade des Herrn niederließen. Er ist auf dem Acker Josuas des Bet-Schemeschiters bis zu diesem Tag.“

[6:43] Und er, das ist Gott, schlug einige der Bet-Schemeschiter, weil sie in die Lade des Herrn geschaut hatten. Und er schlug vor dem Volk 70 Mann und 50.000 Mann. Da klagte das Volk Leid, weil der Herr das Volk mit einem so großen Schlag heimgesucht hatte.

[7:02] Es gab offensichtlich viele Menschen, die jetzt aus reiner Kuriosität, aus Neugier in die Lade hineinschauen, wo Gott sehr genau bestimmt hatte, was mit der Lade Gottes eigentlich geschehen sollte, und dass eigentlich nur die Priester in der Regel in Gegenwart der Lade sein durften, auch nur das am großen Versöhnungstag, erinnern wir uns an den Heiligtumsdienst. Und hier waren Menschen, die all das nicht interessierte, die ganz unbedacht meinten, sie könnten einfach da direkt hineingehen und hineinschauen und haben die Heiligkeit Gottes nicht wahrgenommen.

[7:37] Und die Leute von Bet-Schemesch sprachen: „Wer kann bestehen vor dem Herrn, diesem heiligen Gott? Und zu wem soll er von uns hinaufziehen?“ Und sie sagten Boten zu den Bewohnern von Kirjat-Jearim und ließen ihnen sagen: „Die Philister haben die Lade des Herrn wieder gebracht. Kommt herab und führt sie zu euch hinauf.“ So kamen die Leute von Kirjat-Jearim und holten die Lade des Herrn hinauf und brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hügel. Und sie heiligten seinen Sohn Eleasar, damit er die Lade des Herrn hütete. Und von dem Tag an, da die Lade in Kirjat-Jearim blieb, verging eine lange Zeit, bis 20 Jahre vergangen waren. Und das ganze Haus Israel rief klagend nach dem Herrn.

[8:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte vergib uns, wenn wir deine Heiligkeit aus den Augen verloren haben, wenn wir aus lauter Neugier in Dinge hineinplatzen, die du uns nicht offenbart hast. Bitte hilf uns, dass wir immer verstehen, dass du ein liebevoller und gnädiger Gott bist, aber auch unfassbar mächtig und heilig, dass unser Leben davon Zeugnis gibt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[8:52] [Musik]


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