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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte Israels in 1. Samuel 7 und 8. Er zeigt auf, wie das Volk durch Reue und die Abkehr von Götzen zu Gott zurückfindet und Gottes Eingreifen erlebt. Gleichzeitig warnt er vor der Gefahr, Gottes Führung abzulehnen, indem man menschliche Könige fordert, und zieht Parallelen zu unserem Umgang mit persönlicher Kränkung im Vergleich zu Gottes Leid.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 311. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, du bist so mächtig, du hast tausend Dinge, von denen wir nichts wissen. Du kannst so führen, dass es jeglicher menschlicher Beobachtung widerspricht, um deine Macht zu erweisen. Wie viel mehr kannst du unser Leben in die richtige Bahn lenken, wenn wir bereit sind, uns unter dein Joch zu begeben? Herr, ich möchte bitten, dass du heute durch deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind in 1. Samuel Kapitel 7. Die Bundeslade ist durch ein Wunder Gottes wieder in das Gebiet von Israel zurückgekehrt. Die Israeliten haben sich gefreut, aber viele waren dann so vermessen, dass sie gegen Gottes klare Anweisungen in die Bundeslade hineingeschaut haben und entsprechend dann durch Gott gerichtet worden sind und gestorben sind. Die Bundeslade verbleibt dann eine lange Zeit in Kirjat-Jearim, und das Volk Gottes schreit zu dem Herrn und sehnt sich wieder nach echter Gemeinschaft mit ihm.

[1:45] Wir lesen in Vers 3: Samuel aber redete zu dem ganzen Haus Israel und sprach: „Wenn ihr von ganzem Herzen zu dem Herrn zurückkehren wollt, dann tut die fremden Götter und Astarten aus eurer Mitte und richtet euer Herz zu dem Herrn und dient ihm allein, so wird er euch aus der Hand der Philister retten.“ Möchtest du von ganzem Herzen zu Gott zurückkehren? Dann schau, ob es in deinem Leben Dinge gibt, die dir wichtiger sind als Gott, Dinge, die als Götzen dein Leben verunreinigen. Lasst uns diese Dinge aus unserem Leben entfernen, und Gott wird uns über alle Maßen segnen.

[2:20] Das schafften die Kinder Israels: Sie taten die Baale und die Astarten hinweg und dienten dem Herrn allein. Samuel aber sprach: „Versammelt ganz Israel nach Mizpa, so will ich für euch zum Herrn beten.“ Da kamen sie zusammen nach Mizpa und schöpften Wasser und gossen es aus vor dem Herrn, und sie fasteten an jenem Tag und sprachen dort: „Wir haben gegen den Herrn gesündigt.“ Und Samuel richtete die Kinder Israels in Mizpa. Zu einer echten Erweckung, zu einer echten Reformation gehört ein definitives Schuldbekenntnis. Wir müssen unsere Sünden bereuen und bekennen, dann kann Gott uns heilen und vergeben.

[3:02] Also, die Philister hörten, dass die Kinder Israels in Mizpa zusammengekommen waren. Da zogen die Fürsten der Philister auf gegen Israel. Als die Kinder Israels das hörten, fürchteten sie sich vor den Philistern. Satan sieht, wenn Menschen sich zum Herrn wenden. Er sieht, wenn Menschen ihre Sünden bereuen und von ganzem Herzen den Herrn suchen, und er versucht sie dann auf anderen Wegen, durch Gefahr und durch Bedrohung davon abzuhalten, sich damit zu beschäftigen. Aber seine Pläne müssen scheitern, wenn wir fest an Gott halten. Und die Kinder Israels sprachen zu Samuel: „Lass nicht ab, für uns zu dem Herrn, unserem Gott, zu rufen, dass er uns aus der Hand der Philister rette.“ Die Kinder Israels verließen sich damals auf ihren Fürsprecher Samuel, der Richter und Prophet und Priester war.

[3:59] Liebe Freunde, wir haben heute einen Fürsprecher, der unser Richter, unser Prophet und unser Priester ist. Einer, der uns immer hört, einer, der jetzt noch lebt. Samuel ist lange tot, aber Jesus lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Er wird nicht ablassen, für uns zu bitten, wenn wir uns fest an ihn klammern und zu ihm beten. Egal, was der Widersacher sich überlegt, Jesus hat die Antwort.

[4:24] Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es vollständig als Brandopfer dem Herrn. Und Samuel schrie zum Herrn für Israel, und der Herr erhörte ihn.

[4:36] Jesus präsentiert heute für uns im himmlischen Heiligtum das Blut, das er als Lamm Gottes für dich und für mich dargebracht und vergossen hat. Wenn wir uns auf Jesus verlassen und auf das Opfer, das er für mich und für dich gegeben hat, dass er für mich und für dich gestorben ist, dann wissen wir, dass Gott uns auch erhört.

[5:03] Es geschah nämlich, während Samuel das Brandopfer darbrachte, da näherten sich die Philister zum Kampf gegen Israel. Aber an jenem Tag donnerte der Herr mit gewaltiger Stimme gegen die Philister und verwirrte sie, so dass sie vor Israel geschlagen wurden. Es ist wiederum Gott, der für die Seinen kämpft, wenn sie sich zu ihm wenden, wenn sie zu ihm stehen, wenn sie ihn suchen und ihre Sünden bekennen.

[5:25] Liebe Freunde, wenn wir unsere Sünden bekennen und Gott suchen von ganzem Herzen, wird Gott für uns kämpfen, ganz egal, welche Angriffe wir auch erleiden würden.

[5:35] Die Männer Israels von Mizpa jagten die Philister und schlugen sie unterhalb bis unterhalb Beth-Kar. Und Samuel nahm einen Stein und stellte ihn zwischen Mizpa und Jeschana auf und er gab ihm den Namen Eben-Ezer und sprach: „Bis hierher hat der Herr uns geholfen.“

[5:53] Liebe Freunde, lasst uns auch Gedenksteine in unserem Denken aufstellen, vielleicht sogar notieren, als Erinnerung daran, was Gott schon für uns getan hat. Wenn wir ein Wunder erlebt haben, eine besondere Erfahrung mit Gott gemacht haben, dass wir uns bewusst machen: Bis hierhin hat er mir geholfen. Lasst uns auch immer wieder so einen Eben-Ezer aufrichten und sagen: Bis hierhin habe ich gemerkt, dass Gott bei mir ist, dass er den Weg zurück schon sieht. Gott hat mein Leben und dein Leben geführt.

[6:21] So wurden die Philister gedemütigt und kamen künftig nicht mehr in das Gebiet Israels, und die Hand des Herrn war gegen die Philister, solange Samuel lebte. So kamen die Städte, welche die Philister von Israel weggenommen hatten, wieder in Israel, von Ekron an bis nach Gat, auch ihr dazugehöriges Gebiet. Er rettete Israel aus der Hand der Philister, und es herrschte Friede zwischen Israel und den Amoritern.

[6:44] Und Samuel richtete Israel sein Leben lang. Und er zog Jahr für Jahr umher und machte die Runde in Bethel, Gilgal und Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten. Doch kehrte er immer wieder nach Rama zurück, denn dort war sein Haus, und er richtete Israel dort, und er baute dort dem Herrn einen Altar.

[7:05] Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Söhne als Richter über Israel ein. Sein erstgeborener Sohn war Joel und der andere Abija; die waren Richter in Beerscheba. Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern gingen auf Gewinn aus und nahmen Geschenke und beugten das Recht.

[7:26] Samuel hatte zwar als Kind und Jugendlicher gesehen, wie dramatisch es ist, wenn dein Vater zu nachsichtig mit seinen Söhnen ist. Aber in gewisser Weise hatte er hier, wenn vielleicht nicht ganz so dramatisch, doch auch vom Prinzip her ähnliche Fehler gemacht in der Erziehung.

[7:46] Da versammelten sich alle Ältesten von Israel und kamen zusammen nach Rama. Sie sprachen zu ihm: „Siehe, du bist alt geworden und deine Söhne wandeln nicht in deinen Wegen. So setze nun einen König über uns, der uns richten soll, nach der Weise aller Heidenvölker.“ Sie sagen mit anderen Worten: Wir wollen so sein wie die Amoriter und die Jebusiter und die Philister. Wir wollen einen König. Dieses Wort aber missfiel Samuel, weil sie sagten: „Gib uns einen König, der uns richten soll.“

[8:16] Und Samuel betete zu dem Herrn. Er hat das sicherlich auch als persönlichen Angriff gewertet. Wie oft geschieht es, dass wir viel einbringen, vielleicht in die Gemeinde Gottes, und dann sehen wir Rebellion und Widerstand gegen Gottes Willen als persönlichen Angriff auf uns.

[8:34] Da sprach der Herr zu Samuel: „Höre auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir gesagt haben, denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht König über sie sein soll.“ In 2. Mose 15, ihr könnt den Vers finden, haben die Israeliten damals noch gesungen: „Der König soll, der Herr soll König sein von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Aber sie hatten gesehen, dass in der Zeit der Richter man schon sich nicht wirklich an Gott gehalten hatte, ihn nicht als König akzeptiert hatte.

[9:04] „Wie sie es immer getan haben von dem Tag an, als ich sie aus Ägypten herausgeführt habe bis zu diesem Tag, an dem sie mich verlassen und anderen Göttern gedient haben, genauso tun sie es auch mit dir.“

[9:16] Wenn wir angegriffen werden, wenn wir verachtet werden, wenn man uns undankbar behandelt, wenn man unseren Dienst nicht so würdigt, wie man hätte vielleicht würdigen können, dann ist das immer nur ein schwacher Abglanz von dem, was man Gott antut. Wenn wir uns gekränkt fühlen in der Gemeinde Gottes, dann lasst uns eher darüber nachdenken, wie sehr Gott sich gekränkt fühlt, weil er so oft schlecht behandelt wird, so oft falsch dargestellt wird. Und trotzdem ist er liebevoll und gnädig jeden Tag mit uns. „Höre auf ihre Stimme, doch verwarne sie ausdrücklich und verkündige ihnen das Recht des Königs, der über sie herrschen wird.“

[9:56] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, du weißt, wie schnell wir persönlich angefasst und beleidigt sind und denken, dass man uns persönlich angreift. Lasst uns doch lieber von dir lernen, der trotz so vieler Anfeindungen und so vieler Schmähungen und so vieler Untreue, die du erlebst, so liebevoll und treu uns behandelt. Lasst uns werden wie du. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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