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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet 1. Samuel 11 und 12 und konzentriert sich auf Sauls frühe Königszeit. Es hebt Sauls Salbung durch den Geist Gottes, seinen entscheidenden Sieg über die Ammoniter bei Jabesch in Gilead und seine anfängliche Demut hervor. Christopher Kramp analysiert auch Samuels Abschiedsrede, die seine Integrität als Richter und Diener des Volkes betont, und zieht Parallelen zu Gottes Rolle als dem ultimativen Retter.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 1. Samuel 11 und 12. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du uns durch dein Wort ansprechen möchtest jeden Tag aufs Neue. Wir möchten dich bitten, dass du uns demütig machst, dass du unseren Charakter veränderst durch die Kraft des Heiligen Geistes, dass wir aus dem, was wir jetzt lesen, was ganz Praktisches mitnehmen können für unseren Alltag. Das bitten wir im Namen Jesu.

[1:07] Wir sind in 1. Samuel und beginnen heute mit Kapitel 11. Zuvor ist Saul zum König Israels gewählt worden, aber hat aus lauter Demut die Herrschaft noch gar nicht richtig begonnen.

[1:20] Wir lesen in Vers 1: „Und Nahasch, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabesch in Gilead.“ Da sprachen alle Männer von Jabesch zu Nahasch: „Einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienen.“ Es ist genau das Jabesch, das am Ende vom Richterbuch in der Geschichte um die Missetat der Benjaminiten nicht mitgekämpft hatte gegen die Benjaminiten. Das wollen wir noch ein bisschen im Hinterkopf jetzt gleich behalten. Aber Nahasch, der Ammoniter, antwortete ihnen: „Unter dieser Bedingung will ich mit euch einen Bund schließen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit auf ganz Israel Schmach bringe.“ Sie wollten ihr Leben retten, aber die Bedingungen, einen Bund mit den Ammonitern zu machen, waren ganz schrecklich und schlimm. Da sprachen die Ältesten von Jabesch zu ihm: „Gib uns sieben Tage Frist, dass wir Boten senden in das ganze Gebiet Israels. Wenn es dann niemanden gibt, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen.“

[2:18] Da kamen die Boten nach Gibea zu Saul und sprachen diese Worte vor den Ohren des Volkes. Auch hob das ganze Volk seine Stimme und weinte. Und siehe, da kam gerade Saul vom Feld hinter den Rindern her und sprach: „Was ist dem Volk, dass es weint?“ Da zählten sie ihm die Worte der Männer von Jabesch.

[2:38] Da kam der Geist Gottes über Saul, als er diese Worte hörte, und sein Zorn entbrannte sehr. Wir kennen diese Formulierung aus dem Richterbuch. Es ist diese Formulierung, die anzeigt, dass der Geist Gottes einen der Richter benutzt, um eine große Erweckung herbeizuführen und vor allem einen großen Sieg, eine große Errettung für das Volk zu erringen. Wenn Gottes Geist uns erfüllt, dann sind wir bereit, für das Volk Gottes einzustehen, für Gottes Sache zu kämpfen.

[3:12] Saul handelt hier eigentlich wie einer der alten Richter. Und er nahm ein Gespann Rinder und zerstückelte sie und sandte Stücke davon durch Boten in alle Gebiete Israels und ließ sagen: „Wer nicht auszieht, Saul und Samuel nach, mit dessen Rindern wird man das genauso machen.“

[3:30] Da fiel der Schrecken des Herrn auf das Volk, so dass die auszogen wie ein Mann. Und diese Geschichte hier wirft jetzt plötzlich Licht auf die so dramatisch abgrundtiefe Geschichte, die wir am Ende des Richterbuches gesehen haben, wo der Mann seine Nebenfrau, die missbraucht worden war in Benjamin, also in dem Gebiet des Stammes Benjamin, wo diese Frau dann von ihm zerstückelt worden ist und in das ganze Gebiet von Israel gesandt worden ist. Und dass wir damals nur erahnen konnten, ganz deutlich die Idee damals war, dass jeder, der sich nicht anschließt dem Kampf gegen die Benjaminiten, um diese Sünde zu bestrafen, der wird selbst so ein Urteil erlangen. Und deswegen sind damals die Bewohner von Jabesch, die jetzt wieder eine Rolle spielen, nur in einer ganz anderen Funktion, damals die Bewohner von Jabesch dann auch mit dem Schwert angegriffen worden.

[4:30] Und er musterte sie bei Bezek. Und es waren 300.000 von den Söhnen Israels und 30.000 von den Männern Judas. Und sie sprachen zu den Boten, die gekommen waren: „So sollt ihr zu den Männern von Jabesch in Gilead sagen: Morgen soll euch Rettung zuteilwerden, wenn die Sonne am heißesten scheint.“ Als die Boten kamen, die es den Männern von Jabesch verkündigten, da wurden sie froh.

[4:53] Was macht uns im Alltag froh? Was ist das, was uns fröhlich macht? Es ist die gute Nachricht, dass Rettung kommt, dass wir nicht den Versuchungen und den Schwierigkeiten und den Angriffen Satans schutzlos ausgeliefert sind. Nein, die gute Nachricht ist, dass wir gerettet werden können und dass Gott sich eingesetzt hat, persönlich, um uns aus einer Gefahr, die uns droht, zu retten. Und die Männer von Jabesch sprachen: „Morgen wollen wir zu euch hinauskommen, dann könnt ihr mit uns tun, was euch gefällt.“

[5:34] Und es geschah am anderen Morgen, da stellte Saul das Volk in drei Abteilungen auf und sie drangen um die Morgenwache ins feindliche Lager und schlugen die Ammoniter, bis der Tag am heißesten war. Die übrig gebliebenen aber wurden so zersprengt, dass nicht zwei von ihnen beieinander blieben. Da sprach das Volk zu Samuel: „Wer sind die, welche sagten: Sollte Saul über uns herrschen? Gebt diese Männer her, damit wir sie töten!“ Im Übereifer eifern sie jetzt für die Ehre Sauls. Aber zu diesem Zeitpunkt ist Saul noch so nah bei Gott, dass er von so etwas nichts wissen will.

[6:10] Da sprach aber Saul: „Es soll an diesem Tag niemand sterben, denn der Herr hat heute Rettung gegeben in Israel.“ Hätte er sich nur an diese Idee erinnert! Wir werden schon in den nächsten Tagen sehen, dass genau dieses Motiv wieder auftaucht und dass Saul dann nicht mehr so denkt wie hier, als er es ausgesprochen hat.

[6:30] Und Samuel sprach zum Volk: „Kommt, lasst uns nach Gilgal gehen und das Königtum dort erneuern.“ Jetzt war klar geworden, dass Saul tatsächlich, wenn mit dem Geist Gottes verbunden, über die Fähigkeiten verfügte und auch den Einsatz zeigte, um eine echte Hilfe in Israel zu sein und damit zu einem Typus zu werden, zu einer Illustration für das, was Gott als ihr eigentlicher König tun wollte und konnte. Da ging das ganze Volk nach Gilgal und machte dort Saul zum König vor dem Herrn in Gilgal. Und sie schlachteten dort Friedensopfer vor dem Herrn, und Saul und alle Männer Israels freuten sich dort sehr.

[7:20] Samuel aber sprach zu ganz Israel: „Siehe, ich habe eurer Stimme gehorcht in allem, was ihr mir gesagt habt, und habe einen König über euch gesetzt. Und nun, siehe, da geht euer König vor euch her. Ich bin alt und grau geworden, und siehe, meine Söhne sind bei euch. Ich aber bin für euch hergegangen von meiner Jugend an bis zu diesem Tag. Hier bin ich.“

[7:41] Übrigens genau dieselbe Formulierung, die wir schon aus 1. Samuel 3 kennen, wo Samuel mit diesen Worten sich auch gegenüber Gott dann vorgestellt hat: „Hier bin ich.“

[7:52] „Legt Zeugnis ab gegen mich vor dem Herrn und vor seinem Gesalbten.“ Dieses „Hier bin ich“ drückt letztendlich auch etwas in die Haltung eines Dieners aus. So kommt ja der kleine Samuel zu Herrn Eli und sagt: „Hier bin ich. Rede, Herr.“ Und so sagt er das dann auch zu Gott: „Rede, Herr, denn dein Knecht hört.“ Samuel zeigt, dass er als Richter immer auch ein Diener des Volkes gewesen ist, einer, der sich nicht aufspielt, um Macht auszuüben, sondern der sich für die Interessen der Armen und Schwachen einsetzt, der dem Volk dient. Wann immer wir eine Position in Gottes Gemeinde haben, sei sie kleiner oder größer oder in welcher Form auch immer, ist es unsere Aufgabe, denen, für die wir Verantwortung tragen, zu dienen.

[8:38] „Wessen Ochsen habe ich genommen oder wessen Esel habe ich genommen? Wen habe ich übervorteilt? Wen habe ich misshandelt? Von wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, dass ich ihm zuliebe ein Auge zudrückte? So will ich es euch erstatten.“ Samuel möchte ganz deutlich machen, dass er ohne jede Abweichung von einem integren Weg, von einem Weg der Aufrichtigkeit, auf diesem Weg gegangen ist. Und er möchte, falls er irgendwo vielleicht auch unbewusst einen Fehler gemacht hat, ganz im Reinen mit dem Volk werden und nicht zwischen sich und dem Volk stehen haben. Auch wir sollten uns ehrlich die Frage stellen: Gibt es irgendwo in unserem Leben etwas, wo wir Menschen falsch behandelt haben?

[9:19] Sie sprachen: „Du hast uns nie übervorteilt, noch uns unterdrückt, noch von jemandes Hand irgendetwas genommen.“ Er sprach: „Der Herr ist Zeuge gegen euch, und sein Gesalbter ist Zeuge am heutigen Tag, dass ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt.“ Und sie sprachen: „Er ist Zeuge!“

[9:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen dankbar sein, dass wir diese gute Nachricht jeden Tag aufs Neue hören können, dass, obwohl wir angegriffen werden, obwohl wir belagert werden durch schlechte Gedanken, durch Sünde, die uns verführen will, durch verschiedene Dinge, die unser Leben behindern und schwierig machen, dass wir immer wissen dürfen, dass du, Herr Jesus, unser Retter bist, dass du unser wahrer König bist und dass der Heilige Geist in unserem Leben Großes vollbringen möchte. Und dafür danken wir dir, dass wir fröhlich sein dürfen in dir. Das bitten wir und danken im Namen Jesu.


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