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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Verfolgung Davids durch Saul in 1. Samuel 23 und 24. Er zeigt, wie Gott David auf wundersame Weise rettet und wie David trotz der Gelegenheit, Saul zu töten, aus Prinzip handelt und Gottes Gesalbten verschont. Die Predigt ermutigt dazu, auch in schwierigen Situationen Liebe und Taktgefühl zu bewahren und nicht aus eigenem Vorteil zu handeln.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ heute mit Seite 332. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprichst. Und wir möchten dir danke sagen, dass wir erleben dürfen, dass du uns vorbereitest auf die Schwierigkeiten im Alltag. Wir möchten von ganzem Herzen dich um Weisheit und um Führung bitten, dass du uns zeigst, was wir tun sollen und was wir lassen sollen, denn du irrst dich nicht. Und wir danken dir, dass du auch jetzt durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:11] Wir sind in 1. Samuel 23. Nachdem David die Männer und Frauen, die Menschen von Keila, befreit von den Philistern, musste er doch die Stadt wieder verlassen, weil er von dort erfahren hat, dass er hätte ausgeliefert werden sollen an Saul oder ausgeliefert worden wäre. Anstattdessen flieht er in die Wüste, und Jonathan ist extra zu ihm gekommen, um ihn zu stärken.

[1:39] Wir lesen im Vers 19: „Und diese von Siph zogen hinauf zu Saul nach Gibea und sprachen: Ist nicht David bei uns verborgen auf den Bergfesten in Hachila, auf dem Hügel Hachila, der zur Rechten der Wildnis liegt? Und nun, o König, wenn es dir gefällt, herabzukommen, so komm herab, und wir wollen ihn in die Hand des Königs ausliefern.“

[2:03] Wir haben letztes Mal gesehen, dass Saul dachte, dass Gott den David in seine Hand ausliefert. Aber es ist nicht Gott, der das tut. Es sind Menschen, die sehr böse sind, die verräterisch sind. Sie arbeiten mit dem Saul zusammen. Da sprach Saul: „Gesegnet seid ihr von dem Herrn, dass ihr euch über mich erbarmt habt.“ Interessant, wie Saul seine eigene Bosheit und die Bosheit dieser Menschen so religiös einfärbt und den Eindruck erweckt, als würden sie hier dem Herrn dienen. Wie oft passiert es, dass Menschen ihre eigene Bosheit, ihre eigene Schlechtigkeit so einfärben, als würden sie eigentlich in Wirklichkeit Gott die Ehre geben. Gott bewahre uns davor, dass wir das tun.

[2:48] „So geht nun hin und vergewissert euch noch weiter, erkundigt, erkundet und seht, an welchem Ort er sich aufhält und wer ihn dort gesehen hat. Jetzt ist mir gesagt worden, dass er sehr listig ist. Beobachtet und erkundet auch alle Verstecke, wo er sich verkriecht, und kommt wieder zu mir, wenn ihr seiner gewiss seid. So will ich mit euch ziehen, und es soll geschehen, wenn er im Land ist, so will ich ihn ausfindig machen unter allen Tausenden Judas.“ Da machten sie sich auf und gingen vor Saul hin nach Siph. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Ebene südlich von der Wildnis. Als nun Saul mit seinen Männern hinzog, um ihn zu suchen, wurde es David berichtet. Und David ging zu dem Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon. Als Saul hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon. Und Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber mit seinen Männern auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David eilte, um Saul zu entkommen. Saul aber umringte gerade samt seinen Männern David und seine Männer, um sie zu fangen. Da kam ein Bote zu Saul und sprach: „Eile und komm, denn die Philister sind in das Land eingefallen!“ Da ließ Saul von der Verfolgung Davids ab und zog den Philistern entgegen. Daher nennt man jenen Ort den Trennungsfelsen.

[4:03] Es war haarscharf. Beinahe hätte er ihn gehabt. Aber Gott hat tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Er, der später auch die Türken immer wieder nach Europa schickte oder in Richtung dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, um den Kaiser davon abzuhalten, Luther und die Reformation zunichtezumachen, macht. Derselbe Gott war in der Lage, die Philister zum richtigen Zeitpunkt loszuschicken, so dass sein Knecht David gerettet wird. Manchmal mag es so aussehen, als ob wir umzingelt werden, als ob wir in äußerster Gefahr sind. Aber Gott hat alles unter Kontrolle. Manchmal wartet er sehr lange, aber er zeigt dann umso mehr seine Macht und Herrlichkeit.

[4:53] Und David zog von dort hinauf und blieb auf den Berghöhen von En-Gedi. Das geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurückkehrte. Da wurde ihm berichtet: „Siehe, David ist in der Wüste von En-Gedi.“ Und Saul nahm 3000 auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David samt seinen Männern zu suchen auf dem Steinbockfelsen. Und als er zu den Schafhürden am Weg kam, war dort eine Höhle, und Saul ging hinein, um seine Füße zu bedecken. David aber und seine Männer saßen hinten in der Höhle. Man kann sich das richtig bildlich vorstellen. Diese Geschichten sind mit äußerster Vorstellungskraft und Lebendigkeit geschrieben.

[5:34] Da sprachen die Männer Davids zu ihm: „Siehe, das ist der Tag, von dem der Herr zu dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine Hand geben, dass du mit ihm machst, was dir gefällt.“ Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von Sauls Obergewand ab.

[5:49] Wie groß war die Versuchung, ihn umzubringen! Er hätte sich selbst dadurch gerettet. Er hatte enge Freunde, die ihm fest zur Seite standen, die ihm zu vermitteln suchten, dass das Gottes Wille wäre. Und doch handelte David aus Prinzip, nicht zu seinem eigenen Vorteil. Es ist nichts aus Selbstverteidigung, nicht einmal wenn die Massen seiner Freunde ihn überreden wollten, dass es doch Gottes Wille sei, das zu tun. Irgendwie diese Einstellung von David hier in unserem Leben lernen und zeigen, dass wir uns nicht auch von guten Freunden überreden lassen, etwas zu tun, was nur scheinbar dem Willen Gottes entspricht.

[6:31] Aber es geschah danach, dass ihm sein Herz schlug, weil er den Zipfel von Sauls Obergewand abgeschnitten hatte. Wahnsinn! Er bekommt ein schlechtes Gewissen, weil er einen Zipfel vom Gewand abgeschnitten hat. Und er sprach zu seinen Männern: „Das lasse der Ferne von mir sein, dass ich so etwas tue und meine Hand an meinen Herrn, den Gesalbten des Herrn, lege, denn er ist der Gesalbte des Herrn.“ Obwohl er selbst enorm viel Negatives erlebt hat durch Saul, hat er doch ein schlechtes Gewissen bekommen, auch nur ein wenig Schaden dem Saul zugefügt zu haben. Was würde passieren, wenn wir jedes Mal ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn wir auch nur in kleinsten Details jemandem geschadet haben, der uns schlecht behandelt? Ganz egal, ob das auf unserer Arbeitsstelle ist, im Alltag, in dem Hobby, im Verein, oder in der Gemeinde. Wenn wir aus Prinzip handeln und uns es dann auch schon leid tut, wenn wir nur in geringem Maße jemandem geschadet haben. So hielt David seine Männer mit diesen Worten zurück und ließ ihnen nicht zu, sich gegen Saul zu erheben. Saul machte sich auf aus der Höhle und ging seines Weges. David hat nicht nur selbst ihn nicht umgebracht, er hat sich für ihn eingesetzt. Das klingt hier so, als ob mehrere seiner Männer, vielleicht sogar sehr viele, von alleine dann ihn umgebracht hätten, den Saul. David hält sie ab. Er kämpft für das Prinzip.

[8:07] Danach machte sich auch David auf und verließ die Höhle und rief Saul nach und sprach: „Mein Herr und König!“ Da hielt Saul hinter sich und neigte sein Angesicht zur Erde und verbeugte sich. Und David sprach zu Saul: „Warum hörst du auf die Leute, auf die Worte der Leute, die sagen: Siehe, David sucht dein Unglück? Siehe, an diesem Tag siehst du mit eigenen Augen, dass der Herr dich heute in der Höhle in meine Hand gegeben hat. Und man sagte mir, ich solle dich töten. Aber es war mir leid um dich, denn ich sprach: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des Herrn.“ Es ist beeindruckend, mit welchem Taktgefühl David hier spricht. Statt dem Saul zu unterstellen, dass er aus eigener Bosheit das tut, schlägt er nahe, dass Saul verführt ist von anderen, die ihm das nur eingeredet haben. Er vermutet also immer noch sozusagen das Beste in Saul. Und es ist interessant, dass David hier sagt: „Der Herr hat dich in meine Hand gegeben.“ Saul hatte geglaubt, dass Gott den David in seine Hand gegeben hat. Aber David zeigt hier: Nein, es ist genau andersherum. Gott hat dich in meiner Hand gegeben.

[9:21] „Nun, sieh, mein Vater, sieh doch den Zipfel deines Obergewandes in meiner Hand! Da ich nur den Zipfel deines Obergewandes abschnitt und dich nicht umbrachte, so erkenne und sieh daraus, dass nichts Böses in meiner Hand ist, auch keine Übertretung. Ich habe auch nicht an dir gesündigt. Du aber stellst mir nach, um mir das Leben zu nehmen.“

[9:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hilf uns doch, dass wir solch ein Taktgefühl und solch eine Liebe zu anderen Menschen entwickeln, wie sie David gegenüber Saul gehabt hat. Dass wir nicht unseren eigenen Vorteil suchen oder uns selbst verteidigen zum Schaden von anderen. Dass wir nicht einmal wenig Schaden dem zufügen wollen, der uns unser Leben bitter und schlecht macht. Herr, das kann nur dein Heiliger Geist in uns vollbringen, und darum bitten wir, dass deine Liebe in unser Herz ausgegossen wird. Im Namen Jesu. Amen.


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