Veröffentlicht am
261 Klicks

Podcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts

Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 1. Samuel 26-27 beleuchtet Christopher Kramp Davids bemerkenswerte Loyalität gegenüber König Saul, selbst als dieser ihn unerbittlich verfolgt. Er analysiert Davids Entscheidung, Saul zu verschonen, und seinen späteren, menschlichen Weg der Flucht zu den Philistern. Die Botschaft ermutigt dazu, Sünden nicht nur zu bekennen, sondern wahre Reue zu zeigen und stets auf Gottes Führung und Schutz zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 336.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir jeden Tag zu dir kommen können und aus deinem Wort lernen dürfen. Du weißt, wie oft wir zurückfallen in alte Muster, wie leicht wir uns verstricken lassen von der Sünde. Und doch möchten wir dich auch heute bitten, dass du uns Kraft leihst und Sünde vergibst und uns reinigst und dass du uns hilfst, heute an deiner Seite zu gehen nach deiner Verheißung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:04] Wir sind in 1. Samuel 26. David befindet sich mit seinen Männern in der Wüste Sif und wird erneut verfolgt von Saul. Wieder gibt es eine Gelegenheit, wie schon einmal zuvor, für David, den Saul umzubringen. Aber er weigert sich, das zu tun, und lässt es auch seine Mitstreiter, die mit ihm herabgekommen sind vom Berg, nicht zu, den Gesalbten des Herrn umzubringen.

[1:33] Wir lesen in Vers 12: "So nahm David den Speer und den Wasserkrug vom Kopfende Sauls, und sie gingen weg. Und es war niemand, der es sah, noch merkte, noch erwachte, sondern sie schliefen alle, denn ein tiefer Schlaf von dem Herrn war auf sie gefallen. Als nun David auf die andere Seite hinübergegangen war, stellte er sich von ferne auf die Spitze des Berges, so dass ein weiter Raum zwischen ihnen war. Und David rief dem Volk und Abner, dem Sohn Ners, zu und sprach: 'Antwortest du nicht, Abner?' Und Abner antwortete und sprach: 'Wer bist du, dass du dem König so zurufst?' Und David sprach zu Abner: 'Bist du nicht ein Mann, und wer ist deinesgleichen in Israel? Warum hast du denn deinen Herrn, den König, nicht bewacht? Denn es ist einer vom Volk hineingekommen, um den Herrn, den König, umzubringen. Das war nicht gut, was du getan hast. So wahr der Herr lebt, ihr seid Kinder des Todes, dass ihr euren Herrn, den Gesalbten des Herrn, nicht bewacht habt. Und nun seht, wo ist der Speer des Königs und der Wasserkrug, der an seinem Kopfende war?'"

[2:37] Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: "Ist das deine Stimme, mein Sohn David?" David sprach: "Es ist meine Stimme, mein Herr und König."

[2:50] David wird von Saul verfolgt. Saul will ihm das Leben nehmen, und doch nennt David ihn "mein Herr und mein König". Und er tadelt Abner und die anderen Soldaten dafür, dass sie nicht gut genug aufgepasst haben auf diesen König. Ich denke, wir können alle etwas lernen von dieser Loyalität, die David gehabt hat, selbst seinem Feind gegenüber.

[3:22] Und weiter sprach er: "Warum verfolgt mein Herr seinen Knecht? Denn was habe ich getan, und was ist Böses in meiner Hand? So möge doch nun mein Herr, der König, auf die Worte seines Knechtes hören. Reizt der Herr dich gegen mich, so dass man ein Schlachtopfer riechen tut. Ist es aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem Herrn, dass sie mich heute aus der Gemeinschaft am Erbteil des Herrn verstoßen, indem sie sagen: 'Geh hin, diene anderen Göttern!' So falle nun mein Blut nicht auf die Erde fern von dem Angesicht des Herrn. Denn der König von Israel ist ausgezogen, um einen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen."

[3:57] David ist loyal gegenüber Saul, aber er spricht das eigentliche Problem an: Diese Eifersucht und dieser Drang, David umzubringen, führt dazu, dass David sich außerhalb von Israel aufhalten muss, dass er gezwungen ist, möglicherweise ins Ausland zu fliehen und dort zu leben, wo es viel schwieriger sein wird, Gott anzubeten. David möchte gerne in Israel bleiben, weil dort die Anbetung seines Herrn so viel einfacher ist.

[4:31] Er weigert sich, selbst zu verteidigen, aber er steht treu zur Sache Gottes und benennt auch die Sünde, auf eine äußerst taktvolle Art und Weise. Im Übrigen sehen wir, dass er sich wiederum sehr klein macht und sich für sehr unbedeutend hält und auch entsprechend redet.

[4:54] Da sprach Saul: "Ich habe gesündigt. Komm wieder, mein Sohn David, ich will dir künftig kein Leid antun, weil heute mein Leben in deinen Augen wertvoll gewesen ist. Siehe, ich habe töricht gehandelt und mich schwer vergangen."

[5:11] Hier haben wir ein Sündenbekenntnis von Saul, aber die weitere Geschichte lehrt uns, dass es nur der Impuls eines Momentes war. Er hatte in dem Moment wirklich gesehen, dass David sehr viel gerechter war als er selbst. Aber was nützt ein Sündenbekenntnis, wenn wir dann weiter in alten Mustern weiterleben? Was nützt die Erkenntnis, ja, das Bekenntnis, gesündigt zu haben, wenn nicht wirklich echte, bleibende Reue unseren Kurs verändert?

[5:39] David wusste wohl schon bei diesem Zeitpunkt sehr deutlich, dass man auf Sauls Versprechen nichts geben konnte. Möge Gott uns helfen, dass wir nicht nur unsere Sünden bekennen, sondern wirklich echte, tiefe Reue empfinden, damit wir auch dann anders leben, nicht immer wieder in dieselben Sünden zurückfallen, so wie Saul hier immer wieder erlebt hat.

[6:00] David antwortete und sprach: "Siehe, hier ist der Speer des Königs. Einer der Burschen soll rüberkommen und ihn holen. Der Herr aber wird jedem vergelten nach seiner Gerechtigkeit und seiner Treue. Denn der Herr hatte dich heute in meine Hand gegeben, ich wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen. Und siehe, wie heute dein Leben in meinen Augen wert geachtet gewesen ist, so möge mein Leben wert geachtet werden vor den Augen des Herrn, und er möge mich aus aller Drangsal retten."

[6:30] Saul sprach zu David: "Gesegnet seist du, mein Sohn David. Du wirst es gewiss tun und vollenden." David aber ging seines Weges, und Saul kehrte wieder an seinen Ort zurück.

[6:42] David hat sich nicht so freundlich und liebevoll verhalten, weil er als Mensch selbst ein gutes Herz hatte, sondern weil er die Erlösung, die Gott jedem von uns anbietet, persönlich erlebt hat. Er wusste, dass sein Verhalten gegenüber Saul nur ein schwacher Abglanz dessen war, was Gott persönlich für ihn getan hat.

[7:04] Wenn wir verstehen, wie sehr Gott uns verschont hat und uns liebt und führt, dann werden wir anfangen, auch andere so zu behandeln.

[7:13] David aber dachte in seinem Herzen: "Ich werde doch eines Tages durch die Hand Sauls weggerafft werden. Es gibt nichts Besseres für mich, als dass ich ins Land der Philister fliehe. Dann wird Saul davon ablassen, mich künftig in allen Gebieten Israels zu suchen, und so werde ich seiner Hand entkommen."

[7:31] David hatte immer und immer wieder erlebt, dass Gott ihm geholfen und ihn beschützt hatte. Manchmal war es auf Messers Schneide gewesen, aber Gott hat immer eingegriffen. Aber aus bestimmten Gründen ist David jetzt hier müde, immer wieder auf solche Wunder zu hoffen. Er sucht jetzt einen menschlichen Weg. Er will einfach zu den Philistern gehen und hofft, dann Ruhe zu haben. Wie oft passiert es, dass wir zwar Wunder erlebt haben mit Gott, immer wieder beschützt wurden, aber wir dann doch einen menschlichen Weg gehen, weil wir einfach müde sind, immer wieder Wunder zu hoffen und vielleicht glauben, dass es doch sicherer ist, wenn wir persönlich für unsere Sicherheit sorgen.

[8:04] So machte sich David auf mit den 600 Mann, die bei ihm waren, und er ging hinüber zu Achisch, dem Sohn Maachs, dem König von Gat. Und David blieb bei Achisch in Gat, samt seinen Männern, jeder mit seinem Haushalt, auch David mit seinen beiden Frauen, Ahinoam der Jesreeliterin und Abigajil, der Frau des Karmeliters Nabal. Und als es Saul berichtet wurde, dass David nach Gat geflohen sei, suchte er ihn nicht mehr.

[8:28] Hier sehen wir schon, dass auch das Sündenbekenntnis, das er eben gerade noch abgelegt hatte, keinen dauerhaften Wert hatte. Hier sehen wir auch, dass menschlich gesehen, oberflächlich betrachtet, Davids Entscheidung Früchte zeigte. Und trotzdem war es nicht Gottes Wille, dass der Gesalbte, der König über Israel werden sollte, jetzt hier Schutz und Zuflucht bei den Feinden Gottes, bei den Philistern sucht.

[8:54] Und David sprach zu Achisch: "Wenn ich doch Gnade vor deinen Augen gefunden habe, so gib mir einen Platz in einer der Städte auf dem Land, damit ich darin wohne. Denn warum sollte dein Knecht bei dir in der Königsstadt wohnen?"

[9:07] Es scheint, David versucht, den Götzendienst so weit wie möglich aus dem Weg zu gehen. In der kleinen Stadt auf dem Land war er freier als in der großen Königsresidenz. Da gab Achisch an jenem Tag Ziklag.

[9:21] Daher gehört es den Königen Judas bis zu diesem Tag. Die Zeit aber, die David im Land der Philister wohnte, betrug ein Jahr und vier Monate.

[9:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du weißt, wie oft wir manchmal, obwohl wir große Dinge miterlebt haben, in der Versuchung stehen, dann doch einfach die Reißleine zu ziehen und menschliche Wege zu gehen, um uns in scheinbarer Sicherheit zu wiegen. Bewahre uns davor. Gib, dass wir die großen Wunder, die du für uns getan hast, nicht gering schätzen, sondern dabei bleiben, täglich auf dich zu vertrauen und dich zu unserer Zuflucht zu machen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


Lizenz

Copyright ©2025 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.