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In dieser Predigt des JOSUa BW Camps 2021 spricht Eugen Hartwich über das Thema „Treu sein in schwierigen Zeiten“ und zieht Parallelen aus dem Leben Daniels. Er beleuchtet die aktuellen Herausforderungen, denen sich Gemeinden gegenübersehen, insbesondere im Kontext der Corona-Pandemie, und diskutiert die unterschiedlichen Reaktionen und Spannungen, die dadurch entstehen. Hartwich gibt auch einen historischen Überblick über verschiedene Epochen und Krisen, um die heutige Situation besser einordnen zu können.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp 2021 - PRESS TOGETHER!

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Transkript

[0:03] vielen Dank, noch einmal einen wunderschönen und gesegneten Sabbat euch allen. Es ist ein ganz anderes Gefühl, so zu predigen, wenn man nicht in der Gemeinde ist, aber ich bin froh, dass wir überhaupt heute noch predigen können. Würden wir in einem anderen Land leben, wo das Christentum nicht so verbreitet wäre, dann wäre noch vieles schwierig.

[0:31] Ich möchte mich noch einmal bedanken bei meinem Lebensteam, bei der Vereinigung, bei meinen lieben Kollegen, Geschwistern und Brüdern, die dieses JOSUa-Camp einfach klasse und wunderbar organisiert haben. Und auch vor allem Dank an die Ministries, die nicht weniger beteiligt waren und sind und viel Zeit und Mühe investiert haben. Ich kann wirklich sagen, dass all die Ministries, die hier mitwirken, wir von Herzen dankbar sind, dass es euch gibt. Macht weiter so und erreicht viele Menschen mit dem Wort Gottes.

[1:12] Ich möchte mich auch in Bezug auf die gehörten Predigten bedanken. Gestern die Predigt von Pastor Stephen Bohl und heute auch von unserem Gastredner Christopher Kam. Ich persönlich bin sehr gesegnet worden durch die Predigten. Ich hoffe, ihr hattet die Möglichkeit, sie zu sehen. Wenn nicht, empfehle ich sie euch noch mal anzuhören, wenn ihr die Möglichkeit habt.

[1:41] Ja, wir haben heute das Thema: Treu sein in schwierigen Zeiten – Lektionen aus dem Leben von Daniel. Wir erleben momentan schwierige Zeiten, das haben wir denke ich erlebt und auch vermehrt davon gehört. Ich habe gestern in meinem Grußwort bewusst die Chancen erwähnt, die die Corona-Krise mit sich bringt. Ich bin auch froh, dass wir heute bei dem Gespräch mit Tony Schreiber, dass die liebe Geschwister, die Gäste dort, sozusagen auch auf diese Thematik eingestimmt sind.

[2:20] Denn in schwierigen Zeiten gibt es auch Chancen. Ich möchte aber auch momentan noch einen anderen Aspekt, also die andere Seite damit daher kurz ansprechen. Etwas, was wir durch die Corona-Krise in unseren Gemeinden auch erleben. Und da ist es mir wichtig, neben all dem Guten, was passiert, auch diese Seite kurz zu beleuchten und um einige Punkte zu illustrieren.

[2:52] Vor einigen Tagen hat mich die Gemeindeleitung aus einer bestimmten Gemeinde in Baden-Württemberg angerufen. Es gab dort einen Vorfall: Eine Person war nicht bereit, die Maske während des Gottesdienstes zu tragen. Und dann hat die Gemeindeleitung beschlossen, den Gottesdienst abzubrechen und die Person sozusagen aus der Gemeinde zu bitten. Das hat für erhebliche Spannungen gesorgt. Und wir in der Vereinigungsleitung wurden dabei geschaltet und gebeten, hier irgendwie einen Weg zu finden.

[3:47] Ich erzähle euch eine andere Geschichte. Eine andere Gemeinde, auch in Baden-Württemberg. Da ruft mich auch die Gemeindeleitung an und fragt: Es gibt da einen Besucher, der möchte die Maske nicht anziehen. Und die Frage ist: Sollen wir jetzt die Polizei rufen?

[4:17] Auch das zeigt mir, dass wir in einer Krise sind. Und ich kann mir vorstellen, dass es solche interessiert, was über Empfehlungen oder was nicht so den Geschwistern gesagt habe. Ich möchte eigentlich nicht so sehr auf einen Punkt oder Wert darauf legen, jetzt den Einzelheiten zu gehen. Aber meine Einstellung ist und dass wir auf keinen Fall die Polizei rufen sollten oder den Gottesdienst abbrechen sollten, sondern gemeinsam Wege und Lösungen suchen, damit der Gottesdienst stattfinden kann, damit Menschen Gottes Wort hören können.

[4:53] Ich glaube auch, dass jetzt Gemeinde unsere Probleme so gut es geht selber lösen sollten. Das ist das, wo ich von Paulus für mich mitnehmen.

[5:08] Im Dezember 2020 haben wir als Vereinigungs-Ausschuss, die diese in Baden-Württemberg, eine Stellungnahme zur Impfung herausgegeben. Und ich weiß nicht, ob wir diese Stellungnahme gelesen habt. Ich lese euch sozusagen die Pointen, denn das ist am Ende sozusagen unsere Haltung. Lese ich euch kurz vor, weil auch darauf an wir dann Feedback bekommen. Und es zeigt mir, dass wir uns in einer Krise befinden.

[5:40] Unsere Haltung ist: Ich lese aus unserer Stellungnahme: „Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg ist das gesundheitliche Wohlbefinden der Bevölkerung ein wichtiges Anliegen. Wir empfehlen unseren Mitgliedern, sich gründlich mit dem Thema der Corona-Virus-Impfung auseinanderzusetzen und sich gegebenenfalls auch medizinisch beraten zu lassen.“

[5:59] „Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Baden-Württemberg ist nicht das Gewissen des einzelnen Kirchenmitglieds und achtet individuelle Entscheidungen. Diese werden durch die Einzelperson getroffen. Die Entscheidung, sich impfen oder nicht impfen zu lassen, beruht weder auf einer Forderung nach einer Lehrmeinung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und sollte nicht als solche verstanden werden.“

[6:23] Also kurz zusammengefasst: Jeder sollte das Recht haben, darüber selbstständig zu entscheiden, frei nach gründlicher Recherche und Beratung mit seinem Arzt. Sollte jeder selber eine Entscheidung dafür oder dagegen treffen.

[6:41] Das ist unsere Haltung und auch hier habe ich gemerkt, bestehen wir uns in einer Krise. Denn auch danach gab es Rückmeldungen. Die einen, die uns aufgefordert haben, auf jeden Fall eine Empfehlung für die Impfung dazuzugeben.

[6:58] Ich weiß noch, ich hatte ein Telefonat mit einem Gemeindeleiter, auch in einer Gemeinde in Baden-Württemberg. Und dieser Gemeindeleiter sagte mir: „Wird nur so, wird muss Stellungnahme nicht an die Geschwister weitergeben, weil er nicht nachvollziehen kann, dass wir keine Empfehlung für die Impfung geben. Wieso wir uns neutral verhalten und das dem Individuum überlassen?“ Ich habe das natürlich bedauert und gesagt, dass jeder Mensch mündig genug ist und für sich selbst entscheiden kann, nachdem er seine Gesundheit gecheckt hat, Vorerkrankungen und das Ideal.

[7:39] Freikirche weder eine Empfehlung aussprechen noch dagegen aussprechen. Und die Gemeinde sollte wissen, was die Haltung der dieser Vereinigung ist. Es war für mich schon interessant, dass hier eine Person, ein Bruder, nicht bereit war, jedem in der Gemeinde dort die Möglichkeit zu geben, zu hören, was diese Vereinigung sagt. Und auf der anderen Seite auch hier selbstständig eine Entscheidung zu treffen.

[8:12] Aber ich genauso haben wir auch auf der anderen Seite interessante Telefonate bekommen. „Wie können wir überhaupt so ein Schreiben rausgeben und uns neutral positionieren?“ Man forderte von uns auf, auf keinen Fall eine Empfehlung für die Impfung zu geben.

[8:36] Man kommt sich so vor, als ob man dann hin und hergezogen wird. Und die einen wollen das und die anderen das. Ich glaube, dass wir als Freikirche besonders auch in Krisenzeiten das Recht auf individuelle Entscheidung jedem Gläubigen einräumen sollten.

[9:07] Hatte ich eine Predigt und dort in der Gemeinde haben mich dann Geschwister angesprochen. Das waren zwei Familien, die sich aufgrund der Corona-Krise und den Umständen, die momentan da sind, entschieden haben, Deutschland zu verlassen und auszuwandern. Sie empfinden, dass wir momentan hier eine unglaubliche Krise erleben, die noch zunehmen wird. Und so haben sie sich entschieden, dorthin zu ziehen, wo es, ich sag's mal, ruhiger ist.

[9:50] Das erlebst du momentan. Das ist nur ein ganz kleiner Einblick in das, was ich in den letzten Monaten erlebt habe. Und ich kann euch sagen, nicht nur einmal, dass ich mir auch die Zeit oder den Augenblick so gewünscht habe, dass mich jemand einfach küsst und ich aufwache und alles ist in Ordnung. Wir leben in der Zeit vor Corona und genießen das Leben.

[10:20] Denn in den letzten Monaten haben wir wirklich das ganze Spektrum an Meinungen, Anschlägen, Emotionen und Vorwürfen einiger unserer Geschwister erlebt und erhalten. Und so schön auch die Erfahrungen, die ich persönlich erlebt habe und die ich auch von denen nicht erst erzählt habe, so schwierig sind auch diese Lebensumstände oder diese Herausforderungen, die wir in unseren Gemeinden erleben. Spannungen nehmen zu aufgrund von der Persönlichkeit, wie man zu Corona und den Corona-Maßnahmen steht. Spannungen nehmen zu aufgrund von den Medien und den Nachrichten, die man konsumiert. Und Spannungen nehmen zu, weil man glaubt, dass es nur zwei Positionen gibt: Entweder ist man der Regierungstreue oder der Corona-Maßnahmen-Skeptiker oder Kritiker. Also irgendwie scheint es nur noch diese zwei Optionen zu geben.

[11:35] Die Frage ist: Wie können wir in diesen schwierigen Zeiten treu bleiben und das Richtige tun? Und ich hoffe, dass das, was ich gesagt habe, ihr ein Stück weit euch damit identifizieren könnt. Ihr erlebt, dass auch in jenen Gemeinden ähnliches erlebt. Also ich erlebe das zumindest so. Und das bringt eine Spannung mit sich.

[12:01] Aber vielleicht hilft das, wie gesagt, in das Leben von Daniel zu schauen. Denn genauso wie Daniel erleben wir auch eine Krise. Daniel hat eine Krise in seinem Leben erlebt. Da fand sich in einer neuen Realität wieder, in einer neuen Realität. Jeder, der das erste Kapitel von Daniel gelesen hat, weiß, es gab eine Krise und erlebt in einer neuen Normalität, in einer neuen Realität.

[12:31] Und um das deutlich zu machen und auch ein bisschen unsere Situation besser zu beleuchten, müssen wir einen Blick in die Vergangenheit werfen. Wir erleben momentan, und ich weiß nicht, ob ich das vor Augen ist, wir leben momentan einen epochalen Wandel, eine neue Epoche entsteht, eine neue Lebensrealität. Und damit wir damit sich hier ein bisschen besser verstehen, was gerade passiert, möchte ich mit euch ganz kurz auch durch die Geschichte gehen. Das hilft uns, unseren Standort besser zu sehen, ihn besser zu verstehen.

[13:17] Und dann können wir auch tiefer in das rein gehen, was Daniel erlebt hat und was uns das heute helfen kann. Also, ich teile kurz meinen Bildschirm. Ich hoffe, ihr könnt das gut sehen. Ja, so. Daniel erlebte eine Krise und es ist genauso wie er in einer neuen Realität gibt. Entsteht vor unseren Augen eine neue Realität.

[13:48] Und ich hoffe, dass ich das sagen kann: Corona oder die Corona-Krise ist nicht die wahre Krise dieser Welt. Die wahren Krisen, auch die komme ich gleich zu sprechen, die wahren Krisen haben eine ganz andere Dimension. Die Corona-Krise ist momentan nur ein Brandbeschleuniger, ein Katalysator, der Dinge zum Vorschein bringt.

[14:14] Und um das besser zu verstehen, versuche ich die Epochen, weil wir ja vor einer neuen Epoche stehen, ganz kurz zu kategorisieren. Ich mache es so einfach wie möglich, dass man das gut nachvollziehen kann, mit ungefähren Zeitangaben. Und ich hoffe, dass ihr geschichtlich interessiert seid, so dass ihr seht, wie sich die Geschichte entfaltet hat. Momentan leben wir in der Postmoderne.

[14:41] Ja, wir leben in der Postmoderne und die Postmoderne ist dabei, ist gerade dabei, zu Ende zu gehen und eine neue Epoche, die Post-Corona-Epoche, ist gerade dabei zu entstehen. Aber bevor wir zur Postmoderne kommen und zu unserer Zeit, müssen wir in die Vergangenheit gehen. Ungefähr 500 nach Christus bis 1500 nach Christus gab es die Epoche der Vormoderne.

[15:15] Und wenn wir die Krise verstehen wollen, müssen wir eine wichtige Frage klären. Und das ist die Frage: Wer definiert Wahrheit? Oder was ist Wahrheit? Denn die ganzen Krisen haben etwas damit zu tun: Was ist Wahrheit?

[15:28] Ja, wir haben auch gestern Abend von der gegenwärtigen Wahrheit gehört, und das ist entscheidend. Was Pastor Bohrer gesagt hat, dass wir die gegenwärtige Wahrheit für unsere Zeit erkennen.

[15:51] Damals in der Vormoderne gab es eine Wahrheit. Es gab die Wahrheit und es gab nur eine Wahrheit, und die Kirche definierte diese Wahrheit. Die Menschen, die in dieser Zeit lebten, orientierten sich hauptsächlich an der Kirche. Das war diese Zeit. Aber die Vormoderne ging zu Ende durch eine Krise und mündete in die Zeit der Moderne.

[16:24] Und die Krise war eine kirchliche Krise. Sie mündete in die Reformation, weil die katholische Kirche einen Höhepunkt erreicht hatte, wo überwältigende Krisen die Menschheit an den Abgrund getrieben. Und ich, ihr könnt das auch gerne in dem Buch „Vom Schatten zum Licht“ nachlesen. Dort wird es denke ich gut beschrieben. Aber in dieser Zeit ging es auch um die Frage: Was ist Wahrheit?

[16:59] Und in dieser Zeit gab es auch nur eine Wahrheit. Das Erstaunliche war aber, dass nicht mehr die Kirche ohne die Bibel die Wahrheit definierte, sondern die Bibel definierte Wahrheit. Und zwar, das gingen Glaube und Wissenschaft Hand in Hand. Das war ein Novum und hat einen unglaublichen Fortschritt gebracht. Die Menschen fielen an von der Kirche sozusagen zur Bibel hin geführt zu werden. Und das war unglaublich wertvoll.

[17:31] Das heißt, in dieser Zeit, in der Zeitenwende, gab es immer noch zwei Möglichkeiten, die Welt zu deuten und zwei Möglichkeiten der Orientierung, wobei die Reformation, die durch das und diese Information wurde ja durch eine Krise ausgelöst, ich sag mal, an Oberhand gewann und viel, viel Gutes daraus geworden ist.

[17:57] Leider gab es noch eine weitere Krise, Ende der Zeit der Moderne, und das ist der 30-jährige Krieg. Was während dem dreißigjährigen Krieg passiert ist, ist, dass Katholiken und Protestanten 30 Jahre sozusagen 30 Jahre sich die Köpfe eingeschlagen haben. Ich formuliere es mal so. Und jeder, der von euch 30 Jahre alt ist, der seit er sozusagen geboren wird oder geboren wurde, hat nichts anderes erlebt als dass Krieg stattgefunden hat.

[18:34] Und in dieser Zeit, in dieser Krise, entsteht etwas Neues. Und zwar eine dritte Gruppe, die fernab davon steht, das anschaut und sagt: Wenn das Glaube ist, weil hier eine Kirche gegen die andere kämpft, dann kann das nicht zur Wahrheit führen. Denn das, was hier passiert, kann nicht Wahrheit sein.

[18:59] Und so gibt es diesen berühmten Satz von Immanuel Kant, den großen Aufklärer: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit.“ Und um das deutlich zu machen, was er hier wirklich sagt oder was er damit beabsichtigt zu sagen ist, dass er sich den Krieg anschaut und sagt: Diese Menschen sind nicht aufgeklärt. Sie folgen nicht der Wahrheit, sondern einem Konstrukt. Die einen, die Katholiken, folgen der Tradition der Kirche, und das führt sie zum Krieg. Und die Protestanten, sie glauben der Bibel und orientieren sich an der Bibel, und wohin für das auch zum Krieg. Und beide, die Katholiken und Protestanten, sind unmündig. Sie sind in einer selbstverschuldeten Situation, in einer Unmündigkeit.

[20:04] Und die Aufklärung, also das, was er jetzt bringen möchte, oder die Aufklärer in dieser Zeit, ist, dass diese Menschen sowohl die Abhängigkeit von der Tradition, also von der katholischen Kirche, und die Abhängigkeit von der Bibel verlassen. Also der Ausgang, sozusagen, sie gehen durch eine Tür und verlassen die selbstverschuldete Unmündigkeit. Das heißt, wir werden jetzt mündig, sie können selber Entscheidungen treffen.

[20:30] Und wie passiert das? Indem sie ihren Verstand benutzen, ihren Verstand. Das heißt, jetzt, was durch die Krise entstanden war, Ende der Zeit der Moderne, war, dass die Wissenschaft in den Vordergrund gerückt ist, die Vernunft, wie man sie auch gelernt hat. Es gibt Wahrheit, ja, dass es gibt nur eine Wahrheit, und die Wahrheit muss wissenschaftlich, nicht unvernünftig, erkannt werden.

[20:55] Das heißt, in der Moderne haben wir zwei Krisen. Die eine Krise in der katholischen Kirche führte zur Reformation. Und die zweite Krise, ich sag's mal, in den zwei Kirchen führte dazu, dass die Menschen offenbaren für eine Aufklärung und offen waren, sich nicht mehr an den Kirchen zu orientieren, also oder an der Bibel und an der katholischen Kirche, sondern an der Vernunft, an der Wissenschaft.

[21:29] Dieses Bild, das hier John Gast gezeichnet hat, zeigt die Figur Columbia und sie personifiziert die USA und soll uns deutlich machen, wie damals in der Moderne die dieser Fortschritt, der Aufbruch wahrgenommen wurde. Jetzt hat man geglaubt, jetzt können wir die Welt verbessern, wir können neue Bereiche entdecken. Die Wissenschaft und die Vernunft wird uns den Fortschritt bringen. Wir überwinden Hindernisse, verjagen die Indianer hier links und die Tiere und sozusagen die Natur muss weichen für den Fortschritt.

[22:18] In der Moderne gab es also drei Möglichkeiten, die Welt zu sehen oder wahrzunehmen. Natürlich durch die katholische Kirche, links könnt ihr das sehen, das hat aber immer mehr abgenommen. Dann hier die Reformation, auch das hat immer mehr abgenommen. Aber was immer stärker wurde, weil die Vernunft in dieser Zeit und man hat geglaubt, durch die Vernunft alle Probleme lösen zu können, durch die Wissenschaft, und man war optimistisch, dass eine neue Ära, ein unglaublich gutes sozusagen Jahrtausend vor der Menschheit steht.

[23:06] Aber Anfang des 20. Jahrhunderts erschütterte eine unglaubliche Krise die Menschheit: Der Erste Weltkrieg, dann und später auch der Zweite Weltkrieg. Unglaubliche Krisen führten dazu, dass die Ära oder die Epoche der Moderne zu Ende ging. Und man gemerkt hat, dass auch die Wissenschaft und die Vernunft, auf die sich alle Menschen dann in dieser Zeit sehr stark berufen haben, uns nicht zu einem besseren Leben geführt haben.

[23:45] Die Erfahrung war also: Die katholische Kirche hat versagt, sie hat uns nicht zu einer besseren Ära geführt. Der Protestantismus, der im 30-jährigen Krieg versagt hat, hat uns auch nicht zu einer besseren Ära geführt. Die Vernunft, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg versagt hat, hat uns auch nicht zu einer besseren Ära geführt.

[24:11] Und so entstand eine neue Epoche: die Postmoderne. Und die Postmoderne, das war die Zeit, wo Menschen sich nicht mehr an der Bibel und sich nicht mehr an der Vernunft orientiert haben, sondern sie haben sich an Emotionen orientiert.

[24:37] Vormoderne, also hier im Englischen „primor den“ oder Vormoderne, sagt, weil Gottes dorthin gemacht hat, ist es so und dass es dann, es ist, wie es ist. Und in der Moderne dachte man: Aufwärts, vorwärts und aufwärts, es kann nur besser werden.

[24:52] In der Postmoderne gibt es keine Richtung, alles ist ja, alles ist relativ. Und da man ist zu dem Schluss gekommen, es gibt keine absolute Wahrheit und jeder hat seine persönliche Wahrheit, die Wahrheit muss, das hat persönlich erfahren werden. Und der Mensch orientiert sich an seinen Gefühlen.

[25:16] Das heißt, in dieser Zeit leben wir noch. Es ist die Zeit der Postmoderne, wo die Menschen, die meisten Menschen, die ich gerade in der westlichen Welt, diese Einstellung haben. Aber die Postmoderne geht auch zu Ende. Und ihr könnt das sehen hier in diesem Bild der Moderne, oder besser gesagt, der Unterschied hier noch einmal in diesem Bild von Columbia.

[25:42] Während in der Moderne der Fortschritt hier im Vordergrund lag und die an die Völker, die die Minderheiten, genau die Minderheiten vertrieben worden sind und auch die Tiere und die Natur, ist in der Postmoderne sie ihnen in den Vordergrund gerückt war. Die Minderheiten müssten geschützt werden, die Natur muss geschützt werden. Das kam sozusagen immer mehr dann in den Vordergrund.

[26:20] Aber die waren Krisen. Hier sind auch in unserer Postmoderne Zeiten zum Vorschein gekommen. Und deshalb ist es entscheidend, wenn wir Lektionen aus dem Leben von Daniel mitnehmen wollen, müssen wir verstehen, welche Krise erleben wir momentan. Es ist nicht die Corona-Krise. Und ich möchte das noch mal betonen: Die Corona-Krise ist nicht die wahre Krise, sondern sie beschleunigt nur drei bestehende Krisen, die ich hier kurz zusammenfassen.

[26:53] Das ist die Kapitalismuskrise. Das hat etwas mit Wirtschaft zu tun. Es ist die Wertekrise. Das hat etwas mit Moral zu tun. Und das ist die Klimakrise. Das ist hat etwas mit unserer Zukunft zu tun, mit dem Planeten, auf dem wir leben. Und das ist das, was die Menschen momentan als sozusagen die meist die die schlimmsten Krisen erleben.

[27:22] Die Kapitalismuskrise, und ich werde auf alle nur ganz kurz eingehen, weil unsere Zeit ja auch beschränkt ist. Papst Franziskus hat vor kurzem eine neue Wirtschaft gefordert, und diese Wirtschaft ist dabei, sich auch zu etablieren. Die klassische Wirtschaftsordnung, der Kapitalismus ist dabei zu Ende zu gehen. Gemünden momentan eine neue Epoche und...

[27:48] Gemünden momentan eine neue Epoche und es wird auch eine neue Wirtschaftsordnung geben. Wer das noch nie gehört hat, dem rate ich dringend, sich auch damit auseinanderzusetzen. Denn das ist das, was nach Ghana definitiv auf uns alle wartet. Und da sagt, es wirkt oder es heißt hier in diesem Artikel: "Es wirkt wie eine Anklage und ein prophetischer Wegweiser deutlich, wie selten wendet sich Papst Franziskus an Menschen weltweit und drängt als Konsequenz aus der Krise auf eine andere Wirtschaft." Es sind politische Forderungen in seinem Buch "Wage zu träumen mit Zuversicht aus der Krise". Papst Franziskus geht deutlich mit den herrschenden politischen Systemen ins Gericht und wirft den Industriestaaten vor, hier handelt zu sehr an Börseninteressen und zu wenig an einzelnen Menschen. So gipfelt das Buch in seinem Schlusskapitel in der Forderung nach einem universellen Grundeinkommen. Es ist fast die einzige Stelle des Buches, aus der der Papst technisch formuliert und den englischen Fachbegriff mitliefert. Es geht um eine bedingungslose Pauschalzahlung an alle Bürger, die über das Steuersystem verteilt werden können. So auf das bedingungslose Grundeinkommen oder universelles Grundeinkommen. Auch wenn es dazu viel zu sagen gibt, gehe ich momentan nicht ein. Mir ist einfach nur wichtig, dass wir auch wenn das jetzt nur kurz erwähnt ist, das wahrnehmen. Wir sind, der Kapitalismus an sich kann nicht mehr funktionieren. Und wer das noch nicht sieht, dass unsere Wirtschaft an, eigentlich schon am Ende ist. Die meisten Staaten sind überschuldet. Wir arbeiten mit Negativzinsen. Das Geld wird momentan gedruckt und das kann jeder, der sich, wie gesagt, mit Wirtschaft ein bisschen auskennt, weiß, dass das nicht mehr lange gut gehen kann. Es steht auch nicht mehr die Frage, wann die Wirtschaft zusammenbricht, sondern nur noch, wann. Das heißt, der nächste und die nächste Krise, die wir momentan auch erleben, ist die Wertekrise. Was ist richtig, was ist falsch? Die Postmoderne hat dazu geführt, dass ein Chaos entstanden ist. Weiß nicht, ob er das wahrnimmt, aber wenn alles relativ ist und es keine absolute Wahrheit gibt, dann kann jeder etwas empfinden, was wahr ist. Und es führt zu einem Chaos. Und dieses Chaos wird momentan in der Auseinandersetzung in den Vereinigten Staaten sehr deutlich und führte dazu, dass Meinungen, unterschiedliche Meinungen nicht mehr stehen gelassen werden können, so wie es denn der Postmoderne eigentlich der Fall ist. Du hast diese Meinung, ich habe diese Meinung. Sondern in der, sag mal, Post-Corona-Ära findet momentan eine Veränderung statt. Und zwar, es macht sich immer mehr eine Zäsur, eine Zensur in Wahrheit. Man spricht von einer "cancelled". Also, es wird gestrichen. Meinungen und Personen dürfen nicht mehr auftreten. Es wird blockiert und man möchte Dinge ausradieren. Also, ich sag einfach nur mal das Stichwort "cancelled". Schon wer sich da ein bisschen rein arbeiten möchte, sehr gerne. Es macht einfach deutlich, dass der Weg, wie es früher war, nicht mehr funktioniert. Und für uns als Christen ist das auch signifikant. Ich sage mal, früher konnte man noch die biblischen Werte vertreten und sie standen mit anderen Werten einfach daneben, in Bezug auf Ehe und Familie, in Bezug auf Sexualität, in Bezug auf Normen, die wir vertreten, was richtig und was falsch ist. Zu den Normen und Werten der Welt. Sie standen einfach da. Jetzt in unserer Zeit und immer mehr in dieser neuen Zeit, in die wir uns rein entwickeln, ist, dass der biblische Wert, die biblische Norm unterdrückt wird und als feindlich und aggressiv angesehen wird. Man spricht von "Hate Speech", von Hassreden und somit immer mehr unterdrückt wird. Ja, das ist das, was ich unter der Tenor einer Wertekrise hier versuche darzustellen. Auch hier ermutige ich euch, euch mit diesem wichtigen Punkt, es geht auch um die Werte Gottes und die Werte der Bibel, intensiver damit auseinanderzusetzen. Und es wird vielleicht den einen oder anderen überraschen, aber auch in unserer Kirche haben wir eine Wertekrise, weil da die Gesellschaft in uns, in unserer Gemeinde auch rein wirkt. Und wir hier unterschiedliche Werte haben, die sich an der Bibel weiterhin orientieren möchten und die anderen, die sich am Zeitgeist orientieren.

[32:46] Dann komme ich zu der Klimakrise. Und die Klimakrise ist momentan deswegen so interessant, weil Corona für viele momentan eine Blaupause liefert, wie man mit der Klimakrise umgehen soll. Und viele Politiker haben sich mittlerweile auch schon artikuliert und fordern einen "Nach-Corona-Lockdown" und einen "Klima-Lockdown". Auch hier hatte der Ministerpräsident aus Sachsen, der sich dann deswegen gegen eine Klimaanlage ausspricht, weil das momentan diskutiert wird. Also, manche sagen, manche Politiker sagen, nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown und die Menschen müssen sich daran gewöhnen, auch später in einem Lockdown zu leben, damit sich das Klima erholen kann. Ich erlaube mir hier eine kurze Fußnote, weil ich auch heute immer wieder erlebe, dass man versucht, das Klima mit eigentlich fast ausschließlich mit CO2 in Verbindung zu bringen und man versucht, das Klima so zu retten, indem man einfach den Ausstoß von CO2 reduzieren möchte oder stärker versteuern möchte und dadurch quasi das Klima retten möchte. Die Bibel sagt dabei in Jesaja 24, Vers 4 bis 6, was das eigentliche Problem dieser Welt ist in Bezug auf das Klima. Und zwar sagt die Bibel: "Die Erde ist verdorrt und verwelkt, die Kreise verspätet und verwelkt. Die höchsten des Volkes auf Erden verspätet. Die Erde ist entweiht von ihren Bewohnern, denn sie haben die Gesetze übertreten, das Gebot missachtet und den ewigen Bund gebrochen. Darum frisst die Flut die Erde und verschuldet haben es die Dauerbewohner. Darum nehmen die Bewohner der Erde ab." So, dass weniger Leute übrig bleiben. Also, das Problem ist nicht in erster Linie CO2. Das Problem ist, dass aufgrund der Sünde und der Übertretung des Gesetzes Gottes ein Fluch auf dieser Erde liegt. Und je mehr die Menschen sich vom Gesetz Gottes entfernen, von der Liebe Gottes entfernen, desto schlimmer wird es auf dieser Erde. Klammert. Es war, wie gesagt, eine Fußnote. Mir war es wichtig, ja auch einfach noch darauf einzugehen. Das heißt, wir reagieren jetzt die Menschen, die Politiker, die was zu sagen haben, auf diese Krise oder auf diese drei Krisen, die ich genannt habe. Und zwar reagiert oder wird gerade eben mit dem "Great Reset" reagiert. Vielleicht haben die ein oder andere schon gehört, Klaus Schwab, der Vorstandsvorsitzende des Weltwirtschaftsforums, wo die ganzen Politiker, Manager, Wirtschaftsfachleute sich treffen. Und er hat ein Buch letzten Sommer herausgegeben, wo er auch zeigt, wo es langgeht, was die Politiker glauben, wie es sozusagen besser wird. Und da heißt es: "Viele von uns fragen sich, wann die Dinge wieder normalisiert werden." Die kurze Antwort lautet: Niemals. Nichts wird jemals wieder so sein wie zuvor. Die Normalität, in dem Sinne, wie wir sie kannten, ist zu Bruch gegangen. Und die Corona-Virus-Pandemie stellt einen grundlegenden Wendepunkt auf unserem globalen Kurs dar. Einige Analysten sprechen von einem Scheideweg, andere von einer tiefen Krise biblischen Ausmaßes. Das Ergebnis ist jedoch gleich: Die Welt, wie wir sie in den ersten Monaten des Jahres 2020 kannten, gibt es nicht mehr. Sie hat sich im Kontext der Pandemie aufgelöst." Also, was er sagen möchte, ist: Die Welt, wie du und ich sie vorher kannten, wird es gibt es nicht mehr und wird sie auch nicht mehr geben. Und ich glaube fast, dass auch die oder möchte auch auf die Punkte sozusagen eingehen, die ich auch versucht habe zu erläutern. Wir stehen an einer neuen Epoche. Wir gehen in eine neue Epoche. Und die neue Epoche ist deshalb da, weil es Krisen in der Welt gibt. Und die Corona-Krise beschleunigt diese Krisen. Die Corona-Krise ist nicht die Krise, sondern sie beschleunigt nur momentane Krisen, die schon da sind und macht sie mehr sichtbar. Und einige seiner Thesen, wie auch diese drei, auf die drei Punkte, die ich genannt habe, also das Problem der Wirtschaft, das Problem der Werte und das Problem des Klimas, wie man darauf reagieren möchte, fasste er so zusammen: "Der freie Markt ist viele Probleme verantwortlich, deshalb brauchen wir einen stärkeren Staat als Orientierung." Dient dabei das Vorbild China. Es geht um eine Verschmelzung von Kapitalismus und Sozialismus. Also, ich, vielleicht wissen einige von euch, ich bin im Sozialismus, im Kommunismus aufgewachsen, in der ehemaligen Sowjetunion. Als vertriebener Deutscher sind wir dort aufgewachsen und ich weiß, was Sozialismus ist. Wir sind dann nach Deutschland gezogen und ich weiß, was Kapitalismus ist. Und jetzt beides: Sozialismus hat versagt und ging zu und deshalb kam zu einem Abschluss. Und auch der Kapitalismus hat versagt und wir erleben gerade das Ende des Kapitalismus. Und man spricht deshalb von einer neuen Wirtschaftsordnung, die kommen wird. Es soll eine Verschmelzung von Kapitalismus und Sozialismus werden. Die Provinz China weiter sagte: "Die Pandemie bietet die Chance und eine selten und eng befristete Gelegenheit, um einen großen Baustein zumal zu wagen." Deshalb zur Eindämmung der Corona-Virus-Pandemie soll ein globales Überwachungsnetzwerk geschaffen werden, Stichwort "digitale Kontaktverfolgung". Hier geht es darum, dass der Mensch oder wir momentan einen Werte- eine Wertekrise erleben. Und damit der Mensch sich richtig verhalten kann, braucht man ein besseres Überwachungsnetzwerk. Und dieses digitale Kontaktverfolgung soll später auch noch ausgebaut werden. Darauf geht man auch noch ein. Und hier geht es um positive Punkte und negative Punkte, wenn man sich richtig oder falsch verhält. Aber nicht, das ist jetzt das Mal. Stehen und gehe zudem nächsten Lösungsvorschlag. Und da ist es um die großen Probleme dieser Welt zu lösen: Pandemie, Klimawandel, Terrorismus, internationaler Handel. Brauchen wir eine globale, jetzt also eine globale Regierung. Das dritte Klima, das dritte Problem. Deshalb brauchen wir eine Weltregierung.

[40:03] Papst Franziskus hat in seiner letzten Enzyklika "Fratelli tutti" die Bezug zu der momentanen Krise genommen und zu einer neuen Weltordnung aufgerufen. Also, die Stichworte "neue Weltordnung" und "neue Weltregierung" oder "Global Governance" sind gleich. Und das ist das, worum es eigentlich geht. Wir stehen vor einer neuen Epoche. Und jetzt kommen wir quasi zur Anwendung. Wenn wir jetzt verstehen, dass genauso wie Daniel in einer neuen Realität gelebt hat, in einer, sag ich mal, in einer neuen Epoche, in einer neuen Zeit, weil eine Krise sein Volk getroffen hat, umso wichtiger ist es, dass wir das Buch Daniel gründlich studieren. Denn wir können aus dem Buch Daniel für unsere Zeit unglaublich viel mitnehmen. Also, Daniel durchlebt eine Krise. Und wenn man diese Krise studieren möchte, empfehle ich das Buch Regel zu lesen. Was führte dazu, dass es wahr wird, passiert. Aber auch Daniel konnte am öffentlichen Gottesdienst nicht teilnehmen. Das ist etwas, was momentan einige Geschwister als eine unglaubliche Einschränkung empfinden. Und wir auch in unserer Gemeinde, nein, deshalb eine Krise erleben, die einen, die das befürworten, die anderen, die das ablehnen. Und das entstehen einer Spaltung und Parteien. Und was ist schwieriger geworden? Aber wie geht Daniel damit um? Und das ist wichtig, wie gegangen mit der Krise. Und da kann ja auch nicht mehr an dem Kult, an dem alttestamentlichen Kult teilnehmen und dort in den Tempel gehen und dann gottesdienstlichen Handlungen teilnehmen. Daniel trifft sich privat. Daniel hat einen Kreis aufgebaut und seinen Freunden. Man könnte auch von einem Hauskreis sprechen. Und das ist interessant: Daniel konnte die Krise deshalb meistern, weil er in einem Hauskreis sozusagen Gott anbieten konnte. Und wir sehen, wie er sich mit seinen Freunden auch getroffen hat. Für uns als Gemeinde ist das nur dann eine große Herausforderung und hoffe natürlich, dass Lockerungen kommen. Aber was ist, wenn die nächste Krise oder der nächste Lockdown irgendwann mal uns gefällt? Was machen wir dann? Oder was machen wir? Das würde ja auch heute Morgen kurz angesprochen, wenn es die Organisation der Freikirche nicht mehr gibt, die Vereinigung nicht mehr gibt, in verwandte Division digital, weil die Spannungen in der Welt zunehmen. Was machen wir dann? Hat unsere Gemeinde auf zu existieren? Ich glaube, dass wir, wie gesagt, wieder zu dem zurückkehren sollten, wie die Urgemeinde und vor allem auch Daniel gelebt hat. Sie haben sich zu Hause privat getroffen, sie haben ein Netzwerk aufgebaut und konnten deshalb auch Krisenzeiten besser überstehen.

[43:27] Dann gibt es noch einen Punkt: Daniel nahm sich in seinem Herzen vor. Das ist eine unglaublich wichtige Aussage, denn er wurde damit konfrontiert, dass immer nur eine Speise und Wein vor, also umgebracht worden ist, dass er das konsumieren soll. Und das Wichtige war, dass Daniel nicht erst dann sich in seinem Herzen vorgenommen hat, als er damit konfrontiert wurde, sondern er hatte es vorher schon getan. Das heißt, er wusste, was das Gesetz Gottes sagt. Und deshalb konnte er in dieser Krisensituation richtig reagieren. Er wusste, wann er Ja sagt und er wusste, wann. Wir erleben momentan, dass einige Geschwister glauben und der Überzeugung sind, dass das Maskentragen und die momentane Impfung ein Test ist. Also, sprich, wenn wir denn die Maske tragen oder wenn sich jemand impfen lässt, dass dadurch das Gesetz Gottes übertreten wird. Ich glaube, dass jeder sich mit, wie wir in unserer Stellungnahme geschrieben hat, mit der Impfung gründlich auseinandersetzen sollte. Es ist jeder Mensch ist individuell, hat bestimmte Vorerkrankungen oder aufgrund des Alters heißt gefährdet oder nicht. Aber an keiner Stelle haben wir als Freikirche irgendwann mal gepredigt, dass wenn man einen Mundschutz trägt oder eine Impfung für sich in Anspruch nimmt, dass man dadurch das Gesetz Gottes übertritt. Man kann über die Nebenwirkungen diskutieren, genauso wie man über Nebenwirkungen von anderen Medikamenten diskutieren kann, ob das gut ist oder schlecht. Aber den Vergleich von Daniel 1 und den Maskentragen und der Impfung zu machen, dass hier unreine Speise analog ist zu der Impfung oder zu dem Mundschutz, hat uns, wir als Freikirche, haben wir nicht verkündigt. Und ich möchte uns auch hier ermutigen, sauber zu arbeiten, sich auf das zu beziehen, was wir im großen Kampf in dem Buch "Vom Schatten zum Licht" und auch in unserer prophetischen Botschaft haben. Die Impfung ist nicht das Zeichen des Tieres und das Maskentragen auch nicht. Ich glaube, wir sind uns einig, dass das investiert es etwas anderes ist. Deshalb Daniel nahm sich in seinem Herzen vor, das Gesetz Gottes zu halten. Und um das zu wissen, was das Gesetz Gottes ist, es ist nicht das auch zu studieren. In deiner Lines, das heißt es aber auch. Daniel bat den obersten Kammerer. Er hat mit ihm vernünftig gesprochen. Er hatte ein Anliegen. Hier geht es um das Gesetz Gottes. Er wollte das Gesetz Gottes nicht übertreten. Er hat sich fest vorgenommen. Und so hat er angefangen zu kommunizieren und vernünftig zu reden. Und ich erlebe momentan auch, dass wir Geschwister haben, die uns auffordern, ich sage es mal so, wie die Zeloten, momentan gegen die Regierung vorzugehen, aggressiv zu sein. Wir lieben, was wir machen ist, dass wir momentan oder seit Monaten mit unserer Landesregierung kommunizieren, so wie Daniel das gemacht hat. Er bat den obersten Kammerer und auch wir bitten unsere Landesregierung in diversen Schreiben in Bezug auf bestimmte Lockerungen, dass wir unseren Gottesdienst besser durchführen können. Das ist uns wichtig und deshalb kommunizieren wir mit unserer Landesregierung auf eine vernünftige Art und Weise. Aber momentan wird auch keiner von uns gezwungen, das Gesetz Gottes zu übertreten. Und das ist auch gut so. Wir glauben aber, dass das in Zukunft sich ändern wird, wenn wir auch die Offenbarung studieren.

[48:25] Daniel war aber auch ein Mann des Gebets. Und hier ist ein entscheidender Punkt, auf den ich auch eingehen möchte. Wir haben, ich habe Freunde, die drei, die drei großen Krisen erwähnt: die Jobs-Krise, die Wertekrise und die Klimakrise. Und die Antwort der Politiker, die glauben mit dem "Great Reset", mit dem großen Neustart alles besser zu machen. Ich lass das jetzt einfach mal stehen, ob das dann wirklich besser wird. Ich glaube auch, wir als Christen haben eine Möglichkeit, auf die Krisen dieser Welt zu reagieren. Und schaut mal, wie Daniel auf die Krisen seiner Zeit, die er erlebte, reagiert hat. Er hat angefangen zu beten. Erstens, Buße getan für sich, hat Buße getan als Individuum und für sein Volk. Auch wir sollten in dieser Zeit, in dieser Krisenzeit, sind wir offen, es zu tun. Ich glaube, es ist wichtig, sich zu besinnen und zu merken, in welcher Zeit wir leben und Gott um Vergebung zu bitten für unsere eigenen Fehler, aber auch für die Fehler der Gemeinde, die genauso wie Daniel das Volk Gottes am Herzen lag, sollte auch unsere Gemeinde uns am Herzen liegen. Wir sollten aber auch für die Regierung beten, nicht nur über sie schimpfen, sie schlecht machen, sondern für sie beten. Denn die Regierung befindet sich auch in einem großen Kampf. Und manchmal treffen Menschen dort gute Entscheidungen, und es ist gut für unser Leben. Und manchmal treffen sie schlechte Entscheidungen, und dann ist das schlecht für uns. Erleben. Wir sollten für die Regierenden beten, dass sie gute Entscheidungen treffen und auch jetzt in dieser Zeit das Richtige tun. Und weil ich selber erlebe, wie die Probleme auch in unsere Vereinigung, Gemeinde zu nehmen, ist es mir ein Anliegen, gemeinsam zu beten. Und ich bin froh, dass es auch euch ein Anliegen ist, diese Probleme Gott vorzubringen. Und ich glaube, dass der liebe Gott, wenn es seinem Willen entspricht, die Corona-Krise zu beenden kann. So schnell kann auch andere Krisen so schnell weg. Und wir können das auch im Vorbringen, dass das, was gerade passiert in dieser Welt, dass diese Krise zu einem Abschluss kommt, damit wir den Dienst, die Mission besser durchführen können.

[51:17] Daniel, was können wir von Daniel noch lernen? Daniel studierte und verkündigte biblische Prophezeiungen. Es ist wichtig, die Geschichte zu kennen. Und ich fand das auch wertvoll, was Christopher heute erzählt hat, heute Morgen. Wir könnten alles Mögliche studieren, was das Böse so aus, was plant und so weiter. Und wir könnten viel Zeit damit verbringen und uns nur auf das beschränken. Aber in erster Linie, das, was entscheidend ist, ist das, was Gott gesagt hat. Und das ist das biblische Wort, die biblische Prophetie, die auch das Evangelium darstellt. Wir glauben, dass wir als Adventgemeinde eine besondere Botschaft haben. Und unsere, die Kraft unserer Botschaft liegt in der Prophetie. Deshalb lieben Jesus zum Beispiel hätte zu seiner Zeit sehr viel oder viele andere Themen aufgreifen können. Er hätte zum Beispiel protestieren können und auf Demonstrationen gehen können, um die Sklaverei abzuschalten, oder hätte gegen die Korruption im römischen Reich protestieren können, oder er hätte gegen die Kreuzigungen protestieren können. Das sind alles schlimme Dinge, und ich unterstütze das nicht, versteht mich richtig. Aber was er gemacht hat: Er verkündigte das Evangelium. Und das Evangelium löste das Problem der Korruption, das Problem der Sklaverei und das Problem des zwischenmenschlichen. Das ist erstaunlich. Deshalb wollen wir als Kirche, ich sage bewusst, sollen wir als Freikirche als Gemeinde aufrufen, an Demos, an Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen teilzunehmen? Sollen wir dazu aufrufen? Ich glaube, dass wir, ich glaube, dass wir einen wichtigen Auftrag haben. Wir sollten gegen einen wichtigen oder einen schlimmeren Virus vorgehen, das, dass das Virus der Sünde. Das ist das wirkliche Problem. Und dagegen sollten wir protestieren, wenn ihr versteht, was ich meine. Dagegen sollten wir vorgehen und den Menschen einen Ausweg zeigen im Evangelium. Und das Evangelium, das uns Gott anvertraut hat, beinhaltet die politische Botschaft der drei Engel.

[54:08] Die politische Botschaft der drei Engel, und diese Botschaft ist entscheidend für diese Zeit. Wirklich sehr entscheidend. Aber dann, würde ich auch nicht missverstanden werden. Jeder deutsche Bürger hat das Recht zu demonstrieren. Es ist ein Grundrecht, und von dem er soll das keinem abgesprochen werden. Jeder hat die Möglichkeit als deutscher Bürger sein Recht auf Glaubens-, Meinungs- und Redefreiheit zu nutzen und die Corona-Maßnahmen zu unterstützen oder dagegen zu protestieren. Da steht jedem deutschen Bürger frei zu.

[54:48] Aber als Kirche, und das ist das entscheidende, verhalten wir uns neutral, weil wir sowohl den regierungstreuen als auch den Querdenkern und Demonstranten ein geistliches Zuhause bieten wollen. Jeder ist in unserer Gemeinde willkommen, weil es eben eine viel größere Botschaft gibt, und das ist das Evangelium. Die Türen unserer Gemeinde sind offen für alle Menschen. Und am liebsten, ich freue mich, wenn das Buch vom Schatten zum Licht auf den Querdenker-Demos verteilt wird. Aber ich genauso würde ich mich freuen, wenn nicht jemand anfängt, Politikern und die, die sich engagieren, auch dieses Buch weiterzugeben, oder das Buch "Der Sieg der Liebe", also Jesus von Nazareth, Bücher von allen Menschen weiterzugeben, egal aus welchem politischen Background und Hintergrund sie kommen. Das ist das Entscheidende, nicht welche Meinung sie haben. Als Gemeinde sind wir offen, die Botschaft allen Menschen weiterzugeben.

[56:00] Und jetzt noch ein Punkt: Daniel hatte ein differenziertes Verhältnis zu Belangen. In unserer Gemeinde erlebe ich eine Offenheit zum modernen Babylon und ich benutze jetzt die Sprache zum neutestamentlichen oder zum Babylon aus der Offenbarung. Es gibt Geschwister in unserer Gemeinde, die die andere Kirchen am liebsten zusammenarbeiten verstärken wollen und offen sind für anderes Gedankengut. Und es gibt auch, ich sag mal, andere Ansichten, wo man sehr reserviert ist und überhaupt gar keinen Kontakt zu anderen Christen, anderen Kirchen fliegen möchte. Und auch hier gibt es so ein Spannungsfeld. Es ist interessant, wie Daniel damit umgegangen ist. Und zwar, Babylon im Alten Testament war ein Konstrukt aus, ich sag's mal einfach, aus Kirche und Staat, aus Religion, Staat und Religion.

[57:11] Daniel politisch engagiert. Politisch engagiert zu sein, für das Wohl der Menschen einzusetzen, ist per se nicht verkehrt. Was mich in meinem Leben, auch als junger Mann damals, motiviert hat, war eine Aussage von White aus dem Buch "Intellekt, Charakter und Persönlichkeit", Band 1, auf Seite 379. Und sie schreibt: "Liebe Jugend, was ist der Sinn und Zweck eures Lebens? Strebt hier nach Bildung, damit ihr in der Welt etwas werden könntet. Habt ihr solche Gedanken, die ihr gar nicht laut auszusprechen wagt? Räumt ihr von hohen intellektuellen Leistungen, damit ihr euch vielleicht einmal politisch betätigen und an der Gesetzgebung dieses Landes beteiligen könntet? An solchen Träumen ist nichts Unrechtes. Jeder von euch kann in seinem Leben ein Zeichen setzen. Setzt euch hohe Ziele und scheut keine Mühe, sie zu erreichen." Wie schön wäre es, wenn engagierte Christen, überzeugte, gottesfürchtige Menschen, die Verantwortung in diesem Land und in der Welt übernehmen würden, zum Wohl der Menschen, genauso wie Daniel einsetzen. Dann könnte er so einiges in dieser Welt besser sein.

[58:41] Das ist das eine Verhältnis, das Daniel damals zu Babylon hatte. Aber er hat auch noch ein anderes Verhältnis. Er hat nicht dazu beigetragen, dass die babylonische Religion sozusagen sich durch seine Tätigkeit ausbreiten konnte. Er hat sich nicht dafür geworden, er hat sie nicht geglaubt.

[59:08] Und da so ist es mir auch wichtig, noch mal kurz darauf anzusprechen, weil ich immer wieder auch darauf angesprochen werde: Wie ist unser Verhältnis zur ACK, zur Ökumene? Es gibt gewiss die, die gar keinen Kontakt wollen. Und es gibt Geschwister, die die Mitgliedschaft anstreben. Wie ist, wie verhalten wir oder was haben wir als baden-württembergische Vereinigung für eine Haltung? Ich glaube, dass wir die auch hier die Haltung der Generalkonferenz befürworten und sagen: Wir arbeiten mit anderen Kirchen zusammen, wo es um die Verbreitung der Bibel geht. Wir setzen uns dafür ein, dass die Bibel allen Menschen zugänglich gemacht wird. Oder wir unterstützen auch andere Kirchen und arbeiten mit ihnen zusammen, wenn es um, wenn es um Soziales geht, also sprich, wo wir in Katastrophenfällen helfen können. Da arbeiten wir mit anderen Kirchen zusammen, um das Leid der Menschen zu lindern, um ihnen Essen zu bringen, Nahrung und Wasser und Kleider.

[1:00:20] Aber es gibt einen Unterschied in Bezug auf die Verkündigung und die Lehre. Dort fangen an unsere Grenzen. Und diese Grenzen sind, dass wir sagen, dass wir auch wir ein Verständnis von Ökumene haben. Als es gibt sozusagen die Ökumene, wie die, die sich aus anderen Kirchen zusammensetzt und das Ziel hat, eine Einheit zu werden. Aber auch wir als Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten verstehen uns, ich sag mal, mit Anführungszeichen, als eine ökumenische Bewegung. Auch wir laden alle auf dieser Welt ein, sich uns anzuschließen und das neutestamentliche oder das endzeitliche, das Babylon zu verlassen und sich der Gemeinde der Übrigen anzuschließen. Also das Verständnis der Adventgemeinde ist auch ein ökumenisches. Wir sind eine weltweite Gemeinde und wir laden alle ein, sich unserer Freikirche anzuschließen und unsere Botschaft zu verkündigen. Deshalb sind wir als baden-württembergische Vereinigung nicht Mitglied in der ACK.

[1:01:40] Wir glauben aber, dass es wichtig ist, mit den Menschen, die dort auch bestimmt auch ganz aufrichtig glauben, einen guten Umgang zu pflegen. Wir sind als Zuhörer dabei, wenn wir an diese Tage stattfindet, gehören zu, aber wir haben keine Mitgliedschaft, weder eine Vollmitgliedschaft noch eine Gastmitgliedschaft. Wir sind da ohne Stimmrecht. Und wer gefragt werden, wie wir Dinge sehen, dann artikulieren das und wir stellen unsere Position klar.

[1:02:23] Da, das ist das, was wir so für uns aus dem Leben von Daniel mitgenommen haben. Wir wollen zu allen Menschen ein gutes Verhältnis haben, auch zu anderen Religionen, aber gleichzeitig haben wir auch eine klare politische Botschaft und rufen alle dazu auf, sich der Gemeinde der Übrigen anzuschließen.

[1:02:43] Und der letzte Punkt ist, dass Daniel Gott mehr gehorchen als den Menschen. Wir erleben momentan eine Krise. Das wurde schon oft gesagt und ich habe auch gesagt, dass die Regierung und die dirigieren sich in einer Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse befinden und ihre Entscheidungen haben Auswirkungen auf unser Leben. Ich möchte euch ermutigen, aus der Kirchengeschichte zu lernen. Die meiste Zeit war die Gemeinde Gottes oder hat die Gemeinde Gottes eine schwierige Zeit erlebt. Es waren immer nur kurze Abstände, obwohl die globale Gemeinde Gottes sich frei entfalten konnte. Und deshalb ist es für uns, besonders in der westlichen Welt hier, vielleicht auch in Deutschland, sich das schwierig vorzustellen, dass irgend einmal das, was in Offenbarung 13 steht, Realität werden kann. Und auch so haben wir in Deutschland in den letzten 50 Jahren die Religionsfreiheit gut ausleben können. Es gab keine Probleme, und das freut uns. Aber gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, Krisen, und wir erleben momentan eine neue Krise, die in eine neue Epoche mündet. Können unterschiedliche Dynamiken annehmen. Politik kann sich verändern, Wirtschaft kann sich verändern, und das bringt dann etwas mit sich, was man doch nicht ganz einschätzen kann. Das heißt, wir müssen immer vorbereitet sein und nicht vergessen, dass Religionsfreiheit ein kostbares Gut ist und auch schnell wieder verschwinden kann.

[1:04:44] Aus diesem Grund ist es jetzt schon wichtig zu wissen, dass Menschen und Regierungen Gesetze erlassen und wir natürlich nach Römer 13 als Christen, die diese auch befolgen, solange sie nicht im Gesetz Gottes widersprechen. Das ist das, was wir ihnen Geschichten im Buch Daniel auch sehen. Daniel hat innerhalb eines Systems, einer Regierung gearbeitet und sich auch an die Gesetze gehalten. Aber es gab auch Zeitpunkte, wo diese Gesetze dem Gebot Gottes widersprochen haben, und dann hat er klare Grenzen gezogen. Und umso wichtiger ist es, dass wir das vor Augen halten. Das sind die Punkte, die wir aus dem Leben von Daniel für uns mitnehmen können.

[1:05:51] Was ist aber das Ergebnis? Was ist das? Sagen nein. Mein Abschluss: Das Ergebnis ist, Daniel etwas Besonderes erlebt hat, eine Zusage. Und die möchte ich euch zum Schluss auch vorlesen. Sie findet hier in Daniel und dort, jetzt ist auch der letzte Vers. Das Leben von Daniel ist für uns ein großes Beispiel. Das ist bewusst geschrieben worden. Stellt euch vor, ihr, und wir alle können das, wenn wir uns an diesem Leben orientieren, an den Werten, die Daniel ausgelebt hat, können das dann für uns in Anspruch nehmen, wo es heißt in Daniel 12, Vers 13: "Du aber, Daniel, gehe hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du aufstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage." Mein Wunsch ist, dass Jesus bald kommt. Und ich bin sehr überzeugt, dass wir im letzten Abschnitt dieser Weltgeschichte leben, weil es nach 1844 keine prophetische Zeitangabe mehr gibt. Kann Jesus jederzeit kommen. Und ich wünsche es mir hat, dass er bald kommt. Aber sollten die ja das nicht erleben, weil wir frühzeitig sterben oder weil du zur Ruhe gelegt werden, haben wir diese Verheißung, die Gott Daniel gegeben hat, und die Gott jedem treuen Christen gibt: "Du aber, geh hin, bis das Ende kommt, und ruhe, bis du aufstehst zu deinem Erbteil am Ende der Tage."

[1:07:34] Liebe Geschwister, ja, wir erleben momentan Krisen, aber ich bin zuversichtlich. Gott hat uns vorher gesagt, dass er auch alle diese Krisen lösen wird und wir etwas Unglaubliches erleben werden. Wir werden Gott mit Daniel zusammen von Angesicht zu Angesicht sehen. Und die Frage ist: Möchtest du, möchtest du Gott von Angesicht zu Angesicht sehen?

[1:08:07] März. Gott segne dich. Amen.

[1:08:22] Vielen Dank, lieber Eugen, für diese wunderbare Botschaft, aber auch für die durchaus klaren Worte. Vielen Dank. Und ich würde dich noch einladen, dass du zusammen mit uns beten. Danach wollen wir noch einmal ein Musikstück hören und die Botschaft vielleicht auch noch mal etwas Revue passieren lassen. Aber jetzt erst mal das Gebet und danach Musik erleben. Ich lade euch ein. Lieber Vater im Himmel, es sind besondere Zeiten, in denen wir leben, und ich preise dich und liebe dich für all die Bekehrungen, die in den letzten Wochen und Monaten stattgefunden haben, aufgrund der Corona-Krise, weil Menschen gemerkt haben, dass das Leben fragil ist und dass große Veränderungen anstehen und man wirklich den Wunsch dann auch hat, mit dir das ewige Leben zu füllen, zu erleben. Und ich danke dir dafür, dass du das möglich gemacht hast, dass du auch unser Weg, auch geistlicher Weg, kann ist, dass wir merken, das, was wirklich zählt, ist die Verbindung zu dir, zu unserem einen Gott. Wir sehen aber auch, dass große Veränderungen vor der Tür stehen auf allen Ebenen, und das sind unglaubliche Möglichkeiten, weil Menschen dadurch in Situationen kommen, wo sie merken, dass das Materielle und das, was man sich früher verlassen hat, kein Halt mehr geben kann. Und was ich mir wünsche, lieber Gott, dass eine unglaubliche Erweckung durch diese Welt geht, vor allem wir hier in Westeuropa, die wir durch den Kapitalismus und Materialismus so gefangen sind und so begnügen, dass es uns gut geht, dass wir alles haben, dass wir Gott nicht brauchen. Ich bitte dich, dass du uns hier wächst, dass du noch mehr Möglichkeiten schenkst, Menschen zu erreichen, und dass unsere Gemeinde voll werden, weil beim Menschen eine Sehnsucht haben nach Wahrheit, nach Hoffnung, nach Sicherheit, und das war nach Erlösung. Und das, was sie suchen, Herr, das können wir nur bei dir finden. Ich bitte dich auch für jeden, der heute hier ist, dass wir uns wirklich in Zeiten der Krise, bewusst leben von Daniel kommentieren, dass wir nicht diversen Meinungen hinterherlaufen und das, was Menschen meinen und glauben, sondern dass wir uns darauf verlassen, was du in deinem Wort offenbart hast, denn die Geschichte wird so ablaufen, wie sie im Buche steht und dem Buch Offenbarung. Und dass das entscheidend ist, dass wir das nicht vergessen. Ich klar, ich danke dafür, dass du uns heute diese Zeit jetzt, und bitte dich um deinen besonderen Segen für alle, die teilnehmen und die noch teilnehmen werden, dass es gesegnet ist, dass sie diesem Wochenende rausgehen und anderen Menschen von deiner baldigen Ankunft erzählt haben. Dank Herr Jesus in deinem Namen. Amen.


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