In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 4:9-5:19. Er spricht über Davids gerechte Reaktion auf die Mörder Isch-Boschets, seine Salbung zum König über ganz Israel und die strategische Eroberung Jerusalems (Zion). Die Episode betont Davids Vertrauen auf Gott bei der Etablierung seines Reiches und zieht Parallelen zu Gottes Plan für die Menschheit.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Samuel 4:9-5:19
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 346. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen dürfen in unseren Sorgen, mit allen Nöten und mit allem, was wir erleben in der Welt. Es geschieht so viel Böses, so viel Sünde es gibt, und wir dürfen unseren Blick wegwenden davon und auf dich hinrichten. Und wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist in deinem Wort zu uns sprichst. Und danken wir dafür im Namen Jesu, der Fürbitte eintritt. Amen.
[1:05] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 4. Isch-Boschet, der Sohn Sauls, ist ermordet worden, und die Mörder kommen zu David, um, wie sie meinen, diese Freudenbotschaft zu übermitteln.
[1:22] Wir lesen in Vers 9: „Aber David antwortete Rigab und seinem Bruder Baana, den Söhnen des Beerothiters, und sprach zu ihnen: So wahr der Herr lebt, der meine Seele aus aller Not erlöst hat.“
[1:39] David konnte aus eigener persönlicher Erfahrung sagen, dass er, obwohl er in vielen Nöten gewesen ist – und wir haben in den vergangenen Kapiteln gesehen, dass das zum Teil existenzielle Nöten gewesen sind, dass sein Leben oft kurz vor dem Abgrund stand –, dass Gott ihn immer und immer wieder gerettet hat. Möge Gott dir und mir diese Erfahrung schenken, täglich, dass wir auch sagen können, dass Gott uns aus aller Not, wie groß sie auch gewesen sein mag, welche Art sie auch gewesen sein mag, erlöst hat.
[2:14] „Den, der mir die Nachricht brachte und sprach: Siehe, Saul ist tot! Und dabei meinte, ein guter Bote zu sein, den habe ich ergriffen und in Ziklag getötet, um ihm den Botenlohn zu geben. Wie viel mehr, da diese gottlosen Leute einen gerechten Mann in seinem Haus auf seinem Lager ermordet haben! Und nun sollte ich nicht sein Blut von euren Händen fordern und euch aus dem Land ausrotten?“
[2:36] David gebot seinen jungen Männern, die brachten sie um und schlugen ihnen Hände und Füße ab und hängten sie auf am Teich in Hebron. Aber das Haupt Isch-Boschets nahmen sie und begruben es in Abners Grab in Hebron.
[2:51] Ja, Isch-Boschet war der Feind von David, und ja, David hatte Krieg geführt gegen Isch-Boschet und seine Armeen. Aber er war nicht damit einverstanden, gottlose Methoden zur Erreichung seines Ziels zu dulden. Der Zweck heiligt nicht die Mittel. Und auch wenn wir auf der richtigen Seite kämpfen, in Anführungsstrichen, dürfen wir nicht Dinge tun, die gegen das Gesetz Gottes stehen.
[3:19] Und alle Stämme Israels kamen zu David nach Hebron und sprachen: „Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.“ Ein Ausdruck, der zurückgeht auf 1. Mose, auf die Schöpfungsgeschichte, um deutlich zu machen: Wir gehören zusammen.
[3:33] „Schon früher, als Saul noch König über uns war, warst du es, der Israel aus- und einführte. Und der Herr hat zu mir gesagt: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fürst sein über Israel.“
[3:45] Die Israeliten hatten gemerkt, dass Gottes Wort mit ihrer eigenen Erfahrung hier übereinstimmt. Es war tatsächlich David gewesen, der, obwohl er noch kein Amt hatte, schon eigentlich die Funktionen eines Königs ausgeübt hatte, ohne dieses Amt für sich selbst zu beanspruchen und ohne den eigentlichen Amtsträger dabei madig zu machen und ihn zu bekämpfen.
[4:10] Diejenigen sind am ehesten für ein Amt geeignet, die das tun, was für das Amt nötig ist, auch wenn sie gar nicht das Amt selbst bekleiden und auch nicht diejenigen kritisieren, die das Amt vielleicht unzureichend ausüben. Ich denke, an der Stelle müssen wir alle lernen und uns überlegen, wie wir auch mit Amtsträgern umgehen und wie wir selbst uns einbringen in Gottes Gemeinde.
[4:36] Und alle Ältesten Israels kamen zu dem König nach Hebron, und der König David machte mit ihnen einen Bund in Hebron vor dem Herrn. Und sie salbten David zum König über Israel.
[4:48] Er war schon gesalbt worden von Samuel. Wir sehen hier, dass so eine Salbung nicht notwendigerweise eine einmalige Sache ist, sondern zur Bestätigung und Verstärkung auch wiederholt werden kann.
[4:57] David war 30 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 40 Jahre lang. In Hebron regierte er über sieben Jahre und sechs Monate, aber in Jerusalem regierte er über ganz Israel und Juda 33 Jahre.
[5:11] Und der König zog mit seinen Männern nach Jerusalem, gegen die Jebusiter, die im Land wohnten. Die sprachen zu David und sagten: „Du wirst hier nicht hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich vertreiben.“ Denn sie dachten: „David kann nicht hier hereinkommen.“
[5:24] Seit Jahrhunderten hatten das die Jebusiter geschafft, so eine kleine Insel, eine kanaanitische Insel, inmitten des Kernlandes von Juda und Israel zu halten. Es war so ein einziger Fleck auf der Landkarte, der nicht unter der Herrschaft Israels stand. Und ausgerechnet den erwählt sich David jetzt als neue Hauptstadt. Er will diese Stadt erobern und dann als neues Zentrum seines Reiches haben, weil es dann das Nord und Süd, Nord und Süd Israels zusammenbinden kann.
[5:53] Ein wenig erinnert mich das daran, dass unser Herr, der Sohn Davids, Jesus Christus, sich ausgerechnet diesen einen Planeten, der inmitten des Universums der einzige ist, der rebelliert hat, der schwarze Fleck auf der Landkarte sozusagen, diesen Planeten auserwählt hat, ihn durch seine Liebe zurückzuerobern und dann zum Hauptsitz seines Königreiches für immer und ewig zu machen. Wir wissen, Offenbarung 21 und 22.
[6:21] Aber David nahm die Burg Zion ein. Es ist die Stadt Davids. Hier sehen wir zum ersten Mal den Begriff Zion. Und das ist eine Burg gewesen eigentlich, die dann später ganz bedeutsam wurde. Der Begriff wurde bedeutsam, weil der Hügel, der sich daran anschloss, auch Richtung Norden, wo dann später der Tempel stand und dann die ganze Stadt Israels, diesen Begriff benannt worden sind.
[6:43] Und David sprach an jenem Tag: „Wer die Jebusiter schlägt und die Wasserleitung erreicht, und die Lahmen und Blinden, denen die Seele Davids feind ist, dem wird eine Belohnung zuteil.“ Daher sagt man: „Es darf kein Blinder oder Lahmer ins Haus kommen.“
[6:55] Und David wohnte in der Burg und nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsum vom Millo einwärts. Und David wurde immer mächtiger, und der Herr, der Gott Zebaoth, war mit ihm.
[7:06] Und Hiram, der König von Tyros, sandte Boten zu David und Zedernstämme und Zimmerleute und Maurer, und sie bauten David ein Haus, also einen Palast.
[7:15] David erkannte, dass der Herr ihn zum König über Israel bestätigt, sein Königreich zu Ansehen gebracht hatte, um seines Volkes Israel willen. Nie zuvor war ein Führer, ein Herrscher in Israel, auch international, so berühmt gewesen wie David.
[7:32] Und David nahm sich noch mehr Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war, und es wurden ihm noch mehr Söhne und Töchter geboren. Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua, Schobab, Nathan, Salomo, Jibhar, Elischua, Nefeg, Jafia, Elischama, Eljada und Elifelet.
[7:53] Der weitere Verlauf der Kapitel zeigt, dass das hier schon eine zusammenfassende Aussage ist, wo schon vorausgegriffen wird auf die zukünftigen Jahre und Kapitel.
[8:01] Also die Philister hörten, dass man David zum König über Israel gesalbt hatte. Da zogen sie alle herauf, um David herauszufordern. Als David dies erfuhr, zog er zum Bergfeste hinab. Die Philister aber waren gekommen und breiteten sich aus im Tal Refaïm.
[8:17] Und David befragte den Herrn und sprach: „Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? Und willst du sie in meine Hand geben?“ Und er sprach zu David: „Zieh hinauf, denn ich werde die Philister gewiss in deine Hand geben.“
[8:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte lehre uns jeden einzelnen Tag, dass wir unsere Pläne dir vorlegen, so wie David gerade, wie wir gerade gelesen haben, seinen Plan dir vorgelegt hat und eine Antwort abgewartet hat. Du weißt, wie schwer es uns fällt, eine Antwort abzuwarten, wie ungeduldig wir sind, weil wir unsere eigenen Pläne so unbedingt durchdrücken möchten. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir auf deine Weisung vertrauen und hören. Und danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du uns immer richtig führst und dass du deinen Bund mit uns bestätigst. Danken wir im Namen Jesu. Amen.
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