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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 5:20-6:17. Er spricht über Davids Siege, die Notwendigkeit, Gottes spezifische Führung zu suchen, und die Bedeutung, Gottes Anweisungen beim Umgang mit der Bundeslade genau zu befolgen. Die Botschaft betont die Balance zwischen ehrfürchtigem Gehorsam und der ausgelassenen Freude über Gottes Segen, im Kontrast zu Michals Missbilligung von Davids Hingabe.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute ist Seite 347. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, ich möchte danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass du uns aus jeder Not erlösen möchtest. Und wenn wir zurückschauen auf unser Leben, erleben wir so oft, dass du tatsächlich genau diese Verheißung wahr gemacht hast. Und wir danken dir für jede einzelne von diesen Erfahrungen und möchten dich bitten, dass du uns heute Vertrauen schenkst in deine Führung und in deine Kraft, uns aus aller Schwierigkeit herauszuretten. Sprich du heute durch dein Wort zu uns und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu.

[1:18] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 5. David wird von den Philistern in einen erneuten Krieg hineingezogen und er hat Gott darum gebeten, ihm zu zeigen, ob er in den Krieg ziehen soll. Und Gott hat das bejaht. In Vers 20 lesen wir: "Und David kam nach Baal-Perazim und David schlug sie dort und sprach: Der Herr hat meine Feinde von mir zerrissen, wie das Wasser einen Damm zerreißt. Daher nannte man jenen Ort Baal-Perazim."

[1:47] Damals war es die Angewohnheit, Orte nach bestimmten Erfahrungen, die man mit Gott gemacht hat, zu benennen. Wir sehen es immer wieder auch in der Bibel, wie es halt auch schon bei Jakob war, der geflohen ist und dann den Ort Bethel genannt hat, an dem er sein Haupt niedergelegt hat auf den Stein. Es wäre gut für uns, wenn wir uns auch an bestimmte Momente besonders erinnern, uns vielleicht auch Erinnerungshilfen geben, an denen Gott uns besonders geholfen hat, uns gestärkt hat, so dass, wenn wir dann vielleicht auch wieder Orte besuchen, uns an bestimmte Dinge erinnern, wir uns daran erinnern und vergewissern, dass Gott auf unserer Seite kämpfen möchte.

[2:28] "Und sie ließen ihre Götzen dort. David aber und seine Männer nahmen sie weg. Aber die Philister zogen nochmals darauf und breiteten sich aus im Tal Refaim. Und David befragte den Herrn, und er sprach: Zieh jetzt hier nicht hinauf, sondern umgehe sie und falle ihnen in den Rücken, dass du von den Balsambäumen herankommst. Und wenn du in den Wipfeln der Bäume das Geräusch eines Heranziehens hören wirst, dann beeile dich, denn dann ist der Herr vor dir hergezogen, um das Heer der Philister zu schlagen."

[2:56] David hätte denken können: Es ist dieselbe Situation, wir machen es einfach genauso wie das letzte Mal. Manchmal ist die Gefahr, dass wir einfach, ohne Gott erneut zu fragen, denken: Wir kennen schon die Situation, wir haben Erfahrung, wir machen das genauso, wie Gott es damals gesagt hat, und dann wird sich jetzt hier nichts ändern. Aber Gott hat Tausende von Dingen, von denen wir nichts wissen. Und nur weil die Situation äußerlich als dieselbe scheint, heißt das nicht, dass Gott vielleicht nicht noch einen spezifischeren, anderen Plan hat, den wir erst erneut erfragen müssen. Wir dürfen nicht einfach auf Autopilot schalten in unserer Beziehung zu Gott, sondern müssen in jeder einzelnen Situation erneut alles, was wir sind und haben, Gott vorlegen.

[3:34] Es kann sein, dass er uns manchmal überraschende Wege führt, mit denen wir so nicht gerechnet haben. Und David macht es so, wie es der Herr ihm geboten hatte, und er schlug die Philister von Geba an, bis man nach Geser kommt. Und David versammelte nochmals alle auserwählten Männer in Israel, 30.000. Und David machte sich auf mit dem ganzen Volk, das bei ihm war, von Baala in Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzuholen, bei welcher der Name angerufen wird, der Name des Herrn, der Herrscher, der auf den Kerubim thront.

[4:06] Hier sieht man die ganz enge Verbindung zwischen der Bundeslade, dem Gesetz Gottes, und dem Namen des Herrn. Der Name des Herrn wird hier sehr deutlich in Szene gesetzt in 2. Samuel 6, Vers 2. Das hilft uns an vielen anderen Stellen, wo entweder von dem Gesetz Gottes oder von dem Namen des Herrn die Rede ist, dass im Grunde genommen dasselbe, dieselbe Idee gemeint ist, dass nämlich der Name des Herrn, sein Charakter, sein Wesen und seine Persönlichkeit durch das Gesetz illustriert werden. Und wenn wir den Namen Gottes tragen haben, wie das in Offenbarung 14, Vers 1 beschrieben wird, dann geht es darum, dass wir Gottes Gesetz, das Gesetz seiner Liebe, in unser Herz geschrieben bekommen, durch den Heiligen Geist, Hesekiel 36, 26 und 27 unter anderem und auch 2. Korinther 3 zum Beispiel, Vers 3.

[4:57] Und sie setzten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen und holten sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Hügel war. Usah aber und Achjo, die Söhne Abinadabs, lenkten den neuen Wagen. Lange Zeit war die Bundeslade dort gewesen, hatte dort ausgeharrt, aber David wollte ihr nun einen Platz geben in der neuen Königsstadt. Und sie führten sie aus dem Haus Abinadabs weg, das auf dem Hügel war, und begleiteten die Lade Gottes. Achjo aber ging vor der Lade her. Lange hatte die Lade dort bei Abinadab ausgeharrt, nachdem sie ja von den Philistern wieder zurückgebracht worden war, nachdem die Philister ja zur Zeit von Eli, als Samuel noch jung war, die Lade geraubt hatten.

[5:46] Und David und das ganze Haus Israel spielten vor dem Herrn mit allerlei Instrumenten aus Zypressenholz, mit Zithern und mit Harfen, mit Tamburin und mit Schellen und mit Zimbeln. Und als sie zu Nachon kamen, griff Usah nach der Lade Gottes und hielt sie fest, denn die Rinder strauchelten.

[6:02] Zunächst einmal sollte die Bundeslade überhaupt gar nicht von Rindern gezogen auf einem Wagen transportiert werden. Gott hatte in den Büchern Mose explizite Anweisungen gegeben, wer die Bundeslade tragen sollte, nämlich die Kehatiter aus dem Stamme Levi, und wie sie getragen werden sollten, nämlich auf diesen Tragestangen. Usah war ein Sohn Abinadabs, der die jahrzehntelange Erfahrung mit der Bundeslade hatte. Und trotzdem wurde die Bundeslade hier mehr so behandelt wie von Philistern. Die hatten sie auch mit einem Wagen gebracht. Man hatte sich wahrscheinlich ein wenig einfach an den Philistern orientiert und nicht an dem, wie Gott in seinem Wort darüber spricht.

[6:52] Wir sollten uns niemals in Fragen des Gottesdienstes und überhaupt in allen Fragen, die mit Gott zu tun haben, an dem orientieren, was andere tun, sondern an dem, was Gottes Wort sagt. Dann brannte der Zorn des Herrn gegen Usah, und Gott schlug ihn dort wegen des Vergehens, so starb er dort bei der Lade Gottes. Als die Bundeslade von den Philistern zurückgekommen war, hatten wir gesehen, dass dort viele Israeliten gestorben sind, weil sie gegen Gottes ausdrückliches Gebot in die Lade hineingeschaut haben. Usah muss diese Geschichte gekannt haben. Er musste gewusst haben, dass das nicht geht, und trotzdem hat er sich hier offensichtlich darüber hinweggesetzt, war wohl der Meinung, dass er selbst notwendig sei, dass Gott nicht für seine Lade sorgen könne.

[7:34] Aber David entbrannte darüber, dass der Herr einen solchen Riss gemacht hatte. Darum nennt man diesen Ort Perez-Usah bis zu diesem Tag. Es ist eine interessante Parallele: Dieses Wort 'Perez' ist natürlich dasselbe Wort wie in Baal-Perazim in Kapitel 5 am Ende. Hat Gott die Feinde zerrissen. Und David erinnert sich mit dem Namen des Ortes daran. Und hier wird also deutlich durch diese Handlung, dass eigentlich Usah, der zwar formal dabei beteiligt war, die Bundeslade nach dem Gebot zu bringen, wie ein Feind Gottes gehandelt hat. Und David ist erschreckt, weil er plötzlich merkt, wie ernst Gott mit Sünde und Gesetzesübertretung ist.

[8:20] David fürchtete sich vor dem Herrn an jenem Tag und sprach: "Wie soll die Lade des Herrn zu mir kommen?" Deswegen wollte David die Lade des Herrn nicht zu sich in die Stadt Davids hinaufbringen, sondern er ließ sie beiseite führen in das Haus Obed-Edoms, des Gatiters. Und die Lade des Herrn verblieb drei Monate lang im Haus Obed-Edoms, des Gatiters. Und der Herr segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.

[8:44] Gottes Gegenwart muss uns nicht Angst machen. David hatte ein bisschen ähnliche Gefühle wie die Israeliten am Sinai. Die Bundeslade, die Gegenwart Gottes, macht ihm Angst. Und das ist völlig grundlos. Gottes Gegenwart ist schön und Gottes Gegenwart segnet.

[9:00] Als nun dem König David berichtet wurde: "Der Herr hat das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte, gesegnet um der Lade Gottes willen." Da ging David hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms herauf in die Stadt Davids. Und es geschah, wenn die Träger der Lade des Herrn sechs Schritte gegangen waren, opferte man einen Ochsen oder ein fettes Schaf. David aber tanzte mit aller Macht vor dem Herrn her, und David war mit einem leinenen Efod gegürtet dabei.

[9:32] Es kann sich nicht um einen Tanz handeln, wie er heute in einer Disco stattfindet, weil alle sechs Schritte ein Tier geopfert wurde. Vermutlich bedeutet dieses Wort 'tanzen' ein ganz außergewöhnliches Hüpfen und ein Jubeln, das sich ganz körperlich zeigt, so wie man das auch mal selbst erlebt, wenn man ganz außer sich ist vor Freude und auf und ab springt und sich dazu bewegt. So führten David und das ganze Haus Israel die Lade des Herrn mit Jubelgeschrei und mit dem Schall des Schofarhorns herauf. Als die Lade des Herrn gerade in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den König David hüpfen und tanzen vor dem Herrn, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.

[10:13] Wir sollten echte Freude an Gott und echtes Begeistertsein über Gott und sein Wirken niemals verachten und nicht als Fanatismus abtun. Und es gibt Fanatismus, schlimmen Fanatismus, aber wer von Herzen sich freut, dass Gott ihn erlöst hat, der von Herzen sich freuen über den Segen Gottes, der sollte nicht verachtet werden. Und sie brachten die Lade des Herrn hinein und stellten sie an ihren Ort in das Zelt, das David für sie aufgeschlagen hatte, und David opferte Brandopfer und Friedensopfer vor dem Herrn.

[10:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, diese Geschichte ist sehr beeindruckend auf mehreren Ebenen, denn sie zeigt uns, wie deutlich du uns vor Sünde warnst und wie sehr du dir wünschst, dass wir wirklich deinem Wort folgen. Und Herr, wir dürfen uns freuen in deiner Gegenwart, und zwar wirklich freuen wie ein Kind sich freut für seinen Vater. Aber wir sollen wirklich von ganzem Herzen uns dir übergeben und nicht denken, dass wir uns über dich und dein Wort hinwegsetzen können. Wir bitten um Hilfe, dass wir das in unserem Leben jeden Tag erleben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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