Dieses Video beleuchtet die tragische Geschichte von Amnon, Tamar und Absalom aus 2. Samuel 13. Es zeigt, wie Amnons Sünde, Davids Untätigkeit und Absaloms Rache eine Kette von Katastrophen in der Königsfamilie auslösen. Christopher Kramp analysiert die zerstörerische Natur egoistischer Liebe und die weitreichenden Folgen von Sünde, die sich in Familien und Gemeinschaften ausbreiten kann. Eine eindringliche Warnung vor den Konsequenzen menschlichen Versagens und der Bedeutung göttlicher Furcht.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Samuel 13:12-13:35
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Samuel, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit 2. Samuel 13, Verse 12 bis 35. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir dein Wort haben, das uns zeigt, wie Ursache und Wirkung in unserem Leben, in unseren Familien, in der Gemeinde wirkt. Danke, dass du uns offenbart, wie sehr sich die Sünde breit macht, wenn wir ihr erst einmal Raum gelassen haben. Ich möchte dich bitten, dass du heute durch die Geschichte, die gelesen werden, durch dein Wort, uns zu Herzen nimmst und uns warnst und uns die Kraft schenkst, Sünde zu überwinden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:19] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 13. Amnon hat sich in seine Halbschwester Tamar verliebt und auf das Geheiß seines Freundes Jonadab sie zu sich bringen lassen. Und sie ist jetzt alleine mit ihm und hat ihm Kuchen bereitet. Und jetzt hat er vorgeschlagen, dass sie sich zu ihm legen soll. Wir lesen in Vers 12: "Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder, schände mich nicht! Denn so etwas tut man nicht in Israel. Begehe nicht eine solche Schandtat! Und ich, wo sollte ich mit meiner Schande hin? Und du würdest sein wie einer der Schändlichen in Israel. Nun aber rede doch mit dem König, denn er wird mich dir nicht versagen."
[2:08] Eine ganz bemerkenswerte Rede dieser Tamar. Sie macht deutlich, dass er dabei ist, etwas zu tun aus scheinbarer Liebe zu ihr, was in Wirklichkeit ihr nur schadet und auch ihm selbst. Wenn er sie wirklich lieben würde, würde er nicht so etwas vorschlagen und durchsetzen wollen. Sie ist sogar bereit, ihn zu heiraten, ganz, ganz bemerkenswert. Aber es heißt weiter: "Aber er wollte nicht auf ihre Stimme hören, sondern überwältigte sie und lag bei ihr."
[2:37] Es war keine echte, wirkliche Liebe, wie sie Gott uns schenken möchte, die ihn bewegt hat, sondern einfach nur sein Trieb und eine gesteigerte emotionale Liebe, die ihn hier zu dieser Schandtat trieb. Danach aber hasste Amnon sie mit überaus großem Hass, sodass der Hass, mit dem er sie verabscheute, größer wurde als die Liebe, mit der er sie verliebt war. Und Amnon sprach zu ihr: "Mach dich auf und davon!"
[3:03] Hier sehen wir, was egoistische Liebe eigentlich wirklich ist. Sie hat überhaupt nicht das Wohl des anderen im Sinn und schlägt dann in das genaue Gegenteil um. Es war nur die Befriedigung seines eigenen Wunsches, und das hat zu einer schweren Schande für seine Schwester geführt, zu einer schweren Schande seiner Schwester geführt.
[3:25] Sie aber sprach zu ihm: "Nicht doch! Dies ist Unrecht! Mich wegzutreiben ist ein größeres Unrecht als das andere, welches du mir angetan hast." Aber er wollte nicht auf sie hören. Diese Formulierungen wiederholen sich hier, sowohl ihr "nicht doch" als auch sein "er wollte nicht auf sie hören". Und er rief seinen Burschen, der ihn bediente, und sprach: "Treib doch diese von mir heraus und schließe die Tür hinter ihr zu!"
[3:47] Sie trug ein langes, buntes Kleid, das die Königstöchter, die Jungfrauen, als Obergewand trugen. Und sein Diener trieb sie hinaus und schloss die Türe hinter ihr zu. Da warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerriss das lange, bunte Kleid, das sie trug. Und sie legte die Hand auf ihr Haupt und lief schreiend davon. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: "Ist Amnon bei dir gewesen? Nun dann, meine Schwester, schweig! Es ist dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht zu Herzen." Tamar aber blieb verödet im Haus ihres Bruders Absalom.
[4:26] Tamar war verödet, verwüstet. Es war nicht nur eine körperliche Schande, es war eine emotionale Tragödie für sie. Und die Bibel beschreibt hier sehr deutlich und sehr klar das Leid einer Frau, der so etwas angetan worden ist, um deutlich zu machen, wie schrecklich diese Sünde der Vergewaltigung ist. Um auch den Männern deutlich zu machen, welche Gefahr sie sich und ihren Antrieben geben, wenn sie unreinen Gedanken immer mehr Lauf lassen, wenn sie sich so vergessen, wie sich Amnon hier vergessen hat.
[4:59] Und als der König David all das hörte, wurde er sehr zornig. Bemerkenswert ist aber auch, dass er, wie wir jetzt noch sehen werden, Amnon noch nicht bestraft. Zu offensichtlich war es wohl, dass er selbst sich erinnert gefühlt hat an sein eigenes Vergehen. Wenn wir sündigen, und selbst wenn wir dann Vergebung bekommen, fühlen wir uns oft nicht in der Position, andere wegen genau dieser Sünde zu tadeln und sie zur Rechenschaft zu ziehen, wenn es eigentlich unsere Pflicht wäre. Und so gelingt es dem Satan oft, dass die Sünde sich verbreitet, weil wir aufgrund der eigenen Sünde dann das Gefühl haben, wir sind nicht mehr berechtigt, gegen diese Sünde deutlich vorzugehen.
[5:47] Absalom aber redete nicht mit Amnon, weder Böses noch Gutes. Denn Absalom hasste den Amnon, weil er seine Schwester Tamar geschwächt hatte. Er hat offensichtlich gewartet auf die sich bietende günstige Gelegenheit. Und es geschah nach zwei Jahren, da hielt Absalom Schaafschur in Baal-Hazor, das ist bei Ephraim. Und Absalom lud alle Söhne des Königs ein. Und Absalom kam zum König und sprach: "Siehe doch, dein Knecht hält Schaafschur. Der König und seine Knechte mögen doch mit deinem Knecht hingehen." Der König aber sprach zu Absalom: "Nicht doch, mein Herr, dass wir jetzt nicht alle gehen, dass wir dir nicht zur Last fallen."
[6:23] Und auch als er ihn sehr drang, wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn zum Abschied. Da sprach Absalom: "Wenn nicht, so lass doch meinen Bruder Amnon mit uns gehen." Da sprach der König zu ihm: "Warum soll er mit dir gehen?" Wieder ist der König der Ahnunglose und weiß nicht, was seine Söhne, in dem Fall der Absalom, im Schilde führen. Absalom aber drang in ihn, da ließ er Amnon und alle Söhne des Königs mit ihm gehen. Und Absalom gebot seinen Burschen und sprach: "Gebt acht! Wenn Amnon vom Wein fröhlich ist und ich sage: 'Schlagt Amnon und tötet ihn!'"
[6:58] "So fürchtet euch nicht, denn ich habe es euch befohlen. Seid stark und seid tapfer, Männer!" Und die Burschen Absaloms verfuhren mit Amnon, wie Absalom befohlen hatte. Da standen alle Söhne des Königs auf, und jeder bestieg sein Maultier, und sie flohen. Was für eine Tragödie! Diese Sünde von David und eine offensichtliche Schwäche, seine Söhne wirklich zur Furcht Gottes zu erziehen, führt jetzt von einer Katastrophe, von einer Sünde zur nächsten.
[7:32] Wir haben solche Familientragödien schon früher gesehen, zum Beispiel auch in der Geschichte von Jakob. Und die Bibel zeigt uns das, um deutlich zu machen, dass eine Sünde selten alleine kommt, sondern dass sie die nächste nach sich zieht. Und deswegen Gott die Sünde auch so sehr hasst. Und es geschah, als sie noch auf dem Weg waren, da kam das Gerücht zu David, das besagte: "Absalom hat alle Söhne des Königs erschlagen, so dass nicht einer von ihnen übrig geblieben ist."
[7:59] Da stand der König auf und zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde. Und alle seine Knechte standen um ihn her mit zerrissenen Kleidern. Das ist übrigens auch ein interessanter Vers, der deutlich macht, wie sehr wir Menschen auch zu Übertreibungen neigen, wie sehr schlimme Dinge noch gesteigert werden.
[8:16] Durch ja, durch Gerüchte und durch das Aufbauschen von Nachrichten. Wir leben in einer Welt, in der wir das überall sehen, dass Dinge, die schieflaufen, noch weitaus aufgebauscht werden und noch viel größeres Leid verursachen, als das, was ohnehin schon vielleicht schlimm genug wäre. Da ergriff Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, das Wort und sprach: "Mein Herr, denke nicht, dass alle jungen Männer, die Söhne des Königs, tot seien, sondern allein Amnon ist tot. Denn nach dem Reden Absaloms stand dieses fest seit dem Tag, als jener seine Schwester Tamar geschwächt hatte." Jonadab hat es sofort verstanden. Möchte trotzdem nicht in seiner Haut stecken müssen nach diesem Fall, nach dieser Geschichte hier mit dem, was er jetzt auch durch seine Art zu verantworten hat.
[9:02] "So möge nun mein Herr, der König, die Sache nicht zu Herzen nehmen, dass er sage: 'Alle Söhne des Königs sind tot', sondern allein Amnon ist tot."
[9:10] Absalom aber floh. Und der junge Mann der Wache hier jedoch hob seine Augen, sah sich um und siehe, da kam viel Volk auf dem Weg hinter ihm an der Seite des Berges. Der sprach zu Jonadab zum König: "Siehe, die Söhne des Königs kommen, wie dein Knecht gesagt hat, so ist es geschehen." Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, du allein weißt, du allein siehst, wie eine Sünde die nächste nach sich zieht und wie Familien, Gemeinden, Freundeskreise zerstört werden durch Gesetzlosigkeit. Und Herr, ich möchte dich bitten von ganzem Herzen, dass wir lernen, dass wenn wir Sünde begehen, das immer negative Konsequenzen nicht nur für uns selbst hat, sondern auch für andere Menschen. Und dass uns diese Geschichten als Warnung dienen, dass wir unsere Familien nicht ruinieren, sondern dass wir sie in der Furcht Gottes zu dir führen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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