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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 15:8-30, wo Absalom seine Rebellion gegen König David mit scheinbarer Frömmigkeit tarnt. Er zeigt auf, wie wahre Loyalität in Krisenzeiten sichtbar wird und David unter Tränen den Ölberg besteigt. Kramp zieht eine tiefgründige Parallele zu Gottes Leid über Rebellion und Jesu Weinen auf demselben Ölberg, um die Kostbarkeit der Erlösung zu verdeutlichen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 358. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für all das Gute, was du uns täglich schenkst, und dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprechen möchtest. Danke auch, dass Menschen in unserem Leben durch deinen Geist bewegt uns Gutes getan haben, für uns eingetreten sind. Und ich möchte dich bitten, dass du uns ein Herz der Dankbarkeit schenkst, dass wir nicht unsere eigene Agenda auf Kosten anderer vorantreiben, sondern dass wir dankbar sind für alles, was du und auch andere Menschen für uns getan haben. Ich möchte dich bitten, dass du uns eine solche Dankbarkeit in unser Herz gibst und dass wir jetzt auch durch dein Wort verstehen können, wie du bist, und dass dein Heiliger Geist unsere Herzen erfüllt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:25] Wir sind in 2. Samuel Kapitel 15. Absalom beginnt, die Männer Israels auf seine Seite zu ziehen und in einer Sympathiekampagne sich als den besseren König darzustellen und diesen Gedanken in das Denken der Menschen hineinzubringen, dass es besser wäre, Absalom als König zu haben. Er kündigt jetzt seinem Vater David an, ein Gelübde ausführen zu wollen. In Vers 8 lesen wir: "Dein Knecht hat nämlich ein Gelübde getan, als ich in Geshur wohnte, das lautete so: Wenn mich der HERR wirklich wieder nach Jerusalem zurückbringt, so will ich dem HERRN dienen." Der König sprach zu ihm: "Hin in Frieden!" Da machte er sich auf und ging nach Hebron.

[2:14] Es ist interessant, wenn ich darüber nachdenke, dass der Absalom seine Rebellion, seinen Totalangriff auf das Königreich Davids, kleidete in das Gewand des Gottesdienstes. Er wollte Gott dienen, er wollte etwas Gutes tun, so behauptete er.

[2:37] Der Satan verkleidet sich als ein Engel des Lichts. In der Endzeit werden Menschen, die Gottes Gläubige verfolgen, den Eindruck erwecken, als würden sie für Gott handeln. Die Rebellion kommt selten als Rebellion offiziell erklärt daher, sondern kleidet sich oft in das Gewand scheinbarer Frömmigkeit und scheinbaren Gottesdienstes.

[3:07] Und Absalom sandte geheime Boten zu allen Stämmen Israels und ließ sagen: "Wenn ihr den Schall des Schofarhornes hört, so sprecht: Absalom ist König geworden in Hebron!" Mit Absalom aber gingen 200 Männer aus Jerusalem, die eingeladen waren und arglos hingingen, ohne von irgendetwas zu wissen. Absalom sandte auch nach Ahitofel, dem Gatiter, dem Ratgeber Davids, und ließ ihn aus seiner Stadt Gilo holen, während er die Opfer schlachtete. Und die Verschwörung wurde stark, und das Volk nahm ständig zu Absalom.

[3:44] Da kam ein Bote und meldete es David und sprach: "Das Herz der Männer von Israel hat sich Absalom zugewandt." Da sprach David zu allen seinen Knechten, die bei ihm in Jerusalem waren: "Auf! Lasst uns fliehen! Denn sonst gibt es für uns keinen Halt vor Absalom. Macht euch rasch auf den Weg, damit er uns nicht plötzlich einholt und Unglück über uns bringt und die Stadt mit der Schärfe des Schwertes schlägt."

[4:07] Was für ein Bild! Der König, der Goliath besiegt hat, der die Philister besiegt hat, der das Königreich Israel erweitert hat nach Norden und Osten, mehr als alle, die vor ihm da gewesen sind, der die Aramäer tributpflichtig gemacht hat, flieht aus seiner eigenen Heimat, aus seiner eigenen Heimatstadt, aus seiner eigenen Hauptstadt. Was für ein Bild! Der König verlässt seine eigene Stadt.

[4:40] Da sprachen die Knechte des Königs zum König: "Ganz wie unser Herr, der König, will, siehe, hier sind deine Knechte." Und der König und sein ganzes Haus in seinem Gefolge zogen durch. Der König ließ zehn Nebenfrauen zurück, die das Haus hüten sollten. Und der König zog hinaus und alles Volk in seinem Gefolge, und sie stellten sich beim äußersten Haus auf. Und alle Knechte zogen ihm vorüber, dazu alle Kreter und Pleter, auch alle Gatiter, 600 Mann, die ihm von Gath gefolgt waren, zogen an dem König vorüber. Viele Israeliten sind von ihm abgefallen, aber die Kreter und Pleter und die Philister hier, denn die Gatiter sind Philister, die stehen treu zu ihm.

[5:16] In der Krise merken wir wirklich, wer unsere Freunde sind. Es sind vielleicht nicht immer die, die uns theoretisch am nächsten hätten stehen sollen, sondern manchmal ganz andere Menschen. Die Krise zeigt, wer wirklich treu zu uns steht.

[5:28] Da sprach der König zu Ittai, dem Gatiter: "Warum willst auch du mit uns ziehen? Kehre um und bleibe bei dem König, denn du bist ein Fremdling und sogar aus deinem Heimatort verbannt. Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich schon mit uns umherirren lassen, dahin gehen muss, wohin ich kann. Kehre um und führe deine Brüder zurück. Barmherzigkeit und Treue." David sagt: "Ich würde es vollkommen verstehen, wenn du jetzt in Jerusalem bleibst. Du hast ja keine Pflicht, hier zu bleiben." Ittai antwortete dem König und sprach: "So wahr der HERR lebt und so wahr mein Herr, der König, lebt: An dem Ort, an welchem mein Herr und König sein wird, es gehe zum Tod oder zum Leben, dort soll auch dein Diener sein."

[6:12] Hier finden wir einen Glauben, der uns erinnert an die Geschichte von Ruth, die sich auch entschied, mit der Naomi zu gehen, koste es, was es wolle.

[6:21] Da sprach David zu Ittai: "Komm, zieht vorüber!" So zog der Gatiter vorüber und alle seine Männer und sein ganzer Tross mit ihm. Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, während alles Volk vorüberzog. Darüber schritt auch der König den Bach Kidron, und das ganze Volk schlug den Weg ein, der zur Wüste führte.

[6:40] Und siehe, auch Zadok war bei ihnen und Abjatar mit ihnen, mit der Bundeslade Gottes. Und sie stellten die Lade Gottes hin, bis das ganze Volk aus der Stadt vollends hinaufgezogen war. Und der König sprach zu Zadok: "Bringe die Lade Gottes wieder in die Stadt zurück. Wenn ich Gnade vor dem HERRN finde, so wird er mich zurückbringen, dass ich ihn und seine Wohnung wiedersehen darf. Wenn er aber spricht: Ich habe keinen Gefallen an dir, siehe, hier bin ich, er verfahre mit mir, wie es ihm gefällt." Und der König sprach zu dem Priester Zadok: "Bist du nicht der Seher? Kehre in Frieden wieder in die Stadt zurück, und mit dir dein Sohn Ahimaaz und Jonatan, der Sohn Abjatars, die beiden Söhne mit euch. Siehe, ich will in den Ebenen der Wüste warten, bis Botschaft von euch kommt, um mich zu benachrichtigen." So brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes wieder nach Jerusalem zurück und blieben dort.

[7:34] David aber stieg den Ölberg hinauf und weinte, während er hinaufging. Er ging aber mit verhülltem Haupt und barfuß. Auch von dem ganzen Volk, das bei ihm war, hatte jeder das Haupt verhüllt und ging unter Weinen hinauf.

[7:45] Was für ein Bild! Der König David steigt auf den Ölberg und weint, weil sein eigener Sohn gegen ihn rebelliert und das sein eigenes Volk gegen ihn aufgebracht hat. Bemerkenswert, denn ungefähr ein Jahrtausend später steht der Sohn Davids, Jesus, auf dem Ölberg und weint, weil sein eigenes Geschöpf, der Luzifer, das ganze Volk Gottes gegen Jesus aufgewiegelt hat. Später, zwischen dieser Geschichte und der Zeit von Jesus, hat Gottes Herrlichkeit den Tempel aus Jerusalem verlassen, in der Zeit von Hesekiel. Und auch dort lesen wir in Hesekiel 11,23, wie die Herrlichkeit sich auf dem Ölberg niederließ, weil auch damals zur Zeit von Hesekiel und Jeremia die Rebellion im Volk überhandnahm in der Stadt Jerusalem.

[9:02] Diese Geschichte, vor allem dieser Vers, zeigen, wie sehr Gott leidet unter der Rebellion und wie selbst er mit welcher tiefen Emotion das Ganze beobachtet und was er bereit ist, auch für uns zu tun.

[9:23] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sehen, was Rebellion bewirkt. Wir sehen, wie Rebellion dich selbst traurig macht. Herr, gib auch, dass wir auch traurig werden, wenn wir Rebellionen gegen dich sehen. Und lass uns daran erinnern, dass Jesus auf dem Ölberg geweint hat, nicht weil die Israeliten ihn umbringen wollten, sondern weil sie nicht gerettet werden wollen. Und hilf uns, dass wir verstehen, wie kostbar die Rettung ist, die Jesus für uns erworben hat. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[10:01] [Musik]


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