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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblischen Berichte aus 2. Samuel 20 und 21. Er analysiert die Rebellion Schebas und die weise Intervention einer Frau aus Abel Beth-Maacha, die ihre Stadt rettet. Anschließend geht es um die Blutschuld auf Sauls Haus wegen der Gibeoniter und die menschliche Suche nach Sühne im Gegensatz zu Gottes Weg durch Jesus. Der Sprecher ermutigt dazu, Friedensstifter zu sein und rebellische Gedanken dem Heiligen Geist zu übergeben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 366.

[0:35] Lasst uns gemeinsam beten, lieber Vater im Himmel. Danke, dass du für uns da bist, danke, dass du uns nie verlässt. Danke, dass wir aus deinem Wort lernen dürfen.

[0:47] Wir möchten dich bitten, dass wir im Alltag Menschen sind, die Frieden stiften und nicht Rebellion erzeugen. Die keinen Streit fördern, sondern die sich dafür einsetzen, dass dein Volk harmonisch zusammenwächst.

[1:00] Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch dein Wort uns persönlich sprichst, durch deinen Heiligen Geist in unser Innerstes sprichst. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:10] Wir sind gerade in 2. Samuel 20. Scheba hat einen Aufruhr gegen David gestartet, und die meisten Stämme Israels, die nicht Juda waren, haben sich diesem Aufruhr angeschlossen.

[1:22] David hatte Amasa beauftragt, eine Armee zusammenzustellen und den Aufruhr niederzuschlagen. Doch Amasa hatte sich verzögert in seiner Ankunft. Dann sollte Abischai dem hinterherrennen und das Heer nachziehen.

[1:39] Es war dann Joab, der, obwohl er keinen Auftrag gehabt hat, den Amasa umgebracht hat und dessen Leichnam jetzt am Wegesrand lag.

[1:51] Wir lesen in Vers 13: „Als er nun von der Straße weggeschafft war, folgte jedermann Joab nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen. Der aber zog durch alle Stämme Israels bis nach Abel Beth-Maacha und ganz Beri. Das ist ganz im Norden von Israel. Und sie versammelten sich und folgten ihm auch nach. Joab aber kam und belagerte ihn in Abel Beth-Maacha.“

[2:15] „Und sie schütteten einen Wall um die Stadt auf bis hin zur Vormauer. Das ganze Volk, das mit Joab war, wühlte die Mauer, um sie zum Einsturz zu bringen.“ Das ist eine ganz typische Belagerungstechnik, das Aufschütten eines Walles. Das sieht man auch bei den Assyrern und grundsätzlich im Alten Orient.

[2:34] „Da rief eine weise Frau aus der Stadt: „Hört her, hört her! Sagt doch zu Joab: Komm hierher, ich will mit dir reden!""

[2:42] Weise Frauen spielen gerade auch im Buch 2. Samuel, in den Büchern Samuel, eine große Rolle. Wir denken an die Abigail, die mit ihrer Weisheit David von einer Sünde bewahrt, und wir denken an die weise Frau aus Tekoa hier in diesem Buch in Kapitel 14, von der wir gelesen haben. Und auch hier ist es wieder eine weise Frau, die mit ihrer Klugheit die Situation für ihr Volk, für ihre Stadt rettet.

[3:10] „Als er sich ihr näherte, sprach die Frau: „Bist du Joab?" Er sprach: „Ich bin's." Sie sprach zu ihm: „Höre die Worte deiner Magd!" Er sprach: „Ich höre." Und sie redete und sprach: „Vor Zeiten pflegte man zu sagen: Man frage doch in Abel, und so konnte man zum Ziel. Ich bin eine von den Friedfertigen, Getreuen Israels, und du willst eine Stadt und Mutter in Israel umbringen? Warum willst du das Erbteil des Herrn verschlingen?""

[3:36] Die Bibel sagt, Jesus sagt in der Bergpredigt: „Glückselig sind die Friedfertigen oder die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.“ Ihr könnt den Vers in Matthäus 5 selbst finden.

[3:53] Gott wünscht sich, Jesus wünscht sich, dass wir Friedensstifter sind, dass wir Rebellion nicht fördern, sondern ihr entgegenstehen und all unseren Einfluss, unsere Weisheit, unsere Gaben und Fähigkeiten einsetzen, dass es Frieden gibt, auch im Volk Gottes.

[4:12] „Joab antwortete und sprach: „Das ferne, das ferne von mir, dass ich verschlingen und verderben sollte! Die Sache verhält sich nicht so, sondern ein Mann vom Bergland Efraim, namens Scheba, der Sohn Bichris, hat seine Hand gegen den König, gegen David, erhoben. Ihn allein solltet ihr herausgeben, so will ich von der Stadt abziehen.""

[4:31] Die Frau sprach zu Joab: „Siehe, sein Haupt sollst du dir über die Mauer geworfen werden.“ Joab wollte ja nicht einfach aus Mordlust hier die Stadt vernichten. Es geht um einen konkreten Anlass, es ging um die Niederschlagung dieser boshaften Rebellion, dieses nichtswürdigen Mannes, wie es in den Versen vorher hieß.

[4:52] „Und die Frau wandte sich an das ganze Volk in ihrer Weisheit. Da schlugen sie Scheba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. Und er stieß in das Schofarhorn, und sie zogen ab von der Stadt, jeder zu seinen Zelten. Joab aber kehrte wieder zum König zurück nach Jerusalem.“

[5:09] Diese Frau hat mit ihrer Weisheit die ganze Stadt vor dem Ruin bewahrt. Wir müssen erkennen, dass wenn wir Rebellion in unserem Herzen lassen, dass wir dann dem Ruin geweiht sind.

[5:24] Wenn wir aber klug sind wie diese Frau, dann werden wir die rebellischen Gedanken, die Rebellion in uns, dem Heiligen Geist zum Töten übergeben. Dann werden wir Gedanken abschneiden lassen, so wie dieser aufrührerische Scheba hier umgebracht worden ist, und damit uns selbst retten.

[5:48] Indem wir nämlich glauben, dass das wahr ist, was Jesus sagt im Römerbrief, wo Jesus durch Paulus spricht und sagt, dass wenn wir durch den Geist die Taten des Fleisches töten, dann werden wir im Geist leben.

[6:07] Die Idee hier ist also die, dass wenn wir bereit sind, rebellisches Gedankengut Gott zu übergeben, dann sind wir wirklich weise, so wie diese Frau, die den Rebellen übergeben hat.

[6:23] „Und Joab war über das ganze Heer gesetzt, und Benaja, der Sohn Jojadas, über die Kreter und Pleter. Adoram aber war über die Fronarbeit gesetzt, und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler. Und Scheja war Stadtschreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester, und auch Ira, der Jeariter, war ein Minister Davids.“

[6:45] „Es war aber zu Davids Zeiten drei Jahre lang eine Hungersnot, Jahr für Jahr. Und David suchte das Angesicht des Herrn, und der Herr sprach: „Es ist wegen Saul und seinem Haus, auf ihm liegt eine Blutschuld, weil er die Gibeoniter getötet hat.""

[7:00] „Da ließ der König die Gibeoniter rufen und redete mit ihnen. Die Gibeoniter aber gehörten nicht zu den Kindern Israels, sondern waren von den Amoritern übrig geblieben. Die Kinder Israels aber hatten ihnen geschworen. Dennoch hatte Saul versucht, sie auszurotten in seinem Eifer für die Kinder Israels und Juda.“

[7:14] Wir erinnern uns an die Geschichte in Josua 9, schon einige Monate her, dass wir das hier angeschaut haben. Die Gibeoniter waren ja auch Kanaaniter, sie waren eigentlich des Todes, sie hätten ausgerottet werden sollen. Aber sie hatten eine List angewandt und hatten sich so das Vertrauen von Josua, den Obersten des Volkes, erschlichen.

[7:34] Josua und die Obersten hatten, ohne Gott zu fragen, einen Bund mit ihnen gemacht und ihnen versprochen, sie am Leben zu halten, einen feierlichen Bund bei dem Herrn. Und das haben die Gibeoniter ernst genommen und angenommen. Und als sich herausstellte, dass sie tatsächlich Kanaaniter gewesen sind, da wollten Josua und die Obersten diesen Bund nicht brechen, weil sie vor dem Herrn eingeschworen hatten.

[7:56] Noch, obwohl das Volk sehr unzufrieden damit war, und über all die Jahrhunderte hinweg hatte man diesen Bund eingehalten, man hatte ihnen das gehalten, was man versprochen hatte.

[8:07] Gott möchte auch, dass wir zu unserem Wort stehen. Es war ein Versprechen vor dem Herrn gewesen. Aber Saul hatte ihn falsch geleitet im Eifer, diese Gibeoniter nicht auszurotten.

[8:22] „Da sprach nun David zu den Gibeonitern: „Was soll ich für euch tun, und womit soll ich Sühne leisten, damit das Erbteil des Herrn gesegnet wird?""

[8:31] Halten wir fest: David fragt hier nicht den Herrn, sondern David fragt die Gibeoniter. Ihnen ist ein Unrecht geschehen, ihnen hat man versprochen, sie am Leben zu halten. Und jetzt ist es ihr Gerechtigkeitssinn, der für sie jetzt Sühne schaffen soll.

[8:54] „Und die Gibeoniter sprachen zu ihm: „Wir verlangen weder Gold noch Silber von Saul und seinem Haus, auch ist uns nicht darum zu tun, jemandem in Israel zu töten." Er sprach: „Was ihr sagt, das will ich für euch tun." Sie sprachen zum König: „Von dem Mann, der uns zu vertilgen gedachte und unser Unheil ersann, so dass wir in ganz Israel nicht mehr hätten bestehen können, von dessen Söhnen sollen uns sieben Männer gegeben werden, dass wir sie aufhängen vor dem Herrn bei Gibea Sauls, des Erwählten des Herrn.""

[9:23] „Und der König sprach: „Ich will sie geben."" Das war nicht der Wunsch Gottes, das war nicht das, wie Gott Sühne schafft. Das ist das Verständnis von Menschen, wie man Sühne schafft.

[9:40] Gott hat einen anderen Weg, um Sühne zu schaffen. Gott hat seinen eigenen Sohn gegeben, um für uns das Sühneopfer zu sein. Aber hier hatte man sich eben mit diesen Gibeonitern verbunden und hat ihnen Unrecht getan. So hatten sie jetzt das Recht, nach ihrem eigenen Gerechtigkeitsverständnis solch eine Sühne zu verlangen.

[9:58] Es wäre besser gewesen, hätte man diesen Bund nie mit ihnen geschlossen, dann wäre das hier auch nie passiert.

[10:08] „Aber der König verschonte Mephiboscheth, den Sohn Jonathans, des Sohnes Sauls, wegen des Eides bei dem Herrn, der zwischen ihnen war, nämlich zwischen David und Jonathan, dem Sohn Sauls.“

[10:22] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du versprochen hast, dass du durch deinen Geist uns die Weisheit schenken möchtest und die Kraft, Rebellion in unserem Herzen zu erkennen und sie durch deine Kraft herausreißen zu können, dass du sie herausreißen kannst, dass wir sie dir übergeben.

[10:43] Herr, lass uns erkennen, dass es besser ist, dass schlechte Gedanken weggeschnitten werden, als dass unser ganzes Leben den Bach heruntergeht.

[10:52] Hilf uns zu verstehen, dass falsche Pläne lieber ausgerissen werden sollen, anstatt dass wir selbst vollständig verloren gehen.

[11:00] Hilf uns, dass wir aus dieser Geschichte von der klugen Frau in Abel Beth-Maacha lernen, dass wir friedfertig sind im Umgang mit anderen und dass wir danach trachten, dass echter Frieden in unserem Herzen sein kann, zufrieden mit dir, so wie du es versprochen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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