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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über 2. Samuel 22 beleuchtet Christopher Kramp Davids Dankeslied an Gott. Er zeigt, wie Gott mit überwältigender Kraft eingreift, um seine Kinder von Feinden und Sünde zu erretten. Die Botschaft ermutigt dazu, auf Gottes vollkommene Wege zu vertrauen, um in allen Lebenskämpfen siegreich zu sein und Reinheit durch seine Gnade zu erfahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“ mit 2. Samuel 22. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du ein Fels bist, danke, dass wir uns auf dich verlassen können und dass, wenn wir müde werden und kraftlos sind und schwach, du immer noch genauso stark bist und immer noch genauso für uns da bist und es immer so sein wird. Wann immer wir zu dir beten, du uns hilfst und stärkst. Wann immer wir dich suchen, du dich finden lässt. Wann immer wir dir glauben, du uns belohnst und uns rettest. Wir möchten dich bitten, dass du heute durch dieses dein Wort zu uns sprichst und dass die Erfahrung, die David gemacht hat, auch unsere Erfahrung wird jeden Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:36] Wir sind in 2. Samuel, Kapitel 22. David singt ein Dankeslied, einen Psalm, der übrigens in fast identischer Form in Psalm 18 uns dann noch einmal begegnen wird, weil er die Erfahrung gemacht hat, dass Gott ihn von allen Feinden erlöste. Wir lesen in Vers 7: „In meiner Bedrängnis rief ich den Herrn an und schrie zu meinem Gott. Er hörte meine Stimme in seinem Tempel, mein Schreien drang zu seinen Ohren.“

[2:04] David war oft in Bedrängnis, und wann immer er zu Gott gebetet hat, sagt David: „Ich weiß, er hat mich erhört.“ Interessanterweise sagte er: „Meine Stimme ging, er hörte meine Stimme in seinem Tempel.“ Zu der Zeit, als das gesagt wird, gibt es keinen Tempel auf der Erde. Den wird ja erst Salomo bauen. David wusste: Es gibt einen Tempel im Himmel, den später Paulus im Hebräerbrief beschreibt und Johannes in der Offenbarung mit seinen eigenen Augen sieht. Das ist die richtige Richtung.

[2:38] Wenn wir bedrängt sind, dürfen wir dorthin beten. Dort ist Kraft, dort ist Jesus für uns jetzt sogar Hohepriester. Schon David, als Jesus noch nicht dort Hohepriester war, wie es jetzt ist, schon David hat die Erfahrung gemacht, dass Gott vom himmlischen Heiligtum aus rettet und hört.

[2:56] „Da bebte und erzitterte die Erde, die Grundfesten des Himmels wurden erschüttert und bebten, weil er zornig war. Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem Mund, und Feuerglut blühte daraus hervor. Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen Füßen. Er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er erschien auf den Flügeln des Windes. Er machte Finsternis um sich her zu seinem Zelt, dunkle Wasser, dichte Wolken. Aus dem Glanz vor ihm brannte Feuerglut. Der Herr donnerte vom Himmel, der Höchste ließ seine Stimme erschallen. Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, seinen Blitz und schreckte sie. Da sahen die Gründe des Meeres und die Grundfesten der Erde wurden aufgedeckt vor dem Schelten des Herrn, vor dem Schnauben seines grimmigen Zorns. Er streckte seine Hand aus von der Höhe und ergriff mich, er zog mich aus großen Wassern.“

[3:54] Manchmal, gerade im Sommer, sieht man starke Gewitter aufziehen. Und man sieht die dunklen Wolken, man spürt irgendwann den Starkregen, der zur Erde geht. Man hört das Donnergrollen, man sieht die zuckenden Blitze. Wenn du das nächste Mal so etwas siehst, erinnere dich an diesen Psalm, an diese Verse, und sieh, dass David hier zeigt: So wie ein Gewitter mit Macht die Erde durchschüttelt, ist das ein Bild, eine Illustration – so wie Gott immer wieder in der Bibel Illustrationen verwendet – eine Illustration für die Kraft, mit der Gott kommt, um gegen unsere Feinde zu kämpfen. Gegen die Feinde, die uns äußerlich verfolgen, und die Sünde und der Satan, die uns verführen wollen. Gott hat einen Zorn auf den Satan, einen Zorn auf die Sünde. Und wenn du und ich zu kämpfen haben mit der Sünde, dann lasst uns wissen, dass Gott uns liebt und die Sünde, mit der wir zu kämpfen haben, die Versuchung, die uns attackiert, dass Gott diese Sünde hasst, dass er zornig auf sie ist und genauso gegen diese Sünde kämpft, wie er es hier beschrieben hat, und eine Hand ausstreckt, um mich und dich herauszuholen.

[5:15] „Er rettete mich von meinem mächtigen Feind, von meinen Hassern, denn die mir zu stark waren.“ David gerät in Situationen, in denen er weiß: „Ich alleine schaffe es nicht, der andere ist stärker.“ David hat diese Erfahrung immer und immer wieder gemacht. Goliath war größer, stärker und erfahrener als er, und seine vielen mächtigen Widersacher. Gott hat ihn aus all diesen Situationen herausgerettet.

[5:43] Auch wir wissen: Die Sünde ist stärker, der Satan ist stärker als wir. Aber wenn wir uns auf Gott verlassen, dürfen wir wissen, dass er uns rettet, genau mit dieser Kraft, die David hier beschreibt, von der Paulus sagt in Römer 1 – ihr könnt den Vers selbst finden –, dass das Evangelium diese Kraft Gottes ist für jeden, der glaubt.

[6:03] „Sie hat mich überfallen zur Zeit des Unglücks, aber der Herr wurde mir zur Stütze. Er führte mich heraus in die Weite, er befreite mich, denn er hatte Wohlgefallen an mir.“ Ist Gott auch deine persönliche Stütze? Kannst du dich auf ihn verlassen aus Erfahrung? Ich kann das von Herzen sagen. Und er führt uns hinaus aus der Enge des Alltags, aus den Schwierigkeiten, die uns so umgeben, dass wir wieder atmen können und Luft haben in der Weite. „Er hat mir vergolten nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände hat er mich belohnt.“

[6:35] Damit ist nicht die Reinheit gemeint, die David aus eigener Kraft gehabt hat. Wir wissen, dass er oft gesündigt hat, dass er viele Fehler gemacht hat. Es ist die Reinheit und Gerechtigkeit, die Gott ihm geschenkt hat und die er ihm verliehen hat, die ihm angerechnet und verliehen hat. Und die für David nicht nur ein theologisches Konzept war, das theoretisch irgendwo zugerechnet wird, sondern eine Reinheit und Gerechtigkeit, die er so real erlebt hat als Geschenk Gottes, dass er sie für sich in Anspruch genommen hat.

[7:10] „Denn ich habe die Wege des Herrn bewahrt und ich bin nicht abgefallen von meinem Gott, sondern alle seine Verordnungen hatte ich vor Augen und seine Satzungen; ich bin nicht von ihnen gewichen. Und ich hielt es ganz mit ihm und hütete mich vor meiner Sünde. Darum vergalt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.“ „Gegen den Gütigen erzeigst du dich gütig, gegen den Rechtschaffenen rechtschaffen, gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber dem Hinterlistigen trittst du entgegen. Denn du rettest das elende Volk, deine Augen sind gegen die Stolzen, die Stolzen erniedrigst du.“

[7:45] „Denn du, Herr, bist meine Leuchte, der Herr macht meine Finsternis licht.“ Manchmal ist unser Leben zu dunkel, manchmal wissen wir nicht, wo wir den nächsten Schritt setzen sollen. Aber Gottes Licht, sagt 1. Johannes 1 – ihr könnt den Vers selbst finden – und Jesus sagt: „Ich bin das Licht der Welt“ in Johannes 8, Vers 12. Das Wort Gottes ist ein Licht auf unserem Weg, und wenn wir das Wort Gottes von Herzen studieren, darüber nachdenken, dann erkennen wir Jesus und seine Kraft.

[8:11] „Denn mit dir kann ich gegen Kriegsvölker rennen, mit meinem Gott über die Mauer springen.“ David war nicht nur standhaft stehen geblieben, als Goliath auf ihn zukam, er war auf ihn zugerannt, wissend, dass Gott mit ihm ist. So wie die Israeliten damals in 4. und 5. Mose gegen die Heere von Og oder von Sihon vorwärts gegangen sind, gegen die Riesen, die größer waren als sie. Mit Gott kann man gegen Kriegsvölker rennen.

[8:41] „Dieser Gott – sein Weg ist vollkommen, das Wort des Herrn ist geläutert, er ist ein Schild all denen, die ihm vertrauen.“ Gottes Wege sind immer die besten. Manchmal – und es geht mir genauso, wahrscheinlich wie euch auch – wo wir in der Zwickmühle sind, wo wir denken, dass ein Weg, den wir uns selbst ausdenken, besser ist als der Weg, den Gott uns geben möchte. Aber David hat die Erfahrung gemacht, und wir dürfen die Erfahrung auch machen, dass Gottes Wege nicht nur die besten, sondern vollkommen sind, dass wir mit ihm über die Hürden und Schwierigkeiten, die Mauern des Lebens hinüberspringen können, die der Satan oder wir uns selbst gebaut haben. Aber mit Gott können wir darüber springen. Er ist ein Schild, er verteidigt uns, wenn wir ihm vertrauen.

[9:21] „Denn wer ist Gott außer dem Herrn, und wer ist ein Fels außer unserem Gott? Gott ist es, der mich umgürtet mit Kraft und meinen Weg untadelig macht.“ Wer ist es, der den David rein gemacht hat? Wer ist es, der ihn gerecht gemacht hat? Wer ist es, der ihm geholfen hat, nicht mehr abzufallen und sich zu hüten vor der Sünde, die sich ja ab und zu in seinem Leben sonst gezeigt hat? Wer ist es, der das ihm damit geschenkt hat? Es war Gott. Er hat ihn umgürtet mit Kraft. Gott möchte dich umgürten mit Kraft und deinen Weg und meinen Weg untadelig machen.

[9:50] Im Judasbrief könnt ihr am letzten Ende des Buches Judas einen Vers finden, der deutlich macht, dass Gott mächtig ist, uns untadelig vor das Angesicht Gottes zu stellen. Er kann das tun, er will es tun, er wünscht es sich sogar so sehr. Lasst uns doch auch das wünschen, dass Gott in unserem Leben uns den Sieg wirklich schenken darf, den Sieg, den er uns so sehr geben möchte. Manchmal denken wir vielleicht, dass Gott das gar nicht möchte, aber er möchte es unbedingt! Er möchte uns so gerne vergeben, und er möchte, dass wir ihm das glauben und ihm vertrauen. Ich möchte ihm das glauben und vertrauen, jeden Tag aufs Neue.

[10:27] „Er machte meine Füße denen der Hirsche gleich und stellte mich auf meine Höhen.“ „Er lehrte meine Hände kämpfen und meine Arme den ehernen Bogen spannen.“ „Du gibst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung macht mich groß.“ Herablassung meint hier, dass Gott sich zu uns herabneigt, dass er nah kommt zu uns. Weil Jesus sich erniedrigt hat, um uns zu erreichen, wo wir sind, werden wir groß und erhöht. „Du machst mir Raum zum Gehen, und meine Knöchel wanken nicht.“ Wenn wir auf Gott vertrauen und mit ihm gehen, dann müssen wir nicht fallen, dann müssen wir nicht ständig hin und her wanken.

[11:00] „Ich jage meinen Feinden nach und vertilge sie, und kehre nicht um, bis sie aufgerieben sind.“ Es war nicht nur sporadische Siege, die David erlebt hat, sondern vollständige Siege. Und das ist, was Gott mir und dir schenken möchte: vollständige Siege in seinem Namen. „Ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, dass sie nicht mehr aufstehen konnten; sie fielen unter meine Füße.“ „Du hast mich gegürtet mit Kraft zum Kampf, du hast unter mich gebeugt, die gegen mich aufstanden.“

[11:28] David wusste: Gott zu vertrauen bedeutet nicht, dass es keine Kämpfe gibt. Das bedeutet nur, dass wir siegreich sein können in den Kämpfen. Gott zu vertrauen bedeutet nicht, dass es keine Schwierigkeiten gibt, auch wenn wir uns das manchmal wünschen würden. Das kommt noch. Auf der neuen Erde wird es keine Schwierigkeiten geben. Aber für jetzt bedeutet es, dass, obwohl es Schwierigkeiten und Konflikte und Probleme gibt, dass Gott uns die Kraft gibt, in jedem einzelnen Fall Überwinder zu sein, und zwar weit durch den, der uns geliebt, wie ihr in Römer 8 nachlesen könnt.

[11:59] „Du hast unter mich gebeugt, die gegen mich aufstanden. Du wandtest mir den Rücken meiner Feinde zu, ich habe vertilgt, die mich hassen.“ Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns Kraft schenkst, Kraft schenkst zu überwinden von Sünde, weil wir wissen dürfen, dass du dir so sehr wünschst, dass wir dir vertrauen und dass wir ein Leben leben, das von Freude und Friede und erfüllt mit dem Heiligen Geist geprägt ist. Danke, Herr, dass wir mit dir gegen die Kriegsvölker rennen können. Danke, dass wir mit dir die Mauern überspringen können. Danke, dass wir mit dir in ein weites Land kommen oder aus der Enge unserer eigenen Gedanken befreit werden. Danke, dass du uns umgürtet hast mit der Kraft des Evangeliums, dass du uns Reinheit schenkst, die du für uns erworben hast, ja, Jesus am Kreuz von Golgatha. Und dass du den Willen, die Kraft und die Freude hast, mich und jeden Einzelnen von uns – auch wenn es uns so unglaublich erscheint, es ist doch so unglaublich! – dass du die Kraft und den Willen und die Freude hast, uns unsterblich zu machen durch deine Kraft. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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