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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Samuel 24. Er analysiert Davids Sünde der Volkszählung, die daraus resultierende göttliche Strafe und Davids Reue. Die Geschichte kulminiert in Davids Opfer auf der Tenne Arawnas, einem Ort von tiefer prophetischer Bedeutung, der auf das Erlösungswerk Jesu hinweist. Das Video zeigt, wie Gott selbst fehlerhafte Menschen formt und das Evangelium durch ihre Geschichten offenbart.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 371.

[0:37] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort jeden Tag zu uns sprichst. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns echten Glauben schenkst, Glauben, der etwas wagt für dich. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Geist erfüllst, dass wir für dich und für andere im Glauben vorangehen können, dass es etwas ist, das wir etwas investieren, vielleicht auch das riskieren, damit dein Werk vorangetrieben wird. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch den Heiligen Geist unsere Herzen erfüllst und durch dein Wort zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:19] Wir sind in 2. Samuel 24. David hat sich in den Kopf gesetzt, das Volk zählen zu lassen, um sich selbst damit zu erhöhen, seine militärische Stärke zu zeigen und effektiver zu gestalten, gegen den Rat selbst seiner Generäle, die ja naturgemäß eher ein Interesse an sowas haben müssten.

[1:41] Wir lesen den Vers 8: So durchzogen sie das ganze Land und kamen nach neun Monaten und 20 Tagen nach Jerusalem zurück. Und Joab gab dem König die Zahl des gemusterten Volkes an. Und es waren in Israel 800.000 Kriegsleute, die das Schwert zogen, und in Juda 500.000 Mann. Im Vergleich zu dem Volk Israel, das aus Ägypten zog, ist das eine beträchtliche Steigerung, denn damals zu Zeiten Moses und Josua wird uns von ungefähr 600.000 wehrfähigen Männern in allen zwölf Stämmen insgesamt berichtet. Hier sind es jetzt mehr als doppelt so viele, wobei vor allem auffällt, wie stark der Stamm Juda, der Süden, der hier fast die Hälfte oder einen ganz wesentlichen Bestandteil des gesamten politischen Herzens ausmacht.

[2:30] Aber nachdem David das Volk hatte zählen lassen, schlug ihm das Gewissen, und David sprach zum Herrn: Ich habe mich schwer versündigt mit dem, was ich getan habe. Nun aber, Herr, nimm doch die Missetat deines Knechtes hinweg, denn ich habe sehr töricht gehandelt. Gott spricht mit seinem Heiligen Geist auch zu unserem Gewissen, und es ist wichtig, dass wir auf die Stimme unseres Gewissens auch hören, dass, wenn wir merken, dass wir einen Fehler gemacht haben, wir auch bereit sind, ihn einzusehen. Wir haben gesehen im Studium dieser letzten Wochen, dass David diese Eigenschaft hatte. Auch wenn er viele Fehler gemacht hat, er war bereit, seine eigenen Sünden zu erkennen und um Vergebung zu bitten.

[3:17] Und als David am Morgen aufstand, da ging das Wort des Herrn an den Propheten Gad, den Seher Davids: Geh hin und sage zu David: So spricht der Herr: Dreierlei lege ich dir vor. Erwähle dir eines davon, das ich dir antun soll. Und Gad kam zu David und ließ es ihm wissen und sprach zu ihm: Willst du, dass sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen, oder dass du drei Monate lang fliehen musst vor deinen Widersachern, während sie dich verfolgen, oder dass drei Tage lang die Pest in deinem Land ist? So besinne dich nun und sieh, welche Antwort ich dem geben soll, der mich gesandt hat. Offensichtlich sehen wir hier, dass das Ganze, so wie Gott es auch angeht, einen illustrativen Charakter hat. Diese Geschichte soll etwas lehren, sie soll eine tiefere Bedeutung transportieren.

[4:06] Und David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst. Doch lasst uns in die Hand des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist groß, aber die Hand der Menschen natürlich nicht. David spricht aus Erfahrung. Er weiß, dass Gottes Gnade groß ist. Er weiß, dass auch wenn Gott in seinem Zorn strafen muss, er gerne und schnell wieder vergibt. Menschen sind längst nicht so gnädig und gütig wie Gott ist. Das heißt für uns, dass wir den Charakter von Menschen nicht einfach auf Gott übertragen dürfen, dass auch wenn wir gesehen, sehen und erfahren in unserem eigenen Leben, dass Menschen uns nicht so behandeln, wie wir uns das wünschen, dass wir nicht den Fehler machen, dass wir Gott genauso sehen, sondern Gott ist viel gnädiger, wie David sagt, als Menschen.

[4:48] Da ließ der Herr die Pest in Israel ausbrechen, von Morgen an bis zur bestimmten Zeit. Und von dem Volk, von Dan bis Beerscheba, also von Norden bis Süden, starben 70.000 Mann. Die sterben nicht, weil David gesündigt hat, denn die Bibel ist sehr deutlich, dass niemand für die Sünde eines anderen stirbt. Aber sie sterben, weil es dort im Volk selbst auch viel Sünde gegeben hat, und Gott sozusagen dem David einmal illustriert, wohin Sünde führt. Sünde hat immer den Tod zur Folge.

[5:18] Als aber der Engel seine Hand gegen Jerusalem ausstreckte, um es zu verderben, da reute den Herrn das Unheil, und er sprach zu dem Engel, der das Verderben unter dem Volk anrichtete: Es ist genug! Lass deine Hand sinken! Der Engel des Herrn aber befand sich bei der Tenne des Arawna des Jebusiters. Und als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum Herrn: Siehe, ich habe gesündigt, ich habe die Missetat begangen. Was haben aber diese Schafe getan? Halte doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters gerichtet sein!

[5:50] David, der natürlich nicht die Herzen der Menschen kennt, die jetzt gestorben sind, hat Angst, dass seine eigene Sünde dazu geführt hat, es an zu stellen. Und jetzt sieht er sie wieder als die Menschen, für die er Verantwortung hat. Zuvor hat er sie gesehen als Nummern in seiner großen Armee, die er rekrutieren will, die er drillen, damit sein Ruhm noch echter sich verbreitet. Jetzt sieht er wieder, dass er Hirte ist, nicht nur General über eine große Armee, sondern Hirte über Schafe. Hier kommt sein Hirtenherz wieder hervor, das für jedes Schaf kämpft, das ihrem Namen hinterherrennt, wenn der Löwe es im Maul hat. Was haben diese Schafe getan? Und dann steht etwas sehr Bemerkenswertes: Er sagt: Lass die Hand gegen mich und das Haus meines Vaters gerichtet sein! Er ist bereit, für sie zu sterben, und erweist sich damit jetzt angesichts dieser großen Bedrohung in Anführungsstrichen als ein guter Hirte.

[6:47] Und David lernt etwas. Lösungsplan jetzt. Und Gad kam zu David an jenem Tag und sprach zu ihm: Geh auf und errichte dem Herrn einen Altar auf der Tenne Arawnas des Jebusiters. So ging David hinauf nach dem Wort Gads, so wie der Herr es geboten hatte. Und als Arawna aufblickte, sah er den König mit seinen Knechten zu ihm herüber kommen. Da ging Arawna hinaus und verneigte sich vor dem König mit dem Angesicht zur Erde. Und Arawna sprach: Warum kommt mein Herr und König zu seinem Knecht? Und David sprach: Um die Tenne von dir zu kaufen und um dem Herrn einen Altar zu bauen, um dem Herrn ein Ende der Plage von dem Volk abgewandt wird. Da sprach Arawna zu David: Mein Herr und König nehme sie und opfer, was ihm gefällt. Siehe, da sind Rinder zum Brandopfer, die Dreschwagen aber und das Geschirr der Rinder mögen als Brennholz dienen. Ist alles, o König, schenkte dem König. Und Arawna sprach zum König: Der Herr, dein Gott, sei dir gnädig! Aber der König sprach zu Arawna: Nicht so, sondern ich will es dir abkaufen gemäß seinem Wert, denn ich will dem Herrn, deinem Gott, kein Brandopfer darbringen, das mich nichts kostet! So kaufte David die Tenne und die Rinder für 50 Schekel Silber.

[7:57] Und David baute dem Herrn dort einen Altar und opferte Brandopfer und Friedensopfer. Und der Herr ließ sich für das Land erbitten, und die Plage wurde abgewehrt von Israel. Als David für das Volk bittet, als David bereit ist, sein eigenes Leben zu geben für sein Volk, und hier auf diesem Berg das Opfer bringt – übrigens genau derselbe Berg, auf dem Abraham seinen Sohn Isaak opfern sollte, wo ebenfalls das Evangelium auf eine ganz besonders tiefe Weise dargestellt worden ist.

[8:32] Da wird hier deutlich im Typus, was Jesus tun würde. Jesus würde sein Leben geben für das Volk als der gute Hirte, damit nicht die Menschen sterben. Er würde für das Volk zum Fürsprecher werden. Und das Ganze würde geschehen genau dort in der Nähe Jerusalems, auf dieser Tenne, auf diesem Hügel ist später der Tempel Salomos gebaut worden, der ebenfalls auf das große Erlösungswerk von Jesus, auf sein Opfer hingewiesen hat.

[9:08] Mit dieser Geschichte endet das Buch 2. Samuel, damit das gesamte Buch Samuel. Die Geschichte Davids ist eine der beeindruckendsten in der Bibel, weil sie so vielschichtig ist, so ehrlich, ohne jede Übertreibung. All die Fehler, die Kratzer, die Ungereimtheiten seines Charakters werden deutlich offenbart. Das Ganze ist eingehüllt in eine unglaublich schöne Beschreibung des Charakters Gottes. Und wir sehen, wie Gott einen Menschen, der immer wieder bereit ist, seine Sünden immer wieder zu bekennen, formt und verändert, sodass er am Ende sagen kann, dass der Bund Gottes feststand. Und ganz bewusst ist wahrscheinlich hier diese Geschichte ganz ans Ende gelegt worden, eine Geschichte, die chronologisch wahrscheinlich etwas früher einzuordnen war, um mit dieser besonderen Beschreibung, diesem Typus, auf das Erlösungswerk Jesu zu enden.

[9:59] Denn in diesem Buch geht es nicht nur um Saul und David und die Helden und all die Geschichten. Es geht darum, wie in dem Leben dieser Menschen das Evangelium wirkt, von dem einen abgesehen, von den anderen angenommen, und dass wir dadurch das Evangelium von Jesus, unserem Erlöser, kennenlernen. Möge Gott uns helfen, in jeder Geschichte, in jeder Seite der Bibel seinen Erlösungsplan zu sehen.

[10:23] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für die Bücher 1. und 2. Samuel. Wir danken für die Geschichten, die uns zeigen, mit welchen Menschen du arbeitest, und dass auch trotz vieler Rückschläge du nicht aufgibst, sie zu formen und immer wieder zu dir zurückzurufen, zu verändern. Und wir sehen so deutlich in den Geschichten die Kraft des Evangeliums in Typen, Typologie und den Prophezeiungen und dem Verhalten der Menschen und in dem, was du sagst und tust. Herr, hilf uns, in jeder Geschichte, in allem, was wir lesen, auch im Alten Testament, den Blick immer auf das Evangelium, auf Jesus gerichtet zu haben, damit wir Kraft bekommen für den Alltag und wissen, dass so wie das Evangelium David verändert hat, es auch uns, es auch mich und jeden, der heute dieses Video sieht und zuhört, verändern kann. Dafür danken wir dir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.


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