In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Könige 1:15-37. Er schildert, wie Batseba und der Prophet Nathan König David über Adonijas Thronanspruch informieren und David daraufhin Salomo als seinen rechtmäßigen Nachfolger bestätigt und salben lässt. Die Episode betont die geistliche Dimension der Thronfolge und die Bedeutung, Gottes Willen in allen Entscheidungen zu suchen, sowie Davids Zeugnis von Gottes umfassender Erlösung.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 1:15-1:37
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit 1. Könige 1, Verse 15-37. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du uns nicht nur Sünde vergibst, sondern dass du uns auch Kraft schenken möchtest, dass unser Charakter verändert wird, oder dass auch an den Punkten, an denen wir immer wieder gefallen sind in der Vergangenheit, du uns endgültig auch den Sieg schenken möchtest und kannst und wirst. Du hast versprochen, dass wir in unseren schwächsten Punkten am stärksten sein dürfen, nicht weil wir so gut sind, sondern weil du in besonderer Weise uns Kraft schenken möchtest. Und so bitten wir dich, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst und dein Heiliger Geist uns Freude schenkt, würdig nachzudenken und Mut schenkst für die Herausforderungen, die heute auf uns warten. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:26] Wir sind in 1. Könige Kapitel 1. Adonija hat sich ohne das Wissen des alten König Davids zum König erhoben, und der Prophet Nathan, der nicht zu ihm hält, weiß, dass jetzt schnell gehandelt werden muss. Er hat Batseba, die Mutter des eigentlich designierten Thronfolgers Salomo, informiert, damit sie jetzt gemeinsam auf David einreden. Wir lesen ab Vers 15:
[1:54] Da ging Batseba zum König in die Kammer hinein. Der König aber war sehr alt, und Abischag, die Schunemiterin, diente hinter dem König. Und Batseba verneigte sich und verbeugte sich vor dem König. Der König aber sprach: "Was willst du?" Sie sprach zu ihm: "Mein Herr, du hast deiner Magd bei dem Herrn, deinem Gott, geschworen: 'Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir, und er soll auf meinem Thron sitzen.' Nun aber, siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr und König, weißt nichts davon. Er hat Stiere und Mastvieh und viele Schafe geopfert und hat alle Söhne des Königs eingeladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab, den Heerführer. Aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. Du bist es aber, mein Herr und König, auf denen die Augen von ganz Israel sehen, dass du ihnen verkündest, wer nach meinem Herrn und König auf seinem Thron sitzen soll. Sonst wird geschehen, wenn mein Herr und König bei seinen Vätern liegt, ich und mein Sohn Salomo büßen müssen."
[2:46] Während sie noch mit dem König redete, siehe, da kam der Prophet Nathan. Er meldete man dem König und sprach: "Siehe, hier der Prophet Nathan ist." Und als er vor dem König hineinkam, verneigte er sich vor dem König mit dem Angesicht zur Erde. Und Nathan sprach: "Mein Herr und König, hast du gesagt: 'Adonija soll nach mir König sein, und er soll auf einem Thron sitzen?' Denn er ist heute hinabgegangen und hat Stiere und Mastvieh und viele Schafe geopfert und hat alle Söhne des Königs eingeladen und die Heerführer, dazu den Priester Abjatar, und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: 'Es lebe der König Adonija!' Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. Ist diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus geschehen, und hast du deinen Knecht nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll?"
[3:42] Der König David antwortete und sprach: "Ruft mir Batseba!" Und sie kam hinein vor dem König. Und als sie vor dem König stand, da schwor der König und sprach: "So wahr der Herr lebt, der meine Seele aus aller Not erlöst hat." Diese Formulierung erinnert ein wenig an das, was Jakob am Ende seines Lebens gesagt hat. Er hat auch gesagt: "Der Engel des Herrn hat mich von allem Bösen errettet." David ist alt geworden, er hat viel erlebt in seinem Leben, die großen Höhen und die ganz tiefen Tiefen.
[4:17] David kann am Ende seines Lebens sagen, dass Gott ihn aus aller Not erlöst hat. Die Erlösung, die Gott schenkt, ist vollständig. Und wenn wir an Jesus festhalten Tag für Tag, dann werden wir auch am Ende unseres Lebens sagen können: "Er hat mich aus aller Not erlöst."
[4:42] "Ich will heute so handeln, wie ich es dir bei dem Herrn, dem Gott Israels, geschworen habe, indem ich sprach: 'Salomo, dein Sohn, soll König nach mir sein, und er soll an meiner Stelle auf einem Thron sitzen.'" Da verneigte sich Batseba mit ihrem Angesicht zur Erde und warf sich vor dem König nieder und sprach: "Mein Herr, der König David, lebe ewig!"
[5:03] König David sprach: "Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas!" Und als sie vor dem König hineinkamen, da sprach der König zu ihnen: "Nehmt die Knechte eures Herrn mit euch und setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zur Gihon-Quelle. Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollen ihn dort zum König über Israel salben. Und stoßt das Schofar und ruft: 'Es lebe der König Salomo!' Und zieht hinter ihm herauf, und er soll kommen und auf meinem Thron sitzen und König sein an meiner Stelle. Denn ich habe ihn dazu bestimmt, dass er Fürst über Israel und Juda sein soll."
[5:45] Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: "Amen! So spreche auch der Herr, der Gott meines Herrn, des Königs. Wie der Herr mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er auch mit Salomo. Er mache seinen Thron noch größer als der Thron meines Herrn, des Königs David!"
[6:04] Denn er versteht, dass diese politische Angelegenheit der Thronnachfolge, die auch in anderen Teilen des Alten Orients immer wieder für große Turbulenzen gesorgt hat, zum Teil Bürgerkriege, dass diese Angelegenheit, wer der Nachfolger von David sein soll, eine geistliche Angelegenheit ist. Sie kann nicht nur durch militärische, politische oder dynastische Erwägungen entschieden werden, sondern es muss der Wille Gottes sein.
[6:32] Manchmal gibt es Situationen auch in der Gemeinde oder in anderen Bereichen, wo jemand über einen langen Zeitraum die Bürde des Werkes Gottes getragen hat, und es braucht einen Nachfolger. Und wir müssen verstehen, dass, wenn immer eine besondere Position im Werk Gottes besetzt werden muss, es eine geistliche Sache ist und es Gottes Wille ist, und dass nicht nur Talente und Fähigkeiten und politisches Einfühlungsvermögen eine Rolle spielen sollen. Nein, ganz im Gegenteil: Gottes Wille muss gesucht werden. Und auch wenn wir überlegen und planen und beraten, muss uns immer bewusst sein, dass Gottes Wille die absolute Priorität haben muss.
[7:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen auch genau diese Erfahrung machen, die David gemacht hat, dass du uns aus aller Not erlöst. Und zwar nicht nur heute, sondern wir wünschen uns, bei dir zu bleiben, so dass auch am Ende unseres Lebens wir sagen können, dass du uns aus aller Not erlöst hast. Herr, wir danken dir, dass dein Erbarmen so groß und so tief ist, dass wir es nicht durchdringen können, und dass es aber trotzdem so real ist, dass es uns reinwäscht von aller Sünde. Herr, dafür danke ich dir von ganzem Herzen. Persönlich im Namen Jesu. Amen.
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