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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die fortgesetzte Rebellion Jerobeams gegen Gott, selbst als sein Sohn erkrankt. Die Geschichte zeigt, wie Jerobeam Gottes Wort ignoriert, bis er in einer persönlichen Krise verzweifelt Hilfe sucht. Der Sprecher betont Gottes Allwissenheit und die unerschütterliche Zuverlässigkeit Seiner Prophezeiungen, die sich trotz menschlicher Täuschungsversuche erfüllen. Eine eindringliche Mahnung, Gottes Wort stets ernst zu nehmen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“, heute mit Seite 394. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Und wir möchten dich bitten, dass du uns immer wieder durch deinen Heiligen Geist daran erinnerst, dass dein Wort unveränderlich ist, dass wir es nicht hin- und herbiegen können, damit es unseren eigenen Wünschen schmeckt, sondern dass wir uns darauf verlassen können, dass dein Wort genau das meint, was es sagt. Und so möchten wir dich bitten, dass wir heute zu deinen Füßen sitzen, wo du unser Lehrer bist, durch den Heiligen Geist zu unseren Herzen sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12] Wir sind in 1. Könige 13. Der Mann Gottes, der aus Juda im Auftrag Gottes nach Bethel gekommen war, um Jerobeam für seinen Götzendienst zu tadeln und eine Prophezeiung auf den späteren König Josia zu geben, ist auf dem Rückweg von einem Löwen getötet worden, weil er Gottes Gebot, nicht vom Weg abzuweichen oder auf einem anderen Weg zurückzugehen und sich nicht verführen zu lassen, nicht umgesetzt hatte, weil er sich hatte überreden lassen von dem alten Propheten, der ihn aufgesucht hatte, dass Gott seine Meinung geändert habe. Dieser alte Prophet hatte dann den toten Mann Gottes auf dem Weg gefunden und ihn zurück in seine eigene Stadt gebracht. Wir lesen in Vers 30: „Und er legte dessen Leichnam in sein eigenes Grab und sie klagte: Ach, mein Bruder!“

[2:04] Jetzt tat es ihm leid, dass er durch eine Lüge ein Menschenleben auf dem Gewissen hat. Wir denken vielleicht manchmal, dass es ja nicht so schlimm ist, wenn wir mal die Unwahrheit sagen, aber in Wirklichkeit ist es dramatisch. Wir sehen hier die dramatischen Konsequenzen seines leichtfertigen Umgangs mit dem Wort Gottes. Und als er ihn begraben hatte, sprach er zu seinen Söhnen: „Wenn ich sterbe, so begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben worden ist, und legt meine Gebeine neben seine Gebeine, denn das Wort wird gewiss eintreffen, das durch das Wort des Herrn ausgerufen worden ist gegen den Altar in Bethel und gegen alle Höhenheiligtümer, die in den Städten Samarias sind.“

[2:54] Jetzt wollte auch dieser alte Prophet, der vorher das Wort Gottes in Zweifel gezogen hat, indem er einen gegensätzlichen Befehl, angeblich von einem Engel kommend, postuliert und behauptet hatte, jetzt will dieser alte Prophet seinen Söhnen einschärfen, dass das Wort Gottes unveränderlich ist, dass man sich darauf verlassen kann, dass es gewiss eintreten wird. Aber doch dieser Begebenheit kehrte Jerobeam nicht um von seinem bösen Weg, sondern er setzte wieder Höhenpriester aus dem gesamten Volk ein. Wer Lust hatte, den weihte er, und der wurde Höhenpriester. Nach dem Gesetz Mose durften nur Mitglieder des Hauses Aaron Priester werden, aber das Gesetz Gottes galt in den Augen Jerobeams nicht viel. Er hatte es immer wieder in verschiedenen Punkten geändert, modifiziert, übertreten. Hatte die prophetischen Warnungen, die gegeben worden waren, nur eine Zeit lang haben sie Eindruck gemacht, dann hatte er sie wieder völlig verworfen, wie wir hier sehen können. Und dies wurde dem Haus Jerobeams zur Sünde, sodass es vernichtet und aus dem Land vertilgt werden musste.

[4:05] Sünde hat damit zu tun, dass wir Gottes Wort, das zu uns gesprochen hat, ignorieren, dass wir gegen Gottes Gesetz rebellieren und nicht das tun wollen, was Gott uns deutlich zeigt. Zu jener Zeit wurde aber der Sohn Jerobeams krank, und Jerobeam sprach zu seiner Frau: „Mach dich doch auf und verstelle dich, damit niemand erkennt, dass du Jerobeams Frau bist, und geh nach Silo. Siehe, dort ist der Prophet Ahija, der von mir geredet hat, dass ich König über dieses Volk sein sollte.“ Der Prophet, der den Mantel zerrissen hatte und dem Jerobeam damals noch zu Lebzeiten von Salomo gesagt hatte: „Nimm dir zehn Teile, um anzudeuten, dass er über das Nordreich, zehn Stämme Israels, herrschen sollte.“ „Und nimm dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig und geh zu ihm. Er wird dir verkünden, wie es dem Knaben gehen wird.“

[4:58] Jerobeam wollte von dem Gesetz Gottes nichts wissen. Er wollte nichts von exakten Daten wissen, wann ein Fest zu feiern ist. Er wollte von den prophetischen Warnungen, die Gott ihm gab, nichts wissen. Aber als er selbst in eine familiäre Krise kam, als er sich um seinen eigenen Sohn sorgte, da wollte er plötzlich wieder Gottes Wort wissen, denn er wusste, dass sein goldenes Kalb ihm nicht helfen würde. Er wusste, dass er es aus rein machtpolitischen Erwägungen hatte aufstellen lassen. In der Not wusste er, dass allein Gott, der lebendige Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, dass allein der ihm helfen konnte.

[5:32] Wie oft geht es uns, wie oft geht es Menschen so, dass sie Gottes Wort verachten und erst in der Krise sich wieder daran erinnern, wer ihnen wirklich helfen kann? Möge Gott uns helfen, dass wir nicht erst in der Krise, nicht erst in der Not sein Wort beachten und aufsuchen.

[5:49] Und die Frau Jerobeams tat dies und machte sich auf und ging hin nach Silo und kam in das Haus Ahijas. Aber er konnte nicht sehen, denn seine Augen waren starr geworden wegen seines Alters. Aber der Herr hatte zu Ahija gesprochen: „Siehe, die Frau Jerobeams kommt, um von mir ein Wort zu erlangen wegen ihres Sohnes, denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so. Es wird aber geschehen, wenn sie reinkommt, wird sie sich verstellen.“

[6:14] Gott weiß alles schon im Vorhinein. Bevor wir eine Bitte ausgesprochen haben, kennt er bereits unser Anliegen, kennt bereits die richtige Antwort. Wir dürfen wissen, dass er durch nichts überrascht wird. Und wie naiv, wie dumm, naiv war es von dieser Frau und von Jerobeam zu glauben, dass der Prophet, von dem sie wussten, dass er sogar die Zukunft kennen würde, nicht wissen würde, selbst wenn er physisch blind ist, wer sich hinter der in dieser verstellten Person verbirgt. Kann es sein, dass diese Geschichte auch zu uns spricht? Wir wollen wissen, was Gott über die Zukunft, wir wollen wissen, was in dieser Welt passiert, aber sind wir auch bereit, uns selbst Gott zu öffnen? Manchmal passiert es, dass Menschen tatsächlich die Bibel lesen, um zu wissen, was die Prophetie sagt über die Zukunft, und dabei leben sie doch ein Leben, als ob sie glauben würden, dass sie und ihre Taten vor Gott verborgen sind. Wer die Bibel liest, um Zukunftsereignisse wissen zu können, aber sich selbst verstellt und sein Herz verschließt, der begeht eine große Naivität, denn derselbe Gott, der die Zukunft kennt und weiß, was passieren wird, der weiß natürlich auch, wer wir wirklich sind in unserem tiefsten Herzen.

[7:38] Geh hin zu Jerobeam, so spricht der Herr, der Gott Israels: „Weil ich dich aus der Mitte des Volkes erhöht und zum Fürsten über mein Volk gesetzt habe, so dass ich das Königreich dem Haus David entrissen und es dir gegeben habe, weil du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote befolgte und mir nachfolgte von ganzem Herzen, sodass er nur tat, was in meinen Augen recht ist, sondern weil du mehr Böses getan hast als alle, die vorher gewesen sind. Saul hat nie den Götzendienst offiziell eingeführt, auch wenn er selbst schwere Fehler begangen hat. Weil du hingegangen bist und dir andere Götter und gegossene Bilder gemacht hast, sodass du mich zum Zorn reiztest und mich verworfen hast. Darum, siehe, bringe ich Unheil über das Haus Jerobeams und ich will ausrotten von Jerobeam, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel, und ich will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man Kot ausfegt, bis es ganz aus ist mit ihm.“ Jerobeam hatte ähnliche Gelegenheiten bekommen wie David, der eine Dynastie hatte gründen dürfen. Aber im Gegensatz zu David hat Jerobeam die großen Segnungen, das Außergewöhnliche, was Gott für ihn getan hat, nicht geschätzt.

[8:46] Gott möchte uns allen große Dinge schenken. Er vertraut uns große Gaben, Talente an, gibt uns goldene Gelegenheiten. Aber durch unseren Gehorsam oder Ungehorsam zeigen wir letztlich an, ob wir diese Dinge wirklich in Anspruch nehmen wollen oder ob wir sie verwirkt haben oder verwirken.

[9:06] „Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen. Wer aber auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen, denn der Herr hat es gesagt. So mache dich nun auf und geh heim, und wenn dein Fuß die Stadt betritt, wird der Knabe sterben. Und ganz Israel wird ihn beklagen und sie werden ihn begraben, denn von Jerobeam wird dieser allein in das Grab kommen, weil an ihm vor dem Herrn, dem Gott Israels, etwas Gutes gefunden worden ist im Haus Jerobeams.“ Gott bestraft niemals kollektiv, sondern Gott differenziert. Und hier war ein Sohn von Jerobeam, der nicht so schlecht war wie der Rest seines Hauses, und so wurde er mit Ehren begraben. Dieser Knabe starb nicht wegen der Sünden von Jerobeam, sondern Gott betrachtet jeden einzelnen Fall ganz individuell.

[9:54] „Der Herr wird einen König über Israel erwecken, der das Haus Jerobeams ausrotten soll, und zwar jeden Tag. Und was schon jetzt, hat er ihn erweckt. Und der Herr wird Israel schlagen, dass es schwankt wie ein Rohr im Wasser. Und er wird Israel ausreißen aus diesem guten Land, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes, weil sie ihre Ascherabilder gemacht haben, um den Herrn zu erzürnen.“ Ein Teil der Prophezeiung sollte sich sehr bald erfüllen, aber dieser zweite Teil in Versen, es würde noch viele Generationen dauern, bis das geschehen würde, denn Gott ist langmütig und von großer Gnade und Barmherzigkeit. Und immer wieder gab er dem Volk noch Chancen, wenn das nicht eintreten muss, was hier bereits angedeutet ist, was schon in 5. Mose 4 Jahre als Strafe für den Götzendienst eindeutig prophezeit worden war und angedroht worden war. Hier wird sehr deutlich, dass die Sünde Jerobeams weitreichende Konsequenzen für die nächsten Generationen haben würde.

[10:53] „Und er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, die er beging und zu der Israel verführt hat.“ Dann machte sich die Frau Jerobeams auf, ging hin und kam nach Tirza. Und da sie die Schwelle des Hauses betrat, da starb der Knabe. Dieses Zeichen machte deutlich, dass Gottes Wort in allen Details, auch in den Prophezeiungen, die sich auf spätere Generationen bezogen haben, zuverlässig ist und unabänderlich.

[11:17] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir dein Wort haben. Bitte gib, dass wir es nicht nur dann ernst nehmen, wenn wir in Schwierigkeiten sind, wenn Gefahr droht, sondern dass wir grundsätzlich daraus leben und dass wir nicht uns selbst verstecken vor dir, sondern dass wir wissen dürfen, dass du, der du die Zukunft kennst und natürlich auch uns persönlich kennst. Und danke, dass wir wissen dürfen, dass du nur das Beste für uns möchtest. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.


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