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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die düstere Zeit der Könige Omri und Ahab im Nordreich Israel, deren Herrschaften von zunehmendem Götzendienst und Rebellion gegen Gott geprägt waren. Er zeigt, wie Sünde immer tiefer in den Ruin führt und selbst alte Prophezeiungen sich erfüllen. Doch inmitten dieses moralischen Verfalls tritt der Prophet Elia auf, der furchtlos Gottes Botschaft verkündet und auf Gottes wundersame Versorgung vertraut – ein Vorbild für Gläubige in jeder Zeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite" heute mit Seite 398. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater
[0:40] im Himmel, wir danken dir, dass dein Wort jeden Tag zu uns spricht und dass es uns auch von Sünde überführt und uns zeigt, wo wir uns ändern müssen. Herr, wir sehen sehr deutlich in der
[0:54] Geschichte Israels, wie Sünde das ganze Volk zerrissen und zerstört hat. Und wir sehen auch dieselben Konsequenzen in unserem Leben und im Leben von
[1:05] anderen Menschen. Wir sehen, dass Sünde destruktiv ist. So möchten wir dich bitten, dass du uns rettest, dass du uns vergibst und heilst, wo wir selbst
[1:14] gesündigt haben und dass du uns durch deinen Geist davor bewahrst, weiter zu rebellieren.
[1:20] Dass wir erleben, wie du in uns dein Gesetz erfüllst durch deinen Heiligen
[1:25] Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:30] Wir sind in 1. Könige 16. Es herrscht Bürgerkrieg im Nordreich
[1:36] Israel zwischen den Parteien von Zimri und von Omri. In Vers 22 lesen wir aber:
[1:45] "Das Volk, das an Omri hing, siegt über das Volk, das an Tibni hing."
[1:50] "Es ging hin und Tibni starb, und Omri wurde König."
[1:54] Im 31. Jahr der Regierung Asas des Königs von Juda, der schon seit Jahrzehnten dort
[2:00] im Südreich regierte, wurde Omri König
[2:03] über Israel. Und er regierte zwölf Jahre lang. In Tirza regierte er sechs Jahre.
[2:08] Das war ja auch der Königssitz seiner Vorgänger gewesen, wie zum Beispiel Sauls oder auch
[2:14] Zimris. Er kaufte aber den Berg
[2:17] Samaria von Schemer um zwei Talente Silber und baute auf dem Berg. Und er nannte die
[2:23] Stadt, die er baute, Samaria, nach dem Namen Schemers, des Herrn des Berges.

[2:30] Hier entsteht jetzt eine neue Hauptstadt, die bis zum Ende des Nordreiches Israel das
[2:37] Zentrum dieses Zehn-Stämme-Staates Israel sein sollte.

[2:44] Und Omri tat, was böse war in den Augen des Herrn, und war schlimmer als alle, die
[2:49] vor ihm gewesen waren. Schon alle Könige vor ihm, sei es Jerobeam, hatten gegen
[2:56] Gott rebelliert, sein Wort beiseitegeschoben und Götzendienst eingeführt.
[3:00] Aber Omri übertraf sie in all dem noch bei Weitem. Und er wandelte in allen
[3:05] Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in seinen Sünden, durch die er Israel zur
[3:11] Sünde verführte, sodass sie den Herrn, den Gott Israels, zu ihren nichtigen
[3:15] Götzen erzürnten. Was aber mehr von Omri zu sagen ist, was er getan hat und seine
[3:20] Macht, die er ausgeübt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der
[3:24] Könige von Israel? Und er legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria, der
[3:29] neuen Hauptstadt, begraben. Und Ahab, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.

[3:36] Im 38. Jahr der Regierung Asas des Königs von Juda wurde Ahab, der Sohn Omris, König über
[3:42] Israel. Und er regierte 22 Jahre lang in Samaria über Israel. Und Ahab, der Sohn
[3:49] Omris, tat, was böse war in den Augen des Herrn, mehr als alle, die vor ihm gewesen
[3:54] waren. Also noch schlimmer als Omri, der schon schlimmer war als alle vor ihm. Wir sehen,
[3:58] wie es mit dem Land immer weiter bergab ging moralisch. Es war nicht genug, dass
[4:04] er in den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wandelte, denn es geschah, dass er
[4:09] sogar Isebel zur Frau nahm, die Tochter Etbaals, des Königs der Sidonier.
[4:14] Und er ging hin und diente dem Baal und betete ihn an.

[4:18] Seit Jahren waren die goldenen Kälber das Zentrum der götzendienstlichen
[4:23] Anbetung im Nordreich Israel. Aber das noch toppen
[4:29] hat jetzt Ahab, der sich tatsächlich dem kanaanäischen Kult des
[4:36] Baal verschrieben und, wie wir sehen werden, den Baal zum Staatsgott in Israel
[4:42] gemacht hat. Das also noch schlimmer getrieben als alle, die vor ihm gewesen
[4:46] sind. Wir sehen, Sünde führt immer weiter in den Ruin. Es gibt kein Limit, wo sie
[4:52] aufhört, sondern sie treibt den, der an ihr festhält, immer tiefer in den
[4:57] Ruin. Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus Baals, das er in Samaria baute.

[5:03] Bisher hatte es die goldenen Kälber in Dan und Bethel gegeben. Jetzt gab es einen
[5:07] Tempel für Baal in der Hauptstadt als Gegenstück zu dem Tempel Gottes in
[5:13] Jerusalem. Ahab machte auch ein Aschera-Standbild, sodass Ahab tat, was den
[5:19] Herrn, den Gott Israels, erzürnte als alle Könige von Israel, die vor ihm gewesen
[5:23] waren. Dieser Punkt wird betont, um deutlich zu machen:
[5:25] Es geht mit dem Nordreich Israel beständig bergab.

[5:32] Zu seiner Zeit baute Hiel von Bethel Jericho wieder auf. Es kostete ihn seinen
[5:37] erstgeborenen Sohn Abiram, als er seinen Grund legte, und seinen jüngsten Sohn
[5:41] Segub, als er seine Tore setzte, nach dem Wort des Herrn, das er durch Josua,
[5:45] den Sohn Nuns, geredet hatte. Das kann man nachlesen, ihr könnt es nochmal finden
[5:49] in Josua 6, was wir vor einiger Zeit hier gelesen haben, als Josua dafür sorgen
[5:55] wollte, dass nie wieder die Stadt Jericho aufgebaut wird und einen Fluch
[5:58] ausgesprochen hat über den, der das versuchen würde. Diese Geschichte soll
[6:02] wohl sinnbildlich oder besser gesagt exemplarisch zeigen, wie stark die
[6:08] Rebellion zu jener Zeit gewesen ist, dass man gegen das Wort Gottes, gegen das, was
[6:13] auch alte Glaubensmänner der Vergangenheit für gut befunden hatten,
[6:17] dagegen rebelliert hat und genau das Gegenteil getan hat. Und trotzdem sehen
[6:22] wir, wie sich hier jetzt die Prophezeiung trotz dieser Rebellion oder gerade wegen
[6:26] dieser Rebellion so deutlich erfüllt: Das, was Josua prophezeit hatte, tritt bis ins
[6:31] Detail hier ein. Gottes Wort bleibt zuverlässig, auch wenn Menschen es
[6:38] beiseiteschieben und ignorieren.

[6:42] Und Elia, der Tischbiter von den Einwohnern Gileads, sprach zu Ahab: "So wahr der Herr
[6:49] lebt, der Gott Israels, vor dessen Angesicht ich stehe:
[6:53] Es soll in diesen Jahren weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, dass ich
[6:59] es sage."

[7:01] Mitten in diesem allgemeinen Abfall, der nicht nur den König, sondern
[7:04] große Teile des Volkes erfasste, der immer tiefer führte weg von Gott, gibt es
[7:09] hier diesen Elia, der jetzt in den kommenden Kapiteln eine
[7:13] große Rolle spielen wird. Elia, der – und das werden wir noch sehen – in gewisser
[7:16] Weise auch ein Typus ist für die Gläubigen am Ende der Zeit, wenn
[7:20] moralischer und geistlicher Verfall die ganze Welt befallen wird. Dieser Elia, der
[7:27] sich ganz offen in einer Zeit des nationalen Abfalls zu dem wahren Gott
[7:32] bekennt und Gottes prophetische Gerichtsbotschaft furchtlos verkündigt.

[7:38] Und das Wort des Herrn erging an ihn folgendermaßen: "Geh fort von hier und
[7:42] wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der östlich vom Jordan fließt.
[7:46] Dort sollst du aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten, dass sie dich
[7:50] dort versorgen." Da ging er hin und handelte nach dem Wort des Herrn. Er ging und
[7:55] blieb am Bach Krit, der östlich vom Jordan fließt. Und die Raben brachten ihm
[7:58] Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und er trank aus dem
[8:03] Bach.

[8:03] Auch uns ist verheißen, dass in der
[8:05] letzten Zeit, wenn wir nicht mehr kaufen noch verkaufen können, wie Offenbarung 13
[8:10] uns sagt, dass Gott tausend Wege hat, von denen wir nichts wissen, um für uns zu sorgen.

[8:16] Es geschah aber nach einiger Zeit, dass der Bach vertrocknete, denn es war kein Regen
[8:21] im Land. Da erging das Wort des Herrn an ihn folgendermaßen: "Mache dich auf
[8:25] und gehe nach Sarepta, das bei Sidon liegt, und bleibe dort. Und siehe, ich habe
[8:31] dort eine Witwe geboten, dass sie dich mit Nahrung versorgt." Und er machte sich
[8:35] auf und ging nach Sarepta. Und als er an das Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe
[8:41] dort, die Holz sammelte. Und er rief zu ihr, er rief ihr zu und sprach: "Hole mir doch
[8:47] ein wenig Wasser im Gefäß, damit ich trinken kann."

[8:51] Wir werden noch sehen, das ganze Volk Israel, vor allem der König, sie suchen
[8:56] den Elia überall und können ihn nicht finden. Und es ist eine unglaubliche
[9:01] Geschichte hier, denn Gott sagt ihm, er soll sich ausgerechnet in der Nähe von
[9:06] Sidon verstecken, nämlich genau aus der Gegend, aus der Isebel, die ja in
[9:11] besonderer Weise diesen Baalskult gefördert hat, wo sie herkommt. Und das
[9:15] war natürlich menschlich gesehen der allerungeeignetste Ort, sich zu verstecken.
[9:20] Aber Gott hat tausend Wege, wie gesagt, von denen wir nichts wissen.
[9:24] Und seine Wege sind oft anders, seine Gedanken sind anders als unsere Gedanken.
[9:28] Und es ist interessant, dass er ausgerechnet dort von Gott bewahrt worden ist.

[9:32] Es gibt einige wenige Geschichten, wo ein Mann in der Bibel eine Frau um Wasser
[9:37] bittet. Eine berühmte Geschichte ist in Johannes 4, als Jesus eine Frau um Wasser
[9:43] bittet. Man erinnert sich auch an Elieser, der die Rebekka um Wasser bittet. Und
[9:51] zwischen diesen Geschichten gibt es interessante Parallelen und auch
[9:54] Kontraste. Das könnt ihr mal für euch selbst
[9:56] studieren. Als sie nun hinging, um es zu holen, rief er ihr nach und sprach:
[10:01] "Bring mir doch auch ein bisschen Brot mit."

[10:07] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber
[10:07] Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns mit deinem Geist so erfüllst,
[10:12] damit wir in dieser Welt, die immer dunkler wird und wo es immer weiter
[10:15] bergab geht mit Moral und geistlichem Verständnis, dass du uns mit deinem
[10:20] Geist so erfüllst, dass wir wie Elia treu zu der Wahrheit stehen, dass wir die
[10:24] prophetische Botschaft furchtlos verkündigen und darauf vertrauen, dass
[10:29] selbst wenn wir dadurch Schwierigkeiten bekommen, dass du für uns da bist und für
[10:34] uns einstehst und versorgst mit allem, was wir brauchen.
[10:37] Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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