In dieser Predigt über 1. Könige 18:35-19:10 beleuchtet Christopher Kramp den dramatischen Sieg Elias über die Baal-Propheten auf dem Berg Karmel und die anschließende Rückkehr des Regens. Er zeigt auf, wie Gottes sofortige Antwort auf Gebete der Umkehr der Verzweiflung Elias weicht, als er vor Isebels Drohungen flieht. Die Botschaft unterstreicht Gottes fürsorgliche Geduld und die Notwendigkeit geistlicher Stärkung, um die Herausforderungen des Glaubensweges zu bestehen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 18:35-19:10
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 401. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sind dir so dankbar, dass du dich uns offenbart hast, dass wir dich kennen dürfen und dass wir wissen dürfen, dass du das Beste von uns willst. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir an diesem heutigen Tag nicht zwischen dir und der Welt hin- und her switchen, nicht auf zwei Seiten hinken, sondern dass wir diesen ganzen Tag mit vollem Bewusstsein und aus Liebe zu dir völlig dir hingegeben leben. Wir wollen uns ganz willig entscheiden und der ganzen Welt zeigen, dass du der Einzige bist, der wirklich unser Leben zum Positiven dauerhaft verändern kannst. Das danken wir dir, dass du das tun wirst und dass du jetzt auch durch dein Wort zu uns sprechen lässt. Im Namen Jesu, Amen.
[1:24] Wir sind in 1. Könige 18. Auf Gottes Befehl hin hat Elia ganz Israel zum Karmel rufen lassen durch Ahab. Und es kommt zum Wettstreit zwischen den vielen Hunderten Baal- und Aschera-Propheten und dem einen Propheten Gottes, des wahren Gottes, nämlich Elia. Es geht darum, dass Opfer gebracht werden sollen, und der Gott, der mit Feuer antworten wird, der soll der wahre Gott sein. Die Baal-Propheten haben fast den ganzen Tag irgendwie versucht, etwas zu erreichen, aber nichts ist geschehen. Nun ruft Elia das Volk nahe zu sich heran und baut den Altar Gottes wieder auf, den Altar Israels mit den zwölf Steinen als Symbol für die zwölf Stämme Israels, und lässt dann alles, den ganzen Altar, das Opfer, alles mehrfach mit Wasser durchtränken.
[2:21] Wir lesen in Vers 35: „Und das Wasser lief rings um den Altar, und auch den Graben füllte er mit Wasser. Und es geschah um die Zeit, da man das Opfer darbringt, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass sie heute erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und dass ich dies alles nach deinem Wort getan habe.“ Der Abfall war so weit gegangen, dass die Israeliten erneut kaum noch eine Idee davon hatten, dass sie eigentlich das Volk jener berühmten Glaubensväter gewesen und dass sie kaum noch wussten, dass wirklich ihr Gott der wahre Gott gewesen ist.
[3:06] Und Elia bezieht sich jetzt hier im Glauben auf die Männer, die schon vor etwa 1000 Jahren zuvor große Erfahrungen mit Gott gemacht haben. So wie wir uns auf die Glaubensväter und -mütter der Bibel berufen können in Zeiten des Abfalls und darum beten dürfen, dass die Menschen auch heute erkennen, dass derselbe Gott des Alten Testamentes und des Neuen Testamentes heute noch immer große Wunder wirkt. „Erhöre mich, oh Herr, erhöre mich, damit dieses Volk erkennt, dass du der Herr, der wahre Gott bist, und damit du ihr Herz zur Umkehr bringst.“
[3:49] Echte Reue, echte Umkehr von der Sünde und Rebellion ist nur möglich, wenn wir erkennen, wer Gott wirklich ist und wie er ist. Und deswegen ist das ewige Leben tatsächlich, dass wir Gott, der allein wahre Gott ist, und den er gesandt hat, Jesus Christus, den Sohn Gottes, erkennen. Nur das bringt uns zu wahrer Umkehr und zur wahren Reue, wenn wir diesen Gott, der hier schon im Alten Testament der Sohn Gottes ja ist, wenn wir diesen Gott erkennen und wissen, wie sehr er uns lieb hat und wie sehr er für uns da ist und wie sehr er uns retten kann.
[4:29] „Da fiel das Feuer des Himmels und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde, und leckte das Wasser auf, das im Graben war.“ Er hatte nur kurz gebetet, und sofort kam das Feuer.
[4:43] Wenn wir um Umkehr bitten, wenn wir darum bitten, dass Gott unserem Herzen Reue schenkt, wenn wir darum bitten, dass wir erkennen, wie er ist, dann beantwortet er dieses Gebet sofort, denn das ist das Gebet, das er immer beantwortet. Feuer vom Himmel fiel herab.
[5:05] Dieses Bild, dass Feuer vom Himmel fällt, ist ein Bild dafür, was Gott für uns tut, um uns von der Sünde zu retten. Er selbst, Jesus, ist Mensch geworden, am Kreuz gestorben, hat sich selbst als Opfer gebracht. Und dieses Feuer der Liebe Gottes verzehrt alles hier.
[5:24] Es ist eine Liebe, die man nicht hindern kann, die dadurch nicht aufgehalten werden kann, die übernatürlich ist, denn dieses Feuer leckte das Wasser auf im Graben. Als das ganze Volk das sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen: „Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott!“ Sie erkennen angesichts des Wunders und angesichts der Botschaft hinter dem Wunder steht, dass der Gott Israels wirklich der reale Gott ist. Elia aber sprach zu ihnen: „Fangt die Propheten Baals, dass keiner von ihnen entkommt!“ Und sie fingen sie. Und Elia führte sie hinab an den Bach Kischon und schlachtete sie dort. Den Götzendienst sollte ausgerottet werden. Und Elia sprach zu Ahab: „Geh hinauf, iss und trink, denn es rauscht, als wolle es reichlich regnen.“
[6:12] Es hatte, wie Jakobus dann im Neuen Testament sagt, dreieinhalb Jahre lang nicht geregnet.
[6:18] Aber jetzt, da das Volk erkannt hatte, wer wirklich Gott ist, als das Volk erkannt hatte, dass Baal nichts konnte, obwohl er ja eigentlich als Regengott bezeichnet worden ist.
[6:29] Jetzt würde der Regen erneut kommen. Ahab ging hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia ging auf den Gipfel des Karmel und beugte sich zur Erde und legte sein Angesicht zwischen seine Knie.
[6:41] Er hat zweimal gebetet: einmal vor dem ganzen Volk und einmal allein. Er sprach zu seinem Burschen: „Geh auf und schau zum Meer hin, zum Mittelmeer, das direkt dort angrenzt.“ Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: „Es ist nichts da.“ Er sprach: „Geh wieder hin.“ So geschah es siebenmal.
[7:01] Es gibt Gebete, die sofort beantwortet werden, Gebete, die darum bitten, dass Gott uns schenkt, dass er uns die Sünde zeigt, uns Sünde vergibt. Gott beantwortet dieses Gebet immer und sofort. Aber das Gebet um besonderen Segen, das Gebet um den Spätregen, das Gebet um die Dinge, die Gott verheißen hat, das kann manchmal Zeit in Anspruch nehmen, weil Gott den Segen dann gibt, wenn wir ihn am dringendsten brauchen, weil er unseren Glauben prüfen möchte. Und beim siebten Mal sprach er: „Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, die Hand eines Mannes.“
[7:44] Da sprach er: „Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahre ab, damit dich der Regen nicht zurückhält!“ Elia wusste, dass das, was nach menschlichem Ermessen nur eine kleine Sache zu sein schien, war die Erfüllung des Wortes Gottes. Und das würde sich in kürzester Zeit zu etwas ganz Gewaltigem entwickeln. Und es geschah: Unterdessen da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein gewaltiger Regen. Ahab aber bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel. Und die Hand des Herrn kam über Elia, und der gürtete seine Lenden und lief vor Ahab her bis nach Jesreel.
[8:21] Und Ahab erzählte der Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte.
[8:27] Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: „Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn ich morgen um diese Zeit mit deinem Leben nicht so verfahre, wie du mit ihrem Leben.“ Sie hatte nichts gelernt, wollte nicht hören, wollte stattdessen den Elia töten, Todesbefehlen. Und als Elia das sah, machte er sich auf und ging fort um seines Lebens willen.
[8:47] Und er kam nach Beerscheba, das zu Juda gehört, und ließ seinen Burschen dort zurück. Da ist der Mann Gottes, der eine der größten Taten der Geschichte der Könige getan hat, der auf dem Berg Karmel alleine für Gott kämpft gegen all die Hunderte Priester von dem gesamten Volk. Also, er lässt sich jetzt durch die Drohung einer Frau so einschüchtern, lässt, dass er das gesamte Nordreich verlässt, in den Süden flieht, und zwar den äußersten Süden, so weit in den Süden, wie überhaupt in den Süden.
[9:16] Danach Beerscheba war ganz weit in den Süden, und dann immer noch weiter und weiter, immer weiter weg, weil er Angst hat um sein Leben. Er selbst aber ging in die Wüste, eine Tagesreise weit, und er kam und setzte sich unter einen Ginsterstrauch. Und er bat für sich den Tod und sprach: „Es ist genug! Nimm nun, Herr, mein Leben, denn ich bin nicht besser als meine Väter.“
[9:37] Interessant, dass ein Mann, der Angst hat, getötet zu werden, jetzt so depressiv wird, dass er tot sein möchte. Er glaubt, alles sei umsonst gewesen. Er hat den Eindruck, selbst dieses gewaltige Wunder hat nicht das bewirkt, was er eigentlich gedacht hat. Er hat den Eindruck, als sei sein Wirken für Gott umsonst, und das kann uns auch passieren. Wir können große Dinge für Gott erlebt haben, mit Gott erlebt haben, dann den Eindruck haben: Es bewirkt sich aber doch nichts. Und wir werden frustriert, werden vielleicht depressiv und wir denken: Das bringt alles nichts.
[10:06] Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und siehe, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: „Steh auf und iss!“ Und als er sich umsah, siehe, da war bei seinem Kopf ein auf heißen Steinen gebackener Brotfladen und ein Krug Wasser. Als er gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
[10:26] Manchmal hilft gegen depressive Verstimmung, gegen ein Niedergeschlagensein, gegen ein Niedergedrücktsein, gutes Essen, gutes Trinken und viel Ruhe.
[10:38] Manchmal sind wir so überarbeitet, dass wir einfach leicht anfällig sind für solche Gedanken. Aber im Fall von Elia war hier noch mehr zu sagen und noch mehr zu erleben.
[10:49] Und der Engel des Herrn kam zum zweiten Mal und rührte ihn an und sprach: „Steh auf und iss, denn der Weg ist sonst zu weit für dich.“ Und er stand auf und aß und trank. Und da ging er in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte lang bis an den Berg Gottes, den Horeb. Er hatte beim ersten Mal gegessen, aber nicht genug gegessen. Der Engel sagt zu ihm, dass für die Reise, die vor ihm besteht, er mehr braucht.
[11:14] Vielleicht ein interessantes Bild dafür, dass wir manchmal der Meinung sind, dass mit dem, was wir uns geistlich zu uns zugeführt haben, wir für den Weg, der vor uns ist, ausgerüstet sind. Aber der Engel sagt: „Nein!“
[11:28] Einer der Gründe, warum du so leicht so leicht deprimiert bist, ist, dass der Weg so lang ist und du mehr brauchst. Du brauchst, du musst gestärkter sein, um diese Reise bestehen zu können.
[11:39] Hast du, liebe Freundin, genug geistliches Brot, Wort Gottes, aufgenommen für die lange Reise, die vor uns liegt?
[11:51] Und er stand auf und aß und trank. Und er ging in der Kraft dieser Speise 40 Tage und 40 Nächte lang bis an den Berg Gottes, den Horeb. Diese Verbindung 40 Tage und Berg Horeb erinnert uns natürlich sofort an Mose. Und wir werden noch sehen, es gibt einige Parallelen zwischen Elia und Mose. Und er ging dort in eine Höhle hinein und blieb dort über Nacht. Und siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm und er sprach zu ihm: „Was willst du hier, Elia?“ Der Sinai war der Ort gewesen, wo schon einmal Feuer vom Himmel vor dem ganzen Volk gekommen war und dann das Volk trotzdem abgefallen war.
[12:26] Er sprach: „Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen und deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen.“
[12:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass wenn wir zu dir um Reue und Buße beten, du es sofort beantwortest, und dass wir wissen dürfen, dass wenn wir um bestimmte Segnungen bitten, die du verheißen hast, und die Antwort nicht gleich sofort kommt, dass sie dann doch dann kommt, wenn es am besten für uns ist. Und wir danken, dass du Geduld mit uns hast, auch wenn wir erschöpft sind, auch wenn wir plötzlich Angst bekommen, plötzlich Dinge tun, die irrational sind, dass du uns nicht aufgibst, sondern uns nachgehst und stärkst und wieder zu dir führst. Dafür danken wir dir. Im Namen Jesu, Amen.
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