In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Könige 19 und 20. Er spricht über Elias tiefe Depression nach dem Karmel-Wunder und wie Gott ihn durch ein sanftes Säuseln und die Berufung Elisas neu ausrichtet. Zudem wird die Bedrohung Israels durch König Ben-Hadad von Aram thematisiert, wobei Ahabs anfängliche Kapitulation und die spätere Weigerung beleuchtet werden. Die Botschaft betont Gottes souveränes Handeln und die Existenz treuer Gläubiger, auch wenn die Lage aussichtslos erscheint.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 19:11-20:10
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Seite 402. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du so fürsorglich bist und dass auch, wenn wir schwach sind, wenn wir verzweifelt sind, wenn wir keinen Sinn mehr richtig sehen, dass du uns nicht aufgibst, dass du für uns da bist, dass du uns stärkst und dass wir mit allem, den Sorgen, Nöten, die Dinge, die wir nicht verstehen, zu dir kommen können und bei dir neuen Trost, neue Ausrichtung und eine neue Vision bekommen, wie du uns gebrauchen möchtest. Herr, hilf uns, stärke uns und heute sprich erneut durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:16] Wir sind in 1. Könige 19. Elia hat die Nachricht erhalten, dass Isebel ihn töten möchte. Und obwohl er am Tag zuvor auf dem Berg Karmel ein gigantisches Wunder erlebt hat und das ganze Volk begeistert gewesen ist über das, was sie erkannt haben, dass Gott der Herr wirklich der wahre Gott ist, hat er jetzt doch Angst um sein Leben, rennt und entwickelt so eine echte Depression, in der er den Eindruck hat, alles ist umsonst gewesen und all sein Dienst hat nichts gebracht. Er wird gestärkt durch Brot und Wasser, das ihm von einem Engel gereicht wird, und er geht dann 40 Tage und 40 Nächte zum Horeb, wo er sich erneut beschwert. Wir lesen in Vers 11:
[2:03] "Aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn! Und siehe, der Herr ging vorüber, und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, ging vor dem Herrn her. Der Herr war aber nicht in dem Wind. Und nach dem Wind kam ein Erdbeben, aber der Herr war nicht in dem Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer, der Herr war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Säuselns." Auch Mose stand auf dem Berg Sinai und hat dort gesehen, wie, und hat dort erlebt, wie Gott vor ihm vorübergegangen ist. Gott hatte damals seinen Charakter, den Charakter der Barmherzigkeit, der Liebe, der langsam zum Zorn ist, offenbart. Und eine ganz ähnliche Lektion, glaube ich, möchte hier dem Elia auch deutlich machen.
[3:00] Und es geschah, als Elia dies hörte, da verhüllte er sein Angesicht mit seinem Mantel, und er ging hinaus und trat an den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam eine Stimme zu ihm, die sprach: "Was machst du hier, Elia?" Er sprach: "Ich habe heftig geeifert für den Herrn, den Gott der Heerscharen, denn die Kinder Israels haben deinen Bund verlassen, deine Altäre niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht, und ich allein bin übrig geblieben, und sie trachten danach, mir das Leben zu nehmen." Trotz all dem, was er gerade mit Gott erlebt hat am Berg, kommt nur das alte Schema, das er jetzt schon eingeredet hat: Er ist ganz alleine, niemand ist auf seiner Seite, niemand hält. Obwohl er ja weiß, Obadja hat ihm ja erzählt, es gibt mehr als 100 Propheten, die überlebt haben, die versorgt worden sind. Aber er blendet das aus. Er sieht nur noch sich und seine Probleme. Aber es heißt jetzt in 15: "Aber der Herr sprach zu ihm:
[3:51] Kehre wieder auf deinem Weg zurück zur Wüste und wandere nach Damaskus und gehe hinein und salbe Hasael zum König über Aram. Auch solltest du Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel salben. Und Elisa, den Sohn Schaphats von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten salben an deiner Stelle. Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaels entflieht, den soll Jehu töten. Und wer dem Schwert Jehus entflieht, den soll Elisa töten." Gott sagt: Ich weiß, was es an Unheil und Bosheit und Schlechtigkeit im Volk gibt, aber ich sehe nicht tatenlos zu, sondern ich werde Gericht sein, werde weiter Gericht senden, um das Volk zur Einsicht zu bringen oder die, die sich nicht zur Einsicht bringen lassen, sie zu bestrafen, und zwar durch den König von Aram, Damaskus, und dann auch noch eine neue Dynastie, die in Nordisrael gegründet werden soll durch den Jehu, den Sohn Nimschis, und natürlich durch einen Propheten, der deinen Dienst weiterführen wird, nämlich Elisa. Dein Dienst ist nicht umsonst, dein Dienst wird weitergeführt, wenn auch nachdem du dann auf dieser Erde nicht mehr sein wirst.
[5:08] "Ich habe in Israel 7000 übrig bleiben lassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküsst." Gott macht deutlich: Die Lage ist nicht so schlimm, wie du denkst. Wir neigen manchmal dazu, trotz unseres Eifers für Gott, die Lage schlimmer einzuschätzen, als sie wirklich ist. Oft neigen wir dazu auch Dinge zu verharmlosen, aber manchmal neigen wir dazu auch die Dinge so dramatisch zu sehen, dass wir glauben, niemand hilft und wir sind ganz allein. Gott sagt: Nein, so ist es nicht. Es gibt noch viele mehr, von denen du gar nichts weißt, die treu zu mir stehen.
[5:42] Wenn wir den Eindruck haben, alles ist umsonst, nun möchte Gott uns heute sagen: Ich habe mehr, die zu mir jetzt auf mich, mir glauben, auf mich zählen, zu mir halten, als du dir vorstellen kannst.
[5:53] Und er ging von dort den Weg und fand Elisa, den Sohn Schaphats, der pflügte mit zwölf Jungrindern vor sich her, und er selbst war beim zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn. Er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: "Lass mich noch meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen." Er sprach: "Geh hin und kehre wieder zurück, denn was habe ich dir getan?" Der wandte sich von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte sie und kochte das Fleisch mit dem Geschirr der Rinder und gab es dem Volk, dass sie aßen. Dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm. Elisa wurde der Nachfolger Elias, nicht durch ein großes Wunder, nicht durch eine besondere Erfahrung, sondern dadurch, dass er das, was er bisher getan hat, aufgab und zum Diener des Elia wurde. Es ist im Dienst, in den einfachen Dingen des Dienstes, dass wir die wesentlichen Dinge lernen, die wir brauchen, um einmal große Aufgaben im Werk Gottes übernehmen zu können.
[7:03] Und Ben-Hadad, der König von Aram, versammelte seine ganze Heeresmacht, und 32 Könige waren mit ihm, und Pferde und Wagen. Und er zog herauf und belagerte Samaria und führte Krieg gegen es. Wir wissen auch aus außerbiblischen Quellen, dass Aram-Damaskus in jenen Jahrzehnten dieser Zeit eine Fähigkeit entwickelte, andere Könige in Allianzen zusammenzuschweißen. Und er sandte Boten in die Stadt zu Ahab, den König von Israel, und ließ ihm sagen: "So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und Gold gehört mir, und deine schönsten Frauen und Kinder gehören auch mir." Wir sehen hier schon, welche Macht jetzt Aram-Damaskus entwickelt hat. Der König von Israel antwortete und sprach: "Mein Herr und König, wie du gesagt hast: Ich gehöre dir und alles, was ich habe." So stark ist der Ben-Hadad, dass der Ahab bereit ist, auf dieses Angebot, diese Forderung einzugehen. Und die Boten kamen wieder und sprach: "Und so spricht Ben-Hadad und sagt: Wohl habe ich zu dir gesandt und dir sagen lassen: Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Söhne sollst du mir geben. Da will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, dass sie dein Haus und die Häuser deiner Knechte durchsuchen, und es wird geschehen: Alles, was in deinen Augen lieblich ist, sollen sie an sich nehmen und forttragen." Da rief der König von Israel alle Ältesten des Landes zu sich und sprach: "Erkennt doch und seht, dass dieser Böses vorhat, denn er hat zu mir gesagt, und meine Frauen und meine Söhne, mein Silber und Gold zu fordern, und ich habe es ihm nicht verweigert." Da sprachen alle Ältesten und das ganze Volk zu ihm: "Du sollst nicht darauf hören und nicht einwilligen."
[8:32] Da sprach Ahab zu den Boten Ben-Hadads: "Meinem Herrn, dem König, alles, was du deinem Knecht zuerst geboten hast, will ich tun, aber dieses kann ich nicht tun." Und die Boten gingen hin und meldeten es. Da sandte Ben-Hadad zu ihm und ließ ihm sagen: "Die Götter sollen mir dies und das tun, wenn der Staub Samarias hinreicht, dass jeder von dem Volk, das ich anführe, nur eine Handvoll davon nimmt."
[9:00] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du unsere Perspektive wieder geraderückst. Dass wenn wir vielleicht verzweifelt den Eindruck haben, dass es alles sinnlos ist, was wir tun, wenn wir den Eindruck haben, dass es mit einer Gemeinde, mit einem Volk bergab geht und niemand sich dagegen stemmt. Aber danke, dass du uns zeigst, ganz egal, wie wir uns gerade fühlen, dass du überall Menschen hast, die deinen Willen tun, die dich lieben, dass du Menschen hast, die zu dir halten, von denen wir gar nichts wissen. Und dass es nicht gut ist, wenn wir uns so sehr auf uns selbst fokussieren, auf die Probleme, die wir sehen, sondern hilf uns, dass wir mit dem Vertrauen darauf, dass du dein Werk zum Abschluss bringen wirst und dass du Übrige hast auf dieser ganzen Welt, dass wir vertrauen darauf, wieder in unsere Arbeit gehen und tun, was du uns geheißen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]
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