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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblische Erzählung aus 1. Könige 20. Er analysiert den Konflikt zwischen König Ahab von Israel und Ben-Hadad von Aram-Damaskus, wobei Gottes Eingreifen Ahab zum Sieg verhilft. Kramp betont dabei die wichtige Lektion, dass ein Sieg nicht das Ende des Kampfes bedeutet, sondern zur Vorbereitung auf die nächste Herausforderung anspornen sollte, und dass Gott über alle Orte und Umstände herrscht.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik]
Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 403. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns in Aufgaben berufst, die wir in deinem Werk tun dürfen. Und danke, dass wir langsam lernen dürfen und dass du uns mit kleinen Aufgaben zuerst betraust. Herr, hilf uns, dass wir heute durch den Alltag gehen, was immer wir für dich tun können, dass wir es mit einem neuen Geist der Liebe und des Dienstes tun, dass du Wohlgefallen daran haben kannst. Ja, darum bitten wir dich, dass du das durch deinen Geist in uns bewirkst. Im Namen Jesu. Amen.

[1:15] Wir sind in 1. Könige Kapitel 20. Der König von Aram-Damaskus, Ben-Hadad, hat sich äußerst schlecht gegenüber Ahab verhalten, will ihm alles wegnehmen, was er hat, und droht jetzt, weil Ahab verständlicherweise darauf nicht eingehen kann, mit Krieg. Wir lesen in Vers 11: "Aber der König von Israel antwortete und sprach: Sagt, wer das Schwert umgürtet, sollte sich nicht rühmen wie der, der es ablegt." Und es geschah, als Ben-Hadad dies hörte und er gerade mit den Königen in den Zelten trank, sprach er zu seinen Knechten: "Greift an!" Da stellten sie sich auf zum Angriff gegen die Stadt. Aber siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und sprach: "So spricht der Herr: Hast du diesen ganzen großen Haufen gesehen? Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben, und du sollst erkennen, dass ich der Herr bin."

[2:19] Gott nutzt diese Krise, diese äußere Krise des Krieges, der Belagerung von Samaria, um dem Ahab eine weitere Chance zu geben, zu erkennen, dass Gott, der Gott Israels, der Gott, der von Elia gekündigt worden ist, wirklich der wahre Gott ist. Gott findet hier offensichtlich einen anderen Propheten. Gott hat viele Wege, von dem wir nichts zu wissen brauchen, nicht immer den Elia. Er sendet einen anderen Propheten, der jetzt dem Ahab dieses sagt. Und Ahab fragte: "Durch wen?" Und er sprach: "So spricht der Herr: Durch die Knechte der Gebietskommandanten." Und er fragte: "Wer soll den Kampf beginnen?" Und er sprach: "Du!"

[3:02] Manchmal stellen wir auch die Frage: Wer soll eigentlich diese Arbeit beginnen? Es müsste getan werden, aber ich weiß nicht, wer soll damit anfangen? Und oft ist Gottes Antwort: "Du selbst!" Wenn du siehst, dass ein Werk getan werden muss, wenn du siehst, dass es losgehen soll, wer das verstanden, dass Gott sich wünscht, dass man im Glauben vorangeht, und du weißt es dann, bist du diejenige oder derjenige, der es am besten tun kann, weil wenn Gott dich beruft dazu.

[3:26] Da musterte er die Knechte der Gebietskommandanten, und es waren 232. Und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Söhne Israels, 7.000 Mann. Eine ziemlich kleine Armee im Vergleich zu dem, was man sonst schon an Armeegrößen gesehen hat, auch im Alten Testament, und auch gemessen an dem, was die Aramäer wohl hier zusammengezogen hatten. Sie zogen aus um Mittag. Ben-Hadad aber aß und betrank sich in den Zelten, er und die Könige, die 32 Könige, die ihm zu Hilfe gekommen waren. Damals gab es nördlich von Israel eine ganze Reihe von aramäischen und syrischen, sogenannten kleinen Fürstentümern, an kleinen Fürsten, nicht wie man Stadtkönige, wie man kleinen Königreichen, die hier sich verbündet hatten.

[4:13] Aber die Knechte der Gebietskommandanten zogen zuerst aus. Und Ben-Hadad sandte Kundschafter aus, und man meldete ihm und sprach: "Es sind Männer aus Samaria ausgezogen." Da sprach er: "Gleich ob sie zum Frieden oder zum Krieg ausgezogen sind, fangt sie lebendig!"

[4:29] In anderen Worten: Sie werden wohl keine große Gefahr für uns darstellen. Jene aber zogen zur Stadt hinaus, nämlich die Knechte der Gebietskommandanten und das Heer hinter ihnen her. Und jeder schlug seinen Mann, so dass die Aramäer flohen und Israel ihnen nachjagte. Ben-Hadad aber, der König von Aram, entkam auf einem Pferd mit den Reitern. Und der König von Israel zog aus und schlug Pferde und Wagen und brachte den Aramäern eine große Niederlage bei.

[4:53] Da trat der Prophet zum König von Israel und sprach zu ihm: "Geh hin, stärke dich und erkenne und sieh, was du zu tun hast, denn der König von Aram wird gegen dich heraufziehen, wenn das Jahr vorbei ist."

[5:04] Auch das ist eine wichtige Botschaft: Ein Sieg ist nicht das Ende des Kampfes. Sondern wenn wir einmal gewonnen haben, dürfen wir wissen: Der Feind wird wiederkommen. Wenn wir einen Sieg errungen haben, einen geistlichen Sieg, sollten wir uns stärken und vorbereiten, denn der Satan wird sicherlich auch an dieser Stelle wieder uns angreifen. Wir sollten vorbereitet sein auf den nächsten Kampf.

[5:25] Die Knechte des Königs von Aram nun sprachen zu ihm: "Ihr Gott ist ein Gott der Berge. Deshalb haben sie uns überwunden. Aber lasst uns mit ihnen auf der Ebene kämpfen, gewiss werden wir sie überwinden."

[5:36] Die Menschen damals im Alten Orient dachten, dass Götter eher so an bestimmte Orte gebunden sind, dass sie so territorial verortet werden können und Spezialitäten haben. Der eine war ein Gott des Sees, der andere ein Gott des Meeres, vielleicht ein Gott des Himmels und der Unterwelt, wie man sich das so vorstellt. Aber diese Idee, dass jemand, dass Gott tatsächlich über alles herrscht und alles kann, das war ihnen ziemlich fremd. Die Israeliten sollten ja genau diese Idee den anderen Völkern weitergeben, dass es einen wahren Gott gibt, der alles kann und alles weiß.

[6:03] "Darum handle du so: Setze die Könige ab von ihren Posten, und setze an ihrer Stelle Statthalter. Du aber verschaffe dir ein Heer wie das Heer, das du verloren hast, und Pferde und Wagen wie jene waren. Und lasst uns in der Ebene gegen sie kämpfen, so werden wir sie gewiss überwinden." Und er hörte auf ihre Stimme und machte es so. Als das Jahr vorbei war, musterte Ben-Hadad die Aramäer und zog herauf nach Aphek gegen Israel zu kämpfen. Er hatte also offensichtlich alles restrukturiert, hatte die einzelnen Königreiche noch stärker in die Verwaltung seines eigenen Reiches eingebunden, eine Armee aufgestellt. Und die Söhne Israels wurden ausgemustert und mit Lebensmitteln versehen und zogen ihnen entgegen. Und die Söhne Israels lagerten sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden Ziegen. Die Aramäer aber erfüllten das Land. Und der Mann Gottes trat dazu und redete zum König von Israel, sprach: "So spricht der Herr: Weil die Aramäer gesagt haben: Der Herr sei ein Gott der Berge und nicht ein Gott der Täler, ebenso habe ich diese ganze große Menge in deine Hand gegeben, damit ihr erkennt, dass ich der Herr bin."

[7:07] All das, was Gott tut in dieser Zeit und natürlich grundsätzlich, dient dazu, dass wir in den Erfahrungen, die wir mit ihm machen, erkennen, wer er ist und wie er ist.

[7:16] Und sie lagerten sieben Tage lang einander gegenüber. Und es geschah am siebten Tag, kam es zur Schlacht. Und die Söhne Israels zerschlugen von den Aramäern an einem Tag 100.000 Mann Fußvolk. Ein gewaltiger Sieg! Und die Übriggebliebenen flohen nach Aphek in die Stadt, und die Mauer fiel auf die 27.000 Mann, die übrig geblieben waren. Ben-Hadad floh auch und ging in die Stadt bis in die innerste Kammer. Da sprachen seine Knechte zu ihm: "Sieh doch, wir haben gehört, dass die Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind. So lasst uns nun Sacktuch um unsere Lenden legen und Strick um unser Haupt und lasst uns zum König von Israel hinausgehen. Vielleicht lässt er deine Seele leben."

[8:02] Lasst uns gemeinsam beten. Herr, wir danken dir für jeden einzelnen Sieg, den du uns in unserem persönlichen Alltag schenkst. Lass uns diese Lehre vor Augen halten und nicht vergessen, dass wir, wenn wir einen Sieg errungen haben, die nächste Schlacht schon auf uns warten hat. Dass wir dann nicht die Zügel schleifen lassen, dass wir dann uns nicht gehen lassen, sondern wissen, dass wir, gerade weil wir einen Sieg errungen haben, jetzt die besondere Gelegenheit haben, uns zu stärken und vorzubereiten, damit der nächste Sieg durch deine Kraft noch leichter sein wird. Darum bitten wir dich, dass du uns dabei hilfst, dass du uns dabei hilfst, jeden Tag aufs Neue. Im Namen Jesu.
[8:40] [Musik]


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