In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die tragische Geschichte von Nabots Weinberg aus 1. Könige 21:11-22:3. Er schildert, wie König Ahab und Königin Isebel durch Intrigen Nabot ermorden lassen, um seinen Besitz an sich zu reißen. Der Sprecher betont Gottes gerechtes Gericht, das durch den Propheten Elia verkündet wird, aber auch Gottes Gnade, die Ahabs Demut begegnet. Die Botschaft unterstreicht, dass selbst in tiefster Sünde Umkehr möglich ist und Gott auf ein aufrichtiges Herz reagiert.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Könige 21:11-22:3
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik]
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 405.
[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass wir heute erneut deine Stimme in deinem Wort hören können. Und wenn es uns zeigt, dass wir Dinge falsch getan haben, oder wenn es uns zeigt, dass Dinge, die wir unbedingt haben möchten oder erleben möchten, vielleicht gar nicht dein Wille sind, dann möchten wir dich bitten, dass du uns hilfst, das im Glauben anzunehmen, dass das Beste für uns ist und dass wir uns unter dein Wort stellen und nicht dagegen rebellieren. Sprich du durch dein Wort heute zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:14] Wir sind in 1. Könige 21. Ahab ist wütend, weil dort der Israelit Nabot nicht seinen Weinberg verkaufen möchte.
[1:27] Aber Isebel hat einen Plan und möchte durch gefälschte Briefe im Namen und mit dem Siegel Ahabs den Nabot umbringen lassen.
[1:44] Wir lesen den Vers 11: "Und die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Edlen, die in seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen aufgetragen hatte, wie in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen zugesandt hatte. Sie ließen einen Fasten ausrufen und setzten Nabot oben an unter dem Volk. Da kamen die beiden Männer, die Söhne Belials, und traten gegen Nabot auf und legten Zeugnis ab gegen Nabot vor dem Volk und sprachen: 'Nabot hat Gott und dem König geflucht!' Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, sodass er starb."
[2:12] Was für eine dramatische, schlimme Situation, dass Menschen bereit sind, einen unschuldigen Mann ans Messer zu liefern, nur weil sie einen Auftrag vom König – und in diesem Fall sogar nur vermeintlich vom König – erhalten haben.
[2:27] Wir sollten niemals einfach solch einen Kadavergehorsam entwickeln, indem wir anderen Menschen schädigen, nur weil es uns aufgetragen worden ist.
[2:37] Und sie sandten Botschaft zu Isebel und ließen ihr sagen: "Nabot ist gesteinigt worden und ist tot."
[2:43] Die Parallelen zu David und Joab in der Sache des Urija drängen sich hier natürlich auf.
[2:53] Und es geschah, als Isebel hörte, dass Nabot gesteinigt worden und tot sei, da sprach Isebel zu Ahab: "Steh auf und nimm den Weinberg Nabots des Israeliten in Besitz, den er dir nicht um Geld geben wollte. Denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot."
[3:10] Als nun Ahab hörte, dass Nabot tot war, da machte er sich auf, um zum Weinberg Nabots des Israeliten hinabzugehen und ihn in Besitz zu nehmen.
[3:19] Aber das Wort des Herrn erging an Elia, den Tischbiter, folgendermaßen: "Mache dich auf und geh hinab entgegen dem König von Israel, der in Samaria ist. Siehe, er ist im Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen."
[3:34] Derselbe Gott, der David gewarnt hat durch Nathan und ihm deutlich gemacht hat, dass es Sünde ist, was er getan hat, derselbe Gott sendet jetzt Elia, um Ahab von seiner Sünde – die Sünde deutlich vor Augen zu stellen.
[3:51] "Du sollst aber zu ihm sagen: 'So spricht der Herr: Hast du gemordet und in Besitz genommen?' Und du sollst weiter mit ihm reden und sagen: 'So spricht der Herr: An der Stelle, wo die Hunde Nabots Blut geleckt haben, sollen die Hunde auch dein Blut lecken, ja, das deine!'"
[4:06] Und Ahab sprach zu Elia: "Hast du mich gefunden, mein Feind?"
[4:09] Wir erinnern uns an die ähnliche Anrede, als er nach den dreieinhalb Jahren Hungersnot, als es nicht geregnet hatte, den Elia als denjenigen bezeichnet hatte, der Israel ins Unglück stürzt.
[4:21] Elia sprach: "Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, das zu tun, was böse ist in den Augen des Herrn."
[4:29] Elia macht wiederum deutlich: Nicht Elia ist das Problem, sondern Ahab ist das Problem, der nicht bereit ist, Korrektur anzunehmen und der immer wieder das Böse tut.
[4:40] "Siehe, ich will Unheil über dich bringen und deine Nachkommen wegfegen. Ich will von Ahab ausrotten, was männlich ist, Mündige und Unmündige in Israel."
[4:48] Genau das war schon dem Haus der Dynastie von Jerobeam passiert, das war der Dynastie von Baascha passiert.
[4:57] Und das sollte jetzt auch der Dynastie von Omri passieren. "Und ich will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baaschas, des Sohnes Ahijas, um der Herausforderung willen, womit du mich zum Zorn herausgefordert und Israel zur Sünde verführt hast."
[5:13] "Und auch über Isebel redete der Herr und sprach: 'Die Hunde sollen Isebel fressen vor der Festungsmauer von Jesreel.'"
[5:23] "Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer auf dem Feld stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen."
[5:29] Das ist ein Bild dafür, dass diese Leichname nicht begraben werden – eine besondere Schande, wenn sie unbegraben liegen und dann von den wilden Tieren gefressen werden. Ein Bild, das sich bis in Offenbarung 19 immer wieder in der Bibel findet als Ausdruck für einen schändlichen Tod.
[5:47] "Gar niemand war wie Ahab, der sich verkauft hatte, zu tun, was böse war in den Augen des Herrn, wozu seine Frau Isebel ihn anstachelte."
[5:56] "Er verübte sehr viele Gräuel, den Götzen nachfolgte, ganz wie es die Amoriter getan hatten, die der Herr vor den Kindern Israels vertrieben hatte."
[6:03] Hier sehen wir: Mit Ahab war ein absoluter Tiefpunkt gekommen in der Geschichte Israels.
[6:12] Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete und schlief im Sacktuch und ging still einher.
[6:22] Da ging das Wort des Herrn an Elia, den Tischbiter, folgendermaßen: "Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir gedemütigt hat? Weil er sich nun vor mir gedemütigt, will ich das Unheil nicht zu seinen Lebzeiten hereinbrechen lassen. Erst zu Lebzeiten seines Sohnes will ich das Unheil über sein Haus bringen."
[6:40] Selbst der schlimmste König kann durch das Wort Gottes angesprochen werden, und Gott sieht es. Egal, wie schlimm wir gefallen sind, egal, wie schwer wir uns versündigt haben: Wenn das Wort Gottes doch einen Weg in unser Herz trifft und findet, dann dürfen wir auch glauben, dass Gott das sieht.
[6:57] Und sie blieben drei Jahre lang ruhig, und es gab keinen Krieg zwischen den Aramäern und Israel.
[7:04] Im dritten Jahr aber zog Josaphat, der König von Juda, zum König von Israel hinab.
[7:11] Und der König von Israel sprach zu seinen Knechten: "Wisst ihr nicht, dass Ramot in Gilead uns gehört und wir sitzen still und entreißen es nicht der Hand des Königs von Aram?"
[7:21] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass egal, wie tief wir gefallen sind, wenn wir unser Herz dir öffnen, dass dein Geist in der Lage ist, uns zu echter Buße und echter Reue zu bringen. Und das auch, wenn wir schon viele Warnungen in den Wind geschlagen haben: Wenn wir diese deine jetzige Warnung in Anspruch nehmen, dass du siehst und dass du bewirken kannst, dass wir umkehren. Herr, darum bitten wir dich heute im Namen Jesu. Amen.
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