In diesem Video beleuchtet Christopher Kramp die biblische Erzählung aus 2. Könige 2:15-3:11, die sich auf die frühen Wunder und Herausforderungen im Dienst des Propheten Elisa konzentriert. Es werden die Heilung des Wassers von Jericho, die Bestrafung der Spötter von Bethel und der Feldzug der Könige von Israel, Juda und Edom gegen Moab behandelt. Kramp betont die Bedeutung von Gehorsam gegenüber Gottes Wort und Elisas Vorbereitung durch treuen Dienst für größere Aufgaben, während er auch die historische Relevanz der Mescha-Stele erläutert.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 2:15-3:11
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit 2. Könige 2:15-3:11.
[0:35] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns so überreich segnen möchtest und auch gesegnet hast schon, Herr. Wir wünschen uns heute ein Herz, das bereit ist, all den Segen deiner ganzen Fülle aufzunehmen, nicht zufrieden zu sein mit ein wenig und ein bisschen, sondern so viel wie möglich von deinem Segen aufzusaugen und mitzunehmen. Herr, wir wünschen uns, so wie Elisa, eine besonders große Portion vom Heiligen Geist in unserem Leben. Und wir danken dir, dass du versprochen hast, dass, wenn wir darum bitten, wir es erhalten werden. Und so bitten wir dich jetzt, dass du durch den Heiligen Geist zu unserem Herzen sprichst, dass wir dein Wort verstehen können. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:24] Wir sind in 2. Könige Kapitel 2. Elia, der Prophet, ist im Sturmwind zum Himmel aufgefahren und Elisa hat seinen Platz eingenommen und ist durch den Jordan hindurch zurückgekehrt. Wir lesen den Vers 15: „Als aber die Prophetenjünger, die bei Jericho ihm gegenüberstanden, das sahen, sprachen sie: Der Geist Elias ruht auf Elisa. Und sie gingen ihm entgegen und verneigten sich vor ihm zur Erde. Und sie sprachen zu ihm: Siehe doch, es sind unter deinen Knechten 50 tüchtige Männer. Lasst diese gehen und euren Herrn suchen. Vielleicht hat ihn der Geist des Herrn genommen und auf irgendeinen Berg oder irgendein Tal geworfen. Er aber sprach: Sendet sie nicht! Aber sie drangen in ihn, bis er ganz verlegen wurde und sprach: So sendet sie! Da sandten sie 50 Männer, die suchten ihn drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. Und als sie wieder zu ihm zurückkehrten, als er noch in Jericho war, sprach er zu ihnen: Habe ich nicht gesagt, ihr solltet nicht hingehen?“
[2:33] Es gibt manche Dinge, die sind einfach reine Zeitverschwendung. Und den Leichnam eines Menschen zu suchen, der von Gott selbst in den Himmel aufgenommen worden ist, ist absolut Zeitverschwendung. Hätten sie gleich gehört auf den Elisa, dann hätten sie sich das ersparen können. Und hier sehen wir ein interessantes Prinzip, das wir wirklich weise auf unser Leben auch so übertragen können, dass Gott uns manchmal Dinge sagt, dass wir sie nicht tun sollen, weil es nichts bringen wird. Und dann investieren wir und investieren und wollen unbedingt, und Gott erlaubt uns dann zu gehen, nur damit wir dann persönlich feststellen, dass es tatsächlich so sinnlos war, wie Gott es uns am Anfang gesagt hat, damit wir auch gleich hören würden, wenn wir gleich hören würden auf das, was Gott uns sagt.
[3:18] Und die Männer der Stadt sprachen zu Elisa: „Siehe doch, in dieser Stadt ist gut wohnen, wie man hier sieht, aber das Wasser ist schlecht und das Land ist unfruchtbar.“ Da sprach er: „Bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein.“ Und sie brachten es ihm. Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein und sprach: „So spricht der Herr: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht. Es soll fortan weder Tod noch Unfruchtbarkeit daraus kommen.“ So wurde das Wasser gesund bis zu diesem Tag, nach dem Wort, das Elisa geredet hatte.
[3:50] Wir haben uns vielleicht dabei auch an die Geschichte in 2. Mose 15 erinnert, als die Israeliten auf ihrer Wüstenwanderung, kurz nach dem Durchzug durch das Rote Meer, an ein bitteres Wasser kamen, das sie Mara nannten, und dort Mose ein Holz hineinwarf und das Wasser süß machte.
[4:10] Und er ging von dort hinauf nach Bethel. Als er nun den Weg hinaufging, kamen kleine Knaben zur Stadt hinaus. Wichtig ist hier, dass das Hebräische auch Jünglinge, Teenager meinen kann, junge Männer, die verspotteten ihn und riefen ihm zu: „Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!“ Möglicherweise hat diese Formulierung „Komm herauf!“ eine spöttische Anspielung auf die Himmelfahrt des Elia bei sich. Mit anderen Worten, diese jungen Männer verspotten den Elisa, weil er, so denken sie, nicht zum Himmel aufgefahren ist, im Gegensatz zu Elia. Da wandte er sich um und als er sie sah, fluchte er ihnen im Namen des Herrn. Da kamen zwei Bären aus dem Wald und zerrissen 42 Kinder. Und er ging von da auf den Berg Karmel und kehrte von dort wieder nach Samaria zurück.
[5:10] Das ist ganz bemerkenswert: In 2. Könige 1 gibt es Männer, die sagen: „Komm herab, du Mann Gottes!“, und sie sterben. Und hier gibt es Männer, junge Männer, die sagen: „Komm herauf!“, ebenfalls zu einem Propheten, einmal zu Elia, einmal zu Elisa, und auch sie sterben. Das eine Mal, weil die Hauptmänner dachten, dass sie ihre militärische Macht über Elia ausdrücken konnten, damit ihre eigene Autorität über das Wort Gottes stellten. Das andere Mal, dass diese jungen Männer durch Spott sich über den Propheten lustig machten. Nun, damit ein Symbolbild für alle, die das Wort Gottes verachten und verspotten. In beiden Fällen führt das zum Tod. Lasst uns das Wort Gottes weder verachten und verspotten, noch lasst uns unsere eigene Meinung über das Wort Gottes stellen, sondern demütig vor dem Wort Gottes zittern.
[6:05] Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria im achtzehnten Jahr Josaphats, des Königs von Juda. Und er regierte zwölf Jahre lang. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter, also Ahab und Isebel, denn er beseitigte den Gedenkstein des Baal, den sein Vater gemacht hatte. Also es war ein böser König, aber es gab zumindest eine kleine Reformation, so einen Schritt in die richtige Richtung, indem nicht der Baalskult hier zumindest formal in Samaria aufhörte. Aber er hielt fest an den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte, und ließ nicht davon. Mit anderen Worten, die goldenen Kälber, der Götzendienst, der in Dan und Bethel eingerichtet worden war, der blieb unvermindert bestehen.
[7:00] Mesa aber, der König der Moabiter, war ein Schafzüchter und entrichtete dem König von Israel 100.000 Lämmer und 100.000 Widder samt der Wolle als Abgabe. Und es geschah, als Ahab tot war, da fiel der König der Moabiter von dem König von Israel ab. Diese Geschichte ist bemerkenswert, weil im 19. Jahrhundert ein großer Stein im heutigen Jordanien gefunden wurde, auf dem tatsächlich genau dieser König Mesa, der König von Moab, seine Version der Geschichte erzählt. Er berichtet, wie unter Omri und Ahab das Volk Israel, das Nordreich Israel, sein Land gedrückt hatten, aber wie er in der Lage war, das Nordreich Israel abzuschütteln. Und die beiden Berichte, der Bericht des Mesa und dieser biblische Bericht, sind nicht in allen Punkten deckungsgleich, weil sie offensichtlich verschiedene Zeitpunkte und verschiedene Schlachtfelder oder Fronten in diesem Krieg beschreiben. Die Mescha-Stele, die heute im Pariser Louvre zu sehen ist, die in Moabitisch geschrieben ist, berichtet von den Kämpfen des Mesa im Norden Moabs gegen die eigentlichen Städte des Nordreichs Israel dort im Ostjordanland, während wir hier sehen werden, dass diese Geschichte, jetzt dieses Kapitel, von einem Feldzug dann im Süden Moabs spricht.
[8:26] Zu jener Zeit zog der König Joram von Samaria aus und musterte ganz Israel. Und er ging hin und sandte zu Josaphat, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: „Der König der Moabiter ist von mir abgefallen. Willst du mit mir kommen, um gegen die Moabiter den Kampf zu ziehen?“ Er sprach: „Ich will hinziehen. Ich will sein wie du, mein Volk soll sein wie dein Volk und meine Pferde wie deine Pferde.“ Genau das hat Josaphat schon dem Ahab gesagt, als Ahab den Vorschlag gemacht hatte, gegen die Aramäer um Ramot in Gilead zu kämpfen. Wieder hat Josaphat diese Idee, man könnte sich mit dem Nordreich trotz seines Abfalls verbinden.
[9:08] Und er sprach: „Auf welchem Weg wollen wir hinaufziehen?“ Er antwortete: „Auf dem Weg durch die Wüste.“ Also der die südliche Route. Es zogen der König von Israel, der König von Juda und der König von Edom, der wohl noch ganz offensichtlich in enger Abhängigkeit zu Juda stand. Als sie einen Umweg von sieben Tage Reise zurückgelegt hatten, da hatte das Heer und das Vieh, das ihnen folgte, kein Wasser mehr. Da sprach der König von Israel: „Ach, der Herr hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben.“ Ganz ähnlich hatten die Israeliten der ersten Generation in Kadesch-Barnea geglaubt, dass Gott sie dorthin geführt hatte, an der Grenze zum Gelobten Land, nur damit die Amoriter sie vernichten. Aber das ist ein falsches Bild von Gott.
[9:54] Josaphat aber sprach: „Ist kein Prophet des Herrn hier, dass wir durch ihn den Herrn um Rat fragen können?“ Da antwortete einer von den Knechten des Königs von Israel und sprach: „Hier ist Elisa, der Sohn Schaphats, der Elia Wasser auf die Hände goss.“
[10:09] Josaphat fragt, wie damals bei der Geschichte, als es um Ramot in Gilead ging, als er sich mit Ahab verbündete, nach einem wahren Propheten des Herrn. Und auch das sollten wir tun. Wir sollten nach der wahren Prophetie, nach der prophetischen Botschaft fragen. Was sagt es auch, dass Elisa hier als Diener dargestellt ist, der Elia Wasser auf die Hände goss? Elisa als Diener dargestellt ist, ein Prophet, der Elia gedient hat. Wenn wir in kleinen Dingen treu sind und in kleinen Dingen Dienst tun, kann Gott uns für gewaltige Aufgaben später benutzen. Ja, Elisa bekam ja sogar den doppelten Geist des Elia. Lasst uns gemeinsam beten.
[10:50] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir sehen können, dass du uns vorbereitest auf die großen Aufgaben, die in unserem Leben auf uns warten, die du uns geben möchtest, und zwar durch kleine Aufgaben des Dienstes. Indem wir anderen helfen, ihnen dienen, bereitest du uns vor auf große Aufgaben der Zukunft. Herr, lass uns das nicht vergessen und freudig das tun, was wir heute als Pflichten vor uns haben und sehen, wie du uns dadurch erziehst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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