Dieses Video behandelt 2. Könige 8:10-9:1 und beleuchtet die Prophezeiung Elisas an Hasael bezüglich des kranken Königs Ben-Hadad, sowie die nachfolgende Machtübernahme. Christopher Kramp analysiert die Regierungszeiten der Könige Joram und Ahasja in Juda, die stark vom Götzendienst des Hauses Ahab beeinflusst waren. Trotz des moralischen Verfalls und politischer Rückschläge betont er Gottes unverbrüchliche Treue zu seiner Verheißung an David, die auch in Zeiten der Untreue des Volkes Bestand hat. Der Vortrag zeigt, wie Gott selbst in tiefen Krisen durch seine Propheten eingreift.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 8:10-9:1
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Könige, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 419. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir uns ganz auf dich verlassen können und aus deinem Wort leben können. Wir möchten dir danke sagen, dass wir jeden Tag in den Geschichten, die wir lesen, etwas über dich lernen können, dass wir das wirklich verstehen können und dass wir das Evangelium von verschiedenen Seiten aus betrachten können. Herr, hilf uns, dass wir diese Dinge nicht nur intellektuell begreifen, sondern dass wir sie im Glauben annehmen, dass, wenn wir diese Worte hören, sie nicht nur in unserem Kopf dringen, sondern wirklich unser Herz erfassen. Herr, schenk uns ein offenes Herz, einen offenen Verstand, der bereit ist, dem zu glauben, was du sagst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:36] Wir sind in 2. Könige Kapitel 8, Vers 10 bis 9, Vers 1. Der kranke König von Aram lässt durch seinen Knecht Hasael den Elisa fragen, ob der König genesen wird. Wir lesen ab Vers 10: "Elisa sprach zu ihm: Geh hin und sage ihm: Du wirst gewiss genesen. Aber der Herr hat mir gezeigt, dass er gewiss sterben wird." Und Elisa richtete sein Angesicht auf ihn und starrte ihn unverwandt an, bis er sich schämte. Und der Mann Gottes weinte. Elisa sieht, was dieser Hasael tun möchte, was er tun wird, sowohl an dem König von Aram als auch später an dem Volk Gottes. Der sprach: "Warum weint mein Herr?" Und er sprach: "Weil ich weiß, was für Unheil du den Kindern Israels antun wirst. Du wirst ihre festen Städte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert töten und ihre Kindlein zerschmettern und die schwangeren Frauen aufschlitzen."
[2:55] Nicht nur Elisa hat geweint über das Unheil, das abkommen sah. Jesus selbst weinte, als er sah, was dem Volk Gottes passieren würde. Er sprach: "Hasael, was ist ein Knecht, der Hund, dass er so große Dinge tun sollte?" Elisa sprach: "Der Herr hat mir gezeigt, dass du König über Aram wirst." Und er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn, der sprach zu ihm: "Was hat dir Elisa gesagt?" Er sprach: "Er sagte mir: Du wirst gewiss genesen." Und es geschah am folgenden Tag, da nahm Hasael die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie über Ben-Hadads Angesicht, sodass er starb. Und Hasael wurde König an seiner Stelle. Wenn ich die Stelle richtig verstehe, dann wäre also Ben-Hadad tatsächlich genesen, hätte genesen können, aber der Prophet Elisa sieht voraus, dass dieser König Ben-Hadad nicht an seiner Krankheit stirbt, sondern an diesem Putsch des Hasael, was in diesem Vers vorhergesagt wird.
[3:59] Und im fünften Jahr Jorams, des Sohnes des Königs von Israel, als Josaphat noch König von Juda war, wurde Joram, der Sohn Josaphats, König in Juda. Also Joram, der Sohn von Ahab und Bruder von Ahasja, ist König im Nordreich, und Josaphat ist König im Südreich Juda, und sein Sohn Joram wird gleichzeitig Vizekönig mitregieren. Solche Koregentschaften hat es offensichtlich immer mal wieder auch in Israel gegeben. Hier wird sie einmal auch namentlich benannt. In einzelnen Fällen kann man sie sonst auch nur durch die exakte Berechnung der Königszahlen nachweisen. Er war 32 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre lang in Jerusalem. Und er wandelte auf dem Weg der Könige von Israel, wie das Haus Ahabs tat, denn die Tochter Ahabs, Athalia, war seine Frau. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn. Das ist jene Athalia, die noch eine unrühmliche Rolle spielen wird im Südreich Juda.
[5:13] Nachdem also Asa und Josaphat zwei lange Regierungszeiten hatten, die wirklich von Reformen, von Glauben an Gott geprägt gewesen sind, ist jetzt der Sohn Joram, der schon zu Lebzeiten des Vaters in die Regierungsverantwortung genommen wird, auf dem falschen Kurs unterwegs und sucht die Nähe, auch religiös, die Nähe zu dem Nordreich und dort zu dem Kult des Baal und all den Dingen, die dort eine Rolle spielen, den Götzendienst auf jeden Fall, der dort so gang und gäbe ist.
[5:47] Aber der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechtes David willen, wie er ihm verheißen hatte, ihm und seinen Söhnen allezeit eine Leuchte zu geben. Der Segen und die Verheißung an David waren sehr mächtig, und das zeigt uns, dass Gottes Verheißungen stark sind und auch wenn Menschen Gott enttäuschen, Gottes Verheißungen nicht plötzlich verschwinden, sondern immer noch wirken, weil Gott die Zukunft kennt und weiß, dass Menschen sich zukünftig wieder auch für ihn entscheiden werden.
[6:20] Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab und setzten einen König über sich. David hatte sie durch Joab eingenommen, aber nun ist hier die Phase der Eigenständigkeit Edoms wiedergekommen. Dazu zog Joram nach Zair und alle Streitwagen mit ihm, und er machte sich auf bei Nacht und schlug die Edomiter, die ihn und die Obersten über die Streitwagen umzingelt hatten, sodass das Volk in seine Zelte floh. Dennoch fielen die Edomiter von der Oberherrschaft Judas ab bis zu diesem Tag. Auch Libna fiel zu jener Zeit ab. Der falsche Kurs, der Kurs Richtung Götzendienst, Abfall von Gott, hat auch politische und territoriale Konsequenzen für das Südreich Juda.
[7:09] Was aber mehr von Joram zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Joram legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt Davids, und Ahasja, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. Das ist der, ist nicht zu verwechseln mit dem Ahasja, der als Bruder von Joram vor Joram König im Nordreich gewesen ist und dort durch das Gitter gefallen ist und dann kurze Zeit später auf das Wort des Elisa hin gestorben ist.
[7:40] Im zwölften Jahr Jorams, des Königs von Israel, wurde Ahasja, der Sohn Jorams, König in Juda. Ahasja war 22 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte ein Jahr lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Athalia. Sie war die Tochter Omris. Also "Tochter Omris" meint hier eigentlich Enkelin, sie war ja die Tochter Ahabs, des Königs von Israel. Und er wandelte auf dem Weg des Hauses Ahabs und tat, was böse war in den Augen des Herrn, wie das Haus Ahabs, denn er war ein Schwiegersohn des Hauses Ahabs.
[8:14] Es sieht nun so aus, als ob die Dynastie Ahabs mit ihrem Götzendienst sowohl den Norden als auch den Süden in ihrem Griff hat. Und dazu zog auch Joram, dem Sohn Ahabs, in den Krieg gegen Hasael, den König von Aram, nach Ramot in Gilead. Dort haben die Aramäer Joram verwundet. Jetzt sind beide verschwägert, auch religiös auf derselben Seite, und kämpfen gemeinsam gegen die Aramäer. Es kommt dazu, dass Joram, der König des Nordreichs, verwundet wird. Diese Schlacht wird auch auf der 1993 entdeckten Tel-Dan-Stele beschrieben, zumindestens bruchstückhaft, die in Israel gefunden wurde. Von der wir später noch ein bisschen mehr erfahren, denn wenn wir über 2. Könige 9 sprechen werden.
[9:01] Da kehrte der König Joram zurück, um sich in Jesreel heilen zu lassen von den Wunden, die ihm die Aramäer in Ramot geschlagen hatten, als er mit Hasael, dem König von Aram, kämpfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der König in Juda, kam hinab zu Joram, dem Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, denn er lag krank. Elisa aber, der Prophet, rief einen der Prophetensöhne und sprach zu ihm: "Gürte deine Lenden und nimm diese Flasche Öl mit dir und geh nach Ramot in Gilead."
[9:34] Das Volk Israel ist in einer schweren Krise: zwei böse Könige, eine Niederlage gegen die Aramäer, der König des Nordens sogar verwundet. Und Gott greift ein durch den Elisa.
[9:48] Lasst uns gemeinsam beten.
[9:49] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass deine Verheißungen Bestand haben, auch wenn Menschen dir untreu werden, wenn auch wir uns von dir abgewendet haben, sind deine Verheißungen doch unveränderlich. Und wenn wir uns zu dir wenden und sie in Anspruch nehmen, dann sind sie genauso stark und frisch wie jemals zuvor. Danke, dass wir das in Anspruch nehmen dürfen. Danke, dass du durch deine Worte uns sprichst. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.
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