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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp führt uns durch 2. Könige 9:22-10:6 und beleuchtet die dramatischen Ereignisse um Jehus Aufstand. Er schildert die Hinrichtung der Könige Joram und Ahasja sowie das schreckliche Ende Isebels, das die Erfüllung prophetischer Worte darstellt. Die Episode zeigt Gottes Gericht über die Dynastie Ahabs und dient als eindringliche Warnung vor Rebellion gegen Gott.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 421. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du jeden einzelnen Tag uns mit deinem Heiligen Geist erfüllen möchtest und dass du uns Weisheit schenken möchtest für alle Aufgaben und Herausforderungen, die heute vor uns liegen. Ja, wir brauchen das Wirken deines Geistes in unserem Herzen mehr als je zuvor und bitten dich, dass du jetzt durch dein Wort so zusprichst, dass wir tatsächlich erkennen, was du für uns heute vorgesehen hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:16] Wir sind in 2. Könige Kapitel 9. Jehu macht eine Verschwörung gegen Joram, den König des Nordreiches. Er ist gesalbt worden auf das Geheiß Gottes durch einen der Prophetensöhne und rast jetzt auf seinem Streitwagen nach Jesreel, wo der verwundete Joram, der in der Schlacht mit Hasaël eine Verletzung erlitten hat, gelegen hat und dort besucht worden ist von dem König des Südreichs von Juda, von Ahasja. Beide Könige machen sich jetzt auf ihre Streitwagen, dem Jehu entgegen, der ihnen entgegeneilt, und sie treffen sich auf jenem schicksalsträchtigen Acker, dem Feld von Naboth, jenem Jesreeliter, der eine so tragische Rolle gespielt hatte in 1. Könige 21. Wir lesen uns Vers 22: Als nun Joram den Jehu sprach, er: „Jehu, bedeutet das Friede?‟ Er aber sprach: „Was Friede bei all den Hurereien und Zaubereien deiner Mutter Isebel?‟ Da wandte sich Joram zur Flucht und sprach zu Ahasja: „Verrat, Ahasja!‟ Jehu nahm den Bogen in die Hand und schoss Joram zwischen die Schultern, so dass der Pfeil durch sein Herz fuhr und er in seinem Streitwagen starb. Und Jehu sprach zu Bidkar, seinem Wagenkämpfer: „Nimm ihn und wirf ihn auf das Ackerfeld Naboths, des Jesreeliters. Denn denke daran, wie wir, ich und du, nebeneinander hinter seinem Vater Ahab, als der Herr diesen Ausspruch über ihn tat: Fürwahr, das Blut Naboths und das Blut seiner Söhne habe ich gestern gesehen, spricht der Herr, und ich werde es dir auf diesem Acker vergelten, spricht der Herr.‟ So nimm ihn nun und wirf ihn auf den Acker, nach dem Wort des Herrn. Jehu war ein Augenzeuge gewesen jener Situation, als Elia auf dem sündigen, ungläubigen Ahab getroffen war. Jehu kannte das Wort Gottes und er hatte einen Eifer für die Erfüllung der Prophetie.

[3:21] Als aber Ahasja, der König von Juda, dies sah, floh er in Richtung Beth-Haggan. Jehu jagte ihm nach und sprach: „Schlag auch ihn auf dem Wagen!‟ Das war auf der Anhöhe von Gur, das bei Jibleam liegt. Und der floh nach Megiddo und starb dort. Und seine Knechte ließen ihn auf einem Wagen nach Jerusalem führen und begruben ihn in seinem Grab bei seinen Vätern in der Stadt Davids. So sind an einem Tag in einer Aktion beide Könige, der König des Nordreiches Israel und der König des Südreichs Juda, zu Tode gekommen. Einer der größten Krisen in der Geschichte Israels, auch von einem politisch-militärischen Standpunkt aus gesehen. Ahasja aber war König geworden über Juda im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs.

[4:06] Als nun Jehu nach Jesreel kam und Isebel dies hörte, da schminkte sie ihr Gesicht und schmückte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus. Soweit ich sehen kann, ist das die einzige Stelle in der Bibel, die vom Thema Schminken spricht. Und als Jehu zum Tor kam, sprach sie: „Ist das Simri gut ergangen, der seinen Herrn ermordete?‟ Sie bezieht sich damit auf jenen Simri, den wir in 1. Könige kennengelernt haben, der das Haus des Baascha, die Dynastie des Baascha, bei ihrem Sohn Ela regiert hatten, ausgerottet hat, aber dann selbst nach sieben Tagen durch die Armee des Omri besiegt worden ist. Da schaute er zum Fenster empor und sprach: „Wer hält es mit mir? Wer?‟ Da kamen zwei, drei Kämmerer zu ihm hinab. Und er sprach: „Stürzt sie hinab!‟ Und sie stürzten sich hinunter, dass die Wände und die Pferde mit ihrem Blut bespritzt wurden. Und er zertrat sie. Was ein dramatisches Spiel! Sie, die sich besonders herausgeputzt hatte, sich besonders geschmückt hatte, geschminkt hatte und das Haus geschmückt hatte, fällt jetzt aus diesem Haus und wird zertreten. Und als Jehu hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: „Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie! Denn sie ist die Tochter eines Königs.‟ Als sie aber hingingen, um sie zu begraben, da fanden sie nichts mehr von ihr als nur den Schädel, die Füße und die Handflächen. Ausdruck größter Schande, dass sie nicht begraben werden konnten, sondern auf offenem Feld gefressen worden ist. Und sie kamen wieder und berichteten das Jehu. Er aber sprach: „Das ist das Wort des Herrn, das er durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, geredet hat, als er sprach: „Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde das Fleisch der Isebel fressen. Und der Leichnam Isebels wird sein im Acker Jesreels wie Dünger auf dem Feld, so dass man nichts sagen kann: „Dies ist Isebel.‟‟ Das Strafgericht über Isebel war so schrecklich, dass selbst ihre Identität am Ende nicht mehr wirklich festgestellt werden konnte. Sie hatte die Propheten Gottes über viele Jahre hin verfolgt. Sie hatte den Elia bedroht, aber trotz allem Reichtum und trotz aller politischen Macht endete das Ganze tief tragisch und dramatisch für sie.

[6:28] Ahab aber hatte 70 Söhne in Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria, die Obersten von Israel, an die Ältesten und Erzieher der Söhne Ahabs, die lauteten: „So nun, denn sobald dieser Brief kommt, die ihr über die Söhne eures Herrn verfügt und über die Streitwagen, die Pferde und über eine feste Stadt und Waffen – mit anderen Worten, ihr habt alle die Ressourcen zur Hand, um die Dynastie von Ahab, von Omri, weiterleben zu lassen. So schaut, welcher der beste und rechtschaffen unter den Söhnen eures Herrn ist und setzt ihn auf den Thron seines Herrn und kämpft für das Haus eures Herrn.‟ Mit anderen Worten, Jehu hat in diesem Moment nicht nur die Könige getötet, sondern jetzt auch die gesamte Machtstruktur des Nordreiches auf seine Seite gezogen. Da schrieb er einen zweiten Brief an sie, der lautete: „So, wenn ihr es mit mir halten und meiner Stimme gehorchen wollt, so nehmt die Köpfe der Männer, der Söhne eures Herrn, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel.‟ Aber die Königssöhne, 70 Mann, waren bei den Großen der Stadt, die sie aufgezogen.

[8:08] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, wir sehen sehr deutlich an dem Schicksal der Könige von Israel und Juda, an dem Strafgericht über das Haus Ahabs, an dem, was der Isebel passiert ist, dass man nur eine Zeit lang der Sünde frönen kann, dass man eine Zeit lang gegen dich rebellieren kann, aber dass am Ende das Ende schlimm und dramatisch ist. Herr, lass uns daraus lernen, dass wir, wenn wir bisher gegen dich auf irgendeine Art und Weise rebelliert haben, sofort damit aufhören und deine Gnade annehmen, damit uns nicht das widerfährt, was diesen abgefallenen Königen und ihren Königshäusern widerfahren ist. Lass uns eine Warnung sein, die wir uns im Herzen mit uns tragen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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