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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die dramatische Inthronisierung des jungen Königs Joas in 2. Könige 11-12. Er erklärt, wie Hohepriester Jojada eine Reformation einleitete, die den Baalskult beendete und das Gesetz Gottes als Grundlage der Regierung wiederherstellte. Der Sprecher zieht Parallelen zu unserer Zeit und ruft zu persönlicher und gemeinschaftlicher Erweckung und zur Wiederherstellung der Gemeinde auf.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 424. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir kommen können, dass wir bei dir sein dürfen, dass du uns zu dir ziehst. Und wir möchten dir einfach heute unser Herz geben, so wie es ist, damit du es reinigen kannst, verändern kannst, neu schaffen kannst und Prinzipien deines Reiches, die Prinzipien deiner Regierung in unser Herz schreiben kannst. Sprich du durch dein Wort heute zu uns, so wie du es versprochen hast. Du hast dein Wort nicht leer zurückkehren lassen, sondern ausführen, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:17] Wir sind in 2. Könige Kapitel 11. Athalia, die Tochter, hat, nachdem der König Ahasja im Südreich auch tot war, alle Nachfahren des Hauses David, soweit sie ihrer königlichen Nachkommen, umbringen lassen, oder beinahe alle, um jetzt selbst eine Dynastie, vielleicht eine Herrschaft, begründen zu können. Sie regiert sieben Jahre, aber ein Säugling, ein Baby, ist verborgen worden, und nach sieben Jahren hat der Oberste, der Hohepriester Jojada, dieses Kind einigen vertrauten Militärs präsentiert und sie beauftragt, jetzt die Inthronisierung dieses jungen Königs vorzubereiten.

[2:08] Wir lesen ab Vers 11: „Und die Leibwächter standen rings um den König her, jeder mit seinen Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, bei dem Altar und bei dem Haus. Und er führte den Sohn des Königs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm das Zeugnis – das ist die Abschrift des Gesetzes Gottes, das die Grundlage der Regierung eines jeden Königs bilden sollte. Und sie machten ihn zum König und salbten ihn und klatschten in die Hände und sprachen: Es lebe der König!“

[2:43] „Als aber Athalia das Geschrei der Leibwächter und des Volkes hörte, kam sie zu dem Volk in das Haus des Herrn. Und sie schaute, und siehe, da stand der König auf dem Podium, wie es Sitte war, und die Obersten und Trompeter bei dem König. Und das ganze Volk des Landes war fröhlich und stieß die Trompeten. Da zerriss Athalia ihre Kleider und schrie: Verrat! Verrat! Aber Jojada der Priester gebot den Obersten über die Hundertschaften, die über das Heer gesetzt waren, und sprach: Führt sie hinaus zwischen den Reihen hindurch, und wer ihr nachfolgt, der soll durch das Schwert sterben! Denn der Priester sprach: Sie soll nicht im Haus des Herrn getötet werden. Und sie legten Hand an sie, und sie ging durch den Eingang für die Pferde zum Haus des Königs und wurde dort getötet.“

[3:34] „Und Jojada machte einen Bund zwischen dem Herrn und dem König und dem Volk, dass sie das Volk des Herrn sein sollten, ebenso zwischen dem König und dem Volk.“

[3:45] Es war nicht nur ein Thronwechsel, nicht nur sollte diese Schreckensherrschaft der Athalia beendet werden, es war auch ein Neuanfang. Denn schon unter Ahasja war das Volk ja, das Südreich, genau so schlimm gewesen eigentlich, was den Götzendienst betraf, wie das Nordreich. Jojada sieht hier die Möglichkeit, mit diesem neuen jungen König wieder anzuknüpfen an die Zeiten von Asa und von Josaphat, als es Reform und Erweckung gab im Südreich.

[4:18] Deswegen sollte der König das Gesetz Gottes zur Grundlage seiner Regierung machen, und deswegen kam es nicht nur zu einem Bund zwischen dem König und dem Volk, sondern auch, dass sowohl der König als auch das Volk gemeinsam einen Bund mit Gott machten.

[4:33] Ein Reich, ein Königreich kann nur dann wirklich dauerhaft gesegnet werden, wenn Gott mit im Bund ist. Eine Familie kann nur dauerhaft gesegnet werden, nicht nur wenn zwischenmenschlich alles gut funktioniert, sondern vor allem, wenn Gott mit im Bund ist. Eine Gemeinde kann nur dann gut funktionieren, nicht nur wenn alle Probleme scheinbar wirklich gelöst sind, sondern wenn Gott wirklich im Bund mit allen den Leitern und auch den normalen Geschwistern, den einfachen Geschwistern ist.

[5:06] Lasst uns, wenn unsere Situation das zeigt, dass wir es tun sollten, einen neuen Bund mit Gott machen oder unseren Bund mit ihm erneuern, dass er uns segnen kann.

[5:22] „Da ging das Volk des Landes zum Baalstempel und zerstörte ihn. Seine Altäre und Bilder zertrümmerten sie gründlich, und sie töteten Matan, den Baals-Priester, vor den Altären. Jojada der Priester bestellte Wachen über das Haus des Herrn.“

[5:35] Wir hatten also hier die kuriose und eigentlich auch schlimme Situation, dass der Baalskult im Nordreich, wo er eigentlich ja jahrelang florierte, ausgerottet worden war durch Jehu, aber im Südreich, dort wo eigentlich die Dynastie Davids regieren sollte, durch die Athalia dieser Baalskult überlebt hatte. Und durch diese Wendung, durch diesen Neuanfang, inszeniert vom Hohenpriester Jojada, wird der Baalskult jetzt auch im Süden ausgerottet.

[6:02] „Und nahmen die Obersten über die Hundertschaften und die Leibwächter das ganze Volk des Landes, und sie führten den König aus dem Haus des Herrn hinab, und sie kamen durch das Tor der Leibwächter in das Haus des Königs, und er setzte sich auf den Thron der Könige. Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe. Athalia aber hatten sie mit dem Schwert getötet beim Haus des Königs.“

[6:29] Eine echte Erweckung, eine echte Reformation, initiiert durch den Hohenpriester auf der Grundlage des Gesetzes Gottes, eine Reformation, die Frieden und Freude bringt. Und das Ganze als Typus für unsere Zeit, denn auch wir brauchen eine Erweckung und Reformation, die durch den Hohenpriester initiiert wird auf der Grundlage des Gesetzes Gottes, des Wortes Gottes. Sie allein wird echten Frieden und Freude bringen, wenn auch wir bereit sind, die Sünden und Götzen aus unserem Leben ausrotten zu lassen.

[7:03] „Joas war sieben Jahre alt, als er König wurde. Im siebten Jahr wurde Joas König, und er regierte 40 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Zibja von Beerscheba. Und Joas tat recht in den Augen des Herrn, solange ihn der Priester Jojada unterwies.“

[7:25] Das Buch der Könige wird dann noch ausführlicher davon berichten, was leider passierte, als Jojada starb. Joas war hierbei jemand, der sich gut hielt, aber der vor allem deswegen gute Entscheidungen traf, weil er einen hatte, der ihm geistlich zur Seite stand und ihn beriet. Nur die Höhen kamen nicht weg.

[7:44] „Das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen, so wie es auch schon bei einigen Königen wie Asa und Josaphat gesehen hatten. Und Joas sprach zu den Priestern:“

[7:53] „Alles Geld der Weihegaben, das ins Haus des Herrn gebracht wird, das Geld jedes Gemusterten, das Geld der Seelen, das jeder nach seiner Schätzung gibt – das bezieht sich auf die entsprechenden Satzungen in den Büchern Mose – auch alles Geld, das jemand freiwillig ins Haus des Herrn bringt, das sollen die Priester zu sich nehmen, jeder von seinem Bekannten. Davon sollen sie die Schäden am Haus ausbessern, alles, was dort an Schäden gefunden wird.“

[8:21] Es war jetzt schon weit über 100 Jahre, dass das Haus von Salomo, dass der Tempel vollendet worden war, und er war teilweise baufällig geworden. Und Joas hatte hier diesen Herzenswunsch, den Tempel Gottes, der von seinem Vorfahren Salomo gebaut worden war, wieder zu altem Glanz zu bringen.

[8:41] Auch wir haben die Aufgabe, Wahrheit wiederherzustellen, den Tempel, die Gemeinde Gottes, zu stärken und auszubessern, wo es Schaden genommen hat.

[8:54] „Als aber die Priester im dreiundzwanzigsten Jahr des Königs Joas die Schäden am Haus noch nicht ausgebessert hatten, das hat also sehr viel länger gedauert, als er gedacht hatte. Viel von dem, was er sich vorgenommen hatte, fand so nicht statt. Dabei rief der König den Priester Jojada und die übrigen Priester und sprach zu ihnen: Warum bessert ihr die Schäden am Haus nicht aus? So sollt ihr nun das Geld nicht mehr nehmen von euren Bekannten, sondern sollt es für die Ausbesserung des Hauses geben.“

[9:23] Es wird nicht ganz deutlich hier in diesem Text, was das eigentliche Problem war, aber möglicherweise war die Methode, das über die Priester laufen zu lassen, doch sehr ineffektiv. Vielleicht ist auch hier und dort Geld versickert. Und die Priester waren damit einverstanden, dass sie von dem Volk kein Geld mehr nehmen sollten und auch die Ausbesserung des Hauses nicht mehr zu besorgen brauchten. Auf jeden Fall waren die Priester damit überfordert. Die Priester, es waren ja nicht eigentlich ausgebildete Finanzkräfte, sondern für andere Dinge vorgesehen.

[9:54] „Dann nahm Jojada, der Priester, eine Lade und bohrte ein Loch in ihren Deckel und stellte sie zur rechten Hand neben den Altar, wenn man in das Haus des Herrn geht. Und die Priester, welche die Schwelle hüteten, legten alles Geld hinein, das zum Haus des Herrn gebracht wurde.“

[10:11] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, schenke uns einen Neuanfang in unserem persönlichen Leben, in unseren Familien, in unseren Gemeinden. Gib, dass es eine Erweckung und Reformation gibt, die vom Hohenpriester selbst aus initiiert, von Jesus Christus, der für uns im himmlischen Heiligtum dient, auf der Grundlage deines Gesetzes, deines Wortes, so dass die Sünden und Götzen in unserem Leben verschwinden und wir echten Frieden und echte Harmonie erleben dürfen. Und dass das Gebäude der Wahrheit, oder das Gebäude, das deine Gemeinde darstellt, dass es gestärkt wird, dass die Risse, die es gegeben hat, wieder verbaut werden und wiederhergestellt wird und ausgebessert werden, so dass die Herrlichkeit, die du in deine Gemeinde durch die Gnade gegeben hast, wieder sichtbar wird. Herr, das bitten wir von ganzem Herzen im Namen Jesu. Amen.


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