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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Könige Kapitel 14. Er analysiert die Regierungszeiten von König Amasja von Juda und König Jerobeam II. von Israel, einschließlich Amasjas unkluger Kriegsführung und Jerobeams unerwarteter militärischer Erfolge. Ein zentrales Thema ist Gottes souveräner Segen, der sich auch über ungehorsame Herrscher erstreckt, um sein Volk zu erhalten und zur Umkehr zu bewegen, wie am Beispiel des Propheten Jona verdeutlicht wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 427. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns so kostbare und wertvolle Verheißungen gegeben hast. Und Herr, vergib, wenn wir sie so oft nicht völlig ausgeschöpft haben, sondern zufrieden sind mit ein, zwei, drei Siegen, wo du doch viel mehr für uns tun möchtest für mich und für jeden, der dieses Video jetzt sieht und hört.
[1:01] Was ich dich bitten, dass du uns Kraft schenkst und das Vertrauen und den Willen, deine Segnungen so weit wie möglich auszuschöpfen, bis du in unserem Leben völlig sicher sein kannst. Sprich du deswegen auch heute durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in 2. Könige 14. Es geht um Amasja, den König des Südreichs Juda. Ein guter König, der sich auch an das Wort Gottes hält, auch wenn leider auch unter ihm die Höhen nicht abgeschafft werden, deswegen als nicht so gut gilt wie sein Vater David. Er hat gegen die Edomiter erfolgreich Krieg geführt, und wir lesen jetzt in Vers 8: "Danach sandte Amasja Boten zu Joasch, dem Sohn des Joachas, des Sohnes Jehu, dem König von Israel, und ließ ihm sagen: Komm, wir wollen einander ins Angesicht sehen."
[2:08] In den ersten Generationen nach der Teilung in Nord- und Südreich nach dem Tod Salomos hatte es fast beständig Bürgerkriege gegeben zwischen dem Nordreich Israel und dem Südreich Juda, wie wir gesehen haben. Aber dann zur Zeit von Ahab, zur Zeit dieser Omriden-Dynastie, als auch zum Beispiel Joschafat in Juda König war, hatte es mehr gemeinsame Allianzen gegeben gegen äußere Feinde. Jetzt beginnt wieder hier eine Phase, wo auch Krieg zwischen den beiden israelitischen Staaten eine große Rolle spielen sollte.
[2:42] Joasch sandte interessant dem König von Israel Boten zu Amasja, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: "Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zur Zeder auf dem Libanon und ließ ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zur Frau. Aber das Wild auf dem Libanon lief über den Dornstrauch und trat ihn." Damit soll deutlich gemacht werden, dass das Nordreich sich immer noch dem Südreich als weitaus überlegen ansah und betrachtete, dass, obwohl es zwar Heiratsverbindungen zwischen Nord und Süd gegeben hatte, das nicht bedeuten sollte, dass der Süden sich als gleichwertig auf Augenhöhe betrachten sollte mit dem Norden. "Du hast die Edomiter vollständig geschlagen, und dein Herz verführt dich zum Stolz. Begnüge dich mit deinem Ruhm und bleibe daheim. Warum willst du das Unheil herausfordern, dass du zu Fall kommst und Juda mit dir?"
[3:33] Aber Amasja wollte nicht hören. Da zog Joasch, der König von Israel, herauf, und sie sahen sich ins Angesicht. Mit anderen Worten, sie kämpften miteinander, er und Amasja, der König von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehört. Aber Juda wurde geschlagen, so dass jeder in sein Zelt floh. Der Amasja hätte hören sollen auf die Warnung des Joasch.
[3:55] Und Joasch, der König von Israel, nahm Amasja, den König von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes des Ahasja, bei Bet-Schemesch gefangen, und er kam nach Jerusalem. Und er riss die Stadtmauern ein vom Tor Ephraim bis zum Ecktor, auf 400 Ellen Länge. Also ungefähr auf etwa 200 Metern wurde die Stadtmauer schwer beschädigt. Und dann alles Gold und Silber und alle Geräte, die sich im Haus des Herrn und in den Schätzen im Haus des Königs fanden, dazu Geiseln, und kehrte wieder nach Samaria zurück.
[4:27] Eine Katastrophe für den Süden, die vermeidbar gewesen wäre, wie es scheint, wenn Amasja sich nicht in den Kopf gesetzt hatte, gegen den Norden unbedingt kämpfen zu wollen.
[4:38] Was aber mehr von Joasch zu sagen ist, was er tat und seine großen Taten und wie er mit Amasja, dem König von Juda, gekämpft hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? Und Joasch legte sich zu seinen Vätern und wurde in Samaria bei den Königen von Israel begraben. Und Jerobeam, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
[5:01] Dies ist der einzige König, der dann einen, also der zweite, gewesen ist, der einen Namen bekam, der bereits schon einmal in dem Königreich von einem König getragen worden war.
[5:12] Amasja, der Sohn des Joasch, der König von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joachas, des Königs von Israel, noch 15 Jahre an. Was von Amasja zu sagen ist, ist es nicht geschrieben im Buch der Könige der Könige von Juda? Und sie machten in Jerusalem eine Verschwörung gegen ihn. Er aber floh nach Lachisch. Da sandten sie ihm Leute dahin bis nach Lachisch und töteten ihn dort. Schon sein Vater Joasch war ja umgebracht worden, und auch er stirbt hier durch ein Komplott. Das zeigt uns, dass auch im Südreich Juda, obwohl die Könige vergleichsweise gut gewesen waren, Joasch und auch Amasja, die Zustände sehr fragil gewesen sind und die Könige keine große Macht, wohl auch keinen Rückhalt im Machtapparat gehabt haben.
[6:01] Und sie brachten ihn auf Pferden zurück, und er wurde begraben in Jerusalem bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Das ganze Volk von Juda nahm Asarja, der 16 Jahre alt war, und sie machten ihn zum König anstelle seines Vaters Amasja. In den Chronikbüchern wird dieser Asarja dann Usija genannt. Offensichtlich hatte er zwei Namen, ein Phänomen, das wir immer wieder auch antreffen im Alten Orient. Er baute Elat und brachte es wieder an Juda, nachdem der König sich zu seinen Vätern gelegt hatte.
[6:33] Im fünfzehnten Jahr Amasjas, des Sohnes des Joasch, des Königs von Juda, wurde Jerobeam – das ist also jetzt nicht zu verwechseln mit dem Jerobeam, der das Nordreich gründete nach der Teilung unter König Rehabeam nach dem Tod Salomos – und das ist der zweite Jerobeam, der Sohn des Joasch, König über Israel in Samaria, und er regierte 41 Jahre lang. Er tat aber, was böse war in den Augen des Herrn und ließ nicht ab von allen Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte. Im Grunde genommen ist der Bericht über ihn bis dahin genauso, wie er für alle Könige seit dem ersten, mit der gewissen Ausnahme von Jehu, immer gleich gewesen ist. Die waren böse, und sie wandelten in den Wegen des ersten Jerobeams.
[7:24] Aber jetzt heißt es in Vers 25: "Dieser eroberte das Gebiet Israels zurück von Lebo-Hamat an bis an das Meer der Araba, nach dem Wort des Herrn, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amittai, den Propheten aus Gat-Hefer." Das ist genau der Jona, den wir später bei den kleinen Propheten als den Propheten finden, den Gott auch nach Ninive gesandt hat, um dort zu den Assyrern zu predigen. Diesen Jona können wir mithilfe dieses Verses in die Regierungszeit oder um in diese Zeit hier von Jerobeam dem Zweiten datieren. Und er hat offensichtlich nicht nur für die Assyrer gepredigt, sondern auch für das Nordreich Israel, und zwar eine positive Nachricht, die sich auch tatsächlich erfüllt, obwohl Jerobeam der Zweite genauso böse war wie seine Vorgänger.
[8:12] Denn der Herr sah, dass so bitter Israel war, dass Mündige und Unmündige dahin waren, und es gab keinen Retter für Israel. Und der Herr hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels unter dem Himmel auslöschen wolle. Deswegen half er ihnen durch Jerobeam, den Sohn des Joasch, noch zu diesem Zeitpunkt. Nach vielen Generationen des Abfalls, nach vielen Generationen des Götzendienstes, hatte Gott immer noch die Pläne, dieses Volk Israel, das Nordreich, bestehen zu lassen. Und er segnet jetzt, obwohl es noch gar keine Erweckung gab, noch keine Reformation.
[8:51] Manchmal glauben wir, dass Segen einfach nur die Folge von Gehorsam ist, und obwohl Gehorsam zu viel größerem Segen führt, segnet Gott auch zum Teil die Ungehorsamen. Er lässt seine Sonne aufgehen über den Gerechten und Ungerechten, so sagt es Matthäus 5 in der Bergpredigt. Da könnt ihr den Vers selbst finden. Und ihr seht hier also, dass Gott von Zeit zu Zeit auch einfach ganz bewusst in die Vorleistung geht, segnet, damit das Volk merkt, auch wenn es ihn nicht mehr wirklich kennt, was Gott für sie tun könnte, wenn sie sich völlig zu ihm wenden. Gott belohnt uns nicht einfach nur, sondern Gott segnet oft uns völlig unverdient, damit wir ihn wieder suchen und ihn wirklich kennenlernen.
[9:36] Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist und alles, was er tat und seine großen Taten, wie er gekämpft und wie er Damaskus und Hamat, die zu Juda gehört hatten, an Israel zurückgebracht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Israel? Gebiete, die das letzte Mal unter Salomo Teil von Israel gewesen waren, hat er wieder zurückerobert. Militärisch und politisch war Jerobeam der Zweite wahrscheinlich der erfolgreichste König der gesamten politischen Geschichte nach Salomo. Und das, obwohl er ein böser König war. Gott hatte hier gezeigt, wie stark er segnen kann. Leider das Volk und die Könige diesen Segen nicht wirklich als den Segen Gottes wahrgenommen.
[10:23] Und Jerobeam legte er sich zu seinen Vätern, den Königen von Israel, und sein Sohn wurde König an seiner Stelle.

[10:30] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir wissen dürfen, dass du deine Sonne aufgehen lässt über Gerechte und Ungerechte. Danke, dass wir wissen dürfen, dass es Segnungen gibt, die völlig unverdient, aber ganz ehrlich sind. Das sind das sehr viel in unserem Leben. Und ja, wir wissen, dass, wenn wir gehorsam sind, du noch sehr viel mehr Segen geben kannst und der Fluch, der durch den Ungehorsam kommt, vermieden werden kann. Wir danken dir, dass nicht wir den ersten Schritt gehen müssen, sondern dass du den ersten Schritt immer gehst, um uns zurückzugewinnen. Wir danken dir, dass du das auch in unserem persönlichen Leben tust. Im Namen Jesu. Amen.


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