In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Christopher Kramp tief in 2. Könige 15 ein. Er beleuchtet die wechselvolle Geschichte der Könige Judas und Israels, insbesondere die Regierungszeiten von Asarja (Usija) und die instabilen Dynastien im Nordreich. Der Sprecher zeigt auf, wie politische Umbrüche und moralischer Verfall das Schicksal Israels prägten und welche Lehren daraus für das eigene Leben gezogen werden können.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 15:1-15:24
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite", heute mit Seite 428. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:38] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir so sehr für dein Wort, das so gute Botschaft uns zeigt, selbst dann, wenn wir selbst in Sünde gefallen sind, wenn wir abgefallen sind. Das uns zeigt, was du alles für uns tun kannst, obwohl wir selbst noch gar nicht wirklich nach dir gesucht haben. Danke, dass du den ersten Schritt tust, immer, und uns durch deine gute Botschaft zu dir ziehst. Herr, du allein kennst unser Leben, unsere Situation. Du weißt, was jeder von denen, die jetzt dieses Video ansehen, gerade durchmacht, und du weißt, wer in besonderer Weise diese Gewissheit braucht, dass dein Wort zu ihm spricht oder zu ihr spricht und die gute Nachricht auch für ihn oder für sie gilt. Sprich du jetzt durch dein Wort nach deiner Verheißung, dass es nicht leer zurückkehren, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:36] Wir beginnen heute mit 2. Könige 15. Wir haben im letzten Kapitel etwas über Amazja, den König des Südreichs Juda, und über Jerobeam II., den König des Nordreichs Israel, erfahren. Und jetzt geht es weiter in 2. Könige 15, und dort Vers 1: "Im 27. Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asarja König, der Sohn Amazjas, des Königs in Juda." Und wie schon erwähnt, ist dieser Asarja derselbe, der im Buch der Chronik Usija genannt wird. Mit 16 Jahren wurde er König und regierte 52 Jahre lang in Jerusalem, einer der am längsten regierenden Könige überhaupt in der israelitischen Geschichte. Und der Name seiner Mutter war Jecholja von Jerusalem. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie es sein Vater Amazja getan hatte, von dem es hieß, dass auch er so gut gewesen war wie sein Vorgänger Joas. Sie alle waren nicht so gut wie David, aber zumindestens waren sie im Grunde genommen eigentlich gute Könige, nur dass die Höhen nicht wegkamen, denn das Volk opferte und räucherte noch auf den Höhen. Die haben ja also eine ganze Reihe von Königen hintereinander, die im Grunde genommen eigentlich gut waren, sich an der Bibel versucht haben zu orientieren, die aber Missstände nicht beseitigt haben und so ein bisschen haben laufen lassen, was sich dann auch wieder negativ ausgewirkt hat.
[3:06] Der Herr aber schlug den König, sodass er aussätzig wurde bis zum Tag seines Todes, und er wohnte in einem abgesonderten Haus. Die ganze Geschichte, die sehr spannend ist und dem Ganzen zugrunde liegt, wird dann in dem Buch der Chronik genauer aufgezählt und beschrieben, wie der König Usija in den Tempel ging, um dort zu räuchern, was ihm die Priester verboten hatten, was Gott verboten hatte. Die Priester warnten ihn. Wir werden zu gegebener Zeit diese Geschichte dann noch genauer anschauen. Jotam aber, der Sohn des Königs, war über das königliche Haus gesetzt und richtete das Volk des Landes. Mit anderen Worten, der König Usija hat die letzten Jahre seines Lebens gar nicht mehr wirklich das Königsamt ausüben können, weil er aussätzig geworden war, und seinen Sohn Jotam war dann schon, wie in einigen anderen Fällen, Mitregent und hatte schon die eigentliche königliche Macht inne. Was aber mehr von Asarja zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist es nicht geschrieben im Buch der Chronik der Könige von Juda? Und Asarja legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Jotam, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
[4:22] Im 38. Jahr Asarjas, des Königs von Juda, wurde Secharja, der Sohn Jerobeams, König über Israel in Samaria, und er regierte sechs Monate lang. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, wie es seine Väter getan hatten. Er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel geführt hatte. Und Schallum, der Sohn Jabeschs, machte eine Verschwörung gegen ihn und schlug ihn vor dem Volk und tötete ihn, und er wurde König an seiner Stelle. Diese Formulierung "vor dem Volk" zeigt an, dass offensichtlich das Volk auch nicht eingeschritten ist und offensichtlich nicht viel dagegen hatte, dass dieser Secharja, der vierte in der Reihe der sogenannten Jehu-Dynastie, umgekommen ist. Was aber mehr von Secharja zu sagen ist, siehe, das ist geschrieben im Buch der Könige von Israel. So erfüllte sich das Wort, das der Herr zu Jehu geredet hatte, als er sprach: "Es sollen Nachkommen von dir bis ins vierte Glied auf dem Thron Israels sitzen." Und es geschah genau so. Jehu hatte ja zumindest diesen positiven Aspekt, dass er den Baalskult ausgerottet hat, und Gott hatte ihn deswegen auch gelobt und ihm gesagt, als Dank dafür soll deine Dynastie bis ins vierte Glied reichen. Aber als dieses vierte Glied kam und dieser Secharja wieder genauso böse war wie auch schon Jerobeam II. zuvor und all die anderen Könige zuvor, so wurde diese Dynastie ausgerottet, zumindestens beendet hier.
[6:00] Wir sehen im Nordreich eine Dynastie, die die andere ablöst. Wir hatten die Dynastie von Jerobeam I., die Dynastie von Bascha, die Dynastie von Omri und jetzt die Dynastie von Jehu, allesamt nach einigen Generationen wieder an ein Ende gekommen.
[6:16] Schallum, der Sohn Jabeschs, wurde König im 39. Jahr Usijas, des Königs von Juda. Wir haben sogar innerhalb des Buches der Chronik diese beiden Namen für Asarja beziehungsweise Usija. Und er regierte einen vollen Monat lang in Samaria. Und das erinnert uns an den Putschisten Simri, der sogar nur sieben Tage sich halten konnte, bevor dann ja von dem nächsten umgebracht worden war, einige Generationen zuvor. Da zog Menahem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf, der alten Königsstadt, die wir auch schon am Anfang des Nordreichs immer wieder gesehen haben, und kam nach Samaria. Und er schlug Schallum, den Sohn Jabeschs, in Samaria und tötete ihn, und er wurde König an seiner Stelle. Dieser Schallum konnte also nicht einmal eine Dynastie gründen. Menahem wird der neue König. Was aber mehr von Schallum zu sagen ist und seine Verschwörung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Könige von Israel.
[7:07] Damals schlug Menahem die Stadt Tifsach und alle, die darin waren, und ihr Gebiet von Tirza an, weil sie ihn nicht einlassen wollten. Darum schlug er sie und ließ alle ihre Schwangeren aufschlitzen. Jetzt verhalten sich die Könige im Nordreich schon so grausam und so bösartig, wie es sonst eher von den heidnischen, ausländischen Königen berichtet worden ist. Offensichtlich war dieser Menahem ebenfalls nicht überall gleich angesehen und wurde nicht überall akzeptiert, und er hat es mit Gewalt dann durchgedrückt.
[7:39] Im 39. Jahr Usijas, des Königs von Juda, wurde Menahem, der Sohn Gadis, König über Israel, und er regierte zehn Jahre lang in Samaria. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn. Er ließ sein Leben lang nicht von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verführt hatte. Es gab einen politischen Wechsel, aber keinen Glauben, keinen religiösen Wechsel in Glaubensdingen. Und Pul, der König von Assur – hierbei handelt es sich um jenen König, der besser bekannt unter seinem Thronnamen Tiglat-Pileser III. Er wird manchmal auch in den assyrischen Quellen und biblischen Quellen als Pul bezeichnet, deswegen man davon ausgehen kann, dass das sein eigentlicher Geburtsname gewesen ist und dass später dann, als er sich selbst an die Macht geputscht hat, seinen Bruder beseitigt hat, dann in der Mitte der 740er Jahre vor Christus begann, das assyrische Weltreich jetzt wirklich aufzubauen, dass er dann diesen Namen Tiglat-Pileser angenommen hat, vor allem auch als Erinnerung an den großen Tiglat-Pileser I. aus dem mittelassyrischen Reich. Und Pul, der König von Assur, kam in das Land. Und Menahem gab Pul 1000 Talente Silber, damit er ihm Beistand gewährte und ihm das Königreich bestätigte. Wie hier sehen wir, wie fragil mittlerweile das Königreich im Nordreich Israel geworden war. Menahem kann sich nur halten, weil er durch Tributzahlung von dem Tiglat-Pileser III. an der Macht erhalten und bestätigt wird. Und Menahem hob das Geld von Israel, von allen begüterten Leuten, 50 Schekel Silber von jedem an, um es dem König von Assur zu geben. So zog der König von Assur wieder heim und blieb nicht dort im Land. Denn Menahem muss ihm schweren Tribut geben, und das bedrückt natürlich auch dann die Finanzkraft der Eliten, die natürlich nicht besonders begeistert gewesen sein dürften. Was aber mehr von Menahem zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist das nicht aufgezeichnet im Buch der Chronik der Könige von Israel? Und Menahem legte sich zu seinen Vätern, und Pekachja, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle.
[9:44] Im 50. Jahr Usijas, des Königs von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menahems, König über Israel in Samaria, und er regierte zwei Jahre lang. Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn. Er ließ nicht ab von den Sünden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel geführt hatte. Wir sehen, es geht immer weiter bergab mit dem Nordreich Israel.
[10:04] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater, wir sehen am Beispiel des Reiches Israels, am Nordreich, wohin es führt, wenn Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt, Generation für Generation Sünde immer weiter geführt und alle Warnungen in den Wind geschlagen werden, alle Segnungen, die du gegeben hast, ignoriert werden. Wir sehen, wie alles im Chaos versinkt und Mord und Totschlag regieren. Herr, gib, dass wir diese traurige Lektion lernen, wohin es führt, wenn man fortgesetzt ignoriert. Und gib, dass wir in unserem Leben lernen, mit dir zusammen zu leben, Tag für Tag. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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