In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Kapitel 17 und 18 des 2. Buches der Könige. Er erklärt die Entstehung der Samaritaner als Mischvolk mit einer synkretistischen Religion, die den wahren Gott Israels mit heidnischen Göttern vermischte. Im Kontrast dazu wird König Hiskia von Juda vorgestellt, der mutig Reformen durchführte und alle Götzenbilder beseitigte, um Gott allein zu dienen. Kramp ermutigt die Zuhörer, Hiskias Beispiel zu folgen und notwendige Reformen im eigenen Leben anzugehen, um Gottes Segen zu erfahren.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Könige 17:29-18:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. KönigePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 432. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so gnädig und so langmütig bist. Danke, dass du so viel Geduld mit uns hast, dass du immer und immer wieder dein Wort sendest, damit wir dich besser kennenlernen und von den falschen Wegen umkehren. Herr, wir möchten dich bitten, dass du heute jetzt durch dein Wort in besonderer Weise zu unseren Herzen sprichst, unser Denken beeindruckst und dass wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, so wie du es dir wünschst, damit wir die notwendigen Reformen in unserem Leben durchsetzen und mit deiner Kraft umsetzen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:29] Wir sind in 2. Könige Kapitel 17. Nachdem die Bevölkerung des Nordreiches Israel von den Assyrern weggeführt worden ist, hat der assyrische König Menschen aus anderen Provinzen seines Reiches, unter anderem aus Babylon, in die Gebiete um Samaria angesiedelt, die allerdings gar nichts wussten von dem Gott, der in Israel verehrt worden ist, von dem sie dachten, dass er nur eine Art Landesgott sei.
[2:02] Durch Löwen aufgeschreckt, die Gott dorthin sandte, sind sie nun bereit, mehr zu erfahren, oder wollen sie mehr erfahren, wer denn der Gott Israels gewesen sei? Ein Priester wird sogar vom assyrischen König aus der Gefangenschaft zurückgebracht, um die dort neu angesiedelten Menschen mit dem Gott Israels vertraut zu machen. Wir lesen in Vers 29:
[2:24] „Aber jedes Volk machte sich seine eigenen Götter und stellte sie in die Höhenhäuser, welche die Samariter gemacht hatten, jedes Volk in den Städten, in denen sie wohnten. Die Leute von Babel machten den Sukkot-Benoth und die Leute von Kuth machten sich den Nergal, einen Unterweltsgott des babylonischen Pantheons. Und die Leute von Hamath machten den Aschima, und die von Avva machten den Nibhaz und den Tartak. Aber die von Sepharvaim ließen ihre Söhne für den Adrammelech und den Anammelech, die Götter von Sepharvaim, durchs Feuer gehen. Doch verehrten sie auch den Herrn und machten aus dem gesamten Volk Leute zu Höhenpriestern, die für sie in den Höhenhäusern opferten. So verehrten sie den Herrn und dienten auch ihren Göttern nach der Gewohnheit jedes Volkes, von dem sie hergebracht worden waren.“
[3:22] So gibt es jetzt hier in der Bevölkerung um Samaria eine ganz merkwürdige Mischung. Es entsteht ein Mischvolk, in dem vor allem auch die Religion vermischt wird. Elemente des Wissens um den wahren Gott Israels werden vermengt mit Tradition aus den alten Religionen, die sie in ihrer Heimat praktiziert haben. Und bis zu diesem Tag machen sie es nach der früheren Weise. Sie fürchten den Herrn nicht, sie handeln auch nicht nach ihren Satzungen und Ordnungen, noch nach dem Gesetz und Gebot, das der Herr den Kindern Jakobs geboten hat, dem er den Namen Israel gab, mit denen der Herr einen Bund gemacht und ihnen geboten und gesagt hatte: „Fürchtet keine anderen Götter, betet sie nicht an, dient ihnen nicht und opfert ihnen nicht, sondern den Herrn, der euch mit großer Kraft und ausgestrecktem Arm aus dem Land Ägypten geführt hat, den sollt ihr fürchten, ihn betet an, ihm sollt ihr opfern. Und die Satzungen, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch vorgeschrieben hat, sollt ihr befolgen, dass ihr sie allezeit tut. Und fürchtet nicht andere Götter. Und vergesst nicht den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, und fürchtet nicht andere Götter, sondern fürchtet den Herrn, euren Gott. Der wird euch von der Hand all eurer Feinde retten.“ Hier wird noch einmal gezeigt, was Gott eigentlich sich gewünscht hat. Aber genau diese Botschaft wird von den jetzt so entstehenden und sogenannten Samaritern nicht verstanden. Sie glauben zwar, dass es den Gott Israels gibt, aber für sie ist er nur einer unter vielen Göttern, und sie vermischen seine Verehrung mit heidnischen Elementen und verstehen damit überhaupt gar nicht, was Gottes Anliegen war, diese Anbetung, die er in den fünf Büchern Mose dargelegt hat. Das, was diese Anbetung eigentlich bewirken sollte, nämlich zu erkennen, dass es nur einen wahren Gott gibt und alle anderen Götter nichtig sind und gar nicht existieren. Aber sie gehorchten nicht, sondern handelten nach dieser früheren Weise, nach ihrer früheren Weise. So kam es, dass diese Völker den Herrn verehrten und zugleich ihren Götzen dienten. Auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder machten es so, wie es ihre Väter gemacht haben, bis zu diesem Tag.“
[5:36] Dieses Kapitel erklärt die Entstehung der Samaritaner, die noch zur Zeit von Jesu dann die erklärten Feinde der Juden gewesen sind, die sich von diesen Praktiken dann ganz besonders distanziert haben und erklärt, wie also die Entstehung der samaritanischen Religion hier mit der Wegführung des Nordreiches Israels und der Ansiedlungspolitik der assyrischen Könige in Zusammenhang steht und wie hier so eine Mischreligion entstanden ist.“
[6:08] Im dritten Jahr des Hosea, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda. Jetzt gab es nur noch ein Königreich, und das war das Königreich im Süden, Juda. Mit 25 Jahren wurde er König, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Abija, eine Tochter Zacharias. Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, ganz wie es sein Vater David getan hatte. Er schaffte die Höhen ab und zerbrach die Steinmale und hieb die Ascherabilder um und zertrümmerte die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte. Denn bis zu dieser Zeit hatten die Kinder Israels ihr geräuchert, und man nannte sie Nehuschtan.“
[6:54] Hier haben wir einen König, der nicht nur wie einige seiner Vorgänger wie Joas und Amazja und Azarja und Jotham gut war, aber dann die die Höhen gelassen haben. Wir haben einen König, der wirkliche Reformen anpackte, der das Böse beseitigte und nicht einfach nur ignorierte. Die eherne Schlange war ja ursprünglich einmal ein Symbol für das Evangelium gewesen. Mose hatte sie in der Wüste erhöht, diese bronze Schlange. Sie sollte zeigen, wie Gott durch den Kreuzestod Jesu alle Menschen von dem giftigen Biss der Schlange Satan, dem Sündenbiss, heilen könnte. Jesus macht diesen Zusammenhang ja sehr deutlich in Johannes 3, Vers 14 bis 16. Aber statt darüber nachzudenken, hatten die Israeliten angefangen, diesen Gegenstand selbst zu verehren, statt den tiefer liegenden Gedanken zu verstehen, statt das Evangelium nachvollziehen zu wollen, haben sie einfach einen kultischen Gegenstand daraus gemacht. Und Hiskia hat all das abgeschafft. Er vertraute dem Herrn, dem Gott Israels, sodass unter allen Königen von Juda keiner seinesgleichen war, weder nach ihm noch vor ihm. In der gesamten Geschichte der geteilten Reiche sticht Hiskia als ein besonderer gläubiger König hervor. Er hing dem Herrn an, wich nicht von ihm ab und befolgte die Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte. Er war nicht einfach nur ein guter König, der es vermied, Schlimmes zu tun, sondern er hat sich wirklich zu Gott interessiert. Er hat Gott geliebt und hat alles aus seinem Königreich verbannen wollen, was Gott missfiel. Wir brauchen heute noch in unseren Familien, in unserem Freundeskreis, in unseren Gemeinden und in der Gesellschaft solche Reformatoren, die für das Gute, das Richtige und das Göttliche einstehen.“
[8:51] „Daher war der Herr mit ihm, und überall, wohin er zog, hatte er Gelingen. Er fiel auch ab von dem König von Assyrien und diente ihm nicht.“ Wenn wir Gott von ganzem Herzen dienen, wenn wir wirklich Reformen in unserem Leben angehen, die Gott schon längst uns gezeigt hat, dann werden wir auch sehen, wie Gott mit uns ist, wie er uns im Alltag segnet, wie er uns hilft. Ich habe das in meinem Leben immer und immer wieder erlebt und möchte dich persönlich auch einladen, liebe Freunde, das auch zu erleben: eine Reform anzugehen, etwas wegzutun, von dem du weißt, es ist nicht gut in meinem Leben, und zu merken, wie Gott dir Gelingen schenkt und dich von Herzen segnet.“
[9:27] „Und er schlug die Philister bis hin nach Gaza und dessen Gebiet, und vom Wachturm bis zu den festen Städten. Es geschah aber im vierten Jahr des Königs Hiskia – es war das siebte Jahr des Hosea, des Sohnes Ela, des Königs von Israel –, dass Salmanassar, der König von Assyrien, gegen Samaria heraufzog und es belagerte.“ Es ist genau diese Belagerung von Samaria, die wir schon in Kapitel 17 gesehen haben, die hier noch einmal sozusagen chronologisch mit Hiskia verankert wird, zusammen gesehen wird. „Und er eroberte es nach drei Jahren. Im sechsten Jahr Hiskias – das ist das neunte Jahr Hoseas, des Königs von Israel – wurde Samaria eingenommen.“ Hier kann man übrigens nebenbei gesagt doch einmal sehr schön die inklusive Rechnungsweise des jüdischen Denkens nachvollziehen. Im vierten Jahr beginnt die Belagerung, im sechsten Jahr endet sie. Und das sind im jüdischen Denken drei Jahre Belagerung.
[10:22] „Und der König von Assyrien führte Israel nach Assyrien hinweg und siedelte sie in Halah und am Habor, dem Fluss Gosans und in den Städten der Meder, weil sie der Stimme des Herrn, ihres Gottes, nicht gehorcht und seinen Bund gebrochen hatten, alles, was Mose, der Knecht des Herrn, gebot. Sie hatten nicht darauf gehört und es nicht getan.“
[10:45] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke für diese wunderbare Geschichte von Hiskia. Danke, dass sie uns dazu inspiriert, auch in unserem Leben Erweckung und Reformation zu suchen. Lass uns nicht damit zufrieden sein, was die, was unsere guten Vorgänger getan haben. Es mag viele Menschen geben, die Gutes getan haben, aber die doch nicht unser Maßstab sind, weil sie vielleicht Dinge, die dir nicht wohlgefallen, nicht angepackt haben, nicht dagegen vorgegangen sind. Herr, wir wollen allein dich und dein Wort zum Maßstab haben und bitten dich, dass du uns einen echten Geist der Reformation schenkst, damit wir auch diesen Segen und diesen Erfolg haben können, den du allen denen schenkst, die von ganzem Herzen an dich rennen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. [Musik]
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