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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die biblische Erzählung aus 2. Könige 18 über König Hiskia und die assyrische Invasion unter Sennacherib. Er unterstreicht die historische Glaubwürdigkeit der Bibel anhand archäologischer Funde wie dem Lachisch-Relief. Die Botschaft thematisiert das Vertrauen in Gott gegenüber weltlichen Bündnissen, die manipulative Propaganda des Feindes und die tiefere theologische Bedeutung von Gottes Namen und dem himmlischen Heiligtum.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde! Willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 433. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich von ganzem Herzen um Erweckung und Reformation in unserem persönlichen Leben, in unseren Familien und in unseren Gemeinden bitten. Wir möchten dich bitten, dass du uns ganz tiefes Vertrauen in dein Wort, eine echte Liebe zur Wahrheit und die Erfüllung mit dem Heiligen Geist schenkst, so dass wir dein Werk voranbringen können, dein Volk segnen können, und damit Dinge, die dir nicht gefallen, aus unserem Leben, aus unseren Gemeinden verschwinden können. Schenk uns diese echte Erweckung durch das Nachdenken über dein Wort, so wie du es versprochen hast. Das bitten wir auch jetzt, dass du unser Lehrer bist durch dein Wort und wir dich besser verstehen können dadurch. Im Namen Jesu. Amen.

[1:33] Wir sind in 2. Könige 18. Hiskia ist nun König des Südreichs und er ist ein echter Reformator. Er liebt Gott von ganzem Herzen und rottet den Götzendienst weitestgehend aus. Wir lesen in Vers 13: "Aber im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sennacherib, der König von Assyrien, herauf gegen alle festen Städte Judas und nahm sie ein." Berühmt ist noch heute das Lachisch-Relief im Britischen Museum, wo die Eroberung der zweitwichtigsten Stadt Judas ausführlich und sehr eindrücklich, zum Teil mit grausamen Details, beschrieben wird. Hiskia, der König von Juda, bot Boten zum König von Assyrien nach Lachisch und ließ ihm sagen: "Ich habe mich versündigt. Zieh ab von mir! Was du mir auferlegst, das will ich tragen." Da legte der König von Assyrien Hiskia, dem König von Juda, 300 Talente Silber und 30 Talente Gold auf. Wir hatten schon gesehen, dass Hiskia die Tributzahlungen an die Assyrer eingestellt hat. Er war abgefallen von der Treue zu den Assyrern, und jetzt kam Sennacherib, um ihn wieder zur Treue zu zwingen. Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Haus des Herrn und in den Schätzen des königlichen Hauses vorfand. Zu jener Zeit ließ Hiskia, der König von Juda, das Gold abschneiden von den Türen an der Tempelhalle des Herrn und von den Pfosten, die er selbst hatte überziehen lassen, und gab es dem König von Assyrien.

[3:35] Und der König von Assyrien sandte den Tartan (das ist der Turtanu, der assyrische Obergeneral) und den Rabsaris (das ist der Oberste über die Eunuchen, wörtlich: "der Oberste über die Häupter", auch der Oberste über die Ohren, der Oberkämmerer sozusagen) und den Rabschakeh (der Oberste des Trinkens, der Mundschenk). Das sind hier alles allerdings sehr wahrscheinlich militärische Ränge, die ähnlich wie dann später in der deutschen Geschichte der Erz-Truchsess und der Erz-Schenk, die in der frühen Neuzeit, dem 16. Jahrhundert, auch nur noch rein antiquarische Begriffe waren für militärische Ämter und natürlich politische Ämter von großer Bedeutung im Hofgefolge des Königs von Assyrien.

[4:30] Der König von Assyrien sandte den Tartan und den Rabsaris und den Rabschakeh mit einem großen Heer von Lachisch aus zum König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf, und als sie vor Jerusalem angelangten, hielten sie an der Wasserleitung des oberen Teiches, die an der Straße des Walkerfeldes liegt. Ein ganz interessantes Detail, denn genau dort hatte einige etliche Jahre zuvor der Prophet Jesaja dem König Ahas wichtige Prophezeiungen auch über die Assyrer und natürlich das Südreich Juda und über den kommenden Messias gegeben. Und sie riefen den König. Da ging Eljakim zu ihnen hinaus, der Sohn Hilkijas, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, der Schreiber, und Joach, der Sohn Asaphs, der Kanzleischreiber.

[5:18] Und der Rabschakeh sprach zu ihnen: "Sagt doch dem Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für eine Stütze, auf die du vertraust? Wenn du sagst: Es ist Rat und Macht zum Krieg vorhanden? So ist das ein leeres Geschwätz. Auf wen vertraust du denn, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast? Siehe, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen." Tatsächlich bezeugt das Alte Testament, dass unter Hiskia man versucht hat, mit den Ägyptern eine militärische Allianz zu vereinbaren, und Jesaja hat mehrfach in den 30er Kapiteln seines Buches mehrfach sehr scharf davor gewarnt und auch diese Bemühungen, militärische Hilfe aus Ägypten zu bekommen, getadelt.

[6:11] "Wenn ihr mir aber sagen wolltet: Wir vertrauen auf den Herrn, unseren Gott. Ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, indem er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Nur vor diesem Altar hier in Jerusalem solltet ihr anbeten?" Die große Reform Hiskias ist wohl offensichtlich bis zum großen König Assyriens vorgedrungen. "Lass dich doch jetzt einmal ein mit meinem Herrn, dem König von Assyrien. Ich will dir 2000 Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst. Wie wolltest du auch nur einem der geringsten Statthalter von den Knechten meines Herrn widerstehen? Doch du vertraust Ägypten wegen der Streitwagen und Reiter." Eines ist sicher: das Südreich alleine hatte absolut keine Chance gegen das Weltreich Assyrien, das mit einer großen internationalen Armee hier jetzt angerückt war.

[7:17] "Nun aber, bin ich etwa ohne den Herrn gegen diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verderben? Der Herr selbst hat zu mir gesprochen: Zieh hinauf gegen dieses Land und verdirb es!"

[7:27] Das ist hier die Verführung, ganz dramatisch, denn die Assyrer behaupten, im Auftrage Gottes zu handeln. Und das ist ja schon deswegen interessant, weil es an anderen Stellen durchaus auch Momente gab, wo Gott die Assyrer ja tatsächlich auch in seiner Hand gebraucht hat als Instrumente seines Zorns. Aber an dieser Stelle möchte Gott etwas über das Evangelium deutlich machen. Hiskia hatte verstanden, dass Gott nur in Jerusalem angebetet werden sollte, weil dort sein Name ist. Und die Israeliten sollten lernen, dass die Erlösung dort ist, wo sein Name ist, nicht im eigenen Gutdünken, wie man Gott anbetet, sondern dort, wo sein Name ist, in Jerusalem. Sie sollten lernen, zum Heiligtum zu beten und damit eigentlich zum himmlischen Heiligtum, wo Jesus einmal als Auferstandener, als Hohepriester, als Repräsentant des Namens Gottes, des Charakters Gottes, dienen würde.

[8:19] Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zu dem Rabschakeh: "Rede doch mit deinen Knechten Aramäisch, denn sie verstehen es, und rede nicht Judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes auf der Mauer." Aramäisch war zu der Zeit schon längst die Lingua franca, die allgemein anerkannte Verkehrs- und Militärsprache im Alten Orient. Viele Dokumente sind wohl damals auch schon bei den Assyrern auf Aramäisch erfasst worden. Wir haben viel weniger als auf Akkadisch-Assyrisch, weil Aramäisch meistens auf Papyrus geschrieben worden ist, aber vermutlich ist ungefähr die Hälfte des Heeres, die Hälfte des Überreiches, eigentlich aramäischsprachig gewesen, weil große Teile der Eroberung gerade die aramäischen Königreiche in Syrien betroffen haben.

[9:11] Der Rabschakeh aber antwortet ihnen: "Hat mich denn mein Herr zu deinem Herrn oder zu dir gesandt, damit ich diese Worte rede und nicht vielmehr zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?"

[9:24] Der Rabschakeh ist ein Meister der Propaganda, die man jetzt sehen wird. Und der Rabschakeh trat vor und rief mit lauter Stimme auf Judäisch. Interessant auch, dass er als großer Würdenträger tatsächlich auch diesen Dialekt, diese Sprache Judäisch-Hebräisch, reden konnte. Er redete und sprach: "Hört das Wort des großen Königs, des Königs von Assyrien! So spricht der König: Lasst euch von Hiskia nicht verführen, denn er kann euch nicht aus seiner Hand retten. Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den Herrn vertrösten, wenn er sagt: 'Der Herr wird uns gewiss erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden!' Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assyrien: 'Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll jeder Mann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken.'"

[10:14] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir sehen in dieser Geschichte von Sennacherib und Hiskia zum einen, wie vertrauenswürdig die Bibel ist, denn wir sehen, wie viele dieser Details der Namen, der Orte, der Ereignisse aus außerbiblischen Quellen, zum Beispiel in Inschriften von Sennacherib, wiederfinden. Wir sehen hier auch den großen Kampf zwischen Licht und Finsternis, zwischen Wahrheit und Irrtum, zwischen dir und Satan. Und wir sehen die Propaganda des Feindes, wir sehen die Verdrehungen, mit denen er die Wahrheit verdreht. Aber wir sehen in dieser Geschichte auch die Schönheit des Evangeliums, wenn wir sie jetzt auch weiter studieren werden. Und dafür danken wir dir, dass wir solche Geschichten in der Bibel haben, die uns zeigen, dass zu allen Zeitaltern das Evangelium für jeden klar zu verstehen war. Lasst uns heute an diesem Tag zu dir beten, dort wo dein Name ist, eingesetzt ist im himmlischen Heiligtum. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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