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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp schließt die Betrachtung des Buches 2. Könige ab, indem er die tragische Zerstörung Jerusalems und die babylonische Gefangenschaft beleuchtet. Er zeigt auf, wie die Rebellion des Volkes selbst nach Gottes Gericht fortbestand. Doch inmitten dieser Dunkelheit offenbart sich ein Hoffnungsschimmer durch die Freilassung König Jojakims, ein Zeichen, dass Gottes Verheißungen an Davids Dynastie nicht erloschen waren. Das Video betont, wie Gott seine Treue und Gnade selbst durch menschliches Versagen hindurch sichtbar macht.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 443. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns immer rechtzeitig warnst, du dich früh aufmachst, wie es mit dem Propheten Jeremia oft gesagt hat, weil du das Unheil siehst und dass wir laufen. Du siehst die Konsequenzen, die wir oft nicht wahrhaben wollen, und Herr, wir danken dir dafür, dass du uns auch in unserem Leben immer wieder warnst, weil wir sonst in größte Katastrophen laufen. Das weiß ich aus meinem eigenen Leben, und das ist, glaube ich, jeder von uns, die dieses Video auch sehen und hören. Ich möchte dich bitten, dass du heute durch dein Wort zu uns sprichst und uns dort warnst, wo es dringend notwendig ist in unserem Leben, dass wir nicht den Weg verlassen, den du für uns vorgesehen hast. Ja, das bitte ich für mich und für jeden von uns. Sprich durch dein Wort, durch deinen Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:32] Wir sind in 2. Könige 25. Jerusalem ist mit Feuer verbrannt worden.

[1:41] Der letzte König, Zidkija, geblendet, nach Jerusalem gefangen genommen, hat, wie man vor seinen Augen seine Söhne niedergemetzelt hat. Nebukadnezar hat schlussendlich alles radikal umgebracht, verbrannt, zerstört. Jerusalem ist nur noch ein Schutthaufen, und das, was über Jahrhunderte aufgebaut worden ist und die Hoffnung des ganzen Volkes gewesen, es liegt in Trümmern.

[2:04] Wir lesen dann Vers 13: „Aber die ehernen Säulen am Haus des Herrn und die Gestelle und das eherne Wasserbecken, das im Haus des Herrn war, zerbrachen die Chaldäer und brachten das Erz nach Babel. Auch die Töpfe, Schaufeln, Messer, Schalen und alle ehernen Geräte, womit man den Dienst verrichtete, nahmen sie weg. Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Räucherpfannen und Sprengschalen, alles, was aus Gold und alles, was aus Silber war. Die beiden Säulen, das eine Wasserbecken und die Gestelle, die Salomo für das Haus des Herrn gemacht hatte, das Erz aller dieser Geräte konnte nicht gewogen werden. Die eine Säule war 18 Ellen hoch, und es war auf ihr ein Kapitell aus Erz, drei Ellen hoch, und um das Kapitell ein Geflecht von Granatäpfeln, alles aus Erz. Eben solche Granatäpfel hatte auch die andere Säule um das Geflecht.“

[2:58] Der Oberste der Leibwache, Nebusaradan, nahm Seraja, den Oberpriester, und Zefanja, den zweiten Priester, und die drei Hüter der Schwelle. Er nahm auch einen Kämmerer aus der Stadt, der über die Kriegsleute gesetzt war, und fünf Männer, die stets vor dem König waren, die in der Stadt gefunden wurden, und den Schreiber des Heerführers, der das einfache Volk zum Heeresdienst auszuheben hatte, und 60 Männer aus dem einfachen Volk, die in der Stadt gefunden wurden. Diese nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, mit sich und brachte sie zum König von Babel nach Ribla. Und der König von Babel ließ sie hinrichten in Ribla im Land Hamat. So wurde Juda aus seinem Land gefangen weggeführt.

[3:37] Es ist eine einzige traurige Geschichte. Als die Gott verlassen hatten, gab es niemanden mehr, der half.

[3:44] Über das Volk aber, das im Land Juda blieb, das Nebukadnezar, der König von Babel, übrig gelassen hatte, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans. Als nun alle Obersten des Heeres und ihre Leute hörten, dass der König von Babel den Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja nach Mizpa, nämlich Ismael, der Sohn Netanjas, und Johanan, der Sohn Kareachs, und Seraja, der Sohn Tanhumets, und Jaasanja, der Sohn des Maachaters, samt ihren Männern. Und Gedalja sprach zu ihnen und ihren Männern: „Fürchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldäer. Bleibt im Land und seid dem König von Babel untertan, so wird es euch gut gehen.“

[4:30] Es geschah beim siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, von königlichem Geschlecht und zehn Männer mit ihm, und sie schlugen Gedalja tot, dazu die Juden und die Chaldäer, die es bei ihm waren. Sie waren einfach nicht bereit gewesen, sich dem Urteil Gottes zu beugen, das schon lange zuvor durch Jeremia deutlich gesagt, dass Gott von ihnen erwartete, dieses Joch des Königs von Babel eine gewisse Zeit zu tragen. Aber Jojakim hatte rebelliert, und Zidkija war nicht bereit gewesen, zu rebellieren. Und jetzt, als scheinbar schon alles verloren war, als nur noch so ein ganz wenig übrig bleiben durfte, rebelliert auch das Übrige. Und damit wird deutlich, wie tief die Rebellion saß, so tief, dass kein Gericht scheinbar sie austrocknen könnte.

[5:27] Es ist erstaunlich, dass Gott diesem rebellischen Volk trotzdem im Buch Jeremia einige der großartigsten Verheißungen auf Wiederherstellung gegeben hat. Wir können diese in Jeremia 30, 31 und vor allem 32 selbst einmal nachlesen und für euch persönlich anwenden.

[5:48] Und es geschah im 37. Jahr, nachdem Jojakim, der König von Juda, gefangen hinweggeführt worden war, am 27. Tag des zwölften Monats, erhob Ewil-Merodach – das ist der Amel-Marduk, der Sohn Nebukadnezars – nach dessen Tod, der König von Babel im ersten Jahr seiner Regierung das Haupt Jojakims, des Königs von Juda, und entließ ihn aus dem Kerker.

[6:17] Es gibt alte schriftliche Hinweise darauf, dass auch Amel-Marduk, der Ewil-Merodach genannt wird, für eine gewisse Zeit von seinem eigenen Vater ins Gefängnis geworfen worden ist. Und man vermutet, dass möglicherweise Amel-Marduk, der Kronprinz, und auch Jojakim, da im Gefängnis, vielleicht auch gute Freunde geworden sind.

[6:34] So dass Amel-Marduk in der kurzen Zeit, in der er regierte, von 562 vor Christus – also, wisst ihr schon, viele, viele Jahre, zum Teil Jahrzehnte nach den Ereignissen davor, nach dem Tod von Nebukadnezar, in diesen kurzen zwei Jahren von 562 bis 560, als dann Amel-Marduk selbst umgebracht worden ist und ein neuer König mit Namen Nergal-Scharezer in Babel regierte – in dieser kurzen Zeit wurde Jojakim aus dem Gefängnis befreit.

[7:04] Und er galt auch wohl offensichtlich in den Jahren und Jahrzehnten dazwischen immer als der eigentlich rechtmäßige König. Zidkija nur war Statthalter-König gewesen, der dann auch bestraft worden ist. Aber Jojakim war eigentlich so etwas wie der eigentliche Träger des Königtums.

[7:20] Und er redete freundlich mit ihm und setzte seinen Thron über die Throne der Könige, die bei ihm in Babel waren, und erlaubte ihm, seine Gefängniskleidung abzulegen, und er durfte stets vor ihm essen sein ganzes Leben lang. Und seinen Unterhalt, der beständige Unterhalt, wurde ihm vom König gegeben, für jeden Tag sein bestimmtes Teil, für alle Tage seines Lebens.

[7:39] Ich glaube, ich habe schon an anderer Stelle gesagt, dass die Situation für Jojakim sogar als schriftlich belegt sind.

[7:46] Dieses Buch Könige endet einer dramatischen Geschichte, einem dramatischen Abfall, einem gewaltigen Gericht, einem Trümmerhaufen, der zurückbleibt. Und doch mit dieser kurzen Notiz, die jetzt Jahrzehnte später spielt, die sich wie ein kleiner Hoffnungsschimmer uns zeigt, dass nicht alles vorbei war. Das Königtum des Königs David, die Dynastie, war noch nicht ausgelöscht. Sie flackerte noch, wenn auch hier in Babel, und das war ein Hoffnungszeichen, dass die Prophezeiungen, die Gott gegeben hatte, sich erfüllen würden.

[8:25] Mit diesem Kapitel beenden wir das Buch 2. Könige, das ja mit 1. Könige ein Buch bildet, das gemeinsam mit den Samuel-Büchern und mit den Richter-Büchern im Grunde genau mit Josua bis zu den Königen eine ziemlich durchgängige Geschichtsstrang bilden, von den Tagen der Landnahme Israels bis hier in die babylonische Gefangenschaft hinein. Ein zusammenhängender Erzählstrang, der uns zeigt, mit welcher großen Realität diese Könige beschrieben werden.

[8:56] Vieles von dem, was wir lesen, ist nicht geschrieben, um uns zu ermutigen, dasselbe zu tun, sondern zu zeigen, wie genau Gott das Geschehen bewertet hat, wie genau er es analysiert, um zu zeigen, dass auch infolge dessen vieles schiefgelaufen ist, damit ob der Siege oder Niederlagen, der Treue und des Versagens Israels, die Treue Gottes und seine Gnade und seine Kraft umso deutlicher erscheint. Gott benutzt gewöhnliche Menschen mit Schwächen, mit Fehlern, die zum Teil gegen ihn rebelliert haben und rebellieren, um an ihnen die Kraft zu zeigen, die sein Evangelium hat, wenn sie ihm dann glauben und zu ihm kehren und sich von ihm verändern lassen. Möge Gott das auch in meinem und in deinem Leben tun.

[9:50] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir sehen können, wie in der Geschichte Israels trotz aller Niederlagen und schweren Versäumnisse deine Hand so sichtbar, so deutlich sichtbar ist und dass wir sehen können, wie du jeden einzelnen König ganz individuell nach seinem Charakter bewertet hast. Du hast niemandem pauschal verurteilt, sondern du warst in der Lage, zu allen Zeiten genau zu wissen und zu sehen und zu beurteilen, ob ein Mensch dir wirklich von ganzem Herzen nachfolgt oder gegen dich rebelliert. Und Herr, wir wollen daraus lernen, dass du unser Leben genau einschätzen kannst. Du kennst uns besser als wir selbst, und du weißt, wohin unser Kurs, unsere Gedanken und Emotionen uns führen werden, wenn wir uns nicht dir übergeben, wenn wir nicht all das in deiner Hand legen, damit du uns verändern kannst. Du weißt, dass es am besten ist. Erwecke doch uns, von ganzem Herzen, und alle, die wir dieses Video sehen und hören, dass du uns so führst, wie es für uns am besten ist, dass wir lernen aus der Geschichte und lernen aus unseren eigenen Fehlern und lernen aus dem, wie du trotz aller Fehler und der Geschichte dies als dein Evangelium so herrlich und so kraftvoll gezeigt hast.

[11:14] Dafür danken wir dir von ganzem Herzen, im Namen Jesu. Amen.


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