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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Überführung der Bundeslade nach Jerusalem gemäß 1. Chronik 15:19-16:17. Er erklärt die Bedeutung der gottesdienstlichen Musik und die Rolle der Leviten, sowie Davids demütiges Verhalten. Die Predigt betont die ewige Gültigkeit von Gottes Bund und ermutigt dazu, sich stets an seine Verheißungen zu erinnern und ihm zu vertrauen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 461. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch deine Kraft in unserem Leben, im Alltag wirken möchtest, dass wir in den Konflikten, den Schwierigkeiten, in Herausforderungen erleben dürfen, dass du für uns da bist, dass wir mit allen Sorgen, mit allen Nöten zu dir kommen können. Und Herr, wir möchten auch heute ganz besonders auf dein Wort achten und dich bitten, dass du uns sprichst, unser Herz berührt, dass wir mit deinem Heiligen Geist erfüllt werden. Der Heilige Geist dieses Wort inspiriert hat. Wir wollen vor deinem Wort stehen, weil es solche Macht hat. Wir wollen dir dankbar sein, dass es in unserem Herzen ausgeführt wird, das du gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:28] Wir sind in 1. Chronik Kapitel 15. David hat erneut sich vorgenommen, die Bundeslade nach Jerusalem zu bringen, und diesmal soll es auch tatsächlich so geschehen, wie es das Wort Gottes sagt: durch Leviten, die die Bundeslade auf ihren Schultern tragen und nicht durch einen Ochsenkarren. Das Wort Gottes soll jetzt die Grundlage sein für diese gottesdienstliche Handlung.

[1:56] Wir sind gerade dabei, wie die Sänger bestimmt worden sind für diese besondere Prozession. Vers 19: Und zwar die Sänger Heman, Asaf und Etan mit ehernen Zimbeln, um laut zu spielen. Sacharja, Asiel, Schemiramot, Jehiel, Unni, Eliab, Maaseja und Benaja mit Harfen auf der oberen Oktave. Mattitja, Elifelehu, Mikneja, Obed-Edom und Jeïël mit Lauten auf der unteren Oktave als Vorsänger.

[2:32] Das ist jetzt als Musiker vielleicht interessant, welche verschiedenen Instrumente es hier gegeben hat, aber es lässt sich nicht immer bis ins Letzte dann heute rekonstruieren. Können ja, aber der Oberste der Leviten beim Gesang, der unterwies im Gesang, denn er verstand es. Die wichtigste Voraussetzung, um Gottesdienstmusik machen zu dürfen, in jener Zeit war, dass man Levit war, dass man also hauptberuflich mit dem Heiligtum zu tun hatte. Jemand, der mit dem Heiligtum keine große Bindung hatte, sollte keine Musik machen, selbst wenn er eine musikalische Begabung hatte. Die erste Bedingung war: Sei ein Levit. Die zweite war dann aber auch: Wissen, was du tust. Nur weil ein Levit ein Levit war, sollte er nicht unbedingt leitende Funktionen in einer Gottesdienstmusik haben, sondern er sollte auch verstehen, was er dort tut. Er sollte im Gesang unterweisen können, weil er es verstand.

[3:23] So sind also die beiden Prinzipien, die wir ableiten können für uns heute, wo wir natürlich keine buchstäblichen Leviten mehr haben: Im Gottesdienst sollten Menschen Musik machen, die wirklich intensiv mit dem Heiligtum, mit der Heilslehre verbunden sind, diese verstehen und ausleben und ihr ganzes Leben dem auch gewidmet haben. Und es sollten auch Menschen sein, die tatsächlich verstehen, was sie tun.

[3:50] Und Jedutun und Hosah waren Torhüter bei der Lade. Und Schebanja, Joschafat, Netanel, Amasai, Sacharja, Benaja und Eliëser, die Priester, bliesen mit Trompeten vor der Lade Gottes, während Obed-Edom und Jehiël Torhüter bei der Lade waren.

[4:07] So gingen David und die Ältesten Israels und die Obersten der Tausendschaften hin, um die Bundeslade des Herrn mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms herauszuholen. Jetzt wusste man, dass man das tut, was Gott gesagt hat, dass man keine Angst mehr haben mochte, obwohl man ja vielleicht durchaus so ein Trauma hätte haben können und Angst haben können, dass vielleicht wieder etwas Schlimmes passiert. Wenn wir das Wort Gottes tatsächlich tun, braucht man keine Angst vor der Begegnung mit Gott haben.

[4:31] Und es geschah, als Gott den Leviten Beistand, welche die Bundeslade des Herrn trugen, da opferte man sieben Jungstiere und sieben Widder. Gott hatte den Usa getötet, aber den Leviten stand er bei. Wenn wir das tun, was Gottes Wort sagt, steht er buchstäblich an unserer Seite und hilft uns in allen Herausforderungen des Alltags.

[5:03] Und David war mit einem Obergewand aus weißem Leinen bekleidet, ebenso alle Leviten, welche die Lade trugen, und die Sänger und Kenanja, der Oberste über den Gesang der Sänger. Und David trug ein leinenes Ephod. Mit anderen Worten, er war nicht angezogen wie der König, um sich herauszuheben aus der Masse, sondern er hat sich eingefügt in das allgemeine Aussehen der Leviten und all derer, die jetzt um die Lade hier herum sie nach Jerusalem brachten.

[5:29] So brachten ganz Israel die Bundeslade des Herrn hinauf mit Jauchzen, mit dem Schall von Schofarhörnern, Trompeten und Zimbeln. Sie spielten laut mit Harfen und Lauten. Was für ein feierlicher, beeindruckender, großartiger Zug! Die Bundeslade kommt nach Jerusalem. Und es geschah, als die Bundeslade des Herrn in die Stadt Davids kam, da schaute Michal, die Tochter Sauls, zum Fenster hinaus, und als sie den König David hüpfen und tanzen sah, da verachtete sie ihn in ihrem Herzen.

[6:09] David hat hier keinen modernen Paartanz ausgeführt. Er hat sich gefreut. Dieses Tanzen, Hüpfen drückt aus sein, sein, also Jubelrufe, Jubel, Jubelsprünge, die vor Begeisterung ausgeführt sind, einfach weil David so eine Freude hatte und viele andere sich freuten darüber, dass die Bundeslade endlich nach Jerusalem kommen konnte. Michal verachtete ihn, weil er sich so in die Menge hineintauchte, weil er sich so unterschiedslos mit allen anderen gleichstellte. Er tat sich nicht als würdevoller König abheben, und das war das Problem in ihren Augen. Aber genau diese Einstellung war ein Problem, denn damit hat David letztendlich eigentlich wiederum als ein Typus auf Jesus hingewiesen, der auch nicht als großer König auf diese Erde kam, sondern Mensch wurde wie wir und sich auf unserer Ebene begeben hat.

[7:03] Und sie brachten die Lade Gottes hinein und stellten sie mitten in das Zelt, das David für sie ausgerichtet hatte. Und sie opferten Brandopfer und Friedensopfer vor Gott. Und nachdem David die Brandopfer und Friedensopfer dargebracht hatte, segnete er das Volk im Namen des Herrn und verteilte an jedermann in Israel, an Männer und Frauen, je einen Laib Brot, einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen.

[7:30] Ganz oft ist der Gottesdienst schon im Alten Testament und dann noch im Neuen Testament verbunden auch mit Essen, mit Freude, mit Gemeinschaft, um deutlich zu machen: Gottesdienst ist nicht etwas, was abgehoben ist vom Alltag, sondern etwas, was sehr wohl mit dem Alltag in engster Verbindung steht.

[7:48] Und er bestimmte etliche Leviten zu Dienern vor der Lade des Herrn, damit sie den Herrn, den Gott Israels, priesen, dankten und ihn lobten. Nämlich Asaf als das Oberhaupt, Sacharja als Zweiter nach ihm, Jeïël, Schemiramot, Jehiel, Mattitja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jeïël mit Harfen und Lauten. Asaf aber, um mit Zimbeln laut zu spielen. Die Priester Benaja und Jahasiël aber mit Trompeten allezeit vor der Lade des Bundes Gottes.

[8:19] Interessant ist auch, dass die Gottesdienstmusik in der Bibel, hier vor allem in den Chronikbüchern, wo viel darüber geschrieben ist, immer sehr eng auch verbunden ist mit der Bundeslade und damit dann auch später im Tempel mit dem Allerheiligsten. Das geht schon los, wenn man in Hesekiel 28 dort die Stelle anschaut über Luzifer, der dort Musikinstrumente am Thron Gottes gehabt hat. Schon dort finden wir diese enge Verbindung.

[8:50] Zu derselben Zeit gab David zum ersten Mal Asaf und seinen Brüdern den Auftrag, dem Herrn zu danken. Und jetzt kommt ein Teil des Auftrages, der hier als ein Teil eines Psalmes, als der Psalm 105, aufgeschrieben ist: Dankt dem Herrn, ruft seinen Namen an, macht unter den Völkern seine Taten bekannt! Lasst uns Gott danken und anderen davon erzählen, was er für uns getan hat. Singt ihm, lobt ihn, redet von allen seinen Wundern! Lasst uns mehr von den Erfahrungen erzählen, die wir gemacht haben, geistliche Lieder singen. Rühmt euch seines heiligen Namens! Es freuen sich das Herz derer, die den Herrn suchen. Wenn wir nach Gott Ausschau halten, dann ist es ein Grund zur Freude, nicht zur Trauer. Fragt nach dem Herrn und nach seiner Macht, sucht sein Angesicht allezeit! Es gibt nicht einen Moment, nicht einen Tag, nicht eine Situation, in der wir nicht Gottes Angesicht suchen sollten. Gedenkt an seine Wunder, die er getan hat, an seine Zeichen und die Urteile seines Mundes! O Same Israels, seines Knechtes, o Kinder Jakobs, seine Auserwählten! Er, der Herr, ist unser Gott. Auf der ganzen Erde gelten seine Rechtsurteile.

[9:59] Die Heiden dachten, dass Götter territorial sind und jeder seinen eigenen Gott hat. Aber die Israeliten wussten: Unser Gott ist der einzige Gott. Er ist der Eine, und was er sagt, was er bestimmt, was er errichtet, gilt auf der ganzen Erde.

[10:10] Gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er geboten hat auf tausend Geschlechter! Gott hat einen Bund mit seinem Volk gemacht, und dieser Bund gilt für tausend Geschlechter. Und tausend Geschlechter hat es auf dieser Erde noch gar nicht gegeben. Er gilt für die gesamte Weltgeschichte und ist unauflöslich. Er ist ewig, sein ewiger Bund. Und deswegen sollen auch wir ewig diesem Bund gedenken, an den Bund, den er mit Abraham geschlossen, an seinen Eid, den er Isaak geschworen hat. Er stellte ihn zu Jakob als Satzung, für Israel stellte er ihn auf für Jakob als Satzung, als für Israels ewigen Bund. Abraham, Isaak, Jakob, die Patriarchen, die die Väter Israels, mit ihnen hatte Gott einen Bund gemacht, und dieser Bund gilt noch immer.

[10:56] Jahrhunderte später, trotz all des Abfalls in der Zwischenzeit, trotz all den Problemen, Gottes Wort bleibt bestehen. Und jeder, der sich neu dem Wort Gottes zuwendet, kann erneut in diesem Bund leben. Lieber Freund, liebe Freundin, denke zurück an das, was Gott für dich getan hat. Und wenn du merkst, ich bin in meinem Leben von ihm abgewichen, ich möchte zurück zum Wort Gottes, dann wisse: Es gilt heute für dich. Sein Bund ist heute für dich aktuell. Du kannst mit ihm leben. Er möchte das so sehr. Sein Bund gilt ewig. Gedenke daran und danke ihm dafür, dass er dich erlöst hat und heute mit dir leben möchte.

[11:32] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so gut zu uns bist und dass dein Bund ewig gilt. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns daran erinnerst, immer wieder an deinen Bund zu gedenken, nicht zu vergessen, was du uns versprochen hast, und in allen schwierigen Situationen darauf zu vertrauen. Herr, wir danken dir, dass Jesus Mensch geworden ist und erzählt und erklärt hat, wie du wirklich bist und dass wir Freude haben dürfen, dich zu suchen, wenn wir dich nach dem Wort Gottes suchen, nach dem, was dein Wort sagt. Und dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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