In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Rabea Kramp 1. Chronik 18:1-19:6. Sie zeigt, wie David seine militärischen Erfolge und seine gerechte Herrschaft stets Gottes Hilfe zuschreibt. Der Beitrag warnt vor menschlicher Skepsis und schlechtem Rat, indem er die Geschichte von König Hanun erzählt, dessen Misstrauen gegenüber Davids Freundlichkeit zu einem unnötigen Krieg führt.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 18:1-19:6
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. Chronik, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute wollen wir zusammen die Seite 464 lesen und bevor wir das tun, gemeinsam beten.
[0:43] Lieber Gott, deine Pläne sind gut, deine Pläne sind wahrhaftig, sie sind vollkommen. Sie sind immer das Beste, was uns passieren kann. Gib, dass wir deine Pläne bereitwillig annehmen, so wie David, und dass du uns ein offenes Herz gibst, damit wir deine Zurechtweisung annehmen. Amen.
[1:04] Wir sind in 1. Chronik 18 und dort ab Vers 1. Gestern haben wir gelesen, dass Gott David ein Haus bauen will, ein Haus, das ewig Bestand hat. Und wir haben davon gelesen, wie gesegnet David von Gott ist und dass Gott David zwar verwehrt, ihm den Tempel, das Heiligtum zu bauen, aber dass Gott ihm einen viel größeren Segen angedacht hat. Und wir haben auch gesehen, wie sehr David dem Gott des Himmels vertraut, dass er das Veto, was Gott einlegt, wenn es um den Tempelbau geht, bereitwillig angenommen hat. Heute wollen wir ein bisschen über die Siege und Kriege Davids lesen und beginnen in Kapitel 18, Absatz 1: „Und danach geschah es, dass David die Philister schlug und sie demütigte, und er entriss Gat und seine Tochterstädte der Hand der Philister. Auch schlug er die Moabiter, so dass die Moabiter David untertan wurden und ihm Tribut ablieferten. David schlug auch Hadad-Eser, den König von Zoba, als er hinzog und seine Macht am Euphratstrom aufzurichten. Und David eroberte von ihm 1.000 Streitwagen und 7.000 Reiter und 20.000 Mann Fußvolk. Und David lähmte alle Wagenpferde, aber 100 Wagenpferde behielt er übrig. Und die Aramäer von Damaskus kamen Hadad-Eser, dem König von Zoba, zu Hilfe. Aber David schlug von den Aramäern 22.000 Mann. Und David legte Besatzung in den Aramäern von Damaskus, so dass die Aramäer David untertan wurden und ihm Tribut entrichteten. Denn der Herr half David überall, wo er hinzog.“
[3:04] David war ein erfolgreicher Herrscher, ein erfolgreicher Herrscher, nicht weil er vielleicht so ein genialer Stratege war – er wahrscheinlich war –, aber in erster Linie wegen dem letzten Satz, den wir gelesen haben: „Denn der Herr half David überall, wo er hinzog.“ Wie schnell können wir oft vergessen, wie viel wir eigentlich Gott zu verdanken haben? Vertrauen wir mehr auf unsere eigenen Fähigkeiten, auf die Gaben, die Gott uns vielleicht gegeben hat? Und legen unsere eigenen Pläne manchmal vielleicht ohne Gott zu fragen, vertrauen darauf, dass wir es aus unserer eigenen Kraft tun können? David war nicht so. David wusste, dass jeder Sieg, den er errungen hat, jedes Gelingen, was er hatte, dass es Gott war, der an seiner Seite mitkämpfte.
[3:59] „Und David nahm die goldenen Schilde, die den Knechten Hadad-Esers gehörten, und brachte sie nach Jerusalem. Auch nahm David aus Tibhat und Kun, den Städten Hadad-Esers, sehr viel Erz, worauf Salomo das eherne Wasserbecken und die Säulen und die ehernen Geräte machte. Als aber Toï, der König von Hamat, hörte, dass David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers, des Königs von Zoba, geschlagen hatte, da sandte er seinen Sohn Hadoram zum König David, um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen und ihn zu beglückwünschen, weil er gegen Hadad-Eser gekämpft und ihn geschlagen hatte. Denn Hadad-Eser war ständig im Kriegszustand mit Toï. Und er hatte bei sich allerlei goldene, silberne und eherne Geräte. Auch diese heiligte der König David dem Herrn, samt dem Silber und Gold, das er von allen Völkern genommen, nämlich von Edom, von Moab, von den Ammonitern, von den Philistern und von Amalek. Und Abischai, der Sohn der Zeruja, zerschlug von den Edomitern im Salztal 18.000 Mann. Und er legte Besatzungen nach Edom, so dass alle Edomiter David untertan wurden. Denn der Herr half David überall, wo er hinzog. Und David regierte über ganz Israel, und er verschaffte seinem ganzen Volk Recht und Gerechtigkeit.“
[5:30] Zum zweiten Mal lesen wir diesen Satz am Ende von Vers 13: „Denn der Herr half David überall, wo er hinzog.“ Und immer wenn wir eine Sache zweimal lesen, dann müssen wir die Ohren aufsperren und die Augen, denn dann möchte die Bibel sagen: „Das ist wichtig, das ist eine Sache, worauf du achten solltest.“ Und wenn wir darüber nachdenken, dass Gott ihm, David, half, überall, wo er hinzog, dann kommt auch vielleicht dir ein Vers aus dem Neuen Testament in den Sinn, in Matthäus 6,33, wo es heißt: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles hinzugefügt werden.“ David war so jemand. Er hat nach Gottes Gerechtigkeit getrachtet, er wollte Gott gefallen, er wollte nach Gottes Wort leben, er wollte Gott ein Heiligtum bauen, wie wir gelesen haben, er wollte Gott wirklich ehren. Und Gott hat ihn im Gegenzug gesegnet mit Erfolg, mit Sieg.
[6:37] Lesen wir weiter: „Joab aber, der Sohn der Zeruja, war Befehlshaber über das Heer. Und Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzleischreiber. Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Abimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Schawscha war der Staatsschreiber. Benaja, der Sohn Jojadas, war über die Kreter und Pleter gesetzt. Und die Söhne Davids waren die Ersten in seiner Seite.“ An der Seite des Königs David hat er hier einen guten Staatsapparat, dem er vertrauen kann. Er hat wichtige Männer an seiner Seite, die völlig mit ihm und in seinem Sinne die Dinge tun und bewegen. „Und danach geschah es, dass Nahasch starb, der König der Ammoniter, und sein Sohn wurde König an seiner Stelle. Da sprach David: 'Ich will Güte erweisen an Hanun, dem Sohn des Nahasch, denn sein Vater hat mir Güte erwiesen.' Und David sandte hin, um ihn wegen seines Vaters zu trösten. Als aber die Knechte Davids in das Land der Ammoniter zu Hanun kamen, um ihn zu trösten, da sprachen die Fürsten der Ammoniter zu Hanun: 'Meinst du, dass David deinen Vater vor deinen Augen ehren will, wenn er Tröster zu dir gesandt hat? Sind nicht seine Knechte zu dir gekommen, um das Land auszuforschen und zu durchstöbern und auszukundschaften?'“
[8:04] David ist an dieser Stelle zu gutmütig. Es war keine kluge Sache, mit den Ammonitern so auf Tuchfühlung zu gehen. Immerhin waren sie Feinde Gottes, sie waren Götzendiener. Und die Berater von Hanun, des Königs, des jungen neuen Königs der Ammoniter, die sind sehr skeptisch, ob das, was David hier tut, wirklich aufrichtig ist. Und sie haben wahrscheinlich von sich selbst auf andere geschlossen, denn unter weltlichen Herrschern gab es solche Wohltaten sehr wahrscheinlich nicht oft. Aber David war nun mal anders, und er wollte das auch dem Hanun zeigen, wollte ihm über seine Trauer hinweg helfen. Aber die Ratgeber deuten diese Wohltat, die David hier vorhat, falsch und beraten den Hanun ja sehr ungut. In der Bibel gibt es ja einige Geschichten von Ratgebern von Königen, die wirklich schlecht, schlechten Rat geben. Und daraus können wir lernen, dass der beste Ratgeber, den wir haben können, ist immer noch Gott und der Heilige Geist.
[9:23] „Vers 4: Da ließ Hanun die Knechte Davids ergreifen, und er ließ ihnen die Bärte abscheren und ihre Obergewänder halb abschneiden bis ans Gesäß, und er sandte sie fort.“ Eine sehr unangenehme, sehr peinliche Situation. Als man nun hinging und David von diesen Männern berichtete, sandte er ihnen entgegen, denn die Männer waren sehr beschämt. Und der König ließ ihnen sagen: „Bleibt in Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist, dann kommt wieder heim.“ „Als aber die Ammoniter sahen, dass sie sich bei David verhasst gemacht hatten, sandten Hanun und die Ammoniter 1.000 Talente Silber, um Streitwagen und Reiter von den Aramäern aus Naharaim und von den Aramäern aus Maacha und Zoba anzuwerben.“ Ein völlig unnötiger Krieg, der hier entsteht. Und wir werden morgen ein bisschen mehr darüber lesen. Lasst uns gemeinsam beten.
[10:26] Lieber Gott, wir möchten keinem menschlichen Rat vertrauen, sondern deinem Rat. Dein Ratschlag ist vollkommen, er ist besser als alles, was wir uns vorstellen können. Und der beste Ratgeber, den wir haben, ist dein Wort, ist die Bibel. Und du hast darin viele Dinge aufschreiben lassen, die uns helfen sollen, eine Richtschnur, ein Maßstab und ein Ratgeber in unserem Alltag zu sein. Lass auch heute an diesem Tag die Bibel und dein Ratgeber sein, wenn es darum geht, Dinge zu entscheiden oder sich über Dinge klar zu werden. Und dafür danken wir dir, dass wir diesen Schatz in unseren Händen halten dürfen. Amen.
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