In dieser Andacht aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ spricht Rabea Kramp über 1. Chronik 21:25-22:19. Sie beleuchtet, wie Davids persönlicher Begegnungsort mit Gott zum geplanten Tempelstandort wurde und wie David trotz des göttlichen Verbots, den Tempel selbst zu bauen, alle Vorbereitungen für seinen Sohn Salomo traf. Die Sprecherin zieht Parallelen zwischen Davids Vorbereitung für Salomo und Gottes Vorbereitung für Jesus, den Friedefürsten und Schöpfer, und ermutigt die Zuhörer, eigene besondere Orte der Begegnung mit Gott zu finden.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Chronik 21:25-22:19
Rabea Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:33] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute wollen wir zusammen die Seite 467 lesen und bevor wir das tun, gemeinsam beten.
[0:42] Lieber Jesus, wir können nicht tiefer fallen als in deine Hände. Du trägst uns, du fängst uns auf und du richtest uns auch wieder auf. Und dafür sind wir dir von Herzen dankbar. Amen.
[0:57] Wir sind in 1. Chronik 21 ab Vers 25. Gestern haben wir ein sehr trauriges Kapitel gelesen von der Volkszählung, die David durchführen ließ, und was für schlimme Folgen Stolz und Sünde ja nach sich ziehen können. Und wir haben davon gelesen, dass David die Tenne Ornans erwarb, um darauf zu opfern, und dass dieser Ort später große Bedeutung erlangen wird. An dieser Stelle geht es weiter, Vers 25: So gab David dem Ornan für den Platz Gold im Gewicht von 600 Schekel. Und David baute dem Herrn dort einen Altar, opferte Brandopfer und Speisopfer. Und als er den Herrn anrief, antwortete er ihm mit Feuer vom Himmel, das er auf den Brandopferaltar fallen ließ. Und der Herr gebot dem Engel, sein Schwert wieder in die Scheide zu stecken. Zu jener Zeit, als David sah, dass der Herr ihn auf der Tenne Ornans des Jebusiters erhört hatte, pflegte er dort zu opfern. Die Wohnung des Herrn aber, die Mose in der Wüste gemacht hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Höhe von Gibeon. David konnte aber nicht vor denselben treten, um Gott zu suchen, so sehr war er erschrocken vor dem Schwert des Engels des Herrn.
[2:31] Die Tenne Ornans wurde Davids persönlicher Begegnungsort mit Gott. Vielleicht hast du auch so einen besonderen Begegnungsort mit Gott? Vielleicht die Natur, in der du Gott ganz besonders nahe bist? Vielleicht auch ein kleines Andachtszimmer oder nur eine Ecke im Wohnzimmer, im Schlafzimmer, aber ein Ort, wo du Gott jeden Tag begegnen kannst. Und es ist wichtig, solche Orte zu haben. Für David wurde die Tenne Ornans der Ort der Anbetung. Er hatte das Gefühl, dass er Gott hier ganz besonders nah war und sein Leben lang hat er dort Gott angebetet und Gott gesucht.
[3:18] Vers 1 in Kapitel 22: Und David sprach: Hier soll das Haus des Herrn sein und dies der Altar zum Brandopfer für Israel. Dieser Ort wurde für David so ein Herzensort, dass er beschloss, dort den Tempel zu bauen. Und tatsächlich kam es später so, dass Salomo den Tempel genau an diesem Ort bauen ließ. Vers 2: Und David gebot, die Fremdlinge, die im Land Israel waren, zu versammeln, und er stellte sie an als Steinhauer, um Quadersteine zu hauen für den Bau des Hauses Gottes. Und David schaffte viel Eisen an für die Nägel an den Torflügeln und für die Klammern und so viel Erz, dass es nicht zu wiegen war. Auch Zedernholz ohne Zahl, denn die von Zidon und Tyrus brachten David viel Zedernholz. Und David sprach: Mein Sohn Salomo ist jung und zart. Also Salomo war anscheinend noch ein Knabe. Das Haus aber, das dem Herrn gebaut werden soll, das soll sehr groß sein, damit sein Name und Ruhm allen Ländern erhoben werde. Darum will ich einen Vorrat für ihn anlegen. So legte David vor seinem Tod Vorräte in Menge an.
[4:34] Hier lesen wir zum ersten Mal von den Vorbereitungen, die David trifft für den Tempelbau. Wir haben ja vor ein paar Tagen gelernt, dass Gott es dem David versagte, selber den Tempel zu bauen, sondern dass sein Sohn Salomo der Bauherr sein würde. Aber David ließ es sich nicht nehmen, alle möglichen Vorbereitungen zu treffen, damit Salomo die besten Voraussetzungen haben würde, um den Tempel zu bauen. Und dieses Vorhaben nimmt, je näher wir an Davids Tod kommen, immer mehr Gestalt an. Immer mehr Materialien werden dabei geschafft, immer edlere Dinge.
[5:18] Wir lesen weiter. Und er rief seinen Sohn Salomo (Vers 6) und gebot ihm, das Haus des Herrn, des Gottes Israel, zu bauen. David sprach zu Salomo: Mein Sohn, es lag mir am Herzen, dem Namen des Herrn meines Gottes ein Haus zu bauen. Aber das Wort des Herrn erging gegen mich und er sprach: Du hast viel Blut vergossen und große Kriege geführt. Du sollst meinem Namen kein Haus bauen, weil du so viel Blut vor mir auf die Erde vergossen hast. Also hier lesen wir den Grund, die Begründung, warum Gott diesen Plan Davids nicht unterstützt hat. Siehe, ein Sohn wird dir geboren werden, der wird ein Mann der Ruhe sein, dem will ich Ruhe geben vor allen seinen Feinden ringsumher. Darum soll sein Name Salomo sein, und ich will Israel Frieden und Ruhe geben in seinen Tagen. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und er soll mein Sohn sein, und ich will sein Vater sein und den Thron seines Königtums über Israel befestigen auf ewig.
[6:29] David war es nicht vergönnt, den Tempel zu bauen, aber David fand eine erfüllende Aufgabe darin, für seinen Sohn Salomo alles vorzubereiten. Angefangen bei den Materialien, über Arbeitskräfte, ja, sogar die Architekturpläne für den Tempel, die bereitete David vor. Er hat sie von Gott bekommen. Gott hat selber, der Architekt, so wie bei der Stiftshütte Gott dem Mose die Architekturpläne gegeben hat, so hat er auch David die Architekturpläne für sein Heiligtum gegeben und er gibt sie weiter an Salomo. Salomo wird hier der Friedefürst genannt, und das erinnert uns natürlich an Jesus, der auch ein Friedefürst ist. Salomo und Jesus bekommen beide das Königtum von ihrem Vater, und beiden wird zugesichert, dass ihr Thron auf ewig besteht. Ja, die Zusage Salomos an Salomo, die erstreckt sich quasi über den ganzen Erlösungsplan und bis in die Ewigkeit. Und beide, Salomo und Jesus, bekommen vom Vater alle Voraussetzungen, um etwas zu bauen: Salomo den Tempel und Jesus als Schöpfer. Und es ist eine tolle Rollenverteilung. Und wir wollen hier ein bisschen gedanklich in die Tiefe gehen. Das können wir in dieser Andacht nicht so viel tun, aber macht das mal zu Hause. Schaut mal auf die Parallelen: Der Vater David, der alles zur Verfügung stellt, damit sein Sohn einen wunderbaren Tempel bauen kann. Und Gott der Vater, der alle Voraussetzungen schafft, dass sein Sohn Jesus der Schöpfer sein kann.
[8:28] Es gibt so viele Parallelen. Es würde ein tolles Studium sein, und ich ermutige euch dazu. Und ein zweiter Aspekt, der mir in den Sinn kam, ist, dass Abraham eine Lektion lernen musste, als er Isaak opfern sollte. Gott wollte, dass Abraham nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt, als Vater seinen Sohn hingeben zu müssen. Und Gott möchte, dass David die Lektion lernt, wie es sich anfühlt, seinem Sohn alles zu übergeben, obwohl man es selber machen könnte. Gott der Vater hätte auch die ganze Erde und alles schaffen können, aber er hat diese Aufgabe seinem Sohn übergeben. Und hier haben wir zwei Glaubensmänner, die beide eine wichtige Lektion von Gott lernen.
[9:12] Wir lesen weiter in Vers 11: So sei nun der Herr mit dir, mein Sohn, dass es dir gelinge und dass du dem Herrn, deinem Gott, ein Haus baust, wie er von dir geredet hat. Der Herr wolle dir nur Weisheit und Verstand geben und setze dich zum Herrscher über Israel ein und verleihe dir, dass du das Gesetz des Herrn, deines Gottes, befolgst. Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf achtest, dass die Satzungen und Rechte zu befolgen, die der Herr dem Mose für Israel geboten hatte. Sei stark und mutig, fürchte dich nicht und verzage nicht. Und siehe, durch meine Bemühungen habe ich für das Haus des Herrn 100.000 Talente Gold bereitgestellt und 1000 mal 1000 Talente Silber dazu. Erz und Eisen, das nicht zu wiegen ist, denn es ist sehr viel. Auch habe ich Holz und Steine angeschafft, und du kannst noch mehrere dazu tun. Und Werkleute sind bei dir in Menge: Steinmetze, Maurer und Zimmerleute und allerlei weise Männer für jegliches Werk. Das Gold, das Silber, das Erz und das Eisen sind nicht zu zählen. Mache dich auf und führe es aus, und der Herr sei mit dir. Und David gebot den Obersten Israels, seinem Sohn Salomo beizustehen: Ist nicht der Herr, euer Gott, mit euch? Und er hat euch Ruhe gegeben ringsumher, denn er hat die Einwohner des Landes in meine Hand gegeben, und das Land ist dem Herrn und seinem Volk unterworfen. So richtet nun euer Herz und eure Seele darauf, den Herrn, euren Gott, zu suchen und macht euch auf und baut das Heiligtum Gottes des Herrn, damit man die Lade des Bundes des Herrn und die heiligen Geräte Gottes in das Haus bringe, das dem Namen des Herrn gebaut werden soll.
[11:05] Hier bekommen wir wieder die Idee, dass David das Herzensanliegen hatte, das Heiligtum wieder an einem Ort zu vereinen, den Ort des Dienstes und die Bundeslade. Und wir werden in den nächsten Kapiteln sehen, wie dieses Vorhaben immer mehr Früchte trägt und immer mehr Gestalt annimmt.
[11:28] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Herr Jesus, wir danken dir für die Begegnung, die wir täglich mit dir haben dürfen. Wir danken dir, dass es Orte gibt in unserem Leben, wo wir dir ganz besonders nah sein können. Herr, schenk uns jeden Tag die Zeit, dir nahe zu kommen, und lass uns diesen Ort und diese Zeit sehr kostbar sein, so wie es David kostbar war, Zeit mit dir zu verbringen an einem Ort, der ihm besonders wichtig geworden war. Wir möchten dir begegnen in unseren Herzen, in unseren Gedanken, und wir danken dir für den lebendigen Austausch, dass du ein lebendiger Gott bist. [Musik]
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