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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Rabea Kramp beleuchtet in dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel 1. Chronik 26 und 27. Sie analysiert die detaillierte Organisation des israelischen Militärs unter König David, insbesondere das System der monatlich wechselnden Heerführer. Ein zentraler Punkt ist Davids fehlerhafte Volkszählung und die daraus resultierende Lehre, Gottes Verheißungen mehr zu vertrauen als menschlichen Zahlen und Stärke.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf (m)einer Seite“. Heute wollen wir gemeinsam die Seite 472 lesen und bevor wir das tun, gemeinsam beten.

[0:41] Lieber Gott, wir danken dir für die vielfältigen Gaben, die du schenkst, dass du viele Gaben gibst, die wir für dich einsetzen können und dass wir auch immer neue Gaben von dir bekommen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du unser Bibellesen heute segnet und dass wir mehr davon verstehen können, wie du bist.

[1:08] Wir befinden uns in 1. Chronik 26, ganz am Ende, und wollen aber dann nach einem Vergleich in 1. Chronik 27 einsteigen. Ihr erinnert euch, dass wir gestern über die Gaben gesprochen haben und dass Gott viele tüchtige Männer im Dienst für das Heiligtum gesucht und eingesetzt hat. Wir lesen 1. Chronik 26, Vers 32:

[1:35] „Und seine Brüder, tüchtige Leute, 2.700 Familienhäupter, die setzte der König David über die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse für alle Angelegenheiten Gottes und für die Angelegenheiten des Königs.“

[1:52] Kapitel 27: „Und dies sind die Söhne Israels nach ihrer Zahl, die Familienhäupter, die Obersten der Tausendschaften und Hundertschaften und ihre Vorsteher, die dem König dienten nach der Ordnung der Abteilungen, wie sie Monat für Monat kamen und gingen, alle Monate des Jahres. Jede Abteilung zählte 24.000 Mann.“

[2:18] Also, ihr merkt, heute verlassen wir den Bereich der Leviten und wir schwenken zum Militär. Und erstaunlich ist hier, dass wir auch hier bei der Heeres-Einteilung, beim Militär, sehen können, dass es genauso eine Einteilung, Ordnung gab, und zwar Monat für Monat.

[2:39] In Vers 2 heißt es: „Über die erste Abteilung für den ersten Monat war Jaschobam, der Sohn Sabdiels, gesetzt, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Von den Söhnen des Perez war er das Oberhaupt aller Heerführer für den ersten Monat. Über die Abteilung für den zweiten Monat war Dodai, der Ahohiter, gesetzt, und von seiner Abteilung war Mikloth Oberaufseher, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der dritte Heerführer für den dritten Monat war Benaja, der Sohn Jojadas, des Priesters, das Oberhaupt, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Dieser Benaja war einer der 30 Helden und über die 30 gesetzt, und an der Spitze seiner Abteilung stand sein Sohn Ammizabad.“

[3:32] Diesen Benaja, den haben wir jetzt schon öfter in der Bibel gesehen, und sie sind den Menschen öfter begegnet. Es heißt ja, er ist der Leiter der 30 Helden gewesen. Es gab ja die drei ganz großen Helden, dazu gehörte er nicht, aber er war berühmt unter diesen drei Helden und war sozusagen Nummer vier und dadurch über die 30 insgesamt gesetzt. Das können wir in 2. Samuel 23 nochmal nachlesen. Und David setzte diesen Benaja ja damals über die Leibwache. Er war der Oberste.

[4:08] Wir lesen weiter: „Der vierte für den vierten Monat war Asaël, der Bruder Joabs, und nach ihm Sebadja, sein Sohn, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der fünfte für den fünften Monat war der Fürst Schamhut, der Jesrachiter, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der sechste für den sechsten Monat war Ira, der Sohn des Ikkesch, der Tekoiter, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der siebte für den siebten Monat war Helez, der Peloniter, von den Söhnen Efraims, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der achte für den achten Monat war Sibbechai, der Huschatiter, von den Serachitern, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der neunte für den neunten Monat war Abiezer, der Anatothiter, von den Benjaminitern, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der zehnte für den zehnten Monat war Maharai, der Netofathiter, von den Serachitern, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der elfte für den elften Monat war Benaja, der Pirathoniter, von den Söhnen Efraims, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000. Der zwölfte für den zwölften Monat war Heldai, der Netofathiter, von Otniël, und zu seiner Abteilung gehörten 24.000.“

[5:31] Wieder bekommen wir den Eindruck, dass es hier unglaublich viel Ordnung gibt. Das Heer und das Militär folgen einer strengen Einteilung. Und es ist interessant, dass es hier sehr demokratisch zugeht, sehr gerecht. Jeder darf für einen Monat Oberhaupt des Heeres sein und das Ganze anführen und die Abteilung des Heeres leiten. Und vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass so vorgebeugt wurde, dass es keinen Machtmissbrauch gab, und auch, dass die Männer, die das gemacht haben, eine sehr hohe Motivation hatten, weil sie wussten: Ich habe diesen einen Monat, diesen Dienst, diese Aufgabe, und ich möchte es gut machen. Und ja, das war vielleicht so ein guter Nebeneffekt so eines durchwechselnden Systems. Und ich glaube, manchmal fehlt uns in unseren Gemeinden auch so ein durchwechselndes System, dass wir die Ämter auch mal wieder tauschen und dass nicht eine Person über Jahre oder Jahrzehnte gar ein Amt ausführt, weil das kann auch ermüden. Und es ist viel, viel besser, wenn es ein bisschen wechselt. So ermüdet keiner, und jeder darf auch mal die Verantwortung übernehmen und jeder spürt dann auch, wie es sich anfühlt, in dieser Verantwortung zu sein. Es ist eigentlich ein ganz nachahmenswertes Konzept.

[6:51] Wir lesen weiter in Vers 16: „Und über die Stämme Israels waren gesetzt: über die Rubeniter als Fürst Eliëser, der Sohn Sichris; über die Simeoniter Schefatja, der Sohn Maachas; über die Leviten Haschabja, der Sohn Kemuëls; über die Aaroniter Zadok; über Juda Elihu, von den Brüdern Davids; über Issachar Omri, der Sohn Michaels; über Sebulon Jischmaja, der Sohn Obadjas; über Naftali Jerimoth, der Sohn Asriëls; über die Kinder Efraims Hoschea, der Sohn Asasjas; über den halben Stamm Manasse Joël, der Sohn Pedajas; über den anderen halben Stamm Manasse in Gilead Jiddo, der Sohn Secharjas; über Benjamin Jaasiël, der Sohn Abners; über Dan Asarël, der Sohn Jerochams.“ Das sind die Fürsten der Stämme Israels.

[7:51] Und jetzt kommt Vers 23, ein wichtiger Vers: „Aber David nahm die Zahl derer unter 20 Jahren, die unter 20 Jahren waren, nicht auf; denn der Herr hatte verheißen, Israel zu mehren wie die Sterne des Himmels. Joab, der Sohn Zerujas, hatte zwar angefangen zu zählen, allein er vollendete es nicht; denn es kam deswegen ein Zornesgericht über Israel. Daher wurde die Zahl nicht in die Chronik des Königs David aufgenommen.“

[8:25] Wir erinnern uns, vor ein paar Kapiteln war die Volkszählung, die David angeordnet hat und dem Joab aufgetragen hatte, die aber nicht gottgewollt war, weil die Motive von David nicht lauter waren, nicht gute Motive waren. David hatte diese Verheißung, die wir in Vers 23 finden, die ja vor langer Zeit an Abraham ergangen war, dass Gott die Kinder Israels mehren wird wie die Sterne am Himmel. Die findet hier wieder Erwähnung in 1. Chronik. Und diese Verheißung, die hatte David irgendwie nicht wertgeschätzt, oder er hatte sie ja einfach nicht so beachtet, wie sie hätte beachtet werden sollen. Und stattdessen hat er Joab beauftragt, das Volk zu zählen, weil er wollte genau wissen, wie viel sehr fähige Männer er hatte, um dann seinen Stolz noch ein bisschen zu nähren und seine Macht ein bisschen zu füttern. Und Joab war aber sehr, sehr, ja, hatte es schwierig mit dieser Aufgabe, weil er genau wusste, was die Motive Davids waren. Und David hatte nicht auf diese Verheißung vertraut, die Gott gegeben hatte, nämlich dass er das Volk Israel mehren würde, dass David sich nie Gedanken machen müsste, dass das Heer nicht stark genug wäre. Und wir haben genug Geschichten in der Bibel, wo das Heer Gottes, das Volk Israel, das Heer Israels unterlegen war, rein zahlenmäßig, und Gott trotzdem den Sieg geschenkt hat. Und Gott wollte einfach nicht, dass David sich auf bloße Zahlen verlässt, sondern auf den Herrn.

[10:07] Was können wir nun daraus lernen? Wir sollten Gottes Verheißungen vertrauen, und sie brauchen keine Kontrolle. Die Verheißung, die steht, und dieses Versprechen Gottes steht, und wir können uns immer darauf verlassen, dass diese Verheißung auch wahr wird. Wir müssen ihm nicht misstrauen, wir dürfen ihm nicht misstrauen, denn wenn Gott etwas zusagt, dann macht er es auch wahr. Und das hat er mit dieser Verheißung auch gemacht, denn die Kinder Israels sind wirklich wie die Sterne am Himmel geworden. Und vielleicht, ja, dürfen wir auch dazu zählen, und wir dürfen vielleicht auch weitere Menschen zu solchen Sternen und Kindern Israels machen, wenn wir sein Wort weitergeben.

[10:50] Lasst uns gemeinsam beten.

[10:57] Lieber Herr, wir danken dir, dass du Verheißungen nicht nur aussprichst, sondern dass du auch für ihre Erfüllung sorgst. Schenke uns, dass wir auf deine Verheißung vertrauen, dass wir dir vertrauen, dass wir immer wissen dürfen: Mit dir kommen wir ans Ziel. Und dafür danken wir dir. In deinem Namen. Amen.


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