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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ taucht Rabea Kramp in 1. Chronik 27:25-28:12 ein. Sie beleuchtet Davids umfangreiche Verwaltung und seinen Ratgeberstab, darunter die konträren Rollen von Ahitofel und Husai. Ein Schwerpunkt liegt auf Davids Wunsch, den Tempel zu bauen, Gottes Ablehnung aufgrund seiner Kriegsführung und die darauf folgende Verheißung an David und Salomo. Die Episode betont die göttliche Inspiration der Tempelbaupläne und Davids Ermahnung zur Treue gegenüber Gott.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute beschäftigen wir uns mit dem Schluss von 1. Chronik 27 und steigen ein in 1. Chronik 28. Bevor wir das tun, möchten wir gemeinsam beten. Lieber Gott, wir danken dir für deine Verheißungen, die du wahr machst an uns, dass wir darauf vertrauen können und dass sie ein wirklicher Fels in unserem Glauben sind. In deinem Namen, Amen.

[1:02] Wir haben gestern die Einteilung der Familienhäuser in der Heeresleitung Israels angeschaut und festgestellt, dass es da genauso ein rotierendes und alternierendes System gibt wie auch am Heiligtum mit den Leviten. Das heißt, auch das Heer war so organisiert, dass jeder mal durfte und jeder mal die Leitung haben durfte und drankam. Heute geht es um die Gutsverwalter und den Ratgeberstab von König David, und wir starten dafür in 1. Chronik 27 ab Vers 25, wo es heißt:

[1:36] „Über die Vorräte des Königs war Asmaweth, der Sohn Adiels, eingesetzt. Über die Vorräte auf dem Land in den Städten, Dörfern und Festungen war Jonathan, der Sohn Usijas. Über die Feldarbeiter, die das Land bebauten, war Esri, der Sohn Kelubs. Über die Weinberge Schimi, der Ramatiter. Aber über die Vorräte an Wein in den Weinbergen war Sabdi, der Sifmiter. Über die Ölbäume und Feigenbäume in der Schefela war Baal-Hanan, der Gederiter. Über die Vorräte an Öl Joasch. Über die Rinder, die in Scharon weideten, war Sitrai, der Saroniter. Über die Rinder in den Tälern Schaphat, der Sohn Adlais. Über die Kamele war Obil, der Ismaeliter. Und über die Eselinnen war Jehdeja, der Meronotiter. Über die Schafe Jaziz, der Hagariter. Alle diese waren Verwalter der Güter des Königs.“

[2:42] Wir können aus diesem kleinen Abschnitt lernen, dass David unglaublich viel Besitz hatte, und zwar nicht nur in Jerusalem und am Königshof, sondern eigentlich im ganzen Umland, im Land verteilt. Er hatte materielles, er hatte Vieh, er hatte Bäume, er hatte Landwirtschaft. Es war wirklich viel Besitz, und er hat klug daran getan, verschiedene Verwalter einzusetzen. Das erinnert uns ein bisschen an Mose, der auch, um die Arbeitslast ein bisschen zu teilen, die Verantwortung aufgeteilt hat.

[3:18] Wir lesen weiter in Vers 32: „Jonathan aber, Davids Onkel, war ein verständiger Mann, ein Schriftgelehrter.“ Also, er hatte einen schriftgelehrten Ratgeber, der auch noch aus seiner Familie kam, zur Seite als Ratgeber. „Und Jechiel, der Sohn Hachmonis, war bei den Söhnen des Königs.“ Das heißt, wir können davon ausgehen, dass auch die Söhne Davids, die ja zu diesem Zeitpunkt auch schon erwachsene Männer waren, dass auch sie einen speziellen Ratgeber für ihre Belange hatten. Das war der König. Vers 33: „Ahitofel war auch ein Rat des Königs, und Husai, der Arkiter, war der Freund des Königs.“

[4:04] Ahitofel kennen wir noch aus 2. Samuel 15 bis 17, und wir erinnern uns, dass dieser Ahitofel sich damals am Putsch gegen David beteiligt hat und sich auf Absaloms Seite geschlagen hat. Und er hat einen bestimmten Rat gegeben, der natürlich gegen David ging. Und als er merkte, dass dieser Rat nicht befolgt würde und er auffliegen könnte und damit auch alles verlieren würde, was er hatte, beging er Selbstmord. Ahitofel war damals ein hochgeschätzter Mann, aber auch sehr stolz. Aber wir lesen auch über ihn, dass er den Rat und die Weisheit nicht immer von Gott bezogen hat, sondern auch manchmal aus eigenem Ermessen geraten hat. In 2. Samuel 16, Vers 23, das so über ihn heißt: „Ahitofels Rat galten nämlich in jenen Tagen so viel, als hätte man das Wort Gottes befragt.“ Also, man kann sich kaum vorstellen, wie man noch höher aufsteigen könnte als Ratgeber des Königs, als so einen Ruf zu haben, der im Voraus eilt. Aber im gleichen Kontext wird ein anderer Mann genannt: Husai, der Arkiter, der auch in diesen Kapiteln 2. Samuel 15 bis 17 erwähnt wird, und zwar vereitelt er dort den Rat des Ahitofel, geschickt von David, um genau das zu tun. Und es ist nicht umsonst, dass er hier Freund des Königs genannt wird, denn in Zeiten, wo David sehr alleine war, wo seine eigene Familie sich gegen ihn gestellt hat und er quasi diesem Putsch anheimgefallen ist, da hat der Husai sich auf seine Seite geschlagen und hat ihm nahegestanden. Und deswegen heißt er hier auch ein Freund des Königs. Und vielleicht habt ihr auch jemanden, der euer Freund ist, eure Freundin, wo ihr sagen könnt: „Der steht zu mir, der steht zu mir, wenn es mir wirklich schlecht geht.“ Und es tut gut zu wissen, dass man Freunde hat, die auch in der Not für einen da sind, die einen nicht verlassen, wenn es einem schlecht geht.

[6:22] Wir lesen weiter in Vers 34: „Nach Ahitofel waren es Jojada, der Sohn Benajas, und Abjatar. Joab aber war der Heerführer des Königs.“ Kapitel 28: „Und David versammelte alle Obersten Israels nach Jerusalem, nämlich die Obersten der Stämme, die Obersten der Abteilungen, die dem König dienten, die Obersten der Tausendschaften, die Obersten der Hundertschaften und die Obersten über alle Güter und alles Vieh des Königs und seiner Söhne, samt den Kämmerern, den Helden und allen tüchtigen Männern. Und der König erhob sich und sprach: Hört mir zu, meine Brüder und mein Volk! Es lag mir am Herzen, eine Ruhestätte zu bauen für die Bundeslade des Herrn, den Schemel der Füße unseres Gottes, und ich hatte mich für den Bau gerüstet. Aber Gott sprach zu mir: Du sollst meinem Namen kein Haus bauen, denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.“

[7:26] Wir werden hier noch mal daran erinnert, dass David ja dieses eine große Herzensanliegen in seinem Leben hatte, nämlich die Bundeslade und das Heiligtum, den Opferdienst, die Stiftshütte wieder an einen Ort zu bringen. Das war sein großer Antrieb. Aber Gott legt sein Veto ein, und die Begründung dafür lesen wir hier in Vers 3. Er sagt: „Du bist ein Kriegsmann, du hast so viel Blut vergossen, du solltest diese Arbeit nicht tun.“

[7:57] Aber wir lesen weiter, was Gott ihm verheißen hat. Vers 4: „Nun hat der Herr, Gott Israels, aus dem ganzen Haus meines Vaters mich erwählt, dass ich auf ewig König über Israel sein sollte. Denn er hat Juda zum Fürsten erwählt und im Stamm Juda das Haus meines Vaters. Und unter den Söhnen meines Vaters hatte er Wohlgefallen an mir, so dass er mich zum König über ganz Israel machte. Und von allen meinen Söhnen – denn der Herr hat mir viele Söhne gegeben – hat er meinen Sohn Salomo erwählt, dass er auf dem Thron des Königreichs des Herrn über Israel sitzen soll. Und er hat zu mir gesagt: Dein Sohn Salomo soll mein Haus und meine Vorhöfe bauen, denn ihn habe ich mir zum Sohn erwählt, und ich will sein Vater sein, und ich will sein Königreich auf ewig gründen, wenn er fest dabei bleibt, meine Gebote und Rechte zu halten, wie es heute geschieht.“

[8:51] Gott hatte David etwas viel Weitreichenderes versprochen als den Bau des Heiligtums, nämlich dass sein Königtum ewig bestehen würde. Und Gott hat das nicht nur auf Salomo bezogen, sondern natürlich später auf Jesus, der aus dem Stamm und Geschlecht Davids stammen würde.

[9:10] Wir lesen weiter: „Nun denn, vor dem ganzen Israel, vor der Gemeinde des Herrn und vor den Ohren unseres Gottes ermahne ich euch: Befolgt und erforscht alle Gebote des Herrn, eures Gottes, damit ihr im Besitz des guten Landes bleibt und es euren Kindern nach euch auf ewig vererbt.“

[9:28] Dieser Vers, der ist ganz interessant. Der erinnert uns in seiner Formulierung ein wenig an das fünfte Gebot. Ich lese es euch mal vor, da heißt es: „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt.“ Wir haben hier total gleiche Komponenten: Wir haben den Gehorsam gegenüber Gott beziehungsweise gegenüber den Geboten oder den Eltern und der damit verbundenen Verheißung, das Land zu erben, das verheißene Land. Und das ist hier wie ein Muster, dass wenn wir gehorsam sind, dann dürfen wir gewiss sein, dass wir das Land erben. Und das heißt für uns: Wenn wir Gott gehorchen, wenn wir nach seinen Geboten leben, dann dürfen wir gewiss sein, dass wir eines Tages im Himmel bei ihm sein werden.

[10:16] „Vers 9: Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele. Denn der Herr erforscht alle Herzen und erkennt alles Trachten der Gedanken. Wenn du ihn suchst, so wird er sich von dir finden lassen. Wenn du ihn aber verlässt, so wird er dich verwerfen auf ewig. So hab nun Acht, denn der Herr hat sich erwählt, ihm ein Haus als Heiligtum zu bauen. Sei stark und führe es aus.“

[10:44] Und David gab seinem Sohn Salomo den Plan der Vorhalle des Tempels und seiner Gebäude, seiner Schatzkammern, seiner Obergemächer, seiner inneren Gemächer und des Raumes für den Sühnedeckel. Auch einen Plan alles dessen, was er durch den Geist in sich trug, nämlich der Vorhöfe des Hauses des Herrn und aller Kammern rings um die Schätze des Hauses Gottes und für die Schätze der geweihten Gegenstände.

[11:14] Ich möchte nur noch auf eine Formulierung eingehen in Vers 12, wo es heißt: „Einen Plan alles dessen, was er durch den Geist in sich trug.“ Gott hat David die Pläne für das Heiligtum offenbart, genauso wie es Mose damals die offenbart hat für die Stiftshütte. Das heißt, wir können ganz gewiss davon ausgehen, dass die Heiligtumspläne, die Baupläne, die Architektur wirklich aus Gottes Feder stammt und dass David sie übergeben wurden und Salomo sie dann ausgeführt hat. Und das ist so wunderbar zu sehen, dass Gott nicht nur Mose das alles gegeben hat und im Detail beauftragt hat, das so zu bauen, sondern genauso David und Salomo. Und das schließt sich dieser Kreis.

[12:00] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Gott, wir danken dir, dass du Menschen deine Pläne wissen lässt und dass du Menschen inspirierst. Deine Pläne sind immer die besten. Gib, dass wir uns darauf verlassen und dass wir dir vertrauen, auch in unserem eigenen Leben auf ganz praktische Art und Weise. In deinem Namen, Amen.


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