In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Chronik 1:16-2:18. Er spricht über Salomos weise Vorbereitungen für den Bau des Tempels und des königlichen Palastes, einschließlich der Beschaffung von Materialien und der Zusammenarbeit mit König Huram von Tyros. Der Sprecher betont die Bedeutung des Tempels als Begegnungsstätte mit dem unendlichen Gott und ruft dazu auf, Gottes Erlösungswerk durch ein lebendiges, gottesfürchtiges Leben in der Welt zu bezeugen.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 1:16-2:18
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. ChronikPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite".
[0:35] Wenn meine Frau mich so wunderbar vertreten hat, wollen wir jetzt weiter studieren auf Seite 477. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:44] Lieber Vater im Himmel, du hast versprochen, dass du uns Weisheit schenken möchtest, und wir benötigen deine Weisheit für jeden einzelnen Tag, für die Aufgaben, die vor uns liegen, und auch um dein Wort zu verstehen. Bitte sprich jetzt durch dein Wort zu unseren Herzen, durch den Heiligen Geist, und fülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:12] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 1.
[1:18] Salomo hat in einem Traum Gott gesehen und hat sich Weisheit erbeten, und Gott schenkt ihm Weisheit und darüber hinaus auch Reichtum und Ehre.
[1:34] In Vers 16 lesen wir: "Und man brachte dem Salomo Pferde aus Ägypten, und je ein Zug von Kaufleuten des Königs holte sie scharenweise um den Kaufpreis. Und man führte den Streitwagen aus Ägypten für 600 Silberlinge ein und das Pferd für 150. Ebenso führte man sie durch ihre Vermittlung auch für alle Könige der Hethiter und die Könige von Aram aus."
[1:59] Nördlich von Israel gab es eine Reihe von kleinen Königreichen der Aramäer und auch Reste des ehemaligen hethitischen Großreiches, die sogenannten Neo-Hethiter, die dort ihre kleinen Königreiche gehabt haben. Und Israel fungierte sozusagen als Mittler zwischen Ägypten und diesen Königreichen.
[2:24] Und Salomo gedachte, dem Namen des Herrn ein Haus zu bauen oder ein Haus als seine königliche Residenz. Das waren die beiden großen Bauprojekte: ein Tempel für Gott, für den Namen Gottes, und ein eigener Palast. Und Salomo zählte 70.000 Lastträger ab und 80.000 Steinhauer im Bergland und 3.600 Aufseher über sie.
[2:48] Und Salomo sandte zu Huram, dem König von Tyros, und ließ ihm sagen: "Wie damals, als du meinem Vater David Zedern geliefert hast, der sich ein Haus bauen konnte, um darin zu wohnen, so mache es auch mit mir. Ich will dem Namen des Herrn, meines Gottes, ein Haus bauen, um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Räucherwerk vor ihm zu räuchern und allezeit Schaubrote zuzurichten und Brandopfer zu opfern am Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden oder den Festen des Herrn, unseres Gottes. Dies ist Israels Pflicht auf ewig."
[3:26] Ein ganz interessanter Vers. Es war die Pflicht des Volkes Gottes, die Feste, die Sabbate, die Neumonde einzuhalten, die regelmäßigen Opfer zu bringen, damit dem Erlösungswerk, das Gott geplant und initiiert hatte, regelmäßig gedacht wird. Weil, welche Pflicht haben wir als Volk Gottes in dieser Zeit? Haben wir nicht die Pflicht, den Menschen zu erzählen vom himmlischen Heiligtum, vom Opfer, das am Kreuz von Golgatha für dich und für mich geschehen ist? Haben wir nicht die Pflicht, durch geistliche Opfer, durch das Lob, das wir Gott darbringen, durch die Werke, die wir tun, indem wir uns selbst als lebendiges Opfer geben? Ist das nicht unsere Aufgabe, dadurch dem Namen Gottes zur Ehre zu helfen in dieser Welt?
[4:19] "Aber wer kann ihm Verzeihung für das Haus, aber das, das ich bauen will, soll groß sein, denn unser Gott ist größer als alle Götter." In der Tat kann man archäologisch zeigen, dass es sonst keine Tempel gab in der Zeit, die die Maße hatten, die der Tempel zu Jerusalem haben sollte. Während man Tempel ausklammerte, die um die 18 Meter, 19, 17 Meter lang gewesen sind, sollte der Tempel in Jerusalem 30 Meter lang sein – ein besonderes, großartiges Bauwerk, weil Gott der einzig wahre Gott ist.
[4:54] "Aber wer kann ihm ein Haus bauen? Der Himmel und aller Himmel können ihn nicht fassen. Und wer bin ich, dass ich mein Haus bauen soll, seinen, um vor ihm das zu räuchern?" Salomo wusste, entgegengesetzt der vielfach verbreiteten Meinung im Alten Orient, dass man Götter in einfachen Schreinen, in Kultstätten, in Tempeln haben kann und sie dann von A nach B tragen kann, wusste er: Der wahre Gott, der Gott, der ihm erschienen war, war der Gott, der den ganzen Himmel erfüllt, den selbst die Himmel nicht fassen können. Man kann ihn nicht in einen Tempel stecken, sondern dieser Tempel kann nur die Begegnungsstätte sein zwischen dem unendlichen Gott, dem großen, heiligen Gott und dem Menschen, den er geschaffen hat.
[5:39] "So sende mir nun einen weisen Mann, der mit Gold, Silber, Erz, Eisen, rotem Purpur, Karmesin und blauem Purpur zu arbeiten versteht und geschickt ist in Schnitzarbeiten, damit er zusammenarbeitet mit den Kunsthandwerkern, die mit mir in Judäa und Jerusalem sind, die mein Vater David eingesetzt hat." Eigentlich war Gottes Plan gewesen, dass auch er, wie damals zur Zeit von Mose, selbst Handwerker in Israel durch seinen Geist [befähigt]. Diese Zusammenarbeit mit einem heidnischen Volk war nicht Gottes Ideal und sollte uns nicht dazu animieren, im Werk Gottes mit denen zusammenzuarbeiten, die eigentlich Gott gar nicht lieben.
[6:22] "Und sende mir Zedern, Zypressen und Sandelholz vom Libanon, denn ich weiß, dass deine Knechte es verstehen, die Bäume auf dem Libanon zu fällen. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein." Die Zedern des Libanon waren buchstäblich weltberühmt. Auch später sind noch große Könige der Syrer und Babylonier zum Libanon gezogen, um dort diese besonderen Bäume zu fällen. "Damit man mir viel Holz zurichtet, denn das Haus, das ich bauen will, soll groß und wunderbar sein. Und siehe, ich will den Zimmerleuten, deinen Knechten, die das Holz hauen, 20.000 Kor Weizen geben, 20.000 Kor Gerste, 20.000 Bat Wein und 20.000 Bat Öl."
[7:02] Da antwortete Huram, der König von Tyros, schriftlich und ließ Salomo sagen: "Weil der Herr sein Volk liebt, hat er dich zum König über sie gemacht." Und Huram sprach weiter: "Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, dass er dem König David einen weisen Sohn gegeben hat, der so einsichtig und verständig ist, dass er dem Herrn ein Haus bauen kann und für sich selbst sein Haus als königliche Residenz." Die Weisheit und der Ruhm Salomos waren so, dass sogar dieser phönizische, dieser heidnische, also eigentlich ein heidnischer König, Huram, erkannt hat, dass Gott sein Volk liebt, und er hat diesen Gott gepriesen. Gott möchte uns mit Weisheit ausstatten, dass wir im Alltag so leben, dass auch Menschen, die Gott nicht kennen, realisieren, wie gut Gott wirklich ist.
[7:59] "So sendet nun einen weisen und verständigen Mann, Huram-Abi. Er ist der Sohn einer Frau aus den Töchtern Dans, und sein Vater ist ein Tyrer, also ein halber Israelit, der weiß, mit Gold, Silber, Eisen, Stein und Holz, mit rotem und blauem Purpur, mit feinem Leinen und mit Karmesin zu arbeiten und versteht alle Arten von Schnitzwerk und weiß jedes Kunstwerk, das ihm aufgegeben wird, auszuführen, mit Hilfe der Meister und der Meister meines Herrn David, deines Vaters. So wolle nun mein Herr seinen Knechten den Weizen, die Gerste, das Öl und den Wein senden, die er versprochen hat. Und wir werden das Holz auf dem Libanon so viel du benötigst und es dir als Flöße auf dem Meer nach Jafo bringen, von wo du es nach Jerusalem hinaufschaffen kannst."
[8:46] Und Salomo zählte alle Fremdlinge im Land Israel, nachdem schon sein Vater David eine Zählung durchgeführt hatte, und es wurden 153.600 gefunden. Von diesen machte er 70.000 zu Lastträgern und 80.000 zu Steinhauern im Bergland und 3.600 zu Aufsehern, die das Volk zur Arbeit anzuhalten hatten.
[9:10] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir verstehen, dass es auch unsere Pflicht ist, den Menschen zu zeigen, welchen Erlösungsplan du dir ausgedacht hast und wie dieser Erlösungsplan in unserem Leben wirkt. Gib doch, dass unser Leben täglich ein echter, lebendiger Gottesdienst ist und dass dadurch Menschen dich kennenlernen können, der du größer als alle Himmel bist. Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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