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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Salomos Gebet bei der Tempelweihe aus 2. Chronik 6. Er erklärt, wie das irdische Heiligtum als Abbild des himmlischen diente und ein Ort der Gebetserhörung, des Gerichts und der Vergebung war. Der Sprecher betont, dass wir heute durch Jesus direkten Zugang zum himmlischen Heiligtum haben, um Vergebung zu empfangen und in unserer Beziehung zu Gott gestärkt zu werden, unabhängig von unseren Fehlern.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 481. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so toll bist und dass du immer zu deinem Wort stehst. Und auch wenn wir dich enttäuscht haben, können wir uns auf dein Wort verlassen, dass du uns zurückholen möchtest und dass du den Bund erneuern möchtest, du uns bestärken möchtest. Wir möchten dich bitten, dass du heute deinen Heiligen Geist zu uns sprichst. Wir möchten dich bitten, dass wir dein Wort gut verstehen können und es uns Kraft gibt für den Tag, der vor uns liegt. Das bitten wir alles im Namen Jesu, der für uns jetzt eintritt. Amen.

[1:15] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 6 bei der Einweihung des Tempels. Salomo betet vor dem gesamten Volk, und wir lesen ab Vers 16: "Und nun, Herr, du Gott Israels, halte doch deinem Knecht David, meinem Vater, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn du deine Söhne ihren Weg bewahren, dass sie in meinem Gesetz wandeln, wie du vor mir gewandelt bist."

[1:55] Salomo bittet mit anderen Worten darum, dass Gott dafür sorgt durch seine Kraft, dass er selbst, seinem Sohn Davids, im Gesetz Gottes weiter wandeln wird. Salomo versteht hier, dass Gott selbst durch seine Kraft diese Verheißung erfüllen muss, damit er, Salomo, gehorsam sein kann.

[2:25] "Und nun, Herr, du Gott Israels, lass doch dein Wort wahr werden, das du zu deinem Knecht David geredet hast. Aber wohnt Gott wirklich bei den Menschen auf der Erde? Siehe, die Himmel und aller Himmel Himmel können sie nicht fassen, wie sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe?"

[2:43] Wie schon vorhin sehen wir, dass Salomo sich bewusst ist, dass dies hier nur ein irdisches Heiligtum ist, das mitnichten die Größe und Herrlichkeit Gottes auch nur ansatzweise wiedergeben kann. "Wende dich aber zu dem Gebet seines Knechtes und zu seinem Flehen, o Herr, mein Gott, dass du hörst auf das Rufen oder das Gebet, welches dein Knecht vor sich bringt."

[3:08] Obwohl Gott so groß ist und so viel kann und so viel weiß, ist er bereit, auf dich und auf mich zu hören. Er ist Mensch geworden, um dich und mich zu treffen, wo wir sind. Er hat in Gleichnissen aus unserem Alltag gesprochen.

[3:28] Das ist ja die Idee des Heiligtums, dass der Gott, der so groß ist, dass es allen Verstand übersteigert, sich offenbart, sodass wir ihn fassen können, verstehen können und zu ihm eine Beziehung aufbauen können.

[3:47] "Lass deine Augen Tag und Nacht offen stehen über diesem Haus, über dem Ort, von dem du gesagt hast, dass du deinen Namen dahin setzen willst, dass du das Gebet hörst, das dein Knecht zu dieser Stätte gerichtet betet."

[4:03] Gott erhört, wenn wir beten mit dem Namen Gottes. Die Israeliten sollten damals ihr Angesicht dorthin wenden, um deutlich zu machen, dass die Erhörung des Gebetes von dem Namen Gottes abhängig ist. In Joel Kapitel 3 Vers 5 bedeutet das, all die, die den Namen des Herrn anrufen, gerettet werden.

[4:30] "So höre doch das Flehen seines Knechtes und des Volkes Israel, dass sie zu diesem Ort hin beten werden." Wir werden später sehen, wie Daniel nach Jerusalem betet, genau aus diesem Grund. "Höre du es an dem Ort deiner Wohnung im Himmel, und wenn du es hörst, vergib."

[4:47] Ein interessanter Vers, denn hier wird ganz deutlich: Salomo weiß, Gott wohnt nicht wirklich in Jerusalem, er wohnt im Himmel. Er hat dort eine Wohnung, und dieses Heiligtum, dieser Tempel, ist ein Abbild des himmlischen Heiligtums. Mit anderen Worten, was Salomo sagt, ist, wenn wir hier nach Jerusalem hinschauen und beten, dann höre du im himmlischen Heiligtum.

[5:10] Mit anderen Worten, der Tempel in Jerusalem sollte das Verbindungsglied sein zwischen dem Glaubenden, dem Suchenden und dem himmlischen Heiligtum.

[5:20] Wir dürfen heute, wo es keinen irdischen Heiligtumsdienst mehr gibt, wo Jesus bereits selbst die Brücke ist durch sein Menschwerden und seinen Tod und seine Auferstehung, wir dürfen direkt zum himmlischen Heiligtum gehen und können genau das, was hier steht, auch in Anspruch nehmen für uns.

[5:43] "Wenn jemand gegen seinen Nächsten sündigt und man erlegt ihm einen Eid auf, den er schwören soll, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Haus, so höre du es vom Himmel her und greife ein und schaffe deinem Knecht Recht, indem du den Schuldigen verurteilst und sein Tun auf sein Haupt zurückfallen lässt, den Gerechten aber rechtfertigst und ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst."

[6:06] Das Heiligtum sollte ein Ort des Gerichtes sein, der Rechtsprechung, und das finden wir später auch im Buch Daniel an anderen Orten, dass das himmlische Heiligtum auch ein Ort des Gerichtes ist.

[6:21] "Und wenn dein Volk Israel vor dem Feind beschlagen wird, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie kehren wieder um und bekennen deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Haus, so höre du es vom Himmel her und vergib die Sünde deines Volkes Israel und bringe sie wieder in das Land, das du ihnen und ihren Vätern gegeben hast."

[6:41] Wenn Sünde das Volk auf Abwege bringt, wenn Niederlagen das Volk zurückdrängen, dann würde ein Gebet zum Heiligtum ausdrücken, dass die Menschen sich wieder danach sehnen, mit Gott Verbindung zu haben.

[6:56] "Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie gegen dich gesündigt haben, und sie dann zu diesem Ort hin beten und deinen Namen bekennen und von ihrer Sünde umkehren, weil du sie gedemütigt hast, so höre du es im Himmel und vergib die Sünde der Knechte und des Volkes Israel, indem du sie den guten Weg lehrst, auf dem sie wandeln sollen, und lass es regnen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbe gegeben hast."

[7:21] Die Beispiele, die Salomo anführt, die lassen sich zurückverfolgen auf 3. Mose 26 und 5. Mose 28, Folgen des Fluches, wenn man dem Gesetz Gottes nicht gehorcht. Und Salomo betet hier das, was auch schon in den Büchern Mose deutlich wird, dass, wenn das Volk umkehrt von ganzem Herzen, dann wird Gott vergeben, dann wird er wieder herstellen, dann wird er wieder segnen.

[7:45] "Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn die Pest ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben des Getreides, Heuschrecken und Fresser auftreten werden, wenn sein Feind es belagert in den Städten seines Landes, wenn irgendeine Plage, irgendeine Krankheit auftritt, was immer dann irgendein Mensch bittet und fleht, oder dein ganzes Volk Israel, wenn jeder von ihnen seine Plage und seinen Schmerz erkennen wird und sie ihre Hände ausbreiten zu diesem Haus hin, so höre du es vom Himmel her, seiner Wohnstätte, und vergib und gib jedem Einzelnen entsprechend allen seinen Wegen, du, der du dein Herz erkennst, denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder, damit sie dich fürchten, um in deinen Wegen zu wandeln alle Tage, solange sie leben in dem Land, das du unseren Vätern gegeben hast."

[8:34] Salomo möchte deutlich machen: echte Gebetserhörung hängt am Heiligtum, und deswegen ist die Heiligtumslehre so wichtig, weil sie einen solchen Einfluss hat auf die Erhörung unserer Gebete. Und genauso wichtig ist es zu verstehen, dass Gott unsere Herzen kennt, dass es ihm nicht nur darum geht, dass wir eine formale, eine Formalität erledigen, dass wir einfach nur ein äußerliches Gebet absolvieren, sondern dass wir wirklich in unseren Gebeten uns bewusst machen, dass wir zu dem Gott des Himmels reden und er unser Herz, unser Denken kennt.

[9:14] "Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volk gehört, aus einem fernen Land kommt um deines großen Namens und deiner mächtigen Hand und deines ausgestreckten Armes willen, und er kommt und betet zu diesem Haus hin, so höre du es vom Himmel her, seiner Wohnstätte, und tue alles, um was dieser Fremdling dich anruft, damit alle Völker auf Erden deinen Namen erkennen und dich fürchten wie dein Volk Israel und erfahren, dass dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich erbaut habe."

[9:44] Die Segnung des Erlösungsplans, die Segnungen des Heiligtumsdienstes sollten nicht auf die Nation Israel beschränkt sein. Im Gegenteil, Gottes Wunsch war es ja, dass sie ein Licht sein sollten für die ganze Welt. Und Salomo versteht hier, dass jeder Mensch, egal wer er ist, von wo auch immer er kommt, wenn er sich wirklich zum Gott des Himmels bekehrt und wendet, er die gleiche Erfahrung machen kann, die auch das Volk Israel selbst. Jeder hat Zugang zum Heiligtum Gottes.

[10:15] "Wenn dein Volk in den Krieg zieht gegen seine Feinde auf dem Weg, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten zu dieser Stadt gewandt, die du erwählt hast, und zu dem Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, so höre du vom Himmel her ihr Gebet und ihr Flehen und verschaffe ihnen Recht."

[10:33] Wenn wir als Gemeinde eine Mission haben und in Herausforderungen stehen und Schwierigkeiten auf uns warten auf dem Weg, den Gott uns führt, dann ist es unser Vorrecht, gemeinsam zum himmlischen Heiligtum zu beten und Gott um seinen Segen zu bitten. Lasst uns gemeinsam beten.

[10:52] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir zu dir beten dürfen, dass wir unsere Gebete in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums senden. Danke, dass unser Glaube bis dorthin reicht und dass wir dort einen Anker haben für unsere Seele. Danke, dass selbst wenn wir gesündigt haben, wenn wir gefallen sind, wenn wir von dir abgewichen sind, dass dein Geist nicht aufhört, in uns zu wirken, um uns wieder zurückzubringen zu dir. Und dass, wenn wir uns zu dir wenden, zum himmlischen Heiligtum, dort wo Jesus jetzt für uns eintritt, dass du uns genauso vergibst, so wie du damals den Israeliten zur Zeit Salomos vergeben hast. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.


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