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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 2. Chronik 7:13-8:13. Er erklärt Gottes Verheißung der Heilung für ein demütiges Volk und die tiefe Verbindung zwischen dem Heiligtum, Gottes Namen und seinem Volk, die sich auch auf die Gläubigen des Neuen Testaments erstreckt. Die Botschaft warnt eindringlich vor äußerlicher Religiosität und betont die Bedeutung eines reinen Herzens. Abschließend werden Salomos Bauprojekte und seine anfängliche Treue zu Gott betrachtet.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 483. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen danken, dass du so gut bist und uns so überreich gesegnet hast, dass es mehr Gnade gibt, als wir überhaupt in unserem Leben in Anspruch nehmen können. Danke, dass du für uns da bist, dass du auch heute durch dein Wort zu uns persönlich sprechen möchtest. Und darum bitten wir dich, dass dein Heiliger Geist unser Denken anrührt und unsere Herzen erfüllt. Im Namen Jesu. Amen.

[1:18] Wir sind in 2. Chronik Kapitel 7. Nachdem der Tempel und auch der Palast fertig gebaut sind, erscheint Gott dem Salomo erneut in einem Traum, gewesen, denn Vers 13. Gott redet hier:

[1:34] „Wenn ich den Himmel verschließe, so dass es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist, demütigt sich und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, so will ich es vom Himmel erhören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.“ Was ein gewaltiger Vers! Denn hier sagt das: Was du gebetet hast, Salomo, in der [sehr in] Kapitel 6 gesehen, dieses Gebet, das möchte ich erhören. Ich werde dir sagen, genau das: Wenn das Volk das tut, dann werde ich wirklich vergeben, dann werde ich helfen, dann werde ich heilen.

[2:15] Interessant ist hier die Formulierung: „Mein Volk, über dem mein Name ausgerufen worden ist.“ Wir haben es hier immer gesehen, das ist der Tempel war, der Tempel, über dem der Name Gottes ausgerufen worden ist, dass der Ort Jerusalem dort ist, wo Gott seinen Namen hinterlegt. Aber Gott sagt hier: „Über meinem Volk ist mein Name ausgerufen.“ Mit anderen Worten, da gibt es eine ganz enge, untrennbare Verbindung zwischen dem Heiligtum und dem Volk Gottes, zwischen der Stadt und denen, die dort zu dieser Stadt beten. Mit anderen Worten, das Volk Israel, das zum irdischen Tempel Jerusalem hingerichtet betet, wird von Gott behandelt wie das Heiligtum selbst. Und jetzt ist es nicht schwer, die Parallele zu ziehen: Das Neue Testament, diejenigen, die zum Allerheiligsten hin beten, die zum himmlischen Heiligtum beten, sowohl in der Zeit, als Jesus im Heiligen war, als auch jetzt im Allerheiligsten, diejenigen, die dort hin beten, werden von Gott selbst als Heiligtum betrachtet. Und das erklärt eine ganze Reihe von Bibeltexten, wo dieser Gedanke ausgeführt, dass wir ein Heiligtum sind, sowohl persönlich als auch als Gemeinde.

[3:26] „So sollen nun meine Augen offen stehen und meine Ohren achten auf das Gebet an diesem Ort. Ich habe nun dieses Haus erwählt und geheiligt, dass mein Name wirklich dort sein soll, und meine Augen und mein Herz sollen da sein alle Tage.“

[3:46] Gott sagt nicht nur, dass er mit seinen Augen dort ist, dass er alles ansieht, sondern sein Herz, seine Gedanken sollen dort sein. Ist nicht Gott buchstäblich am Herzen das Heiligtum, die Gemeinde?

[4:00] „Und was dich betrifft – und das dich betrifft – wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt ist, und du alles tust, was ich dir geboten habe, meine Satzungen und meine Rechte befolgst, so will ich den Thron deines Königtums über Israel auf ewig befestigen, gemäß dem Bund, den ich mit deinem Vater David gemacht habe, indem ich sagte: Es sollte nicht fehlen an einem, der über Israel herrscht. Wenn ihr euch aber abwendet und meine Satzungen und Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlasst und hingeht und anderen Göttern dient und sie anbetet, so werde ich sie aus meinem Land herausreißen, das ich ihnen gegeben habe, und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht verwerfen und zum Sprichwort setzen und zum Spott unter allen Völkern.“

[4:45] Gott macht sehr deutlich: Es hängt, es geht nicht um das äußerliche Heiligtum, es geht nicht um ein Gebäude. Wenn Sünde im Herzen, wenn Zweifel im Herzen gehegt wird, wenn Götzen im Herzen gehegt werden, dann nützt auch der schönste Tempel nichts. Und die Geschichte Israels bietet eine ganze Reihe von traurigen Beispielen im Alten Testament dafür.

[5:09] „Und über dieses Haus, das erhaben gewesen ist, wird dann jeder, der an ihm vorübergeht, sich hinsetzen und sagen: „Warum hat der Herr diesem Land und diesem Haus so etwas angetan?“ Dann wird man antworten: „Weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten geführt hat, verlassen haben und sich anderen Göttern zugewandt und sie angebetet und ihnen gedient haben. Darum hat er all dieses Unheil über sie gebracht.““

[5:37] Leider ist das in der Geschichte Israels genau so passiert.

[5:40] Und es geschah, als die 20 Jahre verflossen waren, in denen Salomo das Haus des Herrn und sein eigenes Haus gebaut hatte. Mit anderen Worten, ungefähr die Hälfte der Regierungszeit Salomos ist für den Bau des Tempels und für den Bau des Palastes aufgewandt worden. Und wenn wir das hier chronologisch richtig verstehen, dann ist zu diesem Zeitpunkt Salomo immer noch Gott treu gewesen. Er muss also erst in der zweiten Hälfte seiner Regierung immer mehr von Gott abgefallen sein. Das wird ja im Buch der Könige dann auch deutlich beschrieben.

[6:15] Der baute Salomo auch die Städte aus, die Huram dem Salomo gegeben hatte, und er ließ die Kinder Israels darin wohnen. Und Salomo zog nach Hamat und überwältigte es. Und er baute in der Wüste aus und alle Vorratsstädte, die Huram hatte, baute er. Er baute auch das obere Beth-Horon und das untere Beth-Horon aus, feste Städte mit Toren, mit Mauern, Toren, Riegeln, auch Baalath und alle Vorratsstädte, die Salomo gehörten, und alle Wagenstädte und Reiterstädte und alles, wozu Salomo Lust hatte zu bauen in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft. Er hat eine ganze Reihe von Dingen, die er sich vorgenommen hatte und die er dann ausgeführt hat.

[6:56] Und alles Volk, das von den Hetitern, Amoritern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern übrig geblieben war und nicht zu Israel gehörte, ihre Söhne, die im Land nach ihnen übrig geblieben waren, welche die Kinder Israels nicht vertilgt hatten, machte Salomo fronpflichtig bis zu diesem Tag. Aber von den Kindern Israels machte er keine zu Leibeigenen für seine Arbeit, sondern sie waren seine Kriegs-Leute und Oberste seiner Wagenkämpfer und Oberste über seine Streitwagen und über seine Reiter. Und die Zahl der Oberaufseher, die König Salomo hatte, betrug 250, die Gebieter über das Volk.

[7:31] Und Salomo brachte die Tochter des Pharao, die er geheiratet hatte am Anfang seiner Regierung, aus der Stadt Davids in das Haus, das er für sie gebaut hatte. Denn er sprach: „Meine Frau soll nicht im Haus Davids, des Königs von Israel, wohnen, denn die Stätten sind heilig, weil die Lade des Herrn hineingekommen ist.“

[7:48] Von da an opferte Salomo dem Herrn Brandopfer auf dem Altar des Herrn, den er vor der Halle gebaut hatte, was an jedem Tag zu opfern war nach dem Gesetz Moses, an den Sabbaten und Neumonden oder den Festzeiten dreimal im Jahr, nämlich am Fest der ungesäuerten Brote, am Wochenfest und am Laubhüttenfest. Der neu gebaute Tempel war jetzt auch in der Praxis das Heiligtum Israels geworden.

[8:15] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir nicht nur äußerlich zu dir gehören, zu deinem Volk, sondern wirklich in unserem Herzen fest mit dir verbunden bleiben. Bewahre uns davor, dass wir vielleicht äußerlich Zugehörigkeit zu dir heucheln, aber in unserem Herzen Sünde und Götzendienst pflegen. Herr, hilf uns, dass wir uns völlig zu dir bekehren und jeden Tag ganz fest bei dir bleiben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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