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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ die Kapitel 2. Chronik 20:24-21:7. Er analysiert den beeindruckenden Sieg Josaphats über seine Feinde, der durch Glauben und Lobpreis errungen wurde, und betont die Bedeutung, Gott auch vor dem Sieg zu preisen. Gleichzeitig warnt er vor den langfristigen Folgen von Kompromissen und falschen Allianzen, die sich negativ auf nachfolgende Generationen auswirken können, wie am Beispiel von Josaphats Sohn Joram gezeigt wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite", heute mit Seite 495. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich heute ganz bewusst loben und preisen und dir danken, weil deine Gnade ewiglich währt. Herr, vielleicht haben wir heute große Herausforderungen, vielleicht erleiden wir gerade schwere Anfechtungen, stecken wir in wirklich herausfordernden Versuchungen. Aber wir glauben, dass du heute nach deiner Verheißung für uns kämpfen möchtest und dass, wenn wir dir glauben und dem glauben, was deine Propheten und Prophetinnen uns haben aufschreiben lassen, aufgeschrieben / für uns gesagt haben, dass, wenn wir dem glauben und auf dich vertrauen, dass du für uns kämpfen wirst und nicht nur kämpfen wirst, sondern dass du alle Probleme besiegen wirst, dass du für uns da bist. Und Herr, dafür danken wir dir und möchten dich bitten, dass du auch heute ein prophetisches Wort in unser Herz hineinsprichst, dass du uns weißt, es zu verstehen, so wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:53] Wir sind in 2. Chronik 20. Josaphat hat eine Armee zusammengestellt im Kampf gegen die Edomiter, Moabiter und Ammoniter. Die an der vordersten Front Sänger und Lobpreisende hatte, die nach der Art des Heiligtums-Gottesdienstes die Gnade Gottes gepriesen haben. Das war geschehen auf Rat des Geistes der Weissagung durch einen Propheten, der von einem Mann namens Jahasiel vom Geist des Herrn inspiriert worden war, weil die Israeliten zusammengekommen, die das Volk wieder zusammengekommen war, um Gott in dieser Notsituation im Gebet und Fasten zu suchen. Und Gott hat tatsächlich einen vollständigen Sieg geschenkt, ohne dass die Israeliten überhaupt nur wirklich kämpfen mussten.

[2:45] Wir lesen in Vers 24: „Als aber Josaphat zur Bergwarte gegen die Wüste hin kam und sich gegen den Haufen wenden wollte, siehe, da lagen die Leichen auf dem Boden, niemand war entkommen.“ Man musste also gar nicht mehr selbst kämpfen. Und Josaphat kam mit seinem Volk, um unter ihnen Beute zu machen. Und sie fanden dort eine Menge sowohl Güter als auch Leichname sowie kostbare Geräte, und sie plünderten für sich so viel, dass sie es nicht tragen konnten. Und sie plünderten drei Tage lang, weil so viel vorhanden war.

[3:20] Am vierten Tag kamen sie zusammen in Lobetal, denn dort lobten sie den Herrn. Daher nennt man jenen Ort Lobetal bis zu diesem Tag. Sie hatten mit Lob begonnen, sie haben mit Lob geendet. Wir dürfen Gott nicht nur loben vor dem Sieg, sondern dürfen ihn und sollen ihn auch loben, wenn der Sieg unser ist. Wir sollten auch dankbar sein für das, was Gott in unserem Leben getan hat.

[3:46] Danach kehrte die ganze Mannschaft von Judäa und Jerusalem wieder um, mit Josaphat an ihrer Spitze, und mit Freuden, um mit Freuden nach Jerusalem zu ziehen, denn der Herr hatte ihnen Freude gegeben angesichts der Niederlage ihrer Feinde.

[4:01] Sie hatten sich entschieden, Gott zu loben vor der Schlacht. Das war mehr eine Willensentscheidung, eine Entscheidung, die auf Glauben basierte, denn es gab noch nicht so viel aktuellen Grund zur Freude, außer dass Gott verheißen hatte, dass er einen Sieg schenken würde. Jetzt hatten sie auch die Erfahrung gemacht, jetzt empfangen sie emotional Freude, weil der Sieg an der Realität war. Es gibt Lob, das wir deswegen sagen, weil wir uns dafür entscheiden, auch wenn wir uns vielleicht bedrängt fühlen. Und dann gibt es das Lob, das, nachdem Gott den Sieg geschenkt hat, wo auch die Emotionen entsprechend fühlen. Wir müssen und wir dürfen nicht erst auf die Emotionen warten, bevor wir Gott loben, sondern wir sollen aus Glauben ihn loben, und dann werden zur rechten Zeit, wenn es soweit ist, auch die entsprechenden Emotionen dazu kommen.

[4:52] Und sie zogen in Jerusalem ein unter Harfen, Lauten und Trompetenklang zum Haus des Herrn, wieder dorthin, wo sie auch schon gebetet hatten, zum Heiligtum. Und der Schrecken Gottes kam über alle Königreiche der heidnischen Länder, als sie hörten, dass der Herr gegen die Feinde Israels gekämpft hatte. Genau das, was beim Auszug aus Ägypten auch passiert war, als Gottes große Kraft sich international herumsprach. Wenn wir ganz Gott vertrauen und für ihn einstehen und ihm und seinen Propheten glauben, dann werden auch Menschen um uns herum sehen, welche Kraft Gott hat. So blieb denn Josaphats Regierung ungestört, und sein Gott gab ihm Ruhe ringsherum.

[5:45] Gott möchte auch dir und mir echte geistliche Ruhe schenken. Er kann sie uns schenken, wenn wir voll auf ihn vertrauen.

[5:51] Und so regierte Josaphat über Juda. Mit 35 Jahren war er König geworden, und er regierte 25 Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, eine Tochter Schilhis. Er wandelte in dem Weg seines Vaters Asa und wich nicht ab davon, sondern tat, was dem Herrn wohlgefiel. Nur die Höhen wurden nicht abgeschafft, denn das Volk hatte sein Herz noch nicht dem Gott ihrer Väter zugewandt.

[6:23] Hier sehen wir, wie langwierig dieser Prozess war, denn obwohl Josaphat immer wieder ganz systematisch Bemühungen eingeleitet hatte, dass er Menschen von Ort zu Ort gingen, das Wort Gottes gepredigt haben und von Ort zu Ort gingen, um Richter einzusetzen, wie es dem Wort Gottes entspricht, hat doch diese Reformation nur sehr langsam Wurzeln geschlagen. Das zeigt uns, dass auch eine gute Leitung des Volkes Gottes nicht automatisch bedeutet, dass auch alle im Volk Gottes tatsächlich Gott lieben und ihm folgen, weil man von oben herab in Programmen und Initiativen eben doch nur manche anstoßen kann, aber nicht das Volk quasi zwingen kann, den richtigen Weg zu gehen.

[7:16] Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, die früheren und die späteren Begebenheiten, siehe, das ist aufgezeichnet in der Geschichte Jehus, des Sohnes Hananis, die in das Buch der Könige von Israel aufgenommen wurde. Wir sehen hier, wie wir schon oft gesehen haben, dass zahlreiche Propheten bestimmte Biographien der Könige verfasst haben, aus denen hier dann sozusagen einzelne Ausschnitte, die in die Bücher der Könige und der Chroniken aufgenommen worden sind.

[7:42] Danach aber verbündete sich Josaphat, der König von Juda, mit Ahasja, dem König von Israel, der gottlos war in seinem Tun. Man hat ein Déjà-vu, denn das hatten wir schon miterlebt. Und zwar verband er sich mit ihm, um Schiffe zu bauen, die nach Tarschisch fahren sollten. Und sie fertigten die Schiffe in Ezion-Geber. Aber Elieser, der Sohn Dodawas, weissagte gegen Josaphat und sprach: „Weil du dich mit Ahasja verbunden hast, so hat der Herr dein Werk zerstört.“ Und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tarschisch fahren. Das, was Salomo gelungen war, gelang Josaphat nicht.

[8:25] Dieser eine Makel bleibt an der Regierungszeit von Josaphat haften, dass, obwohl er sich sehr darum bemüht hat, immer wieder das Volk Gottes zu Gott zurückzubringen, das Wort Gottes zu lehren und Erweckung und Reformation zu fördern, dass er doch immer wieder mit dem Nordreich, das in völliger Rebellion gewesen ist, kooperierte und Allianzen einging, die Gott nicht gutheißen konnte. Wir sollten persönlich auch für uns davon lernen.

[9:01] Und Josaphat legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen Vätern in der Stadt Davids. Und Joram, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. Und er hatte Brüder, Söhne Josaphats, nämlich Asarja, Jehiel, Sacharja, Asarja, Michael und Schefatja. Diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda. Und ihr Vater machte ihnen reiche Geschenke von Silber, Gold und Kleinodien und gab ihnen feste Städte in Juda. Aber das Königreich gab er Joram, denn der war der Erstgeborene.

[9:32] Als aber Joram das Königreich seines Vaters übernommen hatte und mächtig geworden war, tötete er alle seine Brüder mit dem Schwert, dazu auch etliche von den Fürsten Judas. Und hier sieht man schon, dass nach der Regierungszeit Josaphats plötzlich wieder ein Einschnitt, ein Abfall kommt, der dramatisch ist.

[9:52] Joram war 32 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte acht Jahre lang in Jerusalem. Und er wandelte in dem Weg der Könige von Israel, wie es das Haus Ahabs getan hatte, denn er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau, und er tat, was böse war in den Augen des Herrn. Sein Vater Josaphat hatte zwar diese falschen Allianzen mit dem Norden gemacht, aber hatte selbst immer für das südliche Juda den wahren Glauben bewahren wollen und ihn gefördert. Aber sein Sohn nimmt sich offensichtlich ein schlechtes Beispiel davon und geht auch eine Allianz ein, nämlich eine Heiratsallianz mit dem Norden, und die führt dazu, dass jetzt die Methoden und der Glaube des Nordens Einzug halten in den Süden und das südliche Juda abfällt.

[10:48] Aber der Herr wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes willen, den er mit David gemacht hatte, und weil er ihm verheißen hatte, dass er ihm und seinen Söhnen allezeit eine Leuchte geben werde. Gott ist gnädig und geduldig. Aber wie schlimm ist es, wenn Allianzen, die wir eingegangen sind, dann, die uns selbst vielleicht in unserem Glauben nicht nachhaltig geschädigt haben, doch unsere, die nachfolgende Generation dazu ermutigen, noch viel weitreichendere Kompromisse einzugehen. Vielleicht haben wir manchmal eine Grenze und sagen: „Na ja, das kann ich halt, da kann ich halt einen Kompromiss machen, aber hier sind meine Grenzen, die würde ich nie überschreiten.“ Schon die nächste Generation überschreitet diese Grenzen, wenn wir falsche Kooperationen eingehen.

[11:38] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten von Herzen Dank sagen, dass wir wissen dürfen, dass wir nicht auf Emotionen warten müssen, um dich zu loben und dir zu danken, dass wir wissen dürfen, dass die Emotionen dann schon zu ihrer Zeit kommen werden. Aber dass Lob und Preis eine Entscheidung ist, die wir fällen aufgrund des Wortes Gottes, aufgrund dessen, was uns die Propheten und Prophetinnen sagen. Und deswegen möchten wir dir danken, dass wir dich loben dürfen und dass du die entsprechenden Emotionen zu ihrer Zeit dann auch geben wirst. Hab Dank dafür. Amen.

[12:21] [Musik]


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