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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Dieses Video beleuchtet die dramatischen Ereignisse in 2. Chronik 22 und 23. Nach dem Tod von König Ahasja versucht die gottlose Königin Athalja, alle königlichen Nachkommen des Hauses Juda auszurotten, um selbst zu herrschen. Doch der Priester Jojada rettet den jungen Joasch und schmiedet einen kühnen Plan, um den rechtmäßigen König wieder auf den Thron zu setzen und die davidische Linie zu bewahren. Erfahre, wie Gottes Treue auch in größter Krise Bestand hat.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:19] [Musik]

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit 2. Chronik 22:7-23:11. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort so ein guter Ratgeber ist und dass, wenn wir darüber Tag und Nacht nachdenken, wenn es unsere Freude ist und wir Interesse haben an deinem Wort, dass wir auf guten Wegen gehen können und dass wir wissen dürfen, dass uns alles gelingen kann in unserer Hand, so wie du uns Kraft und Weisheit schenkst. Herr, bitte bewahre uns davor, dass wir falschen Ratgebern Glauben schenken, dass wir uns von Menschen manipulieren und falsch beraten lassen, die selbst gottlos sind. Gib, dass wir nicht Gottlosen mehr glauben als deinem Wort, und führe uns heute in alle Wahrheit, so wie du versprochen hast, die für uns heute wichtig ist, durch deinen Heiligen Geist, wenn wir dein Wort lesen und darüber nachdenken. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:39] Wir sind in 2. Chronik 22. Der gottlose König Ahasja aus dem Südkreis Juda hat sich mit dem gottlosen König Joram aus dem Nordkreis Israel verbunden. Sie haben gegen Hasael, den König der Aramäer, gekämpft, eine Schlacht, die auch aus der biblischen Archäologie, der bekannten Tel Dan-Stele, berichtet wird. Joram ist in dieser Schlacht nach biblischer Aussage verletzt worden und nach Israel zurückgekehrt, um sich dort behandeln zu lassen. Ahasja ist auf dem Weg, hat ihn jetzt besucht, um ihn dort zu besuchen, weil er krank dort liegt.

[2:24] In Vers 7 lesen wir: „Und das war von Gott zum Untergang Ahasjas so gefügt, dass er zu Joram ging. Denn als er kam, zog er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimsis, den der Herr gesalbt hatte, um das Haus Ahabs auszurotten.“ Wir erinnern uns noch, als wir in den Königen das gelesen hatten, dass der Jehu gesalbt worden ist und eine neue Dynastie dort im Norden beginnen sollte. Die Dynastie des Omri und Ahab und die nachfolgende Generation, diese Dynastie sollte ausgerottet werden. Und es geschah, als Jehu am Haus Ahabs Gericht hielt, da traf er die Fürsten Judas und die Söhne der Brüder Ahasjas, die Ahasja dienten, und brachte sie um. Er suchte auch Ahasja, und man fing ihn in Samaria, wo er sich verborgen hatte, und brachte ihn zu Jehu. Der tötete ihn, und man begrub ihn, denn sie sprachen: „Es ist der Sohn von Josaphat, der von ganzem Herzen den Herrn gesucht hat.“ Und es war niemand mehr aus dem Haus Ahasjas, der stark genug gewesen wäre zum Regieren.

[3:37] Diese Zeit ist eine Katastrophe, in gewisser Weise politisch gesehen, zumindestens für die Geschichte Israels. Innerhalb weniger Tage, vielleicht sogar an einem Tag, verliert sowohl Israel als auch Juda seinen König. In gewisser Weise war es aber auch eine große Chance, denn durch Jehu sollte im Norden der Baalskult ausgerottet werden, was dieser dann ja auch getan hat, allerdings nicht so, wie Gott es sich eigentlich gewünscht hätte, indem er das Volk ganz zurück zum wahren Glauben machte, sondern er brachte es nur zurück auf das vorherige Level, wo man die goldenen Kälber in Dan und Bethel angebetet hat. Aber im Süden gab es jetzt eine echte Regierungskrise, weil von dem Vorfeld viele königliche Nachkommen immer wieder getötet worden waren. Die Söhne von Joram hatte dieser getötet, und auch bei dem Feldzug der Philister und Aramäer waren etliche von königlichen zusammengekommen, und auch hier werden wiederum Brüder Ahasjas getötet. Mittlerweile ist sozusagen die königliche Linie ein ziemlicher Flaschenhals. Sehr wenige kommen überhaupt noch als König in Frage.

[4:52] Und es heißt jetzt ab Vers 10: „Als aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, da machte sie sich auf und brachte alle königlichen Nachkommen des Hauses Juda um.“ Das ist die größte Krise überhaupt, denn aus dem Haus Davids soll ja der Messias kommen. Wir werden dann später einmal im Evangelium von Lukas sehen, dass es noch eine ganz andere Linie gab, die von David direkt zum Messias führen würde. Aber was hier die königliche Linie betrifft, der Könige, die nach David dann auf dem Thron saßen, Salomo und die folgenden, war hier eine große, große, große Krise. Es gab dann so gut wie niemanden mehr.

[5:35] Denn es heißt jetzt in Vers 11: „Aber Joscheba, die Tochter des Königs Joram, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und schaffte ihn heimlich weg aus der Mitte der Königssöhne, die getötet wurden, und brachte ihn samt seiner Amme in eine Schlafkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Königs Joram, die Frau des Priesters Jojada – denn sie war Ahasjas Schwester – vor Athalja, sodass er nicht getötet wurde.“ Interessanterweise nur ein Nebenpunkt hier: dass Priester Jojada offensichtlich – das war ja immer noch gang und gäbe – verheiratet gewesen ist. Und er war sechs Jahre lang bei ihnen im Haus Gottes verborgen. Der Tempel birgt den Schatz, den Schatz des wahren Königs, der eigentlich Anspruch auf das Königreich hat. Athalja aber herrschte über das Land.

[6:31] Wir haben jetzt die paradoxe Situation, dass im Nordreich Israel das Haus Ahabs ausgerottet wird, und zwar vollständig. Aber im Süden, der ja in den Jahrzehnten zuvor eigentlich immer sozusagen der treuere Teil Israels gewesen ist, regiert jetzt ein Nachkomme Ahabs. Im Norden, wo sie eigentlich ihren Sitz hatten, sind sie ausgerottet, aber im Süden hat diese Linie durch die Athalja das Sagen.

[7:05] Aber im siebten Jahr ernannte sich Jojada und schloss einen Bund mit den Obersten über die Hundertschaften: mit Ismael, dem Sohn Jerohams; Asarja, dem Sohn Johanans; Maaseja, dem Sohn Obed; Elischaphat, dem Sohn Adajas; und Zichri, dem Sohn Sichris. Sie zogen in Juda umher und versammelten die Leviten aus allen Städten Judas und die Familienhäupter von Israel, und sie kamen nach Jerusalem. Diese ganze Versammlung machte im Haus Gottes einen Bund mit dem König. Und Jojada sprach zu ihnen: „Siehe, der Sohn des Königs soll König sein, so wie es der Herr den Söhnen Davids zugesagt hat.“ Nach sechs Jahren ist Jojada stark genug, um zu sagen: „Wir müssen etwas ändern. Wir können diese Usurpation der Athalja nicht länger dulden.“

[7:54] „Das ist es, was wir tun sollten: Ein Drittel von euch Priestern und Leviten, der am Sabbat antretet, soll als Türhüter an der Schwelle dienen, ein Drittel im Haus des Königs und ein Drittel am Grundtor. Und das ganze Volk soll in den Vorhöfen vor dem Haus des Herrn sein.“ „Es soll aber niemand in das Haus des Herrn gehen, nur die Priester und die diensttuenden Leviten dürfen hineingehen, denn sie sind heilig. Aber das ganze Volk soll die Vorschrift des Herrn befolgen.“ Die Wiedereinsetzung des Königtums war nur möglich, wenn alle sich an die Vorschriften Gottes halten. „Und die Leviten sollen den König umringen, und jeder mit seiner Waffe in der Hand. Und wer in das Haus eindringt, soll getötet werden. Ihr aber sollt bei dem König sein, wenn er aus- und eingeht.“

[8:45] Und die Leviten und ganz Juda handelten genau nach dem Befehl des Priesters Jojada. Und jeder nahm seine Leute, die am Sabbat antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten. Denn der Priester Jojada hatte die Abteilungen nicht entlassen. Und der Priester Jojada gab den Obersten über die Hundertschaften Speere und Schilde und die Köcher, die dem König David gehört hatten und die im Haus Gottes waren. Und stellte das ganze Kriegsvolk, jeden mit seiner Waffe in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite, bei dem Altar und bei dem Haus rings um den König auf. Da führten sie den Sohn des Königs heraus und setzten ihm die Krone auf und gaben ihm das Zeugnis, das heißt also das Gesetz Gottes, und machten ihn zum König. Und Jojada und seine Söhne salbten ihn und sprachen: „Es lebe der König!“

[9:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir wissen dürfen, dass Jesus unser König ist, und dass, wenn wir mutig genug sind, das zu bekennen, dass wir in dieser Welt ein Teil des Reiches Gottes sein können, dass wir den Menschen zeigen können, dass Jesus unser König ist. Schenk uns den Mut, den die Leviten damals gehabt haben, sich zu ihrem König zu bekennen, dass wir uns zu unserem König bekennen und dass wir das tun, genau nach der Vorschrift des Herrn. Wir danken dir, dass Jesus für uns gestorben ist und jetzt für uns eintritt und bald als wiederkommender König uns zu sich nehmen wird. Amen.
[10:35] [Musik]


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