In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Geschichte von König Joas aus 2. Chronik 24. Er zeigt, wie Joas unter dem Einfluss des Priesters Jojada den Tempel wiederherstellte, aber nach Jojadas Tod vom Glauben abfiel und tragisch endete. Die Folge betont die Bedeutung eines persönlichen, standhaften Glaubens, der nicht allein von Mentoren abhängt, und die Gerechtigkeit Gottes.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Chronik 24:12-25:4
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. Chronik, BibelPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite, heute mit Seite 499. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du für uns da bist und dass wir jeden einzelnen Tag den Bund, den wir mit dir geschlossen haben, erneuern dürfen. Und heute an diesem Tag möchten wir ganz neu unser Leben in deine Hand geben und dich bitten, dass du durch deinen Heiligen Geist jetzt so sprichst durch dein wunderbares Wort. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:07] Wir sind in 2. Chronik 24. Es geht um den König Joas, der sich vorgenommen hat, den Tempel, der unter der Herrschaft der bösen Athalja in Mitleidenschaft gezogen worden war, wieder zu erneuern. Und dazu lässt er Geld sammeln, weil der ursprüngliche Auftrag von den Leviten nicht schnell genug, ja, etwas vertrödelt nur bearbeitet worden ist. Und so lässt er Geld sammeln, und es kommt viel Geld zusammen, um diesen Tempel wieder auszubessern. Wir lesen in Vers 12:
[1:39] „Und der König und Jojada gaben es denen, die das Werk des Dienstes am Haus des Herrn betrieben. Die stellten Steinmetze und Zimmerleute ein, um das Haus des Herrn zu erneuern, auch Handwerker für die Eisen- und Erzbearbeitung, um das Haus des Herrn auszubessern. Und die Handwerker arbeiteten so, dass die Verbesserung des Werkes unter ihrer Hand fortschritt, und sie setzten das Haus Gottes wieder in seinen rechten Stand und machten es fest.“ Es geht also voran.
[2:09] „Und als es vollendet hatten, brachten sie das übrige Geld vor den König und vor Jojada. Davon machte man Geräte für das Haus des Herrn, Geräte für den Dienst und für die Brandopfer, Schalen und goldene und silberne Geräte. Und sie opferten beständig Brandopfer im Haus des Herrn, solange Jojada lebte.“
[2:24] Das waren gute Handwerker, die nicht alles Geld für sich genommen haben, sondern nur das genau gemacht, was sie gebraucht haben. Und mit dem Rest, mit dem Überrest dessen, was noch zu, also zu noch mehr gegeben worden war, konnten jetzt wieder viele dieser wunderbaren Gegenstände, der Geräte, hergestellt werden, die im Laufe der Zeit verloren gegangen waren oder zweckentfremdet worden waren. Das war eine echte Wiederherstellung des Heiligtumsdienstes, so wie er ursprünglich einmal gedacht gewesen ist.
[2:53] Jojada dann aber wurde alt und lebenssatt und starb. Er war bei seinem Tod 130 Jahre alt. Für die Zeit hier ist das schon eine sehr außergewöhnlich lange Lebensdauer, die uns mehr vielleicht dann Seiten aus dem Ende von 1. Mose oder 2. Mose erinnert. Aber Jojada lebte so lange, weil Joas ihn brauchte.
[3:23] Und so lange Jojada lebte, haben wir auch schon das letzte Mal gesehen, so lange ist Joas überzeugt und dabei, dabei das Wort Gottes, das Werk Gottes zu fördern. Die Brandopfer, haben wir gelesen, wurden beständig geopfert im Heiligtum, solange Jojada lebte.
[3:40] Es gibt Menschen, die durch ihren Einfluss den Willen Gottes hochhalten und dafür sorgen, dass das Werk Gottes stabil weiterläuft und hochgehalten wird.
[3:56] Und deren Tod schmerzlich vermisst wird. „Und sie begruben ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er für Israel Gutes getan hatte und auch für Gott und sein Haus.“ Was für eine Ehre für den Priester, bei den Königsgräbern begraben worden zu sein! Denn normalerweise wurden nur die Könige Judas innerhalb der Stadtmauern Jerusalems begraben. Alle anderen wurden außerhalb bestattet.
[4:30] Aber nach Jojadas Tod kamen die Obersten von Juda und huldigten dem König. Und der König hörte auf sie. Jetzt war der Mentor nicht mehr da, der ihn gefördert, sein Leben bewahrt hatte und ihn immer wieder auf den Weg des Herrn gewiesen hatte. Und alleine hielt er den Versuchungen nicht stand.
[4:51] Liebe Freunde, es ist gut, wenn wir Mentoren haben, Menschen, Männer und Frauen, die mit viel Erfahrung in den Dingen Gottes uns helfen, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Aber letztendlich muss jeder von uns, du und ich, wir müssen alle alleine vor Gott stehen.
[5:09] „Und sie verließen das Haus des Herrn, des Gottes ihrer Väter, und dienten den Aschera-Standbildern und Götzenbildern.“ Da kam ein Zorn über Juda und Jerusalem wegen ihrer Schuld.
[5:21] „Er sandte aber Propheten zu ihnen, um sie zum Herrn zurückzubringen, und diese ermahnten sie ernstlich, aber sie hörten nicht darauf.“ Gott war immer noch genauso an Joas und seiner Regierung interessiert, wie als Jojada noch lebte.
[5:36] Gottes Wirken und seine Botschaft war nicht auf Jojada beschränkt. Mit Jojada verband Joas offensichtlich sehr viel. Er hatte ihm ja buchstäblich das Leben gerettet.
[5:47] Andere Propheten jetzt kamen, hat man vielleicht keine so enge persönliche Beziehung zu ihm. Wie oft nehmen wir das Wort Gottes von Menschen an, die wir gut kennen, aber sind vielleicht etwas distanziert gegenüber Menschen, die vielleicht dieselbe Wahrheit sagen, die wir nicht persönlich kennen. Aber wir sollten das Wort Gottes annehmen, weil das das Wort Gottes ist und nicht, weil wir die Person kennen und mögen, die es sagt.
[6:17] „Da kam der Geist Gottes über Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters, so dass er gegen das Volk auftrat und zu ihnen sprach: „So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? Darum wird es euch nicht gelingen! Denn weil ihr den Herrn verlassen habt, wird er euch auch verlassen.“ Aber sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof am Haus des Herrn.“
[6:45] Dieser Tod ist von Jesus angeführt worden in Matthäus 23. Könnt ihr die Stelle dort selbst finden, wo er sagt, dass von Abel bis zu diesem Punkt hier immer und immer wieder Gottes Volk gläubige Menschen umgebracht hat. Die Stelle ist auch deswegen so zu erklären, weil 2. Chronik den Abschluss der hebräischen Bibel bildet, in der Reihenfolge der hebräischen Bibel, so dass tatsächlich Abel bis Sacharja so etwas wie von Anfang bis Ende der Bibel ergeben.
[7:24] „Der König Joas gedachte nicht an die Güte, die sein Vater Jojada erwiesen hatte, sondern er brachte dessen Sohn um.“ Als der Märtyrer sprach er: „Der Herr wird es sehen und richten!“
[7:36] Joas hatte so viel gelernt, und dem Joas, dem Jojada so viel zu verdanken. Und wie krass der Abfall von Gott einen Menschen verändert, so sehr, dass er sogar den Sohn seines ehemaligen Mentors umbringen lässt. Und was der sagte, ist wahr: Gott...
[7:56] ...sieht alles. Wir mögen in unserem Leben schwere Ungerechtigkeit erleben, die wir vielleicht in diesem Leben nicht wieder gutgemacht wird. Aber Gott sieht das, und Gott wird es richten zu seiner Zeit.
[8:14] „Und es geschah: Die Jahreswende, da zog das Heer der Aramäer gegen ihn heraus. Und sie kamen nach Judäa und Jerusalem und vertilgten alle Obersten des Volkes aus dem Volke und sandten alle ihre Beute zu dem König von Damaskus.“
[8:25] Damaskus war damals eines der wichtigsten Königreiche der Gegend. „Denn obwohl das Heer der Aramäer nur aus wenigen Leuten bestand, gab doch der Herr ein sehr großes Heer in ihrer Hand, weil jene den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. So vollzogen sie das Strafgericht an Joas.“
[8:44] Wir kennen Geschichten, wo wenig Gläubige viele Feinde besiegen können, aber hier sehen wir auch, dass viele im Volk Gottes gegen wenig Feinde keinen Bestand haben können, wenn sie Gott verlassen haben und er nicht für sie kämpft.
[9:01] Wir können materielle, finanzielle, strukturelle Vorteile haben, wenn wir nicht mit Gott zusammenarbeiten, wird es uns alles nichts nützen in unserer Arbeit.
[9:11] „Und als sie von ihm abgezogen waren, wobei sie ihn schwer verwundet zurückließen, machten seine Knechte eine Verschwörung gegen ihn wegen der Blutschuld an den Söhnen des Priesters Jojada. Und sie töteten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber man begrub ihn nicht in den Gräbern der Könige.“
[9:30] Was für eine traurige Geschichte! Ein König, der so wunderbar begonnen hatte, dessen Krönung ein so herrlich triumphaler Moment gewesen war über den Abfall des Hauses. Dieser König, der den Tempeldienst wiederhergestellt hat, den Tempel ausgebessert hatte, der das ganze Volk dazu animiert hatte, für den Tempel zu spenden. Er fällt so ab und wird am Ende nicht einmal bei den Königen Judas begraben, wo doch sein Mentor Jojada begraben worden ist.
[10:04] „Und diese sind es, die sich gegen ihn verschworen hatten: Sabad, der Sohn der Ammoniterin Simrit, und Josabad, der Sohn der Moabiterin Schimrit. Aber seine Söhne und die Größe des Tributs, der auferlegt wurde, und die Wiederherstellung des Hauses Gottes, siehe, das ist beschrieben in der Schrift des Buches der Könige.“
[10:27] „Und Amazja, sein Sohn, wurde König an seiner Stelle. Amazja war 25 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Joadan von Jerusalem. Er tat, was recht war in den Augen des Herrn, doch nicht von ganzem Herzen. Als nun die Königsherrschaft gesichert war, tötete er seine Knechte, die seinen königlichen Vater erschlagen hatten. Aber ihre Söhne tötete er nicht, sondern er handelte, wie es geschrieben steht im Buch des Gesetzes Moses, wo der Herr geboten hatte und sprach: „Die Väter sollen nicht um der Söhne willen sterben, und die Söhne nicht um der Väter willen, sondern jeder soll um seine eigenen Sünden sterben.““
[11:13] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, bitte bewahre uns davor, dass unser Glaube nur darin besteht, dass wir großen Vorbildern nacheifern, aber kein eigenes geistliches Rückgrat haben. Wir sind dankbar für jeden, der uns die Bibel besser erklärt, der uns hilft, im Glaubensleben treu zu bleiben. Aber Herr, lass uns verstehen, dass jeder einzelne von uns alleine persönlich vor dir bestehen muss und dass wir einen Glauben brauchen, der auch dann stark ist, wenn unsere geistlichen Freunde nicht mehr da sind. Herr, schenk uns einen solchen Glauben. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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